Ab in die Berge

Auch dieses Jahr findet die Kurswoche und Erlebniswoche im Antoniushaus Mattli in Morschach statt.

Sie haben von dort einen wunderschönen Blick auf die Alpen und den Vierwaldstättersee.
Sie können sich gut erholen und gleichzeitig etwas lernen.

Die Kurse beginnen am Montag-Nachmittag.
Sie enden am Freitagabend.
Am Samstag reisen Sie nach dem Frühstück gemütlich ab.

Für die Zimmer gibt es nur einen Preis.
Sie wählen ein Einzelzimmer ohne Dusche und WC für sich alleine oder Sie teilen ein Zweierzimmer mit Dusche und WC mit einer anderen Person.

Sexualität und Behinderung (AUSGEBUCHT!)

Menschen mit einer geistigen Behinderung haben ein Recht auf eine selbstbestimmte, lebendige und gelebte Sexualität. In diesem Kurs soll eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema «Sexualität und Behinderung» stattfinden. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Wie können Angehörige, Begleitpersonen und Institutionen Voraussetzungen schaffen, in denen Menschen mit einer geistigen Behinderung möglichst selbstbestimmt und doch «geschützt» ihre Sexualität leben können? Wo sind die Grenzen? Wie kann überhaupt über Liebe, Freundschaft und Sexualität angemessen gesprochen werden, im Besonderen auch mit Menschen mit reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten? Und schliesslich: Wie kann eine sinnvolle Prävention vor sexuellem Missbrauch aussehen?

Das Ziel dieses Kurses ist es, ein angemessenes Vokabular zu vermitteln, Ängste und Vorurteile abzubauen und so Sexualität besprechbar zu machen.

Anhand von Inputreferaten, persönlichen Fallbeispielen, Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden und Selbstreflexion soll eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht werden.

Veröden unsere Innenstädte?

Die Zentren vieler kleineren und mittelgrossen Städte drohen zu veröden: Viele Detailgeschäfte und kleinere Handwerksbetriebe schliessen, Kinos und Restaurants gehen zu, etc.. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Zum einen sind es die grossen Einkaufszentren, welche Kunden aus den Städten locken, zum anderen ist es der Internethandel, der den herkömmlichen Läden Konkurrenz macht. Andere Detaillisten sprechen von zu geringen Renditen und zu hohen Mietpreisen.

Die Folgen davon ist eine Verarmung des Stadt- oder Zentrumslebens, das Verschwinden der Menschen aus dem Strassenbild, kurz – es entsteht eine ungemütliche und unwirtliche, ja fast lebensfeindliche Atmosphäre ohne soziale Kontakte oder spontane Begegnungen.

In vielen Städten haben die Behörden, aber auch die Gewerbevereine und Quartierorganisationen den Ernst der Lage erkannt und versuchen, Gegensteuer zu geben.

Wahnsinn Oper!

Total verrückt, den Verstand verloren, von allen guten Geistern verlassen – die Oper als Irrenhaus! Viele Opernfiguren sind im emotionalen Ausnahmezustand, Wahnsinnsarien zählen zu den Highlights auf der Opernbühne.

Warum sind Opernfiguren so oft ausser sich? Was sind die Ursachen für den Wahnsinn auf der Opernbühne und wann kippt es emotional? Wieweit durchbrechen die Figuren mit ihrem Wahnsinn gesellschaftliche Konventionen und halten der Gesellschaft einen Spiegel vor? Sind es vor allem Frauenschicksale, die für die Darstellung seelischer Überspanntheit herhalten müssen? Und wie geht es denen, die auf der Bühne die Wahnsinnsszenen mitmachen müssen?

Ein Gespräch mit der Sopranistin Regula Mühlemann über den Wahnsinnsstoff, aus dem die Oper gemacht ist und darüber, weshalb Oper so irre ist.

Gespräch mit Amir Dziri, Professor für islamische Studien

Amir Dziri, Professor für islamische Studien, stellt das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft vor, das 2015 als Teil der Universität Fribourg eröffnet wurde.

Der gebürtige Tunesier Amir Dziri ist bestens vertraut mit den historischen Entwicklungen des Islam und wird über die Herausforderungen der muslimischen Gemeinschaften in einer säkularen westlichen Gesellschaft wie der schweizerischen sprechen.

Das Gespräch findet im Anschluss an die Jahresversammlung des Gönnervereins der Paulus Akademie statt. Gäste sind zum Gespräch herzlich eingeladen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung bis am 7.6.

Die Veranstaltung schliesst mit einem Apéro.

50 Fragen in die Zukunft

«Mensch nach Mass» ist ein Projekt, das zusammen mit dem Collegium Helveticum ETHZ / Universität Zürich (Prof. Gerd Folkers) und der Stiftung Science et Cité (Pia Viviani) zwischen 2015 bis 2017 an unterschiedlichen Orten durchgeführt wurde. Es wurden Meinungen eingeholt, mit Experten diskutiert und mittels Film und Hörspiel ein Blick auf die Technisierung und Digitalisierung des Lebens geworfen. Daraus ist ein von Künstlerinnen gestaltetes Buch entstanden, das wir an der Vernissage vorstellen.

Künstlerinnen:
Kathrin Yvonne Bigler
Rahel Bucher
Céline Fluri
Johanna Schaible

Gastfreundschaft und Gastrecht

Die Flüchtlingskrise ist europaweit zu einer Zerreissprobe für die Politik geworden. Vor dem Hintergrund des gefährdeten gesellschaftlichen Zusammenhalts ist es Zeit, an eine philosophisch-religiöse Tradition zu erinnern: an die Gastfreundschaft. Sie ist eine Konstante menschlicher Verhaltensweisen. Was kann das Konzept der Gastfreundschaft in der politischen Praxis heute leisten?

Im neuen Buch «Gastfreundschaft und Gastrecht» reflektieren Theologen, Kulturwissenschaftlerinnen, Juristen, in der Migrationsarbeit Tätige und Zugewanderte den Wert der Gastfreundschaft.

Das Buch kann beim TVZ-Verlag bestellt werden.

E-Mobilität (AUSGEBUCHT!)

Unser Mobilitätsverhalten wird sich durch die digitale Verfügbarkeit von Mobilitätsdienstleistungen und die technologische Veränderung der Fahrzeuge sowie der Verkehrsinfrastruktur stark verändern. Stichworte dafür sind: Car sharing, autonomes Fahren, alternative Antriebssysteme der Fahrzeuge, alternative Güterverkehrssysteme wie z. B. «Cargo Sous Terrain». Die beiden Referierenden wagen einen Blick in die «smarte Mobilitätswelt» von morgen und erörtern ihre Finanzierung.

Veröden unsere Innenstädte?

Die Stadt als «Einkaufs-Stadt» verändert sich: Das Online-Shopping nimmt zu. Braucht es in Zukunft nur noch Showrooms, wo das Online-Angebot tastbar, riechbar, sichtbar wird? Der Verkauf geschieht dann im Internet und der Warenbezug findet über den Zulieferservice statt. Zudem haben alteingesessene Gewerbebetriebe immer mehr Mühe, die steigenden Mietzinsen bzw. Liegenschaftskosten zu amortisieren. Das schadet dem Geschäfte-Mix: In den Innenstädten begegnen uns immer häufiger dieselben Marken-Geschäfte.

Und wie sieht es mit der «Arbeits-Stadt» aus? Nach dem Wegfall der Industrie zügeln auch immer mehr Dienstleistungsunternehmen an die (günstigere) Peripherie der Städte. Droht eine Verödung der Innenstädte? Was macht überhaupt die Qualität, das Flair einer Stadt aus?

Klagen, nicht jammern!

Die Psalmen sind das Gebetbuch der Bibel. Wer in ihnen liest, findet Erstaunliches: In den Klagepsalmen wird Gott angeklagt und angeschrien. «Herr, wie lange noch wirst du mich vergessen?», heisst es in Psalm 13. Und die Klage in Psalm 77 lässt sich als die eigene hier und heute mitsprechen: «Ich rufe zu Gott, ja, ich schreie immer wieder, damit er mich endlich erhört.»

Die biblische Klage ist kein richtungsloses Jammern, sondern der aus tiefem Gottvertrauen aufsteigende Schrei nach Gott, selbst da und dann, wo alles gegen Gott spricht. So wie Klagepsalmen den verschiedensten Situationen entstammen, sprechen sie auch in viele Situationen hinein. Die oftmals bildhafte Sprache lässt sich als Chiffre auf viele Gegebenheiten übertragen. Die biblische Klage beschönigt nichts, sie erklärt nichts, sondern sie vertraut unerschütterlich darauf, dass Gott angesichts des menschlichen Leids befreiend und rettend handeln wird.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kloster Einsiedeln