Dein Lebensschiff mit Weisheit steuern

Gute Lebensführung kann mehr als den Alltag effizient managen. Sie sieht im Offen-sichtlichen die tieferen Zusammenhänge; sie kennt innere Leitlinien für Ent­scheidungs-situationen; sie findet auch in schwierigen Lagen den Zu­gang zu po­sitiven Gefühlen.

In diesem Workshop wenden wir uns mit ausgewählten Lebens-Fragen an die innere Weisheit. In Gesprächen und einer Vielfalt von einfachen Übun­gen und Kontemplationen gehen wir mit der heilsamen Bewegung zur Klar­heit in Bezug auf
– die Herzens-Freude,
– den «Kompass» der Werte und
– den Sinn des eigenen Lebens.

Das erhellt unseren Weg, bereichert unser Leben und macht uns handlungs­fähiger.

Mehr Zeit mit Zen

Der Kurs übernimmt die Form eines Zazen-kai und leitet an zur Zen Meditation. Ziel ist die Vertiefung der persönlichen Meditationspraxis. Es geht einerseits um die Einübung des Zen als Haltung beim Sitzen (auf Stuhl, Hocker oder Sitzkissen), bei der Tiefenatmung, in der Konzentration und der Beruhigung von Gedanken und Emotionen. Andererseits suchen wir «mit Anfängergeist» eine eigene meditative Praxis für den Alltag.
Ziel ist ein Rhythmuswechsel vom gestressten Alltag in einen Zustand tiefer innerer Ruhe. Manchmal ist der Zen-Weg mit einem Tauchvorgang zu den tieferen Dimensionen des Lebens zu vergleichen, manchmal mit dem Warten auf einen aufsteigenden, hellen Moment

Oberton-Gesang

Beim Obertonsingen entsteht ein wunderbares, unirdisch anmutendes Gewebe aus Klängen mit weichsamtigen Tönen oder flötenartigen, silberhell klingenden Melodien: mehrstimmiger Gesang aus einer Kehle! Obertöne singen lernen und üben ist weit mehr als eine neue Gesangs-Technik erlernen. Es ist ein Weg zu innerer Achtsamkeit und tiefer Ruhe. Diese sphärischen Klänge werden seit alters her ihrer meditativen und heilenden Wirkung wegen hoch geschätzt.
Die Erkundung von Obertönen schärft das Ohr und öffnet die Resonanzräume, welche auch zu einer klaren und wohlklingenden Singstimme führen. Plötzlich geht auch im «normalen Singen» die Sonne auf und viel mehr Klangfarben stehen zur Verfügung.
Wir beschäftigen uns mit:
– Der Körper als Klanginstrument
– Vokalabfolgen und Obertonreihen
– Verschiedene Obertontechniken – was passt zu mir und meiner Kehle?
– Präsenz im Ton – Klang-Meditation

Mittelalterliches Buchbinden

Die Buchherstellung hat sich in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich gewandelt. Sowohl der Buchdruck als auch die Buchbindung sind vollautomatisiert und in kürzester Zeit sind Hunderte von Büchern fertiggestellt. Das Buch ist ein Alltagsgegenstand. Doch das war nicht immer so. An diesem Wochenende gehen wir zurück ins 14. Jahrhundert. Wir stellen ein spezielles Buch her, das in dieser Zeit für einige ein alltäglich gebräuchlicher Gegenstand war. Das Kopert-Buch.

In den zwei Tagen werde ich Ihnen einiges über die Geschichte der Buchherstellung und speziell über das Kopert erzählen, wir werden Papier falzen, einen Buchblock mit Faden heften und diesen speziellen Einband dafür herstellen, wobei Sie sich das Material aussuchen können. Es gibt verschiedene Verzierungsmöglichkeiten, um die Bücher ganz individuell zu gestalten. Und so entsteht Schritt für Schritt, ganz langsam und nachvollziehbar, ein Produkt, das wir gut kennen, jetzt aber mit ganz anderen Augen sehen.

Das Zwei mal Eins der Liebe

Unser erster Blick gilt der Paarkommunikation. Welche wiederkehrenden Muster zeigen sich und welche Fehler lassen sich vermeiden? Auf einer tieferen Ebene stellt sich heute allen Paaren die Frage: Überlebt unsere Liebe? Wie können wir zwei Persönlichkeiten bleiben, und uns als Paar weiterentwickeln? Wie kommt es zu einer gemeinsamen wohlwollenden Allianz? Im Kurs erlernen die Paare unter Begleitung von erfahrenen Coachs neue Strategien und Kompetenzen im Umgang mit wiederkehrenden Mustern. Die Grundregeln der Paarkommunikation, insbesondere das elementare Zuhören, werden in einem geschützten Raum eingeübt. Die Schwerpunktthemen sind: Wieder einander zuhören, sorgfältig kommunizieren, emotionale Intimität, Wohlwollen und Achtung pflegen.

Shibashi Qi Gong – Meditation in Bewegung

Shibashi ist Meditation in Bewegung und stammt aus der Familie des Tai Ji – Qi Gong. In achtzehn poetischen Bewegungsbildern können Körper, Geist und Seele aufatmen, in ruhender Achtsamkeit. Verbunden mit Himmel und Erde öffnet sich das Herz für die Gegenwart des Göttlichen in allem, im JETZT.

Kurselemente: Shibashi-Bewegungsmeditation, mit Übungen der Achtsamkeit, Austausch, Ritualen und Kurzimpulsen zu Körperspiritualität. Begleitende Texte und Hinweise zeigen innere Verbindungen zur Schöpfungsspiritualität und zur mystischen Tradition des Christentums auf.

Begreifen (Renate Lauper)

begreifen
heisst,
den Griff
lockern
bis Stille
in den Händen
liegt

Spiritualität im Alter

Der Zeitpunkt, in dem sich Menschen stärker mit ihrem Älterwerden zu befassen beginnen, ist bei jedem und jeder unterschiedlich. Die Fragen und Themen, welche nach der Lebensmitte auftauchen, sind aber oftmals existenzieller Natur. «Habe ich noch die Ressourcen, um meine Aufgaben und Pflichten zu erfüllen, meine Pläne zu verwirklichen?» «Habe ich nach meinen Vorstellungen gelebt oder habe ich mich immer wieder zu stark angepasst?» «Bin ich zufrieden mit meinem Leben?» «Was ist aus meinen Träumen und Visionen geworden?» «Was möchte ich der Nachwelt hinterlassen?»

In diesem Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich ernsthaft und spielerisch zugleich mit ihrem Älterwerden auseinanderzusetzen. Ziel dabei soll sein, die Chancen und neuen Freiheiten, aber auch die unver-meidbaren Einschränkungen des «In-die-Jahre-Kommens» auszuloten.

«Timeout statt burnout»

Tempo und Druck in der 24-Stunden-Gesell-schaft fordern uns bis zum «geht nicht mehr». Zudem ist die Männerrolle ist im Wandel. Täglich bewegen wir uns im Spannungsfeld verschiedenster Erwartungen in Beruf, Partnerschaft und Familie. Es gibt Phasen, in denen wir kaum Zeit und Raum zur Erholung finden. So laufen wir Gefahr, zu «Kerzen zu werden, die auf zwei Seiten brennen» und rasch ausbrennen – «burnout». «Timeout» im Sport heisst: Spielunterbruch zur Standortbestimmung; Verschnaufpause, bevor die Kräfte ausgehen; Besinnung auf die eigenen Stärken und Schwächen; Entwickeln neuer Zielvorstellungen und Strategien. Die Herausforderung für Männer besteht heute vor allem darin, sich trotz hoher Belastungen regelmässig Auszeiten zu gönnen und eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu realisieren.

Die spirituellen Wurzeln der hippokratischen Medizin

Die traditionelle europäische Medizin enthält viele heute wieder bedeutsame Zugänge zu einem ganzheitlichen Menschsein, da hier der Körper noch vorwiegend über die Seele (Psyche) geheilt wurde. Allgemein sind sich die Heilsysteme der alten Hochkulturen ähnlich, fussen sie doch alle noch in einem fliessenden Wahrnehmen von Mensch und Welt (gr. panta rhei). Alte Heilvorgehen müssen deshalb, für ein heutiges Verständnis, zuerst nach energetischen Gesetzmässigkeiten gedeutet werden. Erst mit dem Konzept der Psyche als heilendem Feld lassen sich denn die Temperamentenlehre, die Energiephasenlehre («Säfte»), der Heilschlaf als Trancevorgehen oder die Atemenergie-Therapie wieder fruchtbar machen. Die wesentlichen Heiltechniken lagen im Ableiten, Umpolen, Heraustherapieren und Aufbauen heilender Energie. Dies geschah im Rahmen eines ganzheitlichen Wissens und einer hohen Ethik. Die Vollendung dieser traditionellen europäischen Medizin liegt im hippokratischen Eid als Heilkult, wo alle Heilebenen und Heilvorgehen mit den spirituellen Wurzeln verbunden wurden: eine wichtige Ressource für heute, sowohl für die Heilkunde, die Psychologie und die Theologie sowie für alle am ganzheitlichen Heilen Interessierten.

Timeout Advent

Advent ist eine Zeit der Besinnung und Erwartung. In diesem Fortsetzungs­seminar geht es um die nachhaltige Verankerung einer gesunden und der persönlichen Wertvorstellung entsprechenden Lebenshaltung. Während im ersten Seminar die praktische Bewältigung des Alltags im Vordergrund steht, geht es in diesen Tagen um den grösseren Horizont des Lebens, um die Sinn­frage und eine Standortbestimmung innerhalb der eigenen, aktuellen Lebens­phase. Auswahl der Themen: Lebensphase und Sinnfrage, Umgang mit Kör­persignalen, Männerfreundschaft, Perspektiven und Prioritäten im eigenen Leben, Spiritualität als Kraftquelle.