Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie und Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Grundkurs)

In China und Japan ist Sho dô (der Weg der Schreibkunst) eine hoch angesehene Kunst mit einer über 3000-jährigen Tradition. Mit einer ganzen Farbskala von Tusche-Nuancen werden Stimmungen und Gefühle ausgedrückt, Zeichen werden zu Kunstwerken. Unser streng rationales Alphabet kennt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilderschrift nicht. Der Akt des emotionalen Pinsel-Schreibens existiert deshalb nicht in unserer westlichen Kultur. Eingebürgert bei uns hat sich der Begriff «Kalligrafie» als Bezeichnung für diese Kunst.
Im Westen haben so berühmte Künstler wie Tàpies, Motherwell, Bissier, Tobey, Monet, Miró usw. die chinesisch-japanische Kalligrafie aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet.

Inhalt
Es wird intensiv an der charakteristischen Tuschetechnik, der Pinselhaltung und -führung gearbeitet sowie an der Zen-orientierten Ästhetik und deren Gestaltungsgefühl. Neuartige Elemente und Impulse werden vermittelt. Die Teilnehmenden erleben die ganze Spanne des Arbeitens mit Tusche und Pinsel von dynamisch, kraft- und schwungvoll bis hin zu zart und feinfühlig. Die Teilnehmenden üben sich in der Konzentration auf die Grundelemente und führen ab der Aufbaustufe auch umfangreiche Arbeiten aus.

Spiritualität – was ist das?

Spiritualität bezieht sich nicht allein auf die Innenwelt, sondern zielt auch darauf, Welt zu gestalten. Was aber kann der Einzelne tun in einer Welt, die von kollektiven Kräften und Verhaltensweisen regiert wird, Verhaltensweisen, die oft genug – mehr ungewollt als gewollt – zerstörerische Auswirkungen haben. In diesem Retreat wollen wir diesen Mechanismen in uns und in der Welt auf den Grund gehen, und uns auf die Suche nach dem Kreativen begeben, das Veränderungen zum Besseren anzustoßen vermag. Dabei schauen wir uns konkrete Modelle an, die funktionieren und Mut machen.

Inhalt
Zen-Meditation (mit Anleitung), Yoga unter Anleitung, Themenvorträge, Workshops und Gespräche in Kleingruppen und im Plenum.

Pilgertag

Atemberaubender Höhenweg mit gigantischer Rundsicht.
ca. (↑970 HM, ↓220 HM, ca. 5 Std.)
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.

Enneagramm – Grundkurs

Das eigene Wesen tiefer zu ergründen und sich zu entfalten ist das Anliegen vieler Menschen. Diesen Weg im Alltag konkret zu gehen ist eine grosse Herausforderung. Fachliche Anleitung, geistliche Begleitung und eine Gruppe von Gleichgesinnten sind dabei eine grosse Unterstützung.
Das Enneagramm ist mit seiner psychologischen und spirituellen Dimension ein unerschöpfliches Entwicklungsmodell. Sein Ursprung liegt beinahe zweitausend Jahre zurück. Das Enneagramm als integratives Konzept vereint Prozess- und Typenmodell. Die neun Typen werden als Zustände, Lebensenergien und Transformationsprinzipien verstanden.
Auf der Basis christlicher Spiritualität sehen wir das Enneagramm als Orientierung in Prozessen der Wandlung.

Inhalt
Das Enneagramm beschreibt neun Wesenstypen, welche jeweils zu dritt in einer Grundenergie (Triade) zusammen gehören. In diesem Grundkurs lernen wir im Besonderen das Mentale Zentrum und die dazu gehörenden Kopftypen 5-6-7 kennen. Einführung in die Dimension der Leidenschaften und in die Geschichte des Enneagramms.
• Theorieeinheiten
• Kreatives und szenisches Arbeiten
• Austausch und Diskussion
• Einzel- und Gruppenarbeit
• Meditation – die eigene Lebensrealität mit der Gegenwart Gottes in Verbindung bringen
• Gelegenheit zum Gottesdienst

Alleluia – lobsinget Gott

An diesem besonderen Ort, wo Stille gelebt und gepflegt wird, üben wir uns im Singen von schlichten gregorianischen Chorälen und mehrstimmigen Liedern. Am Sonntag werden wir mit unseren Gesängen den Gottesdienst mitgestalten.
„Musik kommt aus der Stille und führt in die Stille“. Das Lassalle-Haus, wo Stille gelebt und gepflegt wird, bietet Raum und Atmosphäre für diese wunderbare Erfahrung. Schweigend werden wir den Tag beginnen. Mit Atem- und Resonanzübungen, mit rhythmischen Sequenzen und spielerischen Improvisationen bringen wir unser Instrument, den Körper, in Schwingung. Wie im frühen Christentum von den Mönchen praktiziert, lernen wir übers Gehör, über Vor- und Nachsingen schlichte gregorianische Choräle, ergänzt durch einfache Mehrstimmigkeit. Am Sonntag dürfen wir unsere „Ernte“ in den Gottesdienst einbringen.

Inhalt
Gregorianischer Choral ist Lob – Gebet – Liturgie.
Messegesänge wie ALLELUIA – KYRIE ELEISON – SANCTUS – AGNUS DEI
sind unser Thema: im Zusammenklang, mit Freude gesungen.

Vertrauen ist ein Schritt – 5 Tage

Exerzitien sind – wie das lateinische Wort sagt – «(geistliche) Übungen», welche Schritt für Schritt einführen wollen in die Begegnung mit einem liebenden Gott. In der Liebe wächst Vertrauen. Aus Vertrauen entsteht die Freiheit, Ängste und Unfreiheiten loszulassen und das Leben neu zu «packen».

Was wir beim Gehen in der Natur einüben, zeigt den Alltag in neuem Licht: langsam und achtsam werden, horchen auf die Stille und auf das Wort Gottes, meditieren, beten… dem eigenen Schritt trauen, einen weiten Blick bekommen für das äussere und das innere Leben …

Wir erahnen, dass in allem ein tieferes Ja uns begleitet – Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen. Dieser Erfahrung zu vertrauen, braucht Zeit, Geduld und Behutsamkeit. Das Lesen in den Büchern der Schöpfung, der Heiligen Schrift und des eigenen Lebens werden uns dabei eine Hilfe sein.
Täglich:
• Wanderungen bei jeder Witterung (bis zu 5 Stunden pro Tag)
• Geistliche Impulse zur persönlichen Meditation und zum Gebet
• Zeiten der persönlichen Meditation
• Eucharistiefeier (wenn möglich in der Natur)
• Gelegenheit zu Begleitgesprächen
• Übernachtung im Lassalle-Haus

Durchgehendes Schweigen

Gott suchen in allem – 4 Tage

Die Exerzitien oder „Geistlichen Übungen“ des Heiligen Ignatius von Loyola beruhen auf der meditativen Betrachtung der Heiligen Schrift. Sie eröffnen einen Raum der Begegnung mit Jesus Christus, der uns gleichzeitig zeigen will, wer Gott ist und wer wir selber sind. Sie bilden die Grundlage der ignatianischen Spiritualität und wollen uns dabei helfen, unser eigenes Leben liebend in den Blick zu nehmen, in Entscheidungssituation die „Geister“ zu unterscheiden und die Zukunft als Raum neuer Freiheit und Lebensmöglichkeiten zu erschliessen. Bei der Suche nach der Antwort auf die Sinnfrage unseres Lebens haben dabei innere Regungen und Gefühle genauso ihren Platz wie der Verstand und unser Körper. Das ignatianische „Gott suchen und finden in allen Dingen“ ist so Ausdruck einer ganzheitlichen und weltoffenen Spiritualität.
Inhalt
Täglich:
• Geistlicher und methodischer Impuls
• 3-4 persönliche Meditationszeiten (1/2 – 1 Std.)
• Begleitgespräch
• Gottesdienst
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Perspektiven, die alles verändern – Vertiefung Integrale Spiritualität und Selbstentwicklung

Inhalt
Testen Sie Ihren Entwicklungsschwerpunkt mit dem SCTi-MAP
Die Spirale menschlicher Entwicklung vom Kind zur reifen, erwachsenen Persönlichkeit führt in diesem Modell über 9 unterschiedliche Entwicklungsstufen. Ihr Entwicklungsschwerpunkt wird mittels eines Satzergänzungstests, dem sog. Washington Sentence Completion Test integral (SCTi) und dem darauf aufbauenden Maturity Assessment Proflile (MAP), sehr präzise herausgefunden.
Die Auswertung des SCTi-MAP erfolgt nicht etwa durch eine Maschine, sondern durch eine speziell geschulte, hoch qualifizierte Fachperson. Sie erhalten eine individuelle, mittels drei Methoden durchgeführte, persönliche Auswertung. Darin enthalten sind – neben einem Kommentar zu den Stärken, Schwächen, Themen und Anliegen Ihres persönlichen Profils – eine detaillierte Beschreibung der unterschiedlichen Entwicklungsstufen, Vergleiche zwischen Ihrem Schwerpunkt mit anderen Schwerpunktgruppen, sowie konkrete Handlungsempfehlungen.
Sie erhalten den ausgewerteten SCTi mitsamt einem ausführlichen schriftlichen Bericht zum Seminarbeginn.
Im Seminar selbst erhalten Sie ein vertieftes Verständnis Ihrer persönlichen Auswertung und der neun Entwicklungsstufen und wie Sie andere Menschen in ihrer Entwicklung fördern können.
Nachdem Sie sich zum Seminar angemeldet haben, erhalten Sie den integralen Satzergänzungstest (SCTi) per E-Mail zugeschickt. Sie benötigen 60 Minuten zum Ausfüllen des Tests. Schicken Sie anschliessend eine Kopie des ausgefüllten Tests bis spätestens zum 21.8.2018 per E-Mail zurück.

Warum der SCTi-MAP und kein anderer Test?
Der SCTi-MAP ist kein herkömmlicher Persönlichkeits-Typentest, sondern ein Entwicklungsstufen-Test, der Ihnen Ihre individuellen Stärken und Ihre Verletzlichkeiten auf der Entwicklungsebene, auf der sie sich wohlfühlen, aufzeigt. Er gibt die Bereiche grösster Herausforderungen und Ihr Potential für inneres und spirituelles Wachstum sowie persönlichen Wandel an und erlaubt es, einen persönlichen Handlungsplan zu erstellen. Untersuchungen belegen, dass individuelle Verhaltensunterschiede oft viel effektiver anhand der Entwicklungsstufen erklärt werden können, als anhand einer Kombination von Persönlichkeitstypen oder dem Intelligenzquotienten. Der SCTi-MAP ist das am meisten getestete, wissenschaftlich erprobteste und verlässlichste Instrument zur Messung von Entwicklungsstufen, das es derzeit auf dem Markt gibt. Es ist fähig, höchste Entwicklungsstufen – sog. post-konventionelle, resp. 2nd Tier-Stufen (Spiral Dynamics) – zu erfassen. Daher eignet er sich besonders zur Messung integraler und höherer Führungskapazitäten (im Sinne von Ken Wilber).

When I’m sixty four

«Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben» (Verena Kast). Mit der Pensionierung wird vieles anders. Es gilt, neue Tätigkeiten aufzunehmen, Prioritäten neu zu setzen und Beziehungen neu zu gestalten. In dieser Lebensphase lohnt es sich ganz besonders, zurückzublicken und sich existenziellen Lebensfragen neu zu stellen: Was ist jetzt meine Lebensaufgabe? Wie kann ich mich vom Bisherigen gut verabschieden? Welche Träume möchte ich realisieren? Wo ist Versöhnung mit nicht Gelungenem, Konflikthaftem angesagt? Wie gehe ich mit der begrenzten Lebenszeit um? Wie gestalte ich meine Partnerschaft, meine Beziehungen?
Die Verbindung von Biografiearbeit und einer christlich verwurzelten, offenen Spiritualität gibt die Möglichkeit, mich innerlich neu auszurichten und nach Kraftquellen für den neuen Lebensabschnitt zu suchen.

«Mehr schauen und hören
und weniger leisten
mehr fragen und erspüren
und weniger wissen
mehr sein und leben
und weniger haben und festhalten.»
Anton Rotzetter

Inhalt
Diese Tage bieten eine Atmosphäre der Stille und des vertrauten Miteinanders, die es ermöglicht, sich den tieferen Schichten der eigenen Existenz zuzuwenden. Wir gestalten als Leitende einen Rahmen, in dem der gemeinsame und persönliche Prozess in einer geschützten Atmosphäre und einem wohltuenden Rhythmus stattfinden kann.