Aus der Stille in den Klang

Kontemplation via integralis – Einzeltag

Der Mensch kommt aus der Stille, aus göttlichem Schweigen. Die Stille ist die erste Muttersprache. Sie verbindet mit dem Ursprung. Wir werden in eine Welt hineingeboren, die klingt, oft auch lärmt. Unser Leib ist ein Resonanzkörper. Er nimmt Schwingungen auf und resoniert damit. Darum sind wohltuende Klänge heilsam.
Unser Leben ist selbst wie ein Klang, der sich im Lauf der Zeit zur Lebensmusik entfaltet. Sie ist mal laut, mal leise, mal jubelnd mal atonal. Dabei sind die Zwischentöne und die Unterbrechungen von Bedeutung.

Kontemplation ist ein Weg, auf dem wir wahrnehmen, wie wir „gestimmt“ sind und uns neu „stimmen“ (lassen) von Stille und Achtsamkeit. Schweigend tauchen wir ein in den inneren Raum, der still ist. Und hören hin, sachte wahrnehmend. Schweigend gehen wir einen Weg aus der Stille in den Klang. Aus dem Schweigen in eine Musik, die wohltut.

Elemente:
Impulse zu Stille und Klang. Sitzen und meditatives Gehen, Rituale der via integralis. Möglichkeit zum Einzelgespräch.

Bitte tragen Sie bequeme Kleidung in gedeckten Farben. Auf eine körperliche Einschränkung oder Diätwünsche gehen wir gerne ein.

Kombinationsmöglichkeit:
Sie können direkt im Anschluss an diesen Kontemplationstag das Tagesseminar mit Peter Roth «Wenn Stille zu klingen beginnt» besuchen.
Das bedeutet: Die Kontemplation wird nach dem Abendessen fortgesetzt. Der Morgen beginnt mit Kontemplation. Nach dem Frühstück folgt ein Ritual zur Überleitung in das Seminar mit Peter Roth. Die Kosten für die Übernachtung (Halbpension) belaufen sich auf CHF 105.- im Einzelzimmer.

Brot, das die Hoffnung nährt

Kommunionspende-Kurs

Das Teilen des Brotes ist nach dem Teilen des Wortes der zweite zentrale Teil der gottesdienstlichen Feier. Im geteilten Brot ist der Auferstandene unter uns gegenwärtig. Und damit alles, was sein Leben und seine Verkündigung ausgemacht hat: die Liebe zu jedem Menschen, das Überschreiten enger Grenzen, die Überwindung des Todes. Dieses Brot stärkt den Glauben und nährt die Hoffnung. Es gibt Kraft, in der Nachfolge Jesu zu leben und zu handeln. In der Kommunionspendung legen wir von diesem Glauben Zeugnis ab.

Der Kurstag führt Sie in diesen wichtigen und schönen liturgischen Dienst ein.

Inhalt
• Sie lernen biblische Brotgeschichten kennen
• Sie reflektieren die theologische Bedeutung des Kommunionspende-Dienstes
• Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen zur Ausführung
• Sie bekommen Raum für Ihre Fragen zur Liturgie

Arbeitsweise
Wechsel von Impulsen, Kleingruppenarbeit, Austauschrunden und praktischer Übung.

Voraussetzung
Sie sind zum Kommunionspende-Dienst angefragt worden.

HINWEIS
Für die Beauftragung benötigen wir Ihre private Adresse mit Angabe Ihrer Pfarreizugehörigkeit, bitte bei der Anmeldung berücksichtigen.
In der Regel übernimmt die Kirchgemeinde die Kurskosten. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Pilgertreff Wislikofen

Faszination Pilgern. Wie Pilgern das Leben verändert!
Pilgern entspringt einer tiefen Sehnsucht nach Einfachheit und Entschleunigung, nach Bewegung und Abenteuer, nach mystischen Orten und Begegnung. Einer Begegnung in dreifacher Dimension: mit sich selbst, mit anderen und mit Gott.
Ist man einmal am Ende einer Pilgerreise angekommen, bricht bei vielen die Sehnsucht neu auf. Denn Pilgern verändert nachhaltig. den einen geht es um Akzentverschiebungen in ihrem Leben, andere wollen ihre Erfahrungen fortführen, schreiben Texte, suchen Austausch.

Der Pilgertreff Wislikofen ist eine Veranstaltung für Pilger*innen und solche, die es einmal werden wollen. Er bietet eine Plattform zum Austausch über Pilger-Erfahrungen. In Präsentationen werden konkrete Erlebnisse und Impressionen verschiedener Jakobswege vorgestellt.

Hinweis
Am Sonntag-Vormittag besteht die Möglichkeit zu einem Pilgerangebot. Wir laufen vom Verena-Münster in Bad Zurzach zur Propstei Wislikofen. Falls gewünscht, bitte bei der Anmeldung angeben.

Der Schatten in uns

Kontemplation und Schattenarbeit
Weiterbildung für Lehrende und Fortgeschrittene in Kontemplation

Warum ist dieses Thema für uns wichtig?
„Schattenarbeit hört nie auf… In dem Masse, wie unsere Arbeit mit dem Schatten subtiler wird und tiefer geht, werden wir klarer und können das Licht des Gewahrseins immer heller in uns scheinen lassen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten – und wir wollen beides einbeziehen.“ (Ken Wilber)
„Für die Schattenseiten anderer Menschen zeigen wir Interesse, die eigenen dagegen wollen wir nicht sehen. Sehr zu unserem Nachteil, denn mit unserem Schatten unterdrücken wir auch ein grosses Potential an Lebensmöglichkeiten.“ (Verena Kast)

„Psychotherapie und Schattenarbeit gehören zu den wichtigsten Beiträgen, die der moderne Westen zu den Bemühungen um eine transformatorische Praxis geleistet hat. So tief ihr Ver-ständnis von spiritueller Entwicklung auch gehen mag, dem psychodynamischen Schatten wenden sich die alten spirituellen Traditionen nicht in angemessener Form zu. … Das führt nur allzu oft dahin, dass Praktizierende höhere Bewusstseins-zustände ohne eine entsprechend gründliche und bewusste Integration ihrer ‚dunklen‘ Seite verwirklichen.“ (Ken Wilber)

Schattenarbeit gehört seit ihrer Gründung zum Weg der Via Integralis. Vor allem Pia Gyger hat dieses Thema pionierhaft seit vielen Jahren eingebracht. Zusammen mit Anna Gamma hat sie im Lassalle-Institut dazu explizit Tools entwickelt, u.a. den Kurs „Von der Kernverletzung zur Kernkompetenz“. Dieser Kurs wurde in vergleichbarer Form unter dem Titel „Wenn Wunden zu Schönheit reifen“ von H. Schmittfull und M. Wenk-Schlegel über Jahre angeboten und in Kursen für Paare von G. Geiger-Stappel und B. Stappel integriert.

Ziele der Weiterbildungstage
• Die Schattendynamik verstehen in psychischer und transpersonaler Perspektive
• Sensibilisierung für die eigenen Schatten und deren Integration (Übungen)
• Einüben einer bewussten Sprachfähigkeit in Lerngruppen
• Für Lehrende: Umgang mit Schattenthemen in der spirituellen Begleitung

Arbeitsweise
Tagesablauf mit regelmässigem Rhythmus von Kontemplation, inhaltlichen Impulsen, thematischen Übungen mit persönlicher Reflexion und Lernpartnerschaften.
Die Lehrenden in Weiterbildung haben eigene Lerngruppen.
Diese Weiterbildungstage sind als Kontemplationstage konzipiert mit Zeiten gemeinsamen Schweigens.

Der Lassalle-Kontemplations-Schule via integralis ist es ein zentrales Anliegen, dass Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schülern begleiten, eine Sensibilität entwickeln im Umgang mit eigenen und fremden Schattenanteilen. Die Dynamik der Begleitung aktualisiert auf beiden Seiten Schattenaspekte (u.a. Projektion, Macht), die – ans Licht gebracht – der Transformation dienen.
So sind auch explizit Übende der Kontemplation eingeladen im Wissen, dass Schattenarbeit zum kontemplativen Reinigungsweg existentiell dazugehört.

Drei Tage der Stille.

Kontemplation via integralis – Loslassen und Entdecken

Oft machen Menschen sich ein Bild von sich selbst, vom Gegenüber, von Gott und der Welt. Im Laufe des Lebens werden diese Bilder von der Wirklichkeit überholt. Es wird klar: Diese Bilder wollen losgelassen werden. Das wirkt befreiend. Auf diese Weise entsteht Offenheit für das ‚Jetzt-So-Sein‘.
Es geht darum, Vertrauen zu üben, dass ich in dieser Offenheit getragen bin und dass sie mich weiterführt zu mehr Lebendigkeit, Kraft, Echtheit, Zärtlichkeit, Mut und Frische.

Die Tage im Schweigen tragen dazu bei, dass die Teilnehmer*Innen:
– Stress abbauen
– Achtsamkeit vertiefen
– dem Ruf ihres Herzens mehr Gehör schenken
– der Einheit mit allem Leben näher kommen

Arbeitsweise
Täglich 6 Stunden sitzen, dazwischen meditatives Schreiten und Impulse zum Thema. Begleitgespräche, Körperübungen, Feier am Sonntag.

Hinweis
Das ganze Wochenende findet im Schweigen statt. Bitte tragen Sie bequeme Kleider in dunkeln Farben.
Bitte frühzeitig anmelden, da die Platzzahl beschränkt ist.

Der Geist weht, wo er will

Kontemplation via integralis – Vertiefungswoche

Die Geistkraft Gottes be-geistert. Sie ruft, schubst, packt, schüttelt, weckt und erleuchtet. Im Alten Orient wurde diese von Gott ausgehende Kraft mit der Taube symbolisiert. Sie steht für die Liebeskraft Gottes, die vereint, was getrennt ist. Die integriert, was zusammengehört und mit Leben erfüllt, was tot ist.

Einen kontemplativen Weg zu gehen, bedeutet, sich von ganzem Herzen von ganzer Seele und mit dem ganzen Verstand dem Wirken Gottes überlassen. Dieses Lassen von allem, was ablenkt, ist die Grundlage unserer Übung.
In Vorträgen und Gottesdiensten wird das Thema inhaltlich entfaltet und die begleitenden Einzelgespräche geben Orientierung auf dem Weg.

Arbeitsweise
Vortrag, circa sechs Stunden Kontemplation, Gottesdienst, Einzelgespräche, Mitarbeit im Haus.

Rendez-vous mit der Natur

Schöpfungs-Spiritualität und Land-Art

Im Herbst zieht die Natur ihr Festgewand an. Alles strahlt in bunten Farben. Die Erde duftet nach Gras und Obst. Es gibt Unzähliges zu entdecken und zu bestaunen. Die Wunder der Natur wollen mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Sich selbst darin als Mitgestaltende zu erleben, ist eine besondere Erfahrung. Mit den Dingen, die die Natur bereithält, werden kleine Kunstwerke gestaltet und in die Landschaft eingefügt. Dort werden sie dem Wind und dem Wetter preisgegeben.
Das Hören auf die Vogelstimmen wird geübt, sowie das Einstimmen in meditatives Singen.

Inhalt
– die Natur im Herbst bewusst wahrnehmen
– das Hören auf Stimmen und Geräusche in der Natur einüben
– kleine Naturkunstwerke gestalten
– Impulse, Bewegung, Meditation und Wahrnehmung, Austausch in der Gruppe

Hinweis
Bitte bringen Sie gutes Schuhwerk und wetterfeste und gemütliche Kleidung mit. Viele Stunden verbringen wir in der Natur, im Wald und am Wasser.

Jin Shin Jyutsu – Einkehrtag

Mit dem Leben strömen

Das innere Gleichgewicht finden, mich mit der Quelle des Lebens verbinden – das sagt sich leichter als es sich im Alltag leben lässt.

Im Kurs erhalten Sie Impulse aus dem Jin Shin Jyutsu, einer alten japanischen Kunst zur Harmonisierung von Körper, Seele und Geist.

Jin Shin Jyutsu wirkt durch die eigenen Selbstheilungskräfte. Zur Anwendung werden nur zwei Hände gebraucht. Dazu gibt es einfache Bewegungsmeditationen und Zeiten der Stille um Raum und Kraft zu schöpfen und wieder in den Lebensfluss zu tauchen.

Die Einkehrtage sind in sich abgeschlossen. Es werden jeweils andere Schwerpunkte und ausgewählte Behandlungssequenzen aufgegriffen.

Methoden:
Jin Shin Jyutsu, Selbstmassage, stille und bewegte Meditation aus QiGong und Atemarbeit, Austausch.

Hinweis:
Alle Übungen werden angeleitet. Es bedarf keiner Vorkenntnisse. Bequeme Kleidung mitbringen.

Wenn alles nur noch grau erscheint

Menschen mit Depression im Alter kompetent begleiten

Wie alle Lebensphasen konfrontiert auch das „Alter“ mit Fragen der persönlichen Entwicklung. Es gilt, sich aus sozialen Rollen, aus gewohnten Aufgaben und von geliebten Menschen zu lösen. Für eigene Wünsche und Ziele müssen neue Formen kreativ gesucht werden. Die Konfrontation mit der Endlichkeit und Verwundbarkeit des eigenen Lebens nimmt zu. Die Auseinandersetzung mit diesen Lebensthemen kann zu einer grossen Herausforderung werden.
Wenn ältere Menschen verstimmt sind, verbittern oder schwermütig werden, wird dies oft als verständliche oder unweigerliche Folge des Alters betrachtet. Die Depression ist die häufigste psychiatrische Erkrankung in dieser Lebensphase. Neben wirksamen Behandlungsmöglichkeiten von seelischen Störungen bei älteren Menschen sind hilfreiche Strategien in der Begleitung durch Angehörige und Betreuende von Nutzen.

Inhalt
• Verschiedene Formen und Ausprägungen der Depression im Alter, ihre Symptome, und Therapiemöglichkeiten
• Hilfreiche Kommunikations- und Begleitstrategien
• Reflektion der eigenen Verhaltensweisen
• Selbstfürsorge

Ziel
Die Teilnehmenden
• setzen sich auf einer persönlichen Ebene mit dem Thema Despression im Alter auseinander
• kennen die verschiedenen Ausprägungen einer Altersdepression
• kennen die Symptome und Therapieansätze
• erlernen wichtige Regeln für eine hilfreiche Kommunikation mit Menschen, die an
einer Altersdepression erkrankt sind
• reflektieren eigene Verhaltensweisen
• erarbeiten eigene Strategien zur Selbstfürsorge

Selbststärkung für einen leichteren Umgang mit schwierigen Menschen

Schwierige Situationen lösungsorientiert managen

Arbeit könnte so schön sein – wenn da nicht die „lieben Anderen“ wären. Mit steigendem Druck werden Tonfall und Umgangsformen oftmals aggressiver. Schon kleinste Lappalien führen zu teils heftigen Reaktionen und fressen wertvolle Energie auf.
Unter all dem leiden Stimmung und Produktivität.

Wer um die entsprechenden Interventionen weiss, kann sich psychisch abgrenzen und Spannungen abbauen. Zudem lassen sich schwierige Situationen durch die richtigen Techniken wirksam und positiv beeinflussen. Innere Balance und Selbststärkung komplettieren Ihr Schutzschild im Umgang mit schwierigen Menschen.

Ziel
– Motive und Verhaltensmerkmale der häufigsten „Problemcharaktere“ kennen und wissen, wie man damit umgeht.
– Eskalationen entschärfen und dabei ein professionelles Niveau behalten.
– verschiedene Soforthilfsmassnahmen bereit haben um ruhig zu bleiben und schnell nach einem Zusammenprall zu regenerieren.
– Selbststärkung als persönliche Strategie für den Umgang mit Problempersonen und schwierigen Situationen nutzen
– Erhöhung Ihrer Problemlösungs- und Konfliktfähigkeit.

Inhalt
– Gezielte Kommunikationstechniken, um souverän und niveauvoll auf schwierige Kommunikations- und Verhaltensmuster zu reagieren.
– Nutzung ausgewählter Instrumente aus dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®), für ein besseres Stress-Management
– (Entspannungs-)Techniken zum Stressabbau

Ablauf
Es werden neuste Erkenntnisse aus der Psychologie und Neurobiologie, sowie ausgewählte Instrumente aus dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) genutzt. Wir arbeiten mit Selbstreflexion, theoretischen Kurz-Inputs, interaktiven Selbsthilfetechniken und individuell in Kleingruppen. Dabei kommen Dialog und Austausch nicht zu kurz.
Grob aufgeteilt werden am Vormittag Kommunikationstechniken geübt und am Nachmittag erfolgt die Selbststärkung sowie das Training für ein besseres Stress-Management.

Zielsetzung
Selbststärkung für mehr Gelassenheit und einen leichteren Umgang mit stressigen Situationen und schwierigen Menschen.