Zu viel Moral! (AUSVERKAUFT!)

Höflichkeit ist gut. Gegenwärtig scheinen aber politische Korrektheit und Übersensibilität den offenen Diskurs zu gefährden. Leidet unsere Gesellschaft an überbordender Moral? Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Lebensstil – überall lauern Fussangeln moralischer Empörung. Wer definiert, was politisch korrekt ist, wo die Höflichkeit endet und der Hass beginnt?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Progress Foundation

STUNDENHALT FAMILIE

Eine Stunde, ein Sujet, ein Gast. In der Reihe «Stundenhalt» kommen die grossen Themen zum Zuge und werden im Gespräch mit einer Expertin auch nach ihren philosophisch-ethischen Aspekten hin ausgeleuchtet.

Diesmal geht es um Familienbilder im Iran und wie diese heute durch die Fortpflanzungsmedizin, z.B. die Eizellspende, herausgefordert werden. Der Blick nach Osten mag dabei unseren Blick für die eigenen Familienvorstellungen schärfen. Stellt die Medizin gängige Familienkonstellationen auf den Kopf? Öffnen sich damit neue Freiräume, wie Menschen lieben, aufwachsen oder für einander sorgen können? Oder steht hinter den neuen Reproduktionstechniken ein Machbarkeitsdrang, der intimen Beziehungen gerade abträglich sein könnte?

!!!Aufgrund eines Unfalles der Referentin müssen wir die Veranstaltung leider absagen!!!

SVENJA GOLTERMANN – OPFER

Wer gilt wann und warum als Opfer? Bilder von verängstigten Kindern oder leidenden Zivilistinnen sind in der heutigen Öffentlichkeit omnipräsent. Die Historikerin Svenja Goltermann schildert in ihrem eindrücklichen Essay «Opfer – Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne» (S. Fischer Verlag 2017), wie sich das Bild des Opfers, wie wir es heute kennen, seit dem 18. Jahrhundert herausgebildet hat: Verluste wurden gezählt, der Krieg «humanisiert». So wurde nach und nach definiert, wer als Opfer gelten kann.

Goltermanns Essay zeigt auf, dass es nach wie vor eine Frage von Hierarchien und Macht ist, wer als Opfer anerkannt wird – und damit ein eminent politisches Problem.

Musliminnen und Muslime in der Schweiz

Wie viel Integration kann, soll oder muss sein? Der letzte Abend fokussiert auf konkrete Orte, Projekte, Beispiele einer gelungenen oder aber nicht gelingenden Integration von Musliminnen und Muslimen (mit Migrationshintergrund). Es diskutieren Fabian Baumgartner, Redaktor NZZ, Sakib Halilovic, Imam der Islamischen Gemeinschaft Bosniens in Schlieren, und Dr. Andreas Tunger-Zanetti, Zentrum Religionsforschung, Universität Luzern.