Zwischen Asien und Europa (Ausgebucht!)

Zwischen dem Grossen und Kleinen Kaukasus erstreckt sich Georgien vom Schwarzen Meer bis nach Aserbaidschan. Seit dem Zerfall der Sowjetunion hat das Land einen rasanten Wandel erlebt. Politisch und gesellschaftlich sucht es Anschluss an Westeuropa. Gleichzeitig gibt es starke konservative Kräfte, und das Verhältnis zu Russland ist weiterhin spannungsreich.

Im Mittelpunkt der Studienreise stehen Begegnungen mit Persönlichkeiten aus der georgischen Zivilgesellschaft, aus Wissenschaft, Medien und den Religionsgemeinschaften. Die Gespräche vor Ort vermitteln einen Einblick in die Herausforderungen der Gegenwart, die reiche Kultur- und Religionsgeschichte des Landes sowie den sozialen Alltag der Bevölkerung. Neben der beeindruckenden Bergwelt des Kaukasus stehen Führungen durch die boomende Hauptstadt Tbilisi und das subtropisch gelegene Batumi am Schwarzen Meer auf dem Programm.

Studienreisen der Paulus Akademie und G2W

Flyer «Zwischen Asien und Europa» (PDF)

«Meine Mutter, ihre Liebhaber und mein einsames Herz»

«Geht es um meine Kindheit, sehe ich nicht viel», hält Cristina Karrer fest. Während die Mutter aus dem katholischen Milieu stammend zum IT-Girl der sechziger Jahre avanciert, wächst die Tochter bei Verwandten und im Kinderheim auf. Später wird aus dem Enfant terrible eine Starjournalistin – und Mutterhasserin. Bis die Mutter an Demenz erkrankt. In ihrer Autobiographie zeichnet Karrer gefühlvoll und schnörkellos ihre Beziehung zur Mutter nach. In dem Mass, in dem die Mutter krankheitsbedingt ihre Geschichte vergisst, gewinnt Cristina ihre eigene Vergangenheit, ihre Mutter, für sich zurück. Ein Stoff, aus dem sich ein intensives Gespräch über familiäre Bindung und Krankheit, Entfremdung und Sehnsucht entwickeln lässt.

Flyer «Meine Mutter, ihre Liebhaber und mein einsames Herz» (PDF)

Charta Prävention – Einrichten einer Meldestelle (Ausgebucht!)

Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «’Wir schauen hin‘ Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

Der Kurs beschäftigt sich eingehend mit dem Punkt 10 der Charta Prävention und seinem Bezug zu den restlichen neun Punkten. Neben Fachinput soll auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben werden.

Dabei geht es unter anderem um die Fragen:
– Wie sollte die Meldestelle in der Organisation eingebettet sein?
– Was muss bei der Implementierung einer Meldestelle besonders beachtet werden?
– Welche Kompetenzen und Fähigkeiten braucht das Fachpersonal einer Meldestelle?
– Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Meldestelle und Leitung aus?
– Wann ist etwas eine Meldung, wann Denunziation?
– Was ist meldepflichtig?
– Die zehn Punkte der Charta Prävention: Wie stehen die Punkte in Bezug zueinander?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Flyer «Charta Prävention» (PDF)

Sexualität und Behinderung

Menschen mit einer geistigen Behinderung haben ein Recht auf eine selbstbestimmte, lebendige und gelebte Sexualität. In diesem Kurs soll eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema «Sexualität und Behinderung» stattfinden. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Wie können Angehörige, Begleitpersonen und Institutionen Voraussetzungen schaffen, in denen Menschen mit einer geistigen Behinderung möglichst selbstbestimmt und doch «geschützt» ihre Sexualität leben können? Wo sind die Grenzen? Wie kann überhaupt über Liebe, Freundschaft und Sexualität angemessen gesprochen werden, im Besonderen auch mit Menschen mit reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten? Und schliesslich: Wie kann eine sinnvolle Prävention vor sexuellem Missbrauch aussehen?

Das Ziel dieses Kurses ist es, ein angemessenes Vokabular zu vermitteln, Ängste und Vorurteile abzubauen und so Sexualität besprechbar zu machen.

Anhand von Inputreferaten, persönlichen Fallbeispielen, Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden und Selbstreflexion soll eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht werden.

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Flyer «Sexualität und Behinderung» (PDF)

Der Mensch ist, was er isst

Ein Einkauf bei Coop oder Migros genügt, und man wird sich bewusst, dass Ernährung weit mehr ist als eine biologische Notwendigkeit. Slow Food, Fair Trade, vegetarisch, vegan – wofür wir uns als Konsumentinnen und Konsumenten auch immer entscheiden, wir kaufen nicht bloss ein, um unseren Hunger zu stillen. Längst ist Ernährung identitätsstiftend geworden. Darum gilt der bekannte Ausspruch des Philosophen Ludwig Feuerbach auf seine Weise immer noch: «Der Mensch ist, was er isst.»

Welche Regeln und Bedürfnisse bestimmen unser Essverhalten? Was macht der Glaube, sich gesund ernähren zu müssen, mit uns? Wie weit prägen religiöse Vorstellungen unsere Esskultur noch? Oder sind daraus pseudoreligiöse Überzeugungen geworden? Hat unser Konsum auf das weltweite Hungerproblem einen Einfluss? Die Witiker Gespräche 2019 beleuchten unsere Esskultur aus vier Perspektiven: vom Landwirt, der am Anfang unserer Nahrungskette steht, bis zum Foodscout, der kulinarische Leckerbissen in den entferntesten Winkeln der Erde aufzuspüren versucht.

Hören Sie zu, diskutieren Sie mit und denken Sie nach. Gastgeber sind die evang.-ref. und die röm.- kath. Kirchgemeinde Witikon sowie die Paulus Akademie.

Flyer «Der Mensch ist, was er isst» (PDF)

Die Zukunft der Landwirtschaft

Welche Rolle spielt die Landwirtschaft in unserer Nahrungskette? Wie könnte eine innovative, ethisch verantwortungsvolle, aber ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft aussehen? Der Soziologe Jakob Weiss beschreibt in seinem Buch «Die Schweizer Landwirtschaft stirbt leise» Fehlentwicklungen in unserer Agrarpolitik. Der Landwirt Christian Rathgeb spricht über den Arbeitsalltag in einem der grössten Biolandwirtschaftsbetriebe der Schweiz.

Flyer «Der Mensch ist, was er isst» (PDF)

Konfliktklärung

Konflikte sind normal und menschlich. In jeder Beziehung gibt es Konflikte und in der Auseinandersetzung entstehen oft kreative Ideen und Potential für neue Lösungen.

Zu einem Problem werden Konflikte, wenn jemand darunter leidet und das Zusammensein und der Alltag belastet werden. Menschen, die zusammen arbeiten, können durch ungelöste Konflikte massiv beeinträchtigt werden. Betroffene fühlen sich überfordert und sehen sich oft nicht in der Lage, die verworrene Situation zu klären.

Der Kurs bietet Ihnen eine Einführung in die Kommunikations- und Konfliktpsychologie. Geübt wird vorwiegend anhand eigener Fallbeispiele.

Flyer «Konfliktklärung» (PDF)

Eldorado

Vor über 70 Jahren nahmen Markus Imhoofs Eltern ein Flüchtlingsmädchen aus dem kriegsversehrten Mailand auf. Daran erinnert sich der Schweizer Filmemacher in seinem jüngsten Film «Eldorado», wenn er die dramatische «Ankunft» über das Mittelmeer flüchtender Menschen dokumentiert. Er
folgt ihnen durch Aufnahmezentren, filmt sie bei der Schwarzarbeit auf Tomatenplantagen und porträtiert sie in Schweizer Luftschutzanlagen. Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen erzählen im Anschluss an den Film, warum sie sich in oft gefährlichen Arbeitseinsätzen für Flüchtlinge einsetzen.

Die Veranstaltung richtet sich an Schulklassen mit Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren.

Eldorado

Vor über 70 Jahren nahmen Markus Imhoofs Eltern ein Flüchtlingsmädchen aus dem kriegsversehrten Mailand auf. Daran erinnert sich der Schweizer Filmemacher in seinem jüngsten Film «Eldorado», wenn er die dramatische «Ankunft» über das Mittelmeer flüchtender Menschen dokumentiert. Er
folgt ihnen durch Aufnahmezentren, filmt sie bei der Schwarzarbeit auf Tomatenplantagen und porträtiert sie in Schweizer Luftschutzanlagen. Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen erzählen im Anschluss an den Film, warum sie sich in oft gefährlichen Arbeitseinsätzen für Flüchtlinge einsetzen.

Die Veranstaltung richtet sich an Schulklassen mit Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren.

Menschenrechte und Universalität

Können und sollen Menschenrechte überhaupt universal sein? Die Frage wird seit der Deklaration der Menschenrechte vor 70 Jahren diskutiert. Kritische Stimmen geben zu bedenken, dass sie auf dem westlichen Individualismus gründeten und kulturspezifische Eigenheiten von Menschen ausserhalb des westlichen Kulturraums ignorierten. Auch das Verhältnis der Religionsgemeinschaften zu den Menschenrechten war schon immer ambivalent. Die Veranstaltung stellt die Frage, wie sich in kulturell und religiös pluralen Gesellschaften wie der schweizerischen die Universalität der Menschenrechte begründen lässt. Und welche Rolle die Religionen in der Menschenrechtsdebatte spielen könnten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog