HAUPTSACHE KIND?

Die Möglichkeiten, ungewollt kinderlosen Paaren ihren Herzenswunsch zu erfüllen, haben sich während der vergangenen Jahrzehnte mit Blick auf reproduktionsmedizinische Fortschritte und rechtliche Entwicklungen enorm erweitert. So ist etwa auch die Beschaffenheit des Kindes potentiell Gegenstand technologischer Einflussnahme. Was den einen als Triumph der Freiheit erscheint, weckt bei anderen Besorgnis und Fragen: Sind nicht gerade unsere Kinder etwas, das wir annehmen sollten, so  wie sie eben kommen – oder eben auch nicht?

Wie sind Techniken wie das Egg Freezing, die PID, die Ei- und Samenspende und nicht zuletzt die Leihmutterschaft moralisch zu bewerten? Was bedeutet heutzutage „Familie“ im Angesicht dieser Technologien? Und inwiefern ermöglichst die Reproduktionsmedizin auch gleichgeschlechtlichen Paaren Kinderwünsche? Mit unserem Podium wollen wir diesen und weiteren Fragen der Fortpflanzungsmedizin nachgehen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem aki, der katholischen Hochschulgemeinde Zürich

Sexualität und Behinderung

Alle Menschen, auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung, haben ein Recht auf eine selbstbestimmte, lebendige und gelebte Sexualität.

In diesem Kurs soll eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema «Sexualität und Behinderung» stattfinden. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Wie können Angehörige, Begleitpersonen und Institutionen Voraussetzungen schaffen, in denen Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung möglichst selbstbestimmt und doch «geschützt» ihre Sexualität leben können? Wo sind die Grenzen? Wie kann über die Themen Liebe und Sexualität angemessen gesprochen werden, im Besonderen auch mit Menschen mit reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten? Und schliesslich: Wie kann eine sinnvolle Prävention vor sexualisierter Gewalt aussehen?

Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige und Fachleute, die Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten oder betreuen.

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Charta Prävention – Einrichten einer Meldestelle; ONLINE

Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «’Wir schauen hin‘ Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

Der Kurs beschäftigt sich eingehend mit dem Punkt 10 der Charta Prävention und seinem Bezug zu den restlichen neun Punkten. Neben Fachinput soll auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben werden.

Dabei geht es unter anderem um die Fragen:

  • Wie sollte die Meldestelle in der Organisation eingebettet sein?
  • Was muss bei der Implementierung einer Meldestelle besonders beachtet werden
  • Welche Kompetenzen und Fähigkeiten braucht das Fachpersonal einer Meldestelle?
  • Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Meldestelle und Leitung aus?
  • Wann ist etwas eine Meldung, wann Denunziation?
  • Was ist meldepflichtig?
  • Die zehn Punkte der Charta Prävention: Wie stehen die Punkte in Bezug zueinander?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Trotz allem

Das Buch ist als fiktives Interview konzipiert und thematisiert auf der Basis von 33 Jahren Tätigkeit im kirchlichen Dienst aktuelle Themen wie Macht, Missbrauch, Gewaltenteilung, Klerikalismus und Synodalität.

Der Autor, Nicolas Betticher, will damit einen Beitrag zur Debatte in der Kirche leisten und dadurch deren Glaubwürdigkeit fördern.

Gäste
Nicolas Betticher, Priester und Leiter der Pfarrei Bruder Klaus in Bern
Franziska Driessen-Reding, Präsidentin des Synodalrates
Karin Iten, Präventionsbeauftragte des Bistums Chur

Leitung und Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Raphael Rauch, Redaktionsleiter kath.ch

3SCHRITT: GESCHLECHT UND ARBEIT- ONLINE

Berufung, Arbeit, Lohn – durch die Geschlechterbrille betrachtet.

Wir hören Geschichten, diskutieren und überlegen, wie sich Geschlecht und Arbeit gegenseitig beeinflussen. Welchen Einfluss hat unser Geschlecht auf unsere Arbeit? Wie wirkt Arbeit auf unsere Vorstellungen von Geschlecht? Was hat das mit unseren Berufen, Chancen und Gesundheit zu tun?

Mit einem sinn-vollen Apéro fangen wir an und lassen uns von den Lebensgeschichten unserer Gäste und der Teilnehmer:innen berühren. Gemeinsam ergründen wir Sachverhalte und entdecken unsere Werte, damit wir besser verstehen, wie gesellschaftliche Strukturen und Menschen zusammenwirken.

GESCHLECHT UND BERUFUNG – 17.03.2022
Unsere Gäste berichten von ihren Berufungsgeschichten und wie Geschlecht und Sinn der Arbeit einander beeinflussen.

Mit Ihnen diskutieren unsere Gäste Mirjam, eine intergeschlechtliche Frau, die sich politisch und öffentlich für die Rechte intergeschlechtlicher Menschen einsetzt (www.inter-action-suisse.ch), und Thomas, Sozialethiker und Beinahe-Priester; moderiert von der ethik22-Haustheologin Christina Sasaki.

Zum Apéro: Was war zuerst: Strauss:in oder Ei?

Arbeitsbeziehungen auf dem Prüfstand

Wir wollen an dieser Tagung der Frage nachgehen, welche Bedeutung Beziehungen im Hinblick auf die berufliche wie persönliche Entwicklung von jungen Menschen haben. Was brauchen Menschen – Lernende, Berufseinsteiger*innen, aber auch Berufsbildner*innen oder Vorgesetzte –, damit Arbeitsbeziehungen und Kooperationen gelingen? Welche Kompetenzen ermöglichen Zusammenarbeit und Kooperation? Welche Rollen übernehmen Erwachsene in diesen Beziehungsprozessen? Was tragen sie zur gelingenden Zusammenarbeit bei? Wie können sie junge Menschen in solchen Krisensituationen oder bei Übergängen stärken?

Zusammen mit Ihnen und Fachpersonen gehen wir diesen Fragen nach und erörtern Möglichkeiten, wie unter erschwerten Umständen Arbeitsbeziehungen zum Wohl aller gelingen können.

Detailprogramm im Flyer

Organisation
– Jacqueline Käs, Reformierte Kirchgemeinde Wallisellen
– Csongor Kozma, Paulus Akademie
– Adrian Marbacher, Jugendseelsorge Katholische Kirche im Kanton Zürich
– Jens van Harten, Reformierte Kirche Kanton Zürich
– Christoph Vecko, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung
– Thomas Wallimann-Sasaki, ethik22 – Institut für Sozialethik
– Petra Züsli, kabel – Beratungsstelle rund um die Berufslehre

Eine Veranstaltung in Kooperation mit
ethik22 – Institut für Sozialethik, Jugendseelsorge Katholische Kirche im Kanton Zürich, kabel – Beratungsstelle rund um die Berufslehre, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung, Reformierte Kirche Kanton Zürich und der Paulus Akademie

Und wenn es Gott nicht gibt?

Gott ist in Verruf geraten. Vor allem der Gott des Islams hat derzeit keine gute Presse. Als rigide und herrschsüchtig wird er wahrgenommen, und seine Anhänger treten in der Öffentlichkeit meist in Form radikalisierter Eiferer in Erscheinung, die mit ihrem Gott das Anrecht auf die absolute Wahrheit gepachtet zu haben glauben.

«Und wenn es Gott nicht gibt?» so lautet die Frage, mit der Ahmad Milad Karimi auf einen aussergewöhnlichen theologischen Roadtrip einlädt. Uns begegnen Atheisten und Gottsucher, Philosophen und Mafiosi, Islamisten und Flaschengeister, Dichter, Mystiker und Prediger, die alle mit der Frage nach und um Gott ringen. Milad Karimi zeigt, wie sich der Islam neu entdeckt und gerade dort zu Hause ist, wo man ihn nie vermutet hätte. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Religion und mehr Mut, mit Gott zu hadern. Er liest populäre US-amerikanische Serien wie «Breaking Bad», «Game of Thrones» oder «Die Simpsons» neu und deutet sie theologisch. Daraus entsteht eine atemberaubende und von neuen Gedanken überquellende Suche nach einem Gott, den es nicht gibt. Oder vielleicht doch?

Gast
Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi; Stv. Leiter Zentrum für Islamische Theologie ZIT der Universität Münster, Gastmoderator SRF1 «Sternstunde Religion»

Bischof Peter Henrici – Rückblick

Peter Henrici, 1928 geboren und aufgewachsen in seiner Heimatstadt Zürich, trat 1947 in den damals in der Schweiz noch verbotenen Jesuitenorden ein und absolvierte die übliche Ordensausbildung in Philosophie und Theologie. In Rom wirkte er als Philosophie-Repetitor am Päpstlichen Kolleg Germanicum et Hungaricum, doktorierte in Philosophie und wurde 1960 Professor für Philosophiegeschichte an der Päpstlichen Universität Gregoriana. 1993 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof und Generalvikar des Bistums Chur mit Sitz in Zürich. Nach seinem Rücktritt als Generalvikar stand er der Schweizer Bischofskonferenz noch bis 2009 zur Verfügung. Peter Henrici ist seit 2008 Honorarprofessor der Theologischen Hochschule Chur.

Im Interview mit Urban Fink gibt er einen spannenden Rückblick auf sein Leben und seinen Glauben und reflektiert ein Stück Zeitgeschichte.

Das reich illustrierte Interviewbuch wird vom Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain eingeleitet.

Gäste
– Bischof Prof. Dr. Peter Henrici SJ
– DDr. Joseph Maria Bonnemain, Bischof von Chur
– Prof. Dr. Eva-Maria Faber, Prorektorin Theologische Hochschule Chur
– Dr. Urban Fink-Wagner, Inländische Mission
– Dr. Josef Annen, alt Generalvikar Zürich
– Br. Willi Anderau OFMCap, Luzern, früherer Radio- und Fernsehbeauftragter

Eine Kooperation mit der Theologischen Hochschule Chur.

JETZT WIRD´S BUNT!

Ein Leben ohne Farben ist schwer vorstellbar. Farben sind für unsere Orientierung unerlässlich, bestimmen Wohlbefinden und Verhalten im höchsten Masse und spielen nicht zuletzt in den bildenden Künsten eine herausragende Rolle.

Aber was ist eigentlich Farbe, und warum ist Licht in diesem Zusammenhang so bedeutsam? Sind Farben objektiv in der Welt oder doch nur im Auge des Betrachters? Und wie beeinflusst unser kulturelles Umfeld unsere Farbwahrnehmung?

Referent René Oetterli lässt die Teilnehmenden die faszinierende Welt von Licht und Farbe mittels kreativer Experimente zum Mitmachen ebenso hautnah wie unterhaltsam erleben. Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen, sich bei einem Getränk weiter auszutauschen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Science Lab der Universität Zürich.

Ethisch entscheiden lernen

Eigene Werte, ethische Prinzipien und eidg. Abstimmung treffen sich.

Durch die Linse der Justiz-Initiative (eidgenössische Abstimmung vom 28. November 2021) entdecken Sie (neu) Ihre eigenen Werte, lernen sozialethische Prinzipien anwenden und erweitern Ihr Wissen. So können Sie Ihren eigenen ethischen Abstimmungsentscheid fällen. Diese abwechslungsreiche Tagung bietet Information, Besinnung, Entspannung und Austausch.

Vier Impulse begleiten uns durch den Tag:

Die historische Rolle der Richter. Jonas Sagelsdorff, Historiker, ethik22
Die Perspektive eines Bundesrichters. Giusep Nay, ehem. Bundesrichter und Bundesgerichtspräsident
Machtfaktoren im Schweizer Richtersystem. Mark Livschitz, Lehrbeauftragter an den Universitäten Fribourg und St. Gallen
Die eigenen Werte und sozialethische Wegweiser. Thomas Wallimann, ethik22 und Michael Mann, Pfarramt für Industrie und Wirtschaft

Ein «Gericht» bereichert den Tag

Zur Erleichterung Ihres richtigen Entscheides schicken wir Ihnen vorab per Post die Zutaten für ein «Gericht».

Eine Aufgabe ist das Ziel des Tages

Im Anschluss an die Impulse erarbeiten wir in Kleingruppen Fragen die uns helfen, einen eigenen ethisch begründeten Abstimmungsentscheid zu fällen. Gemeinsam erarbeiten wir Fragen als Abstimmungshilfe, die von den mittragenden Organisationen veröffentlicht werden.

In Kooperation mit:
ethik22
Forum Kirche und Wirtschaft Zug
Justitia et Pax
KAB Schweiz
Pfarramt für Industrie und Wirtschaft BS/BL