Exotik – Voyeurismus – Fluchtpunkt (AUSGEBUCHT!)

Schon in der Stummfilmzeit reisten Filmschaffende aus der Schweiz in die «weite Welt», um Bilder für ein staunendes Publikum einzufangen. Danach, in den Tonfilmen der Dreissigerjahre, dominierte in vergleichbaren Aufnahmen ein kolonialer Blickwinkel, und ein Vierteljahrhundert später machten sich helvetische Regisseure auf die Suche nach dem «edlen Wilden». Nach 1968 gerieten zunehmend die sozialen und ökonomischen Verhältnisse der Dritten Welt ins Blickfeld, und in neuester Zeit wird auch die weltweite Klimaveränderung thematisiert.

Die Kursteilnehmenden diskutieren die Entwicklung anhand von repräsentativen Filmausschnitten auf Video.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit aki, Katholische Hochschulgemeinde

Flyer «Exotik – Voyeurismus – Fluchtpunkt» (PDF)

Was ist Autismus?

Spannend ist die Geschichte des Autismus, die unser Gast zu erzählen hat. Denn sie gibt Aufschluss darüber, wie die Psychiatrie mit Begriffen von Normalität und Störung ringt. Wahrnehmung und Erklärungsmodelle werden dabei von gesellschaftlichen Umständen, sozialen Erwartungen aber auch durch Wissenschaftsparadigmen geprägt. Wo steht der Fachdiskurs heute? Dringt mit der Idee eines Spektrums das Pathologische zu weit ins Gesunde vor? «Es scheint uns, als wäre für gewisse wissenschaftliche oder künstlerische Höchstleistungen ein Schuss Autismus geradezu notwendig», hielt hingegen Hans Asperger fest. Er war einer der Väter des Autismusbegriffs. Und erinnert daran: Andersartigkeit kann auch Vorzüge haben, die es zu würdigen gilt.

Gast:
Dr. med. Ronnie Gundelfinger, Leiter Fachstelle Autismus, Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Zürich

Flyer «Was ist Autismus?» (PDF)

Wir machen Ihnen eine Szene!

Der Verleger Robert Caplan und seine Frau Freda empfangen eine Abendgesellschaft. Das Gespräch plätschert zwanglos dahin, bis Martins Zigarettenkästchen ins Spiel kommt. Warum hat Roberts Bruder sich erschossen? Wie viel Wahrheit vertragen eine Ehe, eine Freundschaft, ein gemeinsames Geschäft? Und was heisst Wahrheit in Zeiten von Fake-News?

Gäste:
Brigitte Amrein, Regisseurin
Dr. Anastasia Risch, Theaterwissenschaftlerin, Dramaturgin und Mitspielerin
Dr. Tobias Grimbacher, Mitspieler, Präsident des Theatervereins «die dramateure zürich»

Flyer «Wir machen Ihnen eine Szene!» (PDF)

Behinderung und Alter: Soziale Netzwerke stärken

Menschen mit Behinderungen sind in unterschiedliche soziale Netzwerke eingebunden. Diese bestimmen mitunter, welche Handlungsspielräume ihnen zur Verfügung stehen, welche Beziehungen sie eingehen und in welcher Form sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Mit dem Älterwerden nimmt auch bei Menschen mit Behinderung die eigene Selbstständigkeit und Mobilität ab. Gleichzeitig altern auch die Personen, die sie unterstützen und mit denen sie in Kontakt stehen. Es ändern sich Ansprüche, Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb eines Netzwerks.

Wie können trotz dieser Veränderungen Beziehungen gepflegt und aufrechterhalten werden? Wie kann das soziale Netzwerk von Menschen, die selbstständig oder in Wohneinrichtungen leben, beim Älterwerden besonders gestärkt werden? Diese und weitere Fragen diskutieren wir an der dritten Tagung Das Dritte Drittel mit Betroffenen, Betreuenden sowie Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung (EPI), Age Plus und der Universität Zürich, Zentrum für Gerontologie

Anmeldung
www.epi-wohnwerk.ch/drittes-drittel
oder Schweizerische Epilepsie-Stiftung, Sekretariat EPI WohnWerk, Bleulerstrasse 60,
8008 Zürich

Das Detailprogramm finden Sie im Flyer:

Flyer «Behinderung und Alter» (PDF)

Es ist auch möglich, die Tagung halbtags (am Morgen oder am Nachmittag) zu besuchen.

Tagungsbeitrag ganzer Tag: CHF 90.–
Tagungsbeitrag halber Tag: CHF 50.–

Wozu Gnade?

Was heisst eigentlich Gnade? Und was hat sie mit dem Leben zu tun, das wir führen?

Grazie und Anmut haben diejenigen, die begnadet sind. Andererseits erscheint alles, was gratis ist, als wertlos. Wertvoll ist nur das, was man sich etwas kosten lässt.
Eingeklemmt zwischen der anmutigen und der wertlosen Gnade schauen wir auf Paulus, der in der Auseinandersetzung mit den damaligen Menschen sein Verständnis von Gnade entwickelt hat. Was hat Paulus gesehen, das ihn über die Gnade nachdenken liess? Und was hat die Menschen an der Gnade angezogen und fasziniert?

Was lässt uns heute über die Gnade nachdenken, und was könnte uns an ihr faszinieren?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Flyer «Wozu Gnade?»  (PDF)

Erlösung durch das Kreuz ‒ wovon, wozu?

Die einen wollen das Kreuz aus allen öffentlichen Räumen entfernen, die anderen wollen es genau dort überall aufhängen.

Nur: Worum geht es beim Kreuz, das Folterinstrument und Erlösungs-Symbol in einem ist?

Es soll noch einmal grundsätzlich darüber nachgedacht werden: Wovon erlöst das Kreuz? Wozu erlöst es? Und warum muss ausgerechnet das Kreuz das Symbol der Erlösung sein?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Flyer «Erlösung durch das Kreuz – Wovon? Wozu?» (PDF)

«Ich habe den Himmel gegessen» (Ausgebucht!)

Eine Premiere: Erstmals findet im Rohbau der neuen Paulus Akademie eine Theaterproduktion statt!

Neubau der Paulus Akademie

Zum 100. Geburtstag von Silja Walter hat die Sängerin und Schauspielerin Christine Lather Lyrik und autobiografische Texte zu einem Monolog verflochten. Begleitet von den Kompositionen von Felix Huber macht sie Leben und Werk der bedeutenden Lyrikerin gegenwärtig. Walters Suche nach dem Einswerden mit dem Absoluten gemahnt an eine Heldenreise ins Innere.

Flyer «Ich habe den Himmel gegessen» (PDF)

 

Werden Reiche immer reicher?

Immer gegen Ende eines Jahres erscheint ein Ranking der reichsten Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz. Die dort genannten Vermögenssummen verstärken den landläufigen Eindruck, dass die Reichen immer reicher werden, während die Situation der «Normalverdiener» bestenfalls stagniert. Doch stimmt diese Einschätzung? Geht die Einkommensschere in der Schweiz immer weiter auseinander? Wie positioniert sich die Schweiz hinsichtlich der Verteilungsfrage in Europa?

Gerade in Bezug auf die Vermögens- und Einkommensverteilung wird oftmals «Gerechtigkeit» eingefordert. Doch was ist darunter zu verstehen? Gleichheit? Die beiden Referenten werden die verfügbaren Daten zur Einkommensverteilung in der Schweiz in den Kontext unterschiedlicher Gerechtigkeitsprinzipien stellen. «Ziel ist es darzustellen, inwiefern solche Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit in der Schweiz erfüllt sind und welche Faktoren massgeblich dazu beitragen.»

Flyer «Werden Reiche im reicher?» (PDF)

Internet der Dinge

Einkaufszettel sind bald passé. Was Sie Ihrem Kühlschrank entnehmen, wird automatisch nachgeliefert. Die Tragedauer Ihres Wintermantels ist bereits überschritten? Sie werden per Mail über neue Angebote informiert. Praktisch oder doch problematische Eingriffe in Ihre Privatsphäre? Das Internet der Dinge wird aber nicht nur im Privatbereich eine immer wichtigere Rolle spielen. Noch bedeutsamer wird sein Einsatz im Bereich «business to business» (b2b), in der vollständigen Vernetzung der Wertschöpfungsketten sein. Was diese neue Technologie alles für Möglichkeiten bietet und wie sich unser Geschäfts- und privater Alltag damit verändern wird, erfahren die Teilnehmenden an diesem Abend. Auch auf mögliche Schattenseiten wird eingegangen: Wie gehen wir mit dieser Technologie verantwortungsvoll um?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit «jenseits IM VIADUKT»

Flyer «Internet der Dinge» (PDF)

Wenn Haustiere sterben

Beim Tod eines Menschen wird den Hinterbliebenen Verständnis für ihre Trauer entgegengebracht. Wer wegen eines verstorbenen Tieres trauert, erntet hingegen oft Unverständnis. Dabei fühlen sich viele Menschen mit ihren Hausgenossen stark verbunden. Sie sind liebevolle Begleiter, die Gefühl und Leben in den Alltag bringen. Der Verlust kann zudem von der Erfahrung geprägt sein, ob ein Tier eingeschläfert wurde. Manche Besitzer wünschen ein Grab. Wir fragen: Wann stösst die Trauer um Tiere auf Akzeptanz? Ist sie ein Thema in der Seelsorge? Wie geht man mit Bestattungswünschen um? Und darf ethisch und rechtlich gesehen mit verstorbenen Tieren «alles» gemacht werden, was der zweibeinige Lebensgefährte sich wünscht?

In Kooperation mit AKUT Aktion Kirche und Tiere und Friedhof Forum der Stadt Zürich

Die Qual, den Qualen ein Ende zu setzen, Interview mit Tierärztin Marie Grützke,  Tagblatt der Stadt Zürich, Mi 03.04.2019 (PDF)

Flyer «Wenn Haustiere sterben» (PDF)