Die Seele wiederentdecken

Viele Menschen spüren heute, dass das Leben mehr Sinn, mehr Verbundenheit und mehr Glücksmomente bieten könnte. Wo aber ist der Schlüssel dazu? Mit einschlägigen Texten, Bildern, Musik und (Atem-) Übungen entdecken wir den alten Energieweg der Seele, den Pfad zur «Glückseligkeit». Denn wir tragen diese Grundlage verborgen im antiken und auch im christlichen Traditionsgut mit. Am starken Kraftort Kappel nehmen wir uns Zeit, Altes wieder erlebbar und neu nachvollziehbar zu machen.
Neue Erfahrungen machen mit Aha-Erlebnissen, denn viel Bekanntes erhält neue Tiefe.

Tanztag zum Frühlingsbeginn

Die Frühlingszeit ist seit jeher eine Zeit zum Tanzen. Wenn sich der «alte Winter» in die Berge zurückzieht, wie es in Goethes Gedicht so treffend heisst, und grünem Hoffnungsglück Raum gibt, dann drängt es uns, dieses neu erwachte Lebensgefühl auszudrücken, der Veränderung Form und Gestalt zu geben. Mit Kreistänzen tun wir dies mit allen Kräften. Wir feiern mit Leib und Seele den Sieg des Frühlings und lassen uns mit Leben anstecken. Diese Erfahrung kann uns in unsere Tiefe führen und einen Zugang zum österlichen Auferstehungsgeheimnis eröffnen.
Frauen und Männer, die Freude an Musik und gemeinsamer Bewegung im Kreis haben und Lust auf einen gemeinsamen Prozess.
Wir lernen Kreistänze aus verschiedenen Kulturen und Traditionen kennen, wiederholen und vertiefen sie und spüren ihrer Wirkung nach.

Tanz des Lebens

In jedem Augenblick unseres Lebens suchen wir wie bei jedem Schritt unser Gleichgewicht. Zugleich wird dieses Gleichgewicht im Alltag immer wieder auf die Probe gestellt: Unvorhergesehene Ereignisse, unerwartetes
Verhalten anderer Menschen, eigene hinderliche Gewohnheiten und anderes mehr tragen dazu bei.
Wenn einseitige Denk- und Verhaltensmuster gepflegt werden, bleibt kostbare Energie gebunden, zum Beispiel in Spannungen und in Ängsten. Wer dem Leben indes Raum lässt und sich in Bezug auf Extreme zurückhält, weil er innere Leitlinien kennt, gewinnt Zugang zu schöpferischen und heilenden Energien. Er ist entspannt, zufrieden und fühlt sich sicher.
Dieser Workshop vermittelt grundlegende Strategien für die heilsame Bewegung zum Gleichgewicht. Einfache praktische Vorgehensweisen werden geübt, um mental, emotional, spirituell und körperlich-energetisch zur
Mitte zu finden und so den eigenen Weg trittsicherer zu gehen.

Der gute Hirte und seine Schafe

Im Kurs bauen Sie eine vorbereitete Figur auf (Kopf und Hände sind schon modelliert und geschliffen) und bekleiden diese als Hirten. Zusätzlich stellen Sie eine kleine Schafherde mit vier Schafen und einem Lamm her. Am Ende des Kurses können Sie sich über einen fertigen Hirten mit seinen Schafen freuen. Es ist möglich, dass am Ende des Kurses nicht alle Schafe vollständig fertig sind, aber Sie haben dann das Know-how um diese zu Hause selbstständig fertig machen zu können.

Die spirituellen Wurzeln der hippokratischen Medizin

Die traditionelle europäische Medizin enthält viele heute wieder bedeutsame Zugänge zu einem ganzheitlichen Menschsein, da hier der Körper noch vorwiegend über die Seele (Psyche) geheilt wurde. Allgemein sind sich die Heilsysteme der alten Hochkulturen ähnlich, fussen sie doch alle noch in einem fliessenden Wahrnehmen von Mensch und Welt (gr. panta rhei). Alte Heilvorgehen müssen deshalb, für ein heutiges Verständnis, zuerst nach energetischen Gesetzmässigkeiten gedeutet werden. Erst mit dem Konzept der Psyche als heilendem Feld lassen sich denn die Temperamentenlehre, die Energiephasenlehre («Säfte»), der Heilschlaf als Trancevorgehen oder die Atemenergie-Therapie wieder fruchtbar machen. Die wesentlichen Heiltechniken lagen im Ableiten, Umpolen, Heraustherapieren und Aufbauen heilender Energie. Dies geschah im Rahmen eines ganzheitlichen Wissens und einer hohen Ethik. Die Vollendung dieser traditionellen europäischen Medizin liegt im hippokratischen Eid als Heilkult, wo alle Heilebenen und Heilvorgehen mit den spirituellen Wurzeln verbunden wurden: eine wichtige Ressource für heute, sowohl für die Heilkunde, die Psychologie und die Theologie sowie für alle am ganzheitlichen Heilen Interessierten.

«Ad fines – bis an die Grenzen»

Das Leben führt uns immer wieder an Grenzen: Grenzen unserer Leistungsfähigkeit, Grenzen unserer Möglichkeiten, Grenzen unserer Hoffnung, Grenzen unseres Glaubens. Das war im alten Israel nicht anders, davon berichten Bibeltexte des Ersten Testaments, davon singen die Psalmen. Die vorösterliche Busszeit ist eine Zeit, in der die Grenzen bewusst werden – Fasten bedeutet ja nichts anderes, als Dinge bewusst zu begrenzen, die wir sonst im Übermass haben. Aber es steht ja Ostern bevor, das grosse Fest des Grenzeneinreissens, des Grenzüberschreitens: Gottes Barmherzigkeit und Gnade haben keine Grenze und sein Lob erschallt bis an die Grenzen der Erde.
Der Kurs richtet sich an Frauen und Männer, die im Gregorianischen Choral über Jahrhunderte und Konfessionen hinweg Grenzen überschreiten mögen.
Zielsetzung des Kurses ist ein singendes Beten anhand ausgewählter Beispiele des gregorianischen Repertoires, vor allem der über tausendjährigen St. Galler Tradition. Wir fügen uns in die liturgische Gestaltung des Tages im Kloster Kappel ein und werden am Samstag ein Abendgebet in der Klosterkirche singen sowie, sofern möglich, im Sonntagsgottesdienst der Gemeinde mitwirken.

Schritte in die Stille

Schritte in die Stille. Die grosse Schule der Meditation, so lautet der Titel eines wegweisenden Buches von Peter Wild. In ihm bietet er eine Orientierungshilfe für eine langjährige Meditationspraxis. Eine solche Praxis beginnt mit ersten, sorgfältigen Schritten, und diese bietet das Einführungswochenende an. Das Seminar informiert – und setzt in die Praxis um – über die Grundschritte der Meditation, die unterschiedlichen Formen der Meditation und die Deutungsmöglichkeiten der Erfahrungen während der Meditation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kontemplation (im Sitzen und im Gehen).
Männer und Frauen, die eine methodische Meditationspraxis kennenlernen oder ihr Meditieren vom Zufälligen befreien möchten.
Jede Meditation ist eine Mischung von methodisch eingeübten Schritten und von geschenkten Erfahrungen. Das Seminar beschäftigt sich vor allem mit den lernbaren methodischen Schritten und sensibilisiert für die feine Differenz zwischen Ablenkung und Geschenk. Das Seminar vermittelt Sicherheit für die persönliche Meditationspraxis.

Kreistänze zur Mitte des Winters

Eine seltsame Zeit ist die Mitte des Winters – das Jahr scheint gleichsam in der Schwebe zwischen Frühling und Winter zu sein.
Wie geht es mir mit diesem Dazwischen? Wohin geht mein Sehnen? Frühlingwärts? Zieht es mich zu Farben, Düften, Wärme? Ruft die Zeit nach Aufbruch und Begegnung? Oder geht es winterwärts? Möchte ich noch länger bei dem verweilen, was mir die kurzen Wintertage und langen Winternächte ermöglichten: Ruhe, Sammlung, bei mir einkehren, bei meinem Glück und meinen Fragen? Zieht es mich mehr nach aussen oder mehr nach innen? Wohin geht meine Sehnsucht im Tiefsten?
Kreistänze können uns helfen, unsrer Sehnsucht auf die Spur zu kommen. Sie nehmen die unterschiedlichen Akzente auf und ermöglichen intensives, gemeinsames Erleben und Gestalten.
Schenken wir uns und einander dafür Zeit, und lassen wir uns von der Kraft der Tänze öffnen, inspirieren und wandeln!