Gentherapien und der Traum von Unsterblichkeit (Ausgebucht!)

Wer möchte das nicht – unsterblich sein? Glaubt man den Biotech-Firmen im Silicon Valley, können «Gentherapien» das Erbgut umprogrammieren und damit Alterungsprozesse aufhalten. Ein «Redesign» der Spezies Mensch scheint in Reichweite. Das weckt Begehrlichkeiten – und Marktpotential.

Angeleitet durch experimentelle Interventionen der Künstlerin Anna Cholinska und einen Vortrag des Neurowissenschaftlers und Molekularbiologen Prof. Dr. Collin Ewald wollen wir mit Ihnen kritisch über diese Verheissungen diskutieren: Was bedeutet Altern überhaupt? Und welche Erfahrungen können wir allenfalls nur machen, weil Menschen (noch) sterblich und zerbrechlich sind? Ausklang findet der Abend mit weiteren Gesprächen an der Bar.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Alten Anatomie – Forum für Medizin & Gesellschaft

Charta Prävention – Einrichten einer Meldestelle (Kurs wird online durchgeführt!)

Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «’Wir schauen hin‘ Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

Der Kurs beschäftigt sich eingehend mit dem Punkt 10 der Charta Prävention und seinem Bezug zu den restlichen neun Punkten. Neben Fachinput soll auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben werden.

Dabei geht es unter anderem um die Fragen:
– Wie sollte die Meldestelle in der Organisation eingebettet sein?
– Was muss bei der Implementierung einer Meldestelle besonders beachtet werden?
– Welche Kompetenzen und Fähigkeiten braucht das Fachpersonal einer Meldestelle?
– Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Meldestelle und Leitung aus?
– Wann ist etwas eine Meldung, wann Denunziation?
– Was ist meldepflichtig?
– Die zehn Punkte der Charta Prävention: Wie stehen die Punkte in Bezug zueinander?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Flyer «Charta Prävention» (PDF)

Fluchtwege – Glaubenswege

Migration und Flucht sind eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die öffentliche Debatte dreht sich dabei um Themen wie Integration, Abschottung oder Rückkehr. Weniger Aufmerksamkeit finden hingegen das individuelle Schicksal der Geflüchteten und ihr Umgang mit der Fluchterfahrung.

Die Fachtagung «Fluchtwege – Glaubenswege» fragt nach der Rolle von Glaube und Religion vor dem Hintergrund von erlittenem Krieg, von Gewalt und Verfolgung für die Betroffenen. Die Veranstaltung beleuchtet Narrative von Flucht und Glaube aus kulturwissenschaftlicher, religionsgeschichtlicher und biografischer Perspektive. Berichte von Geflüchteten ergänzen die wissenschaftlichen Analysen. Trifft es zu, dass der Glaube in lebensbedrohlichen Situationen und danach Halt und Zuversicht gibt? Oder birgt die Zugehörigkeit zu religiösen Gemeinschaften am neuen Lebensort auch Risiken?

Wissensvermittlung und praktischer Erfahrungsaustausch erlauben dem Publikum, neue Erkenntnisse zum Thema mit eigenen Erfahrungen aus der beruflichen Praxis oder dem privaten Umfeld zu verknüpfen.

Die Tagung richtet sich an Fachpersonen im beratenden, integrativen und medizinisch-therapeutischen Umfeld; an Migrantinnen und Migranten und ihre Communities; an Mitarbeitende von kirchlichen Einrichtungen, öffentlichen Verwaltungen oder NGOs.

Begleitveranstaltung zur Wanderausstellung «Kein Kinderspiel. Geflüchtete Familien, junge Flüchtlinge und Jugendliche im Dialog», die vom 13. November bis 18. Dezember 2020 an der Paulus Akademie zu sehen ist.

 

Zur Ausstellungs-Website

 

Programm
13.30 Uhr Begrüssung und Einführung

Religiöse Fluchtnarrative
13.40 Uhr Abraham/Ibrahim als Inbegriff des Flüchtens vor der Tyrannei. Prof. Dr. Marcel Poorthuis, Jewish Studies, Tilburg University

14.15 Uhr Dialog zu religiösen Fluchtmotiven und Narrationen. Prof. Dr. Marcel Poorthuis im Gespräch mit Prof. Dr. Samuel Behloul, Gemeindeleiter Unterentfelden und Universität Luzern

14.45 Uhr Pause

Workshops: Die Rolle von Glaube und Religion in den Berichten von Geflüchteten
15.00 – 15.35 Uhr 1. Runde

Workshop A Religiosität in der therapeutischen Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten.  Sandra Passardi, Therapeutin am Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer afk, Universitätsspital Zürich

Workshop B Religiosität im intergenerationellen Kontext von Geflüchteten. Geflüchtete im Gespräch mit Dorothee Wilhelm, Psychotherapeutin, Zürich

Workshop C Religiosität und Spiritualität – Ressource oder Risikofaktor für die Integration von traumatisierten Migrantinnen und Migranten? Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser, Psychiater und Psychotherapeut, Ärztlicher Leiter Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK Bern

Workshop D Was braucht es für die Spitalseelsorge von Musliminnen und Muslimen? Dilek Uçak Ekinci, Doktorandin zum Thema muslimische Spitalseelsorge, Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft, Universität Fribourg

15.35 – 16.10 Uhr 2. Runde A-D

16.10 Uhr Pause

Die Bedeutung der Religion für die Gemeinschaft
16.40 Uhr Migrantengemeinschaft und religiöse Identitäten. Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel, Soziologe, Göttingen

17.15 Uhr Religion als Chance und Risiko für die Community. Podium mit Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel, Prof. Dr. Peter Kaiser SRK Bern und Universität Bremen sowie Dr. Amir Sheikhzadegan, Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft, Universität Fribourg

18.00 Uhr Ende der Tagung

Flyer «Fluchtwege – Glaubenswege» (PDF)

Heim adé!

Die Studienreise führt ins Thüringische Erfurt und Neuhaus am Rennweg (Deutschland). Vor Ort erfahren wir von Fachleuten, wie personenzentrierte und sozialraumorientierte Leistungsangebote für Menschen mit Behinderungen ohne institutionelle Strukturen neu aufgebaut oder bestehende Angebote ambulantisiert werden können. Das Seminar stellt theoretische Konzepte und praktische Beispiele zur Diskussion und thematisiert den Transfer in Schweizer Verhältnisse.

Die Studienreise richtet sich an Verantwortliche aus der Verwaltung, Behördenmitglieder, Leitende aus Institutionen des Behindertenwesens, sowie Projekt und Programmverantwortliche.

Flyer «Heim adé» (PDF)

Entlang den Süd- und Ostkarpaten

Rumänien ist ein multireligiöses und multiethnisches Land. Das 20. Jahrhundert war von Nationalismus, Faschismus und Sozialismus gekennzeichnet. Seit 2007 ist der südosteuropäische Staat EU-Mitglied, hat aber noch immer mit den Folgen der Transformation zu kämpfen. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine stellt Rumänien vor neue Herausforderungen. Auf der Studienreise besprechen wir mit zivilgesellschaftlichen und religiösen Vertreterinnen und Vertretern Politik und Religion sowie Geschichte und Gegenwart Rumäniens. Wir besuchen urbane Zentren wie Bukarest und Braşov, kommen aber auch durch ländliche Gebiete mit Kulturdenkmälern wie den Moldauklöstern und lernen die Kultur Siebenbürgens kennen.

Zielpublikum
Die Reise richtet sich an ein Publikum, das über die täglichen Schlagzeilen hinaus mehr über Geschichte und Gegenwart Rumäniens erfahren will als touristisches Allerlei. Die Teilnehmenden schätzen Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Haltung. Gespräche teils in Deutsch, teils auf Englisch. Teilnehmerzahl: maximal 20 Personen.

Informationsabend
Mittwoch, 24. Mai 2023, 18.30-19.30 Uhr
Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich
Anmeldung bis Montag, 22. Mai 2023, an Franziska Rich, sekretariat@g2w.eu oder 044 342 18 19

Detailprogramm/Kosten (PDF)

Für das inhaltliche Programm sind G2W und die Paulus Akademie verantwortlich. Veranstaltet wird die Studienreise von Ex Oriente Lux EOL in Berlin, www.eol-reisen.de

Anmeldung/Kontakt
Bis spätestens 18. Juni 2023 auf
www.g2w.eu oder an
Franziska Rich
Institut G2W
Bederstrasse 76
8002 Zürich
sekretariat@g2w.eu
044 342 18 19

Anmeldeformular zum Download (PDF)

 

Wir machen Ihnen eine Szene! (Abgesagt)

Der Lebenslauf ist selbstverständlich lückenlos, die Karriere vom Abitur bis Renteneintritt durchgeplant. Jeder kennt sie, die Kriecher, Wendehälse und Intriganten, mit denen man im Büro mehr Lebenszeit verbringt als mit der Familie.

Fünf dieser Zeitgenossen, die auf der Karriereleiter unerbittlich nach oben wollen, sitzen im Vorzimmer des Chefs. Sie warten darauf, in die Höhle des Löwen eingelassen zu werden. Der richtige Eindruck beim Chef ist entscheidend. Bis es soweit ist, vertreibt man sich die Zeit mit der Streuung gezielter Falschinformationen, mit schallenden Ohrfeigen und mit Machtspielen.

Ein Stück über den Selbstoptimierungswahn im Zeitalter flacher Hierarchien, über Macht und Machtspiele.

Ein Abend für Leute mit Haltungsschaden!

Gäste:
Evelina Stampa, Regisseurin
Dr. Tobias Grimbacher, Mitspieler, Präsident des Theatervereins «die dramateure Zürich»

Flyer «Wir machen Ihnen eine Szene!» (PDF)

Gibt es Wunder?

In der Bibel wird viel von Wundern erzählt. Gelähmte können wieder gehen. Blinde werden sehend. Und Tote werden zum Leben erweckt.

Man wundert sich über solche Geschichten und fragt sich: Geht hier alles mit rechten Dingen zu? Gibt es tatsächlich Wunder? Was ist eigentlich ein Wunder? Und: Können Wunder auch heute noch passieren?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Flyer «Gibt es Wunder?» (PDF)

Was ist eigentlich gut an der Schöpfung?

Der biblische Bericht von der Schöpfung der Welt endet mit einem positiven Fazit Gottes: Er sah alles an, was er gemacht hatte, «und siehe, es war sehr gut» (1. Mose 1,31). Aber was ist eigentlich gut an der Schöpfung? Tiere fressen sich gegenseitig, Erdbeben und Überflutungen raffen Tausende von Menschen hinweg und Bakterien bringen schlimmste Krankheiten hervor. Das klingt nicht gerade nach einem Paradies.

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Flyer «Was ist eigentlich gut an der Schöpfung?» (PDF)

Wie tagespolitisch darf die Kirche sein?

Mit Inseraten und Presseerklärungen haben Kirchenvertreter unlängst in den Abstimmungskampf eingegriffen. Das hat zu Irritationen geführt und den Unmut Andersdenkender hervorgerufen. Geht ein neuer Riss durch die Kirchen? Müssen sich diejenigen als schlechtere Christen fühlen, die sich politisch anders positionieren als ihre Kirchenleitung? Welche Bedeutung hat der «Status confessionis», bei dem die Kirchen dezidiert Stellung beziehen müssen, in einer modernen Demokratie? Und: Wieweit darf/soll sich die Kirche in die Tagespolitik einmischen?

Programm

10.00-10.15 Uhr Eröffnung der Tagung und Hinführung zum Thema: Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann
Grusswort: Regierungsrat Mario Fehr

10.15-10.45 Uhr «Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft der Kirche». Über das Spannungsverhältnis von Politik und Verkündigung
Referent: Dr. Klaus-Rüdiger Mai (Schriftsteller und Regisseur)

10.45-11.05 Uhr Rückfragen und Diskussion
Moderation: Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann

11.05-11.30 Uhr Kaffepause

11.30-11.55 Uhr Disputatio 1
Kirche und Politik aus Sicht der Kirche: Dr. Martin Grichting (Generalvikar im Bistum Chur) versus Dr. Thomas Wallimann (ethik22)
Moderation: Pfr. Dr. Ulrich Knoepfel

12.00-12.25 Uhr Disputatio 2
Kirche und Politik aus Sicht der Politik: Marianne Binder (Nationalrätin CVP) versus Dr. Esther Straub (Kantonsrätin SP)
Moderation: Maja Ingold

12.30-12.55 Uhr Disputatio 3
Kirche und Politik aus Sicht der Medien: Michael Meier (Tagesanzeiger) versus Felix Reich («reformiert»)
Moderation: Claudio Zanetti

12.55-13.45 Uhr Stehlunch

13.45-13.55 Uhr Was steht zur Debatte? Ein Rückblick auf den Vormittag.
Prof. Markus Huppenbauer

14.00-15.00 Uhr Ateliers
Die Ateliers geben Gelegenheit, politische Spielräume auszuloten, Entscheidungsparameter für die kirchliche Einmischung zu prüfen und eine Streitkultur zu testen, die verschiedene Blickwinkel einbezieht.

Atelier 1: Konzernverantwortungsinitiative (AUSGEBUCHT)
Leitung: M. Ingold

Atelier 2: Solidarität nicht mehr kriminalisieren / Seenotrettung
Leitung: U. Knoepfel

Atelier 3: Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm / Folgen der Abstimmung
Leitung: C. Zanetti

Atelier 4: Ehe für alle (AUSGEBUCHT)
Leitung: B. Müller/R. Kunz

Atelier 5: Säkularisiert sich die Kirche selbst? (AUSGEBUCHT)
Leitung: K.-R. Mai

15.10-15.30 Uhr
Vorläufiges Fazit und Ausblick

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP) und der Theologischen Fakultät der Universität Zürich

Flyer «Wie tagespolitisch darf die Kirche sein?» PDF

Geschwisterkinder (ausgebucht)

Geschwister von Kindern mit einer Behinderung oder Krankheit entwickeln oft eine Geschwisterbeziehung, die stark auf die Besonderheiten des behinderten Kindes ausgerichtet ist. Wie schaffen sie den Spagat zwischen Rücksichtnahme, Geschwisterliebe und ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen? Auf der Grundlage des Dokumentarfilms «Geschwisterkinder» diskutieren wir mit Betroffenen und Fachpersonen über Chancen und Risiken für Geschwisterkinder.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Geschwister mit und ohne Behinderung, Eltern und Bezugspersonen, Fachpersonen aus Pflege und Sozialer Arbeit.

Programm

13.00 Uhr Begrüssung und Einführung
Beatrice Brülhart und Romana Lanfranconi

13.10 Uhr Filmvorführung: Geschwisterkinder

13.45 Uhr Podiumsdiskussion

14.30 Uhr Kaffee und Kuchen

Gäste

Anja Niederberger, Protagonistin des Films «Geschwisterkinder», Schülerin
Alice Prchal, Dr. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Universitäts-Kinderspital Zürich
Martina Dumelin, Geschäftsführerin Verein Raum fürGeschwister, Kulturmanagerin
Romana Lanfranconi, Geschäftsleiterin Familien- und Frauengesundheit, Filmproduzentin und Regisseurin

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jenseits im Viadukt und Familien- und Frauengesundheit.

Flyer «Geschwisterkinder» (PDF)