Vorbereitungstreffen für Studienreise nach Indien (06.11.-21.112020)

Bereichernde Vielfalt an Kulturen, Religionen und sozialen Realitäten.

Geographisch führt unsere Studienreise in die Regionen von Calcutta, Varanasi, New Delhi, Agra und Goa. Beispielhaft stehen diese Orte für wesentliche kulturelle Facetten: Architektur, Kunst, Musik, Tanz können hier auf eine mehrere tausend Jahre alte Tradition zurückblicken. Eine faszinierende Vielfalt an Sprachen und Ethnien hat kontrastreiche regionale Besonderheiten hervorgebracht. Sichtbar sind bis heute zudem die Spuren des Islams und der europäischen Kolonialmächte.
Religionsgeschichtlich ist der Subkontinent die Wiege von Hinduismus und Buddhismus. Auch der Islam und das Christentum haben eine reiche Tradition entfaltet. Die Begegnung und gegenseitige Beeinflussung dieser unterschiedlichen Religionen haben zu faszinierenden Formen der Inkulturation und zu Reformbewegungen geführt.
Begegnung steht denn auch im Vordergrund dieser Reise. Immer wieder verlassen wir den Reisebus und sind zu Fuss unterwegs, um der Lebensrealität von Menschen in Städten und auf dem Land näher zu kommen. Auch ist eine Etappe im Nachtzug geplant.
Das Vorbereitungstreffen findet am 06./07. Juni 2020 statt. Dabei lernen Sie Reiseleitung und Mitreisende kennen und können sich so bestmöglich auf die kommende Reise einstimmen. Auch Saju George SJ wird dabei sein: Pater Saju führt in Calcutta ein Sozialzentrum, das wir besuchen werden. Er wird uns vor Ort einen tiefen Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen gewähren. Mit der Buchung der Reise sind Sie auch für das Vorbereitungstreffen angemeldet.

Perspektiven die alles verändern – Integrale Spiritualität und Selbstentwicklung

In diesem Kurs erhalten Sie ein vertieftes Verständnis integraler Spiritualität, und ihrer einzigartigen, persönlichen Entwicklung. Testen Sie Ihren Entwicklungsschwerpunkt mit dem integralen Satzergänzungstest!
  • Der integrale Satzergänzungstest, entwickelt an der Harvard-Universität, ist das am meisten empirische erprobte Entwicklungsmodell.
  • In der Auswertung des Satzergänzungstest erhalten Sie qualifizierte Aussagen über die Art und Weise, wie Menschen auf unterschiedlichen Entwicklungsebenen die Welt und andere Menschen wahrnehmen, wie sie handeln, fühlen und denken.
  • Als Resultat erhalten Sie einen Handlungsplan, der Ihre persönliche Entwicklung unterstützt und fördert.

«Integrale Spiritualität» (Ken Wilber)
Wie kein anderer hat Ken Wilber den Begriff der Integrale Spiritualität geprägt. Integrale Spiritualität hat für Wilber verschiedene Dimensionen, die Sie in diesem Kurs von innen her kennenlernen:

  • Als innere Haltung wie beispielsweise Liebe, Gelassenheit, Offenheit
  • Als eigenständige spirituelle Entwicklungslinie
  • Als späteste Stufe menschlicher Entwicklung, wie sie im Modell der Selbstentwicklung verstanden wird

«Selbstentwicklung» (Jane Loewinger und Susanne Cook-Greuter)

In diesem Kurs lernen Sie das Modell der Selbstentwicklung von Jane Loewinger und Susanne Cook-Greuter kognitiv verstehen und mit einer Reihe von praktischen Übungen von innen her kennen. Die Spirale menschlicher Entwicklung vom Kind zur reifen, erwachsenen Persönlichkeit führt im Modell der Selbstentwicklung über 9 Entwicklungsstufen. Ihr Entwicklungsschwerpunkt wird mittels dem sog. Sentence Completion Test integral (SCTi) sehr präzise herausgefunden. Die Auswertung dieses Satzergänzungstests erfolgt nicht etwa durch eine Maschine, sondern durch mich als speziell geschulte, hoch qualifizierte Fachperson. Sie erhalten eine individuelle, mittels drei Methoden durchgeführte, persönliche Auswertung. Darin enthalten sind – neben einem Kommentar zu den Stärken, Schwächen, Themen und Anliegen Ihres persönlichen Profils – eine detaillierte Beschreibung der unterschiedlichen Entwicklungsstufen, Vergleiche zwischen Ihrem Schwerpunkt mit anderen Schwerpunktgruppen, sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Sie erhalten den ausgewerteten SCTi mitsamt einem ausführlichen schriftlichen Bericht zum Seminarbeginn. Im Kurs wird das Selbstentwicklungsmodell mit der Arbeit von Persönlichkeitsanteilen verwoben.

Für weitere Informationen: kontaktieren Sie mich via info@peterwidmer.com oder rufen Sie mich an unter 0041 (0)61 321 18 48.

Einführung in die Mystik des Islam

Sufis sind bekannt dafür, dass sie in die Tiefen des Islam eintauchen, wo die Unvereinbarkeit zwischen Schicksal und Selbstbestimmung nicht mehr zurechtgebogen werden kann. Was bedeutet es für den Alltag, sich vertrauensvoll in Gottes Händen geborgen zu fühlen und gleichzeitig persönliche Verantwortung fürs Schicksal zu übernehmen? Wie sieht der heutige Islam in den Augen der Mystiker, der Sufis aus?

Eine lebendige und schützende Tradition, deren Kompetenz über die Grenzen des Erfassbaren reicht, ermöglicht auch im Alltag Zuversicht und Inspiration. Was bedeutet es, ein zeitgenössischer Sufi zu sein? Und wie stehen die Sufis dem aktuellen Islam gegenüber?

Einer der grössten Sufi aller Zeit war Celaleddin Rumi (1207-1273). Seine humanistische Botschaft ist universell; sein Wirken hat sich im Orden der Mevlevi („Tanzende Derwische“) niedergeschlagen. Im Kurs wird aus den Schätzen dieser Tradition geschöpft, um den Teilnehmenden Nahrung für den eigenen Weg zu offerieren.

Inhalt
Den Kursteilnehmenden wird mit Vorträgen und der Auseinandersetzung mit Texten ein authentischer Einblick in die Welt der Sufi geboten – ganz im Kontext der heutigen Zeit.

Jahreskurs: Einführung ins Christentum

Glauben mit Herz und Verstand

Christentum für SkeptikerInnen und Quereinsteiger – Jahreskurs in 4 Einheiten

„Glaubst du noch. Oder denkst du schon?“ So lautet ein geflügeltes Wort, nach dem christlicher Glaube für viele Zeitgenoss*innen gänzlich unvernünftig ist. Er sei unvereinbar mit dem, was der gesunde Menschenverstand und die Naturwissenschaften der Erkenntnis gebieten. Auch schüre das Christentum Engstirnigkeit und Gewalt. Gekoppelt mit Kirche erscheint Glaube doppelt fragwürdig. Dort würden Ewig-Gestrigkeit und Machtmissbrauch über die Schmerzgrenze hinaus strapaziert. Nicht wenige Menschen drehen Christentum und Kirche den Rücken. Und damit oft auch dem Gott der Bibel. Letztere sowieso ein Buch, das mit sieben Siegel verschlossen.

Nichtsdestoweniger zeigt die Spiritualitätsliteratur in verwirrender Vielfalt: die Fragen bleiben. Wozu bin ich eigentlich? Was will ich? Wie gehe ich mit Grenzen, Brüchen und Leid um? Wie nach Luft, ringt der Mensch um Verstehen und damit um Worte. Findet er Worte, findet er Sinn. Und mit Sinn Zukunft. Religion und Spiritualität, die hier nicht helfen, tragen auf Dauer nicht.

Das Christentum sieht sich in der Pflicht, das stets unfassbare Geheimnis des Lebens und Glaubens in Worte zu fassen. Es birgt ein Jahrtausende altes, erprobtes Sprachrepertoire. Begriffe wie Gott, Jesus Christus, Dreifaltigkeit Auferstehung und Kirche sind gleichsam Schlüsselwörter. Sie stossen Türen zu grundmenschlichen Fragen auf und tasten nach Antworten. Freilich – passt der Schlüssel ins Loch? Ist, was religiös gesagt wird, vernünftig? Kann es erfahren werden? Trägt es im praktischen Leben?

Diesem Anspruch will sich die Kursreihe in ökumenischer und interreligiöser Offenheit stellen. Dabei werden Themen des Glaubens je neu durchbuchstabiert. So werden Schlüsselerfahrungen möglich.

Inhalt

Das Angebot besteht aus vier Kurseinheiten, welche nur als Gesamtpaket gebucht werden können.

1. Einheit
Wie geht Glauben? – Ein Gott und viele Religionen
Referentin: Prof. Dr. Eva-Maria Faber
28.08. – 30.08.2020 / 18.30 – 13.30 Uhr

2. Einheit
Wer ist Jesus und warum wurden aus ihm DREI? – Über den Kern christlichen Glaubens
Referent: Detlef Hecking, lic. theol.
11.12. – 13.12.2020 / 18.30 – 13.30 Uhr

3. Einheit
Warum ist Glaube nicht Privatsache? – Kirche als Zeichen von Gottes Nähe
Referentin & Kursleitung: Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz
19.02. – 21.02.2021 / 18.30 – 13.30 Uhr

4. Einheit
Warum lässt der gute Gott uns leiden? – Über Leid, Tod und Auferstehung
Referentin: Prof. Dr. Luzia Sutter Rehmann
11.06. – 13.06.2021 / 18.30 – 13.30 Uhr

Methoden der einzelnen Kurseinheiten sind:

  • Vorbereitende Lektüre
  • Theologische Entfaltung des Themas
  • Verbindung mit der eigenen Biografie
  • Aktualisierung in der heutigen Kultur
  • Verbindung mit Liturgie und Ritualen
  • Impulse zur Umsetzung im Alltag
  • Zeiten der Stille

Bibel spirituell gelesen

Das Buch Jona: Über Tod, Auferstehung und was dazwischen geschieht

Die biblische Erzählung vom Propheten ist laut den mystischen Quellen des Judentums und des Christentums die Geschichte von jedem von uns: Jona verweigert sich, seine göttliche Mission auszuführen, flieht und wird in einem Sturm auf hoher See von einem Fisch verschluckt. Und doch lebt weiter. Existentielle Fragen unseres Lebens werden hier angesprochen: Beruf und Berufung, Sünde und Umkehr (Teschuwa), Tod und Auferstehung etc. Und vor allem: Gibt es im Leben eine zweite Chance? In dieser Tagung befassen wir uns mit verschiedenen Ebenen der Erzählung von Jona, vom einfachen Wortlaut über die Interpretation im Neuen Testament bis zu Deutungen aus dem Schatz des Midrasch und der Kabbala.

Jüdische Meditation

Die jüdische Meditation ist eine spirituelle Praxis mit Wurzeln in der Hebräischen Bibel, in der Kabbala und im Chassidismus. Die Verbindung der speziellen Meditationstechniken des Judentums mit den Achtsamkeitsübungen aus den östlichen Traditionen hat sich als fruchtbar erwiesen und zieht in Israel und Amerika eine steigende Anzahl von Menschen an. Die jüdische Mediation orientiert sich am kabbalistischen Gedankengut wie dem Sefirot-Baum und ermöglicht, unter anderem durch die Meditation über biblische Gottesnahmen und ausgewählte Psalmen, verschiedene Bewusstseinsebenen anzusprechen. Dies führt zu einer Vertiefung der Beziehung mit dem Göttlichen in und um uns und begünstigt die Entwicklung geistiger Stärken wie Liebe und innere Ruhe. Das Hören und Singen chassidischer Niggunim (Melodien) begleitet und intensiviert diese meditativen Erfahrungen.

Vorbereitungstreffen für Studienreise nach Israel/Palästina (08.07.- 19.07.2020)

Heiliges Land – Eretz Israel

Israel / Palästina hat in der jüdischen und christlichen Tradition religiöse Bedeutung. Auch für den Islam ist Jerusalem zu „Die Heilige“ geworden. Die Reise erkundet dieses Land, das heute wie oft in der Geschichte politisch umstritten ist, von Jerusalem und Tabgha am See Genesareth aus. Sie geht verschiedenen religiösen und spirituellen Traditionen nach, die sich an einzelne Orte binden. Sie versucht, diese für das Leben heute fruchtbar zu machen. Daher werden auch die moderne Geschichte und die aktuelle gesellschaftliche Situation im Land nicht ausgeblendet. Besichtigungen, Begegnungen, Pilgerwanderungen in der beeindruckenden Landschaft und auch Zeiten für Meditation und Liturgie ermöglichen einen umfassenden Zugang zu Leuten von heute und zur Geschichte von einst.
Das Vorbereitungstreffen findet am 28./29. März 2020 statt. Dabei lernen Sie Reiseleitung und Mitreisende kennen und können sich so bestmöglich auf die kommende Reise einstimmen. Mit der Buchung der Reise sind Sie auch für das Vorbereitungstreffen angemeldet.

Das Feuer der Weisheit – Henri le Saux

Verbindung von christlicher Mystik und östlicher Weisheit

Ein Meditationsseminar mit dem Film „Dawn of the Abyss“ von Fabrice Blée über die spirituelle Erfahrung des Benediktiners Henri Le Saux/Swami Abhishiktananda (1910-1973) in Indien, sowie Texten des interreligiösen Mystikers.

Wagnis und Verzicht – die ermutigende Botschaft des Dalai Lama

Eine freundschaftliche Begegnung der Kulturen, der Religionen, der unterschiedlichen Denkweisen: In Dharamsala trafen sich der Religionswissenschaftler Michael von Brück und der Dalai Lama, um sich über das Leben und die Zukunft des Menschen auszutauschen.

Die Überschrift ihrer Gespräche lautet »Wagnis und Verzicht«. Es ging um persönliche Erfahrungen, Misserfolge, Hoffnungen, Ängste der beiden langjährigen Freunde. »Wagnis« beinhaltet Mut, Abenteuer, Fortschritt ohne Angst vor dem eigenen Leben. »Verzicht« enthält Zurückhaltung, Illusionen verlassen, bescheiden sein, sich selbst zurücknehmen, realistisch sein angesichts der Misserfolge, die man gehabt hat. Dieses persönliche Gespräch soll den Menschen Hoffnung bringen, die sie aufgrund persönlicher Fehlschläge aufgegeben haben.

Das Seminar beinhaltet auch eine Lesung zum neuen Buch Wagnis und Verzicht von Dalai Lama und Michael von Brück.

Tagung „Im Dialog. Christliche und muslimische Spiritualität“

Das echte Gespräch zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen gelingt nur, wenn sie sich aufgeschlossen für einander interessieren. Es gilt, sich auf die Spannung zwischen ich und Du einzulassen, ohne den eigenen Glauben aufzugeben. So entsteht ein Resonanzraum, der Unterschiede nicht negiert, jedoch einen Dialog zum Klingen bringt. Alleine wäre er nicht möglich gewesen.

So laden wir Sie ein, zu einem Dialog über Spiritualität aus muslimischer und christlicher Sicht. Wir führen ein in die muslimische Spiritualität und ausgewählte Elemente seiner mystischen Tradition. Wir bringen sie in den Dialog mit der ignatianischen Spiritualität. Wir versuchen die Erfahrungen einer christlich-islamischen Begegnung geistlich zu unterscheiden und fragen nach Kriterien für den interreligiösen Dialog.

Inhalt

Wenn Christen mit Muslime reden? Wenn Muslime mit Christen reden?

  • Voraussetzungen und Haltungen des Dialoges. Biographische Zugänge am Beispiel von Paolo Dall’Oglio SJ sowie systematische Zugänge von Nostra Aetate, Vatikanum II. Tobias Specker SJ.
  • Einführung in die islamische Mystik. Biographische Zugänge am Beispiel von Rabia aus Basra, Rumi oder Ibn Arabi. Almedina Fakovic.
  • Spiritualität im Dialog. „Islamische Mystik im 20./21. Jahrhundert – Das Beispiel der Sufi-Bewegung von Hazrat Inayat Khan“. Almedina Fakovic.
  • Interreligiöse Begegnung im Neuen Testament. Jesus begegnet der Syro Phönizierin. Ignatianische Schriftbetrachtung, Bruno Brantschen SJ.
  • Praxis der Kontemplation. Mit muslimischen und christlichen Texten der Mystik in die Stille gehen. Noa Zenger
  • Geistliche Kriterien für den interreligiösen Dialog und geistliche Unterscheidung. Tobias Specker SJ
  • Gemeinsam Pfingsten feiern (u.a. mit einem Lesungstext aus der mystischen Tradition des Islam)