Bewegte und bewegende Bilder

Mancher Film wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen unseres eigenen Schlosses und hilft bei dieser Art von Exerzitien, uns Gott zu nähern. Die Botschaft von Filmen erfassen wir, selbst wenn wir von Religionen nichts mehr erwarten. Filme legen die Perspektive auf Grösseres, Allumfassendes frei. Sie eröffnen nicht nur neue Geschichten, sondern ermutigen auch zum neuen Blick auf eigene Geschichten.
«Movie», das englische Wort für Film, bedeutet gleich zweifaches Bewegen: Einerseits drückt es aus, dass in einem Film Bilder bewegt werden. Anderseits meint es, dass die Bilder die Zuschauenden emotional anrühren – bewegte und bewegende Bilder für unseren eigenen Kinofilm.

Vorbereitungstreffen – Reise nach Südamerika

Von 1609-1767 waren die Reduktionen Orte einer besonderen Kulturbegegnung zwischen lokaler indigener Kultur und europäischem Barock. Unsere Reise führt auch zum Erbe, das sich nach der Ausweisung der Jesuiten 1767 per Erlass der Spanischen Krone weiterentwickelt hat. In Bolivien sehen wir neben den restaurierten Reduktionskirchen auch Kirchenarchitektur der Gegenwart von Hans Roth. Sein Sohn Christian Roth, ebenfalls Architekt, wird uns auf der gesamten Reise begleiten. In Paraguay lernen wir Sozialprojekte wie Sonidos de la Tierra kennen. Weiter gehören verschiedene Konzerte sowie Sehenswürdigkeiten, wie die Iguazu-Wasserfälle, zum Programm unserer kulturellen Studienreise.

Mit der Buchung der Reise sind Sie automatisch auch für das Vorbereitungstreffen angemeldet. Anlässlich des Vorbereitungstreffens erhalten Sie detaillierte Informationen zur Reise und haben die Möglichkeit noch offene Fragen zu klären. Zudem lernen Sie die Mitreisenden und die Reiseleitung kennen. Vorbereitungstreffen – Reise nach Südamerika

Die detaillierten Reiseinformationen können Sie bei Frau Marta Werwitzke unter der folgenden Kontaktdaten anfordern: marta.werwitzke@lassalle-haus.org, Tel. +41 41 757 14 38.

Richtpreis Reise: CHF 5000.00 pro Person im Doppelzimmer
Richtpreis EZ-Zuschlag: CHF 500.00
Der effektive Reisepreis inklusive Leistungen und Konditionen wird spätestens anlässlich des Vorbereitungstreffens bekannt gegeben.

Das Beste kommt noch

Es gibt sie: Ältere Menschen, die zu ihren Jahren stehen und dankbar der Vergangenheit gedenken ohne sie zu vergolden. Sie sind weise und strahlen Güte und Wärme aus. In ihrer Nähe fühlen wir uns wohl. An Menschen, die so sind – oder so werden möchten, richtet sich diese neue Seminarreihe.

Sei was du bist
Gib was du hast
Rose Ausländer

Gemeinsam machen wir uns auf, zurückzuschauen, Erfolge und Misserfolge anzuerkennen und den Lebensweg als Ganzes wahrzunehmen. So mag sich ein Bewusstsein für das gelungene Leben einstellen – nicht zuletzt trotz der erlittenen Enttäuschungen und Schmerzen. Wir informieren uns über medizinische, juristische und finanzielle Themen des Alterns und gehen für uns stimmige Entscheide an. Auf diese Weise werden wir bereit, uns Fragen zu stellen, wie: Welche Zukunft ist vorstellbar, wünschbar? Was lässt mein Herz höher schlagen? Wie gestaltet sich eine altersgemässe, lebensfördernde Position in einer jugendverliebten Gesellschaft? Anders gefragt: Was bedeutet ein “gutes Leben” – für mich und für die Welt?
Inhalt
Die 18 Kurstage gliedern sich in 4 dreitägige Seminare und insgesamt 6 Vertiefungstage.
Die Fachreferate dienen zur Inspiration. Kursleiterin Ursula Popp unterstützt anschliessend den Prozess der Selbst- und Sinnfindung: Sie begleitet die Teilnehmenden an sämtlichen Kurstagen bei Einzel- und Gruppenarbeit, in Zeiten der Meditation und Stille, bei Leibübungen und Wanderungen.

I: Biographiearbeit: 24.02. – 27.2.2019, 18.30 – 16.00
Im Rückblick das gelebte Leben wertschätzen und Sinn entdecken.
Referentinnen: Pasqualina Perrig-Chiello, emer. Prof. für Entwicklungspsychologie / Ursula Eichenberger, Journalistin
Vertiefungstage: 01.04. und 29.04.2019, 10.00 – 17.00

II: Trauer & Versöhnung: 26.05. – 29.05.2019, 18.30 – 16.00
Abschied nehmen von dem, was nicht mehr ist – und vielleicht nie war und sich mit der Vergangenheit versöhnen. Alte Denk- und Verhaltensmuster, darunter auch religiöse – überprüfen und zur eigenen innersten Quelle finden.
Referenten: Niklaus Brantschen, Jesuit und Zen-Meister / Regula Gasser, Psychologin und Theologin
Vertiefungstage: 01.07. und 29.07.2019, 10.00 – 17.00

III: Med. und jur. Herausforderungen: 25.08. – 28.08.2019, 18.30 – 16.00
Sich dem eigenen Sterben und dem Tod der Nächsten stellen.
Finanzielle Fragen klären, Patientenverfügung erstellen, Entscheide zu letztwilligen Regelungen vorbereiten.
Lernen, Gespräche zu diesen Themen im persönlichen Umfeld zu führen.
Referenten: Suzanne Kyburz, Ärztin, Alterspsychiatrie / Daniel Trachsel, Rechtsanwalt
Vertiefungstage: 07.10. und 28.10.2019, 10.00 – 17.00

IV: Perspektiven und Visionen: 24.11. – 27.11.2019, 18.30 – 16.00
Meine Berufung als weiser älterer Mensch (Elder) im Dienste der kommenden Generationen sowie der Welt und Umwelt entdecken und so die gewonnene Weisheit meines Lebens fruchtbar machen.
Referentin: Ingrid Riedel, Psychologin

Zwischen den einzelnen Seminaren ist Zeit für die Nach- und Vorarbeit. Die Vertiefungstage bieten Gelegenheit, sich zu begegnen, auszutauschen, die Fortschritte zu überprüfen und allfällige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Am Montag, 12.11.2018 sowie am Montag, 14.01.2019 laden wir ein zu einem Informationstag (10 – 16 Uhr). Sie erhalten detaillierte Informationen über Aufbau, Inhalte und Ziele der Kursreihe „Das Beste kommt noch“ und können Ihre Fragen anbringen. Ihre Anmeldung sowohl für die Kursreihe wie auch für den Informationstag nehmen wir gerne entgegen unter: info@lassalle-haus.org oder Tel. +41 41 757 14 14.

Der Weg der Meditation im Yoga

Das Yoga Sutra beschreibt verschiedene Wege die zum Göttlichen hinführen. Einer dieser Wege ist der achtgliedrige Pfad, Astanga Yoga. (Nicht zu verwechseln mit dem „Astanga Yoga“ das als Stilrichtung im Hatha Yoga propagiert wird!) Die acht Glieder umfassen ethisches Verhalten, Körper- und Atemübungen und führen über die Kontrolle der Sinnesorgane zur Konzentration, die schliesslich in die Stille der Meditation mündet. Auf diesem Weg wird der Geist zunehmend von seinen Inhalten entleert und öffnet damit den Raum für die Begegnung mit dem Göttlichen.

Shibashi Qi Gong – Meditation in Bewegung

Shibashi ist Meditation in Bewegung – ein Bewegungsmantra in 18 Bildern mit poetischen Namen aus der Natur. Shibashi stammt aus der altchinesischen Heilkunst des Taj Ji und Qi Gong und wird in langsamen, in sich ruhenden Bewegungen vollzogen. Der äusseren Bewegung entspricht eine innere. Diese führt aus der Hektik in die Ruhe, aus der Zerstreuung in eine lockere Konzentration und Zentriertheit, aus der Abtrennung in die Verbindung mit dem Leib des Lebens: mit sich selbst und allem Lebendigen.
Raum der Stille
liegt in mir
eingebettet in meinem Herzen
ein Ort der Unendlichkeit
wo keine Zeit
kein Sollen
kein Wollen
mir die Sicht versperrt
(Irene Thoma )

Es führen viele Wege zur Mitte

Wie finde ich auf dem schier unübersichtlichen «Markt» der Spiritualität meinen Weg? Der «Heilsrezepte», welche den schnellen Weg zum Glück und zu innerer Befreiung verheissen, sind viele. Woran kann ich mich also orientieren und so zu mehr Ruhe im Alltag und Frieden mit mir selbst finden? Was ist unter Meditation und Spiritualität zu verstehen? Wie verbindet man östliche Wege und christliche Wurzeln, ohne Unterschiede auszuklammern oder unkritisch zu vermischen?
Der Tag bietet die Gelegenheit, in vier bewährte, spirituelle Wege «hineinzuschnuppern»: Exerzitien und Kontemplation – sie verkörpern zwei Haupt-Übungswege in der christlichen Spiritualitätsgeschichte. Zen und Yoga – sie schlagen die Brücke zu den fernöstlichen Meditationstraditionen. Damit erhalten die Teilnehmenden u.a. eine Klärungshilfe, welcher spirituelle Weg ihnen mehr entspricht.
Zudem gibt es eine Einführung in die Architektur und das Programm des Lassalle-Hauses. Dabei soll deutlich werden, was unser Anliegen ist: der Weg nach innen, zu sich selbst, ist untrennbar verbunden mit dem Weg nach aussen, in die Verantwortung für die Welt.

Chan Mi Qi Gong

Chan Mi Qi Gong – Basisübung Intensivkurs
Hier lernen Sie Ihren eigenen Körper mit neuen Wahrnehmungen kennen. Sie erfahren körperliche Entspannung sowie geistige Ruhe, und schliesslich erreichen Sie eine Besserung der Gesundheit und eine bessere innere Balance.
Lernen Sie die komplette Basisübung an einem Wochenende
Chan Mi Qi Gong Basisübung: Die Wirbelsäule als Quelle der Lebenskraft
Hier dürfen wir innere Landschaften entdecken, in denen neue Räume unserer Wahrnehmung geöffnet werden. Wir brechen sanft aus gewohnten Verhaltensmustern und erleben, dass da noch etwas Grösseres in uns schlummert. Eine Quelle, die man anzapfen kann, welche Kraft und Lebendigkeit schenkt. Chan Mi Qi Gong auch bekannt als Wirbelsäulen-Qigong ist das Lebenswerk von Grossmeister Liu Han Wen (1921–2004).
Die klar strukturierte Basisübung ist das Herz des Chan Mi Qi Gong. Zentraler Ansatz sind gezielte Wirbelsäulenbewegungen, welche von grossem Nutzen für die Wirbelsäule und den ganzen Organismus sind. Durch die entspannten, langsamen Bewegungen in allen Bewegungsebenen wird ein umfassender, wohltuender Effekt auf den ganzen Körper erzielt. Die Bewegungen lösen Spannungen im ganzen Wirbelsäulen-System und damit Blockaden im gesamten Organismus, sodass ein freier Energiefluss physisch, psychisch und mental zu allgemeiner Regeneration, Schmerzreduzierung und tiefer Harmonisierung verhilft.

Spirituelles Kochen – im Hier und Jetzt

Finden Sie heraus, wie sich eine spirituelle Ernährung auf Ihr Wohlbefinden auswirkt. Was machen wir mit dem Essen? Und was macht das Essen mit uns? Stärken Sie Ihre Sinne: Erleben Sie den Unterschied, wie etwas schmeckt, das ganz bewusst zubereitet wurde. Ohne mit den Gedanken bereits bei der nächsten Tätigkeit zu sein, ohne Hektik und Eile.

Gott ist im Kommen – Adventsmeditation

Was heisst es für uns, daran zu glauben, dass Gott adventlich – als von aussen Kommender – in die Geschichte der Welt eintrat und auch in unser Leben einzutreten vermag? Wie geschah und geschieht das, und was macht das mit uns?
Adventlich hoffen ist mehr als im Voraus berechnen, was die nächsten Tage uns an Wetterlagen oder Konjunkturentwicklung bringen werden. Der adventlich Hoffende glaubt ans Unvorhersehbare. Glaubt, dass etwas von aussen oder zutiefst innen ins Leben des Einzelnen oder in die Schöpfung gnadenhaft einbricht. Wann endlich? Und wie überhaupt? fragen wir ungeduldig und skeptisch. Es geschah vor 2000 Jahren mit dem Kommen von Gottes Sohn in die Welt. Und es will sich in uns selbst ereignen. Wir werden uns darum fragen: Was heisst für mich adventlich glauben? Adventlich hoffen? Adventlich lieben? Adventlich leben mitten in unserer Welt? Und: Wie kann dieses Kommen Gottes für uns moderne Menschen erfahrbar werden?
Stille werdend und hinhörend auf biblische Texte, adventliche Musik und Klangreisen zu speziellen Instrumenten, bereiten wir uns vor auf dieses Kommen Gottes in unsere Welt und unsere Herzen.

Der klassische Yoga des Patanjali

Unsere Erfahrung lehrt: Manchmal ist es nötig, aus dem Alltag auszutreten, um auf ihn einen befreiteren Blick (wieder-)finden zu können. Das Yoga-Sutra des Patanjali hat die klärende Kraft, welche unseren Alltag tiefgreifend vereinfacht und entlastet. Diese Weisheitslehre zeigt in kurzen, prägnanten Sätzen auf, wie wir uns emotional mit der äusseren Realität – mit unserem Körper, Beziehungen, Aufgaben – verstricken, uns mit ihnen identifizieren und so unser Leben wiederkehrend als leidvoll und gefährdet erleben.
Innerhalb dieser Schrift wenden wir uns dem Shadana-pada zu, dem Kapitel über die Übung: einer detaillierten Analyse unserer inneren Muster als auch ein Werkzeug, uns von ihnen zu lösen. Ziel dieses spirituellen Weges ist innere Klarheit und Ruhe.