Der Schatz im Acker

Gleichnisse vom Reich Gottes sind nicht einfach schön. Viele finden sie unverständlich oder sogar ärgerlich. Auf jeden Fall sind sie nicht langweilig. Sie provozieren und sie fordern eine Entscheidung.

Vier Gleichnisse vom Raum Gottes stehen im Mittelpunkt der Bibliodrama-Spieltage.
Mit bibliodramatischen Schritten nähern wir uns ihrer Botschaft an und suchen, wozu ich eingeladen bin.

Die Wislikofer Schule für Bibliodrama und Seelsorge versteht die biblischen Texte als Erfahrungsräume.
Dazu wird die biblische Geschichte ins „Hier und Jetzt“ verlegt. Durch die Übernahme einer Rolle finden die Teilnehmenden Antworten auf die Fragen: Wer bin ich in dieser Geschichte? Wohin zieht mich meine Sehnsucht? Zu welcher Haltung, zu welchem Schritt werde ich eingeladen?

Arbeitsweise
Bibliolog, bibliodramatische Elemente, Bibliodramaspiel, Reflexion.

Thema
Ich werde euch geben, was recht ist!
Die Arbeiter im Weinberg, Mt 20

Dasein bis zuletzt

Menschen leben und sterben, denken und fühlen auf je eigene Weise. Daher können schwerkranke und sterbende Menschen nicht nach einer erlernbaren Methode begleitet werden. Entscheidend ist die Haltung, mit der wir ihnen begegnen.
Ausgehend von eigenen Abschieds- und Begleitungs-Erfahrungen arbeiten Sie in diesem Kurs an ihrer eigenen Haltung gegenüber schwerkranken und sterbenden Menschen. Sie beschäftigen sich mit: Kommunikation, Spiritualität, der Umgang mit physischem Leiden, Würdigung der eigenen Grenzen und Ressourcen.

Kursdaten und -orte
Fr, 19.10., 10.30 Uhr bis Sa, 20.10., 16.45 Uhr, Propstei Wislikofen
Do, 25.10., 18.00-21.30 Uhr Kantonsspital Baden
Di, 30.10., 14.00-18.00 Uhr Kantonsspital Baden
Do, 8.11., 14.00-18.00 Uhr Kantonsspital Baden
Di, 20.11., 18.00-21.30 Uhr Kantonsspital Baden
Do, 29.11., 14.00-18.00 Uhr Kantonsspital Baden
Sa, 8.12., 9.30-15.45 Uhr, Propstei Wislikofen
Wer mag, trifft sich zu Kursbeginn ab 10 Uhr und am Abschlusstag ab 9 Uhr zu Kaffee und Gipfeli.

Arbeitsweise
– Sie reflektieren eigene Abschiedserfahrungen: Was hat dazu beigetragen, dass ein Abschied „glückt“?
– Sie würdigen Ihre Ressourcen: Welcher Boden trägt mich auch durch Herausforderungen?
– Sie üben, Ihre Gefühle zu benennen: Welche Gefühle lösen kranke und sterbende Menschen bei mir aus? Wie gehe ich damit um?
– Sie loten Ihre Möglichkeiten aus, mit Kranken zu kommunizieren. Wie komme ich in Kontakt mit Menschen, die nicht (mehr) sprechen (können)?
– Sie erfahren die Patientenverfügung als Kommunikationshilfe rund ums Thema Sterben.

Begleitete Praxis (fakultativ)
Am Ende des ersten Kursteils können Sie sich entscheiden, ob sie im Kantonsspital Baden mit der Praxis der Sterbebegleitung in Kontakt kommen wollen.
– Sie lassen sich in die Praxis der Sterbebegleitung in der jeweiligen Institution einführen.
– Sie begleiten schwerkranke oder sterbende Menschen innerhalb einer Institution.
– Sie erfahren Gruppensupervision als Möglichkeit, an eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer zu lernen.
Termin nach Vereinbarung ab Januar 2019.

Hinweis
Der erste Kursteil entspricht dem Ausbildungsniveau A1, zusammen mit dem fakultativen zweiten Kursteil «Begleitete Praxis» dem Ausbildungsniveau A2.

Informationen zur Erstattung der Kurkosten erhalten Sie unter: www.palliative-aargau.ch/de/fachpersonen/weiterbildungsbeitraege/

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Das Gebet der Stille

Das schweigende Gebet aus der Tradition der christlichen Mystik überschreitet die üblichen Vorstellungen von Beten. Wir treten nicht mehr mit Worten und Gedanken in Verbindung mit Gott, sondern wir begeben uns schweigend in die Gegenwart Gottes. Wir vertiefen die Kontemplation im Rahmen der gegenstandslosen Meditation (ohne Worte und Bilder). Achtsame Präsenz hilft,
– vom Alltag auszuruhen und sich zu verlangsamen
– sich selbst und die Mitwelt achtsam und wohlwollend wahrzunehmen
– Energien zu bündeln und kraftvoll zentriert zu sein
– sich innerlich zu ordnen, zu heilen und zu wachsen
– zur Einheit und zu einem Leben in Liebe zu allen Geschöpfen zu erwachen.

Inhalt

Sitzen und meditatives Gehen, (Körper)-Achtsamkeit, einfache Rituale, Möglichkeit zum Einzelgespräch, Impulsvortrag.

Hinweis
Sitzkissen, Hocker oder Stühle sind vorhanden. Bitte tragen Sie bequeme Kleidung in gedeckten Farben.
Einer körperlichen Einschränkung kann in der Weise des Sitzens, notfalls Liegens, entsprochen werden.

Geh in deinen Grund!

Nach Johannes Tauler findet das Oben der mystischen Vereinigung eher in der Tiefe statt. Der Weg dorthin führt zuerst von aussen nach innen und dort dann in den tiefsten Grund unseres Personseins. In dieser Woche wird uns in den Vorträgen der „Lebemeister“ Johannes Tauler begleiten, der ein geistiger Schüler von Meister Eckhart gewesen ist.. Die Beschäftigung mit dem Mystiker aus dem 14. Jahrhundert ist – sowohl theologisch wie auch psychologisch – für den spirituell suchenden Menschen verlockend und hochaktuell. Ergänzt wird die Perspektive Taulers durch einen Vortrag aus der Koansammlung.

Arbeitsweise
Vortrag, circa 6 Stdunden Kontemplation, Gottesdienst, Einzelgespräche, Mitarbeit im Haus.

Auf dem Franziskusweg durch Umbrien

Seit mehreren Jahren gibt es in der Toskana und in Umbrien den Franziskusweg, der den Spuren des heiligen Franziskus vom Berg La Verna über Assisi bis in das Rieti-Tal folgt.
In ausgewählten Tagesetappen gehen wir auf Wegen, auf denen schon Franz und seine Brüder unterwegs waren. Die täglichen existenziellen Erfahrungen mit der Bibel eröffnen uns neue Perspektiven auf das eigene Leben.

Wir wandern täglich zwischen 13 und 16 Kilometern und entdecken Umbrien abseits der üblichen Reiserouten.
Die Übernachtungen erfolgen in Mehrbettzimmern in einfachen Hotels, im Agritourismo und im Pilgerhospiz. Den Tagesrucksack tragen wir selbst, das schwere Gepäck wird mit dem Begleitfahrzeug transportiert. Auf den Tageswanderungen verpflegen wir uns selbst.
Voraussetzungen

Offenheit für die Gruppe und die biblischen Texte. Genug Fitness für die Tagesetappen (12-16 km).
Ein Begleitfahrzeug transportiert das Gepäck.

Dem Leben Boden geben

Der Beckenboden gehört zu den wichtigsten Muskelgruppen in unserem Körper. Ein gesunder Beckenboden basiert auf einem perfekten Zusammenspiel von Nervenimpulsen sowie intakten Blasen- und Schliessmuskeln. Der Beckenbodenmuskel kann, wie jeder anderer Muskel des Körpers, gezielt trainiert werden. Übungen, die im Kurs erlernt werden, können in den Alltag integriert werden, sei es im Büro, im Bus oder ganz bequem auf der Couch beim Fernsehen. Es ist unumstritten, dass diese Art des Muskeltrainings präventiv wirkt gegen Inkontinenz und positiven Einfluss nimmt auf die Haltung und das Körpergefühl, somit auch für unser inneres und äusseres Erscheinungsbild verantwortlich ist.

Beckenbodentraining ist
– geeignet für jedes Alter
– unabhängig vom Geschlecht
– eine Trainingsmethode zum Vorbeugen und Verbessern von Blasenschwäche
– kein Fitnessprogramm und deshalb einfach überall durchführbar.

Wer hat mich berührt?

Berührung schafft eine Verbindung zwischen dem eigenen Körper, der Seele und der Aussenwelt. Sie wird über den Tastsinn wahrgenommen.
Berührung ist ein gegenseitiges Geschehen, das die Beteiligten auf einer tieferen Ebene erfasst. Menschen müssen fühlen können: es gibt dich, und es gibt mich. Einen Menschen zu berühren kann geradezu lebensnotwendig sein. Berührung ist die Grundlage dafür, dass Menschen glücklich sind und vertrauen können. Berührung hat heilsame Wirkung.
Wir erspüren unseren Tastsinn und die Qualität von Berührungen. Wir tauchen in eine biblische Berührungsgeschichte ein. Und wir besuchen den Kraftort der hl. Verena in Bad Zurzach. Sie wird mit Kamm und Öl dargestellt, denn auch sie hat die Kranken heilend berührt.

Inhalt
Einer biblischen Berührungserzählung nachspüren, sanfte Leibarbeit, Besuch der Verena-Krypta und des Sodbrunnens unter dem Münster in Bad Zurzach, Sinnesoase, Übungen und Gespräch.

Hinweise
Der Kurs ist eingebettet in das Projekt „SchöpfungsZeit“, das in diesem Jahr den Tastsinn in den Mittelpunkt stellt.

Wort-Gottes-Feiern vorbereiten und feiern

In immer mehr Pfarreien übernehmen Freiwillige die Vorbereitung und Leitung von Wort-Gottes-Feiern. Damit diese Aufgabe Freude bereitet und gut gelingt, braucht es ein Mindestmass an grundlegenden Kenntnissen. Im Kurs geht es um den Aufbau der Liturgie, um die Bedeutung des Schriftwortes und um eine angemessene liturgische Sprache. Zudem werden praxistaugliche Hilfsmittel vorgestellt. Die gemeinsame Vorbereitung und Feier eines einfachen Wortgottesdienstes leitet über zum eigenen Tun.

Arbeitsweise
Wechsel von Impulsen, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeit und Gottesdienstvorbereitung.

Hinweise
In der Regel übernimmt die Kirchgemeinde die Kurskosten.
Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Mit dem Leben strömen

Das innere Gleichgewicht finden, mich mit der Quelle des Lebens verbinden – das sagt sich leichter als es sich im Alltag leben lässt. Im Kurs erhalten Sie Impulse aus dem Jin Shin Jyutsu, einer alten japanischen Kunst zur Harmonisierung von Körper, Gefühl und Geist. Es beruht auf der dem Körper innewohnenden Weisheit und wirkt durch unsere Selbstheilungskräfte. Zur Anwendung braucht es nur zwei Hände. Daneben geben einfache Bewegungsmeditationen und Zeiten der stillen Besinnung, Raum, Kraft zu schöpfen und wieder in den Lebensfluss zu tauchen.

Jeder Einkehrtag ist in sich abgeschlossen und behandelt einen eigenen Schwerpunkt mit dazu eigens ausgewählten Behandlungssequenzen.

Arbeitsweise
Jin Shin Jyutsu, Selbstmassage, stille und bewegte Meditation aus QiGong und Atemarbeit, Austausch.

Hinweis
Alle Übungen werden angeleitet. Es bedarf keiner Vorkenntnisse. Bequeme Kleidung mitbringen.
Die Einkehrtage sind in sich abgeschlossen. Es werden jeweils neue Aspekte aufgegriffen.

Wo Liebe sich freut, da ist ein Fest!

Sie freuen sich auf Ihre Hochzeit.
Der Tag, an dem Sie sich trauen, soll ein unvergesslicher Tag werden. Sie sind wahrscheinlich schon inmitten der Vorbereitungen. Sie sind eingeladen, um sich mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner Zeit zu nehmen, um über ihre Partnerschaft, ihre Liebe und die kirchliche Trauung ins Gespräch zu kommen.

Inhalt
Sie nehmen Ihre Liebe und Partnerschaft in den Blick.
Sie tauschen sich aus über den Grund der kirchlichen Trauung.
Sie machen sich Gedanken zu einem persönlichen Ehe-Versprechen.
Sie entdecken Gott als tragenden Grund für ihre Partnerschaft.
Arbeitsweise

Partner- und Gruppengespräche, Impulse und spirituelle Anstösse.

Hinweis
Bitte spätestens 2 Wochen vorher anmelden!
Die Kurskosten übernimmt die Röm.-Kath. Landeskirche. Sie bezahlen nur den Pausenkaffee und das Mittagessen.