«Kein Kinderspiel»

Die multimediale Wanderausstellung zeigt die Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Flucht auf die erste und zweite Generation von Flüchtlingen in der Schweiz.

Die Gesamtschau des  generationenübergreifenden Langzeitprojekts «Kein Kinderspiel» nimmt Erfahrungen von Eltern und Kindern auf, die bereits vor vielen Jahren in die Schweiz geflüchtet sind.

Die Ausstellung wurde von der interdisziplinären Plattform Face Migration in Kooperation mit dem Schweizerischen Roten Kreuz realisiert. Auf Initiative der Paulus Akademie und der kantonalen Fachstelle für Integration macht sie in Zürich halt.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag – Freitag: 09:00 – 17:00 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.

Die Website mit sämtlichen Informationen zu Ausstellungsbesuchen für Schulen, Weiterbildung für Freiwillige und Führungen finden Sie hier:

www.kein-kinderspiel.ch

Zwischen Kreuzfahrt und Klosterküche

Kirche und Tourismus haben viele Schnittstellen: Das Pilgern boomt, Citykirchen und Bergkapellen laden zum Verweilen ein, Kathedralen und Klöster gehören zu den Hauptattraktionen des Kulturtourismus. In Ferien und Freizeit nehmen sich viele Menschen nicht nur Zeit für Bildung, sondern auch für Sinnfragen und Spiritualität – Bereiche, in denen sie den Kirchen eine hohe Kompetenz zuschreiben.

Die Beiträge bringen die zwei Perspektiven zusammen: Sie zeigen aktuelle Trends im Tourismus auf und fragen nach den Konsequenzen für Theologie und Kirchenentwicklung.

Gäste
– Prof. Dr. Christian Cebulj, Leiter des Pastoralinstituts der Theologischen Hochschule Chur
– Prof. Dr. Thomas Schlag, Leiter des Zentrums für Kirchenentwicklung (ZKE) an der Universität Zürich
– Dr. Norbert Bischofberger, Theologe und Journalist
– Barbara Haller Rupf, Touristikerin, Geschäftsführerin der Academia Raetica, Davos

Eine Kooperation mit dem Pastoralinstitut der Theologischen Hochschule Chur, dem Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich und dem Verein Kirchen und Tourismus Schweiz.

Das Tier und wir

Der Mensch ist ein Tier unter Tieren. Und doch begegnen wir ihnen keinesfalls auf Augenhöhe: Unsere Bedürfnisse stehen obenan, und selbst unsere Haustiere finden sich im goldenen Käfig unserer Wünsche und Erwartungen gefangen.

Welche Rolle gebührt nicht-menschlichen Tieren? Dürfen wir sie nach Herzenslust verspeisen? Dürfen wir Tiere in der Forschung noch länger nutzen? Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns anhand klassischer Texte auseinandersetzen, etwa von Tom Regan oder Evelyn Pluhar.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Zürich.

Ungewisse Trauer

Der gefallene Soldat auf dem Schlachtfeld, die Tote im Wald oder das tote Flüchtlingskind am Strand: Was passiert mit Toten, deren Identität unklar bleibt? Wie gehen Ermittlungsbehörden in solchen Fällen vor, und wie kann man auch in diesen Fällen den gänzlich unbekannten Menschen ohne Wissen über ihren Glauben oder letzten Wünsche in aller Würde die letzte Ehre erweisen? Und umgekehrt: Wenn geliebte Menschen auch nach Wochen, Monaten und Jahren spurlos verschwunden bleiben und bei ihren Angehörigen eine nagende Ungewissheit hinterlassen: Wie gestaltet sich hier Trauer und Abschiednehmen, welcher angemessene Umgang mit solchen Schicksalsschläge ist aus therapeutischer Sicht anzuraten und erscheint aus den Erfahrungsberichten Betroffener als vielversprechend?

In Kooperation mit dem Friedhof Forum der Stadt Zürich

Gäste:
Adj. Rolf Blenke, Stadtpolizei Zürich
Daniela Stauffacher, Religionswissenschaftlerin Universität Fribourg
Prof. Dr. Hansjörg Znoj, Leiter der Abteilung Klinische Psychologie bei der Universität Bern

Live Streaming:
Live Übertragung über YouTube

Menschenhandel im Asylbereich

Eine Impulsveranstaltung Migration im Rahmen der Schweizer Aktionswoche gegen Menschenhandel

Menschenhandel existiert – auch in der Schweiz. Im Rahmen der Schweizer Aktionswoche gegen Menschenhandel möchte diese Impulsveranstaltung auf das Thema aufmerksam machen. Unter Menschenhandel versteht man den Handel von Personen durch die Anwendung unerlaubter Mittel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Ausbeutung der Arbeitskraft oder zur Entnahme von Körperorganen. Die Schweiz  ist sowohl Ziel- als auch Transitland für Opfer von Menschenhandel, auch im Asylbereich. Weil dabei die Verbrechen meist im Verborgenen stattfinden, sind Aufklärung und Sensibilisierung zentral im Kampf gegen Menschenhandel.

Die reformierte und katholische Kirche in Stadt und Kanton Zürich unterstützen das Projekt der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ «Schutz für Opfer von Menschenhandel im Asylbereich». Dieses hat zum Ziel, den Zugang zu spezialisiertem Opferschutz sowie Rechtsschutz für Betroffene zu sichern und die aktuellen Lücken im Opferschutz langfristig durch eine ausreichende staatliche Finanzierung zu schliessen.

An dieser Impulsveranstaltung berichtet die FIZ, wo die Schweiz im Thema Menschenhandel im Asylbereich steht, was sie im Rahmen des Projekts für Betroffene erwirken konnte und welche Hürden noch zu nehmen sind, damit die Betroffenen den ihnen zustehenden vollumfänglichen Opferschutz und den Zugang zum Rechtsschutz erhalten.

Eingeladen sind Synodenmitglieder, Mitglieder von Kirchenpflegen, Mitarbeitende in Kirchgemeinden, Pfarreien und Kantonalkirchen, Freiwillige im Migrationsbereich, sowie die am Thema interessierte breite Öffentlichkeit.

Kooperation
– Reformierte und katholische Kirche Stadt und Kanton Zürich
– Caritas Zürich
– Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ
– Paulus Akademie

Papst contra Wohlstandsgesellschaft?

In seinem letzten Lehrschreiben träumt der Papst im Angesicht von Klima- und Coronakrise «von einer einzigen Menschheit», in der wir «alle Geschwister» sind. Derlei Visionen verbinden sich in Franziskus’ Enzykliken freilich mit handfesten Forderungen an uns Reiche im Westen: Die «ökologische Schuld» müsse abgetragen, das Recht auf Privatbesitz dem Prinzip der «universellen Bestimmung der geschaffenen Güter» nachgeordnet werden. Nicht zuletzt sind wir aufgerufen, «Bedürfnisse, die uns betäuben, einzuschränken». Während die englische Zeitung «The Guardian» von den erstaunlichsten und ambitioniertesten Thesen eines Papstes in den letzten hundert Jahren spricht, brandmarken Kritiker wie das ifo-Institut in München die Forderungen als «antimarktwirtschaftliche Ideologie».

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir ebenso konstruktiv wie kritisch über beide Enzykliken diskutieren.

Gäste:
Dr. Anna Maria Riedl, Lehr- und Forschungsbeauftragte, Universität Luzern
Dr. Stefan Einsiedel, Geschäftsführer Umweltzentrum, Hochschule für Philosophie München

In Kooperation mit aki, Katholische Hochschulgemeinde

Living Library Zürich – Mit lebenden Büchern sprechen

Living Library steht für persönlich vermitteltes Wissen. Anstelle von Büchern werden Menschen für ein Gespräch «ausgeliehen». Man setzt sich mit dem lebenden Buch an einen Tisch und darf sich während 30 Minuten zusammen unterhalten. Das Buch hat natürlich das Recht, Gegenfragen zu stellen oder Fragen nicht zu beantworten. Grundsätzlich sind aber alle Fragen erlaubt, auch persönliche oder kritische.

Auf der «Leseliste» stehen: Ein Adoptivvater, eine Person mit chronischer Depression, ein Bauer, ein Hare Krishna, ein Autotuner, ein Tinyhouse-Bewohner, eine Künstlerin und eine Geflüchtete (Änderungen vorbehalten).

Die Gespräche beginnen um:

  • 16.30 Uhr
  • 17.10 Uhr
  • 17.50 Uhr
  • 19.20 Uhr
  • 20.00 Uhr.

Ab 16.00 Uhr können die «Bücher» an der Ausleihtheke «gebucht» werden. Gespräche sind jeweils auch spontan möglich, aber wenn man ein ganz bestimmtes Buch ausleihen möchte, empfiehlt sich die Reservation an der Ausleihetheke.

Leitung:
Simone Isliker und David Gaus, Living Library Zürich

 

Antityp

Autorenlesung / Comic-Show
im Rahmen des Buch- und Literaturfestivals «Zürich liest»

Der erste Teil der Trilogie
zeigte den Sündenfall und wie
Adam in die Erkenntnis biss,
die Menschheit ins Verderben riss,

die sich dann hemmungslos vermehrte,
was in Teil 2 dann Noah störte –
der wünschte sich der ganze Haufen
würde konsequent ersaufen!

Der Held im dritten Teil heisst Paul,
fällt gleich zu Anfang schon vom Gaul,
apostelt durch die Welt,
dann wird der Tod noch überwunden,
schon ist das Christentum erfunden!

Fluchtwege – Glaubenswege

Migration und Flucht sind eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die öffentliche Debatte dreht sich dabei um Themen wie Integration, Abschottung oder Rückkehr. Weniger Aufmerksamkeit finden hingegen das individuelle Schicksal der Geflüchteten und ihr Umgang mit der Fluchterfahrung.

Die Fachtagung «Fluchtwege – Glaubenswege» fragt nach der Rolle von Glaube und Religion für die Geflüchteten vor dem Hintergrund von Krieg, Gewalt und Verfolgung. Die Veranstaltung beleuchtet Narrative von Flucht und Glaube aus kulturwissenschaftlicher, religionsgeschichtlicher und
biografischer Perspektive. Berichte von Geflüchteten ergänzen die wissenschaftlichen Analysen. Trifft es zu, dass der Glaube in lebensbedrohlichen Situationen und danach Halt und Zuversicht gibt? Oder birgt die Zugehörigkeit zu religiösen Gemeinschaften am neuen Lebensort auch Risiken?

Wissensvermittlung und praktischer Erfahrungsaustausch erlauben dem Publikum, neue Erkenntnisse zum Thema mit eigenen Erfahrungen aus der beruflichen Praxis oder dem privaten Umfeld zu verknüpfen. Die Tagung richtet sich an Fachpersonen im beratenden, integrativen, schulischen und medizinisch-therapeutischen Umfeld; an Migrantinnen und Migranten und ihre Communities; an Mitarbeitende von kirchlichen Einrichtungen, öffentlichen Verwaltungen oder NGOs.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung «Kein Kinderspiel. Geflüchtete Familien, junge Flüchtlinge und Jugendliche im Dialog», die vom 15. November 2021 bis 9. Februar 2022 in der Paulus Akademie zu sehen ist. Vernissage: Freitag, 12. November 2021, 18.30 Uhr

Ethik der Elternschaft

Auch wenn die Beziehung zwischen Eltern und Kindern vor allem von Liebe getragen statt von moralischen Normen durchdekliniert sein sollte, stellen sich bei näherem Hinsehen eine Vielzahl von Fragen: Welche Pflichten haben Eltern gegenüber ihren Kindern – und welche die Eltern untereinander? Wie weit geht die reproduktive Autonomie der Eltern gegenüber ihren (ungeborenen) Kindern? Und müssen Kinder sich ihren Eltern gegenüber dankbar zeigen?

Mit diesen und weiteren Fragen hat sich die Philosophin Barbara Bleisch intensiv beschäftigt. Im Gespräch mit ihr und der Journalistin Nicole Althaus wollen wir dieses spannende Feld menschlicher Nahbeziehung aus ethischer Perspektive erkunden.