Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen sie zurück auf Ignatius von Loyola, Mystiker und Gründer des Jesuitenordens. Ein Einführungswochenende ermöglicht das Kennenlernen von Ziel und Inhalt der Exerzitien. Wer sich in der Ruhe und im schweigenden Hören mit Ignatius auf den Weg machen will, bekommt hier eine Ahnung vom Reichtum seiner Spiritualität.
Autor: Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, Edlibach
Sesshin mit Marcel Steiner
Marcel Steiner erhielt 2009 von Niklaus Brantschen und Pia Gyger Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Kyo-Sa.
Ferien einmal anders: Ferien in Bad Schönbrunn
Wir laden Sie ein, Ferien bei uns in Bad Schönbrunn zu machen. Ferien, die Körper, Geist und Seele erfrischen – Ferien also, wie sie im Buche stehen. Getragen werden die Tage vom Wiederentdecken des inneren und äusseren Reichtums, der im geschäftigen oder monotonen Alltag leicht abhanden kommt. Ob in guter Gesellschaft unterwegs oder im Alleingang in tiefer Verbindung mit der Seele – es erwartet Sie eine seelige Zeit. Die Hügellandschaft von Bad Schönbrunn ist inspirierend, die Mahlzeiten sind liebevoll zubereitet, die Aktivitäten unter kundiger Leitung nährend in vielerlei Hinsicht. Fixpunkte in Gemeinschaft strukturieren den Tag. Finden Sie freudige, tiefe Verbundenheit mit sich, mit der Natur, mit anderen Menschen, um mit neuer Kraft in den Alltag zurückzukehren.
Zazenkai mit Niklaus Brantschen
Der Jesuit Niklaus Brantschen hat 1988 von Yamada Roshi die Lehrbefugnis und den Namen Go-Un-Ken erhalten. 1999 wurde er durch Glassman Roshi zum Zen-Meister ernannt und trägt seither den zusätzlichen Dharma-Namen Jin-Shu.
Erfüllt und selbstbestimmt leben trotz chronischer Krankhei
Chronisch kranke Menschen sind im Alltag vor viele Herausforderungen gestellt. Die Diagnose erschüttert den gewohnten Lebenslauf und konfrontiert mit der eigenen Verletzlichkeit. Symptome und Schmerzen führen zu einem belasteten Verhältnis zum Körper und zu Auseinandersetzungen mit dem Sinn des Lebens. Krisen und Existenzängste verhindern Normalität im Alltag und werfen viele Fragen auf: Wie kann ich trotz Einschränkungen ein erfülltes und zufriedenes Leben führen? Was gibt meinem Leben in schwierigen Zeiten Halt und Kraft?
Das Seminar unterstützt Betroffene, persönliche Werte, Ressourcen und Lebensperspektiven als Quelle innerer Stärke und Widerstandskraft neu zu entdecken. Die praktischen Inputs vermitteln Grundlagen und Methoden, die den Umgang mit Krisen erleichtern und Wege aufzeigen, wie erfülltes und selbstbestimmtes Leben trotz Einschränkungen gelingen kann.
Yoga – Vedanta
Die jüngsten Schriften des indischen Veda gipfeln in der grandiosen Inspiration von Brahman, dem Einen ohne ein Zweites. Alles Vereinzelte, Abgespaltene, Isolierte und daher Leidtragende hat keine Realität, ist ungetrennt geborgen in der reinen Existenz, dem Unwandelbaren, Ewigen.
In dieser Schau ist das «Göttliche», die «Transzendenz», die «Freiheit», die «Wirklichkeit» usf. nichts von uns Getrenntes. Nichts, das es zu erreichen, zu erstreben, zu bekommen gilt. Nichts, das mal mehr und mal weniger da ist. Es ist immer da, hier und jetzt, denn wir sind es. Lässt der Intellekt diese Sichtweise auf Mensch und Sein zu, bewirkt dies eine tiefgreifende Vereinfachung unseres konkreten Alltags, hin zu mehr Ruhe und Leidlosigkeit.
Schriften werden Grundlage sein, uns dieser schwer kommunizierbaren Inspiration anzunähern und sie dann im lebendigen und kritischen Austausch sowie in der Körperpraxis zu erwecken.
Spirituelle Anamnese
Spiritualität gehört für viele Menschen in den Bereich des Persönlichen und Privaten. Die Spirituelle Anamnese ist Zugang und Instrument, um spirituelle Bedürfnisse im Behandlungs- und Betreuungsdialog patientenzentriert, vertraulich und respektvoll zu thematisieren mit dem Ziel, spirituelle Sorgen, Themen, Bedürfnisse und Optionen zu verstehen.
Zudem können damit therapeutisch wichtige Daten zu Glaubensüberzeugungen der PatientenInnen gesammelt, dokumentiert und in die interprofessionelle Behandlung und Betreuung integriert werden. Eine empathische und authentische Kommunikation ist dabei ebenso wichtig wie das strukturierte Vorgehen, zu dem Anamnese-Leitfaden einen Beitrag leisten.
Nicht selten sind Menschen gehemmt, ihre spirituellen Bedürfnisse anzusprechen, glauben dies nicht tun zu dürfen oder befürchten nicht verstanden und dadurch verletzt zu werden. Die spirituelle Anamnese ist ein Hilfsmittel, diese Bedürfnisse der Menschen differenziert wahrzunehmen und sorgfältig anzusprechen.
Mich selbst lieben? – 5 Tage
Sich selbst zu lieben scheint auf den ersten Blick keine Herausforderung zu sein. Doch können wir auch liebevoll mit uns selbst sein in den Situationen, wo wir scheitern oder versagen, in Zeiten der Überforderung?
Im Mittelpunkt von Exerzitien steht die Begegnung mit einem liebenden Gott. In der Liebe wächst Vertrauen, und aus Vertrauen entsteht die Freiheit, das Leben formen zu lassen. Verletzungen und Ängste, Unfreiheiten und Fixierungen werden behutsam angeschaut und der heilsamen Geistkraft anvertraut. Exerzitien führen zu einem frischen Blick auf Sinn und Ziel des Lebens und zu einem Gespür für den persönlichen Weg. Sie vertiefen den Glauben und führen hin zu einem liebevollen Umgang mit sich und den anderen. – Ein guter Übungsweg, das eigene Leben lieben zu lernen.
Die Meditation biblischer Texte – eine zentrale Form geistlicher Übung – sowie Stille und regelmässige Begleitgespräche unterstützen den Prozess. Im Mittelpunkt dieser Exerzitien steht der persönliche Weg der Übenden.
Uri: Kröntenhütte 1911 MüM, Rundwanderung
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.
When I´m sixty-four
«Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben» (Verena Kast). Mit der Pensionierung wird vieles anders. Es gilt, neue Tätigkeiten aufzunehmen, Prioritäten neu zu setzen und Beziehungen neu zu gestalten. In dieser Lebensphase lohnt es sich ganz besonders, zurückzublicken und sich existenziellen Lebensfragen neu zu stellen: Was ist jetzt meine Lebensaufgabe? Wie kann ich mich vom Bisherigen gut verabschieden? Welche Träume möchte ich realisieren? Wo ist Versöhnung mit nicht Gelungenem, Konflikthaftem angesagt? Wie gehe ich mit der begrenzten Lebenszeit um? Wie gestalte ich meine Partnerschaft, meine Beziehungen?
Die Verbindung von Biografiearbeit und einer christlich verwurzelten, offenen Spiritualität gibt die Möglichkeit, mich innerlich neu auszurichten und nach Kraftquellen für den neuen Lebensabschnitt zu suchen.