Können Dürfen Sollen Müssen

Die Pandemie wirft die Frage nach individueller und gesellschaftlicher Freiheit auf. Wer nach Sicherheit verlangt, stösst schnell an die Grenzen der Freiheit. Aber welcher Form von Freiheit? Führen die zahlreichen Regeln und Massnahmen tatsächlich zu einer Einschränkung vermeintlicher individueller Freiheit? Der Verzicht auf den Besuch von Bars, auf Reisen oder Konzertbesuche fördert zwar die Sehnsucht nach sozialen Kontakten und Mobilität. Er schafft aber auch Räume für neue Formen persönlicher Freiheit. Hat Corona unsere Augen für die Möglichkeiten und Grenzen der Freiheit geöffnet? Die Philosophin Prof. em. Dr. Annemarie Pieper reflektiert unser Verständnis von Freiheit und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung.

Beim anschliessenden Apéro besteht die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu diskutieren.

Flyer «Können Dürfen Sollen Müssen» (PDF)

Die Schweiz und das Meer

Meere und Ozeane bedecken über 70 % unseres Planeten. Von den sonnigen Stränden bis in die dunkelsten Tiefen sind sie voller Leben. Obwohl sie für unser Dasein unerlässlich sind, fühlen wir uns im Binnenland Schweiz oft sehr weit von den Ozeanen entfernt. Zu Unrecht: Sie versorgen uns mit Sauerstoff, Nahrung, Energie – und  dennoch gefährden wir die Weltmeere durch Klimawandel, rücksichtlose Überfischung und Verschmutzung.

Der Vortrag beleuchtet, wie sehr unsere Gesellschaft vom Zustand der Ozeane abhängt und wie wir ganz konkret mehr zu ihrem Schutz beitragen können.

Flyer «Die Schweiz und das Meer»

Was Bilder mit uns machen

Filme tragen mit Bild, Geräuschen, Musik und Sprache tatsächliche und scheinbare Realitäten in unser Leben hinein und prägen unser Bild und unsere Haltung gegenüber Themen, Menschen und der Gesellschaft. Wie werden Menschen mit Behinderung im Film dargestellt? Welche Gedanken und Emotionen werden damit vermittelt? Welche Einstellungen und Appelle sind damit verbunden? Diesen Fragen wollen wir mit Hilfe von Filmausschnitten, einem Vortrag des Zürcher Filmkritikers Alex Oberholzer und einem anschliessenden Gespräch mit der Disability-Forscherin und Künstlerin Nina Mühlemann, sowie dem Schauspieler Joel Basman nachgehen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung (EPI) und Age Plus

Anmeldung über die Website
www.epi-wohnwerk.ch/tagung-film

oder mit dem Anmeldetalon, den Sie im Flyer finden
Flyer «Was Bilder mit uns machen»

Älterwerden

Unsere steigende Lebenserwartung wird von den meisten grundsätzlich begrüsst. So stellt sich weniger die Frage, ob Älterwerden Last oder Lust ist; vielmehr beschäftigt uns, wie wir älter werden wollen: Was bedeutet Älterwerden in Zeiten individueller Lebensentwürfe? Wie gehen wir um mit dem Abnehmen der eigenen Leistungsfähigkeit und der Abhängigkeit von anderen? Und welches sind die Herausforderungen für unser Gesundheits- und Rentensystem?

Mit zwei Experten aus den Bereichen Medizin und Philosophie wollen wir diesen und weiteren Fragen nachgehen. Dabei kommt auch die Perspektive der Betroffenen nicht zu kurz: Die Journalistin Silvia Aeschbach hat in ihrem Buch «Glück ist Deine Entscheidung» bei den Ältesten Glücksrezepte für ein gutes Leben zusammengetragen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Friedhof Forum der Stadt Zürich

Flyer «Älterwerden» (PDF)

Die Bewahrung der Schöpfung

Dass wir unsere Erde und ihre Lebewesen erhalten und schützen müssen ist eine Einsicht, die keine Weltanschauung oder Moraltheorie exklusiv für sich gepachtet hat. Aber was genau sagt die christliche Theologie dazu: Welche Gründe haben wir, andere Lebewesen oder Ökosysteme zu achten? Und wie weit reichen unsere Pflichten hierfür?

Diese und ähnliche Fragen diskutieren wir mit einem reformierten Pfarrer und Ethiker und einer katholischen Theologin. Dabei sollen Fragen des Klimaschutzes ebenso zur Sprache kommen wie solche nach Tierrechten und der gentechnischen Veränderung von Pflanzen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit aki, Katholische Hochschulgemeinde

 

Auf Leben und Tod (ausgebucht!)

Was ist das, tot zu sein? Und was heisst es, zu leben? Sollen wir uns wünschen, ewig zu leben, oder hat der Tod auch sein Gutes; gibt er unserem Leben am Ende vielleicht sogar allererst seinen Sinn? Und ist es vernünftig, an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben? – In dieser Veranstaltung werden wir anhand klassischer und zeitgenössischer Positionen der Frage nach Wesen und (Un-)Wert von Leben und Tod sowie damit verbundener Fragen nachgehen. Die vorangehende Lektüre der jeweils eine Woche im Voraus versandten Texte ist hilfreich, wird aber für den Besuch der Veranstaltung nicht vorausgesetzt. Weiterführende Literaturhinweise und wöchentliche  Zusammenfassungen der Diskussionen runden den Kurs ab.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Zürich

Flyer «Auf Leben und Tod»  (PDF)

Die Zukunft von Corona

Auch nach der ersten Welle bleibt Covid-19 und das die Krankheit verursachende Virus fest in unserem Alltag verankert, prägt unser Sozialverhalten in Beruf und Freizeit. Dazu kommen Ungewissheiten und Fragen: Wie wird sich die Epidemie bei uns weiter entwickeln? Welche wirtschaftlichen Folgen hat eine weltweite Pandemie für eine Exportnation wie die Schweiz? Wie verändert Corona unseren sozialen Umgang miteinander, beim Einkauf, in Bus und Bahn, bei Festen? Und welche (Ab-)Hilfe ist von Medizin und Digitalisierung zu erwarten? – Im Gespräch mit der Zukunfts- und Trendforscherin Karin Frick von Gottlieb Duttweiler Institut soll ein erstes Resümee der Krise gezogen und ein Ausblick auf das Kommende gewagt werden.

Im Anschluss an das Gespräch laden wir Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Abend bei einem Apéro auf der Dachterrasse ausklingen zu lassen.

Flyer «Die Zukunft von Corona» (PDF)

 

Corona und die Frauen

Elisabeth Joris forscht seit 40 Jahren zum Thema Frauenarbeit und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Dafür erhielt die Historikerin und Geschlechterforscherin in diesem Jahr die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. Vieles ist in diesen 40 Jahren passiert. An historischen Wendepunkten wurden der Gleichstellungsdebatte entscheidende Impulse gegeben. Welche Auswirkungen hat nun die Corona-Krise? Geht von ihr auch ein positiver Impuls aus?

Zum Auftakt des Herbstprogramms laden wir Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Abend bei einem Apéro auf der Dachterrasse ausklingen zu lassen.

Was tröstet uns?

Kinder können untröstlich sein, als ob der Schmerz der ganzen Welt über ihnen hereingebrochen wäre. Wir nehmen sie in den Arm, geben ihnen Halt und beruhigen sie. Vielleicht erinnern wir uns an dieses Gefühl des Getröstet-Werdens, wenn wir als Erwachsene Trost brauchen. Oder wir haben Techniken entwickelt, uns selbst zu trösten. Aber was ist, wenn wir untröstlich sind? Wenn ein Gefühl von Verlorenheit und Sinnlosigkeit alles ergreift? Halten wir die Trostlosigkeit aus; die unsere und die der andern? Können wir einander trösten, wie wir Kinder trösten? Oder wie könnte das gelingen?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Flyer «Was tröstet uns?»  (PDF)

Wo ist Heimat im Alter?

Die «ältere Migrationsbevölkerung» ist so wenig homogen wie die Gruppe pensionierter Schweizerinnen und Schweizer. Trotz ihrer gemeinsamen Erfahrung der Entwurzelung entwickeln Menschen mit Migrationsbiografie ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Bedürfnisse im Alter, wie Studien belegen. Was bestimmt ihre Lebensentwürfe im Hinblick auf das Rentenalter? Wie wirkt sich ihre familiäre Situation aus? Welche Rolle spielt ihre kulturelle und religiöse Herkunft? Haben traumatische Erfahrungen Langzeitwirkung? Wo und was ist ihre Heimat im Alter?

Die Tagung gibt zunächst aus wissenschaftlicher Sicht Antworten auf diese Fragen. Danach vertiefen Workshops aus unterschiedlichen Perspektiven und praktischer Sicht die Thematik und ermöglichen den Austausch unter den Teilnehmenden. Zum Schluss reflektiert ein Philosoph über das Verhältnis von Alter und Heimat.

Eine Kooperation mit der Beratungsstelle Wohnen im Alter und der Integrationsförderung der Stadt Zürich sowie der Pro Senectute.

Zielpublikum
Fachpersonen aus den Bereichen Migration und Integration, Soziales, Gerontologie und Geriatrie, Mitarbeitende von Behörden, kirchlichen und sozialen Institutionen