Konfliktklärung

Konflikte sind normal und menschlich. In jeder Beziehung gibt es Konflikte und in der Auseinandersetzung entstehen oft kreative Ideen und Potential für neue Lösungen.

Zu einem Problem werden Konflikte, wenn jemand darunter leidet und das Zusammensein und der Alltag belastet werden. Menschen, die zusammen arbeiten, können durch ungelöste Konflikte massiv beeinträchtigt werden. Betroffene fühlen sich überfordert und sehen sich oft nicht in der Lage, die verworrene Situation zu klären.

Der Kurs bietet Ihnen eine Einführung in die Kommunikations- und Konfliktpsychologie. Geübt wird vorwiegend anhand eigener Fallbeispiele.

Lebenshauch, Unsterblich (AUSGEBUCHT!)

Gesehen hat sie niemand, kennen tun sie alle: die Seele. Beim Sterben spielt sie in fast allen Kulturen eine zentrale Rolle. Viele Menschen hoffen, sie lebe nach dem letzten Atemzug weiter. Andere halten die Seele für ein überholtes Konzept. Sicher ist, dass sie in unserer Sprache häufig vorkommt: Man fühlt sich mutterseelenallein, entdeckt einen beseelten Ort, empfindet Wellness als Balsam für die Seele.

Inwiefern braucht es Spiritualität, um der Seele aufzuspüren? Was hat sie mit Schreiben und Musikmachen zu tun? Welche Vorstellungen von ihr sind hilfreich, beim Leben und beim Sterben? Mit einer Ordensschwester und Expertin in Palliativpflege, einem Psychiater und einer Schriftstellerin und Musikerin nähern wir uns einem Phänomen, das ebenso flüchtig wie faszinierend ist.

In Kooperation mit dem Friedhof Forum der Stadt Zürich

Gäste
Melinda Nadj Abonji, Autorin und Musikerin
Daniel Hell, em. Professor für Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich
Sr. Elisabeth Müggler, Ordensschwester im Kloster Ingebohl, Pflegefachfrau Palliative Care

Musik
Melinda Nadj Abonji und
Jurczok 1001

Demenz und Migration

Mit der wachsenden Zahl älterer Menschen steigt auch die Zahl an Demenz erkrankter Mensch en mit Migrationshintergrund. Vor allem die so genannte «Gastarbeiter»-Generation ist davon betroffen.

Die Tagung richtet ihren Fokus auf die Schnittstelle von Demenz und Migration. Sie hat zum Ziel, angesichts der grossen gesellschaftlichen Herausforderung brennende Fragen zu beantworten: Gibt es Unterschiede zwischen an Demenz erkrankten Menschen mit und ohne Migrationsbiografie? Was ist charakteristisch im Umgang mit der Krankheit bei den Betroffen en selber und ihren Angehörigen? Welche Rolle spielen dabei Sprache, Kultur und Religion? Worin besteht der grösste Handlungsbedarf?

Fachleute aus der Schweiz und Deutschland berichten über innovative Projekte aus der Praxis für Menschen mit Demenz. Kleine Gesprächsgruppen ermöglichen einen Erfahrungsaustausch über die spezifischen Herausforderungen.

Die Tagung wird durch die Walder Stiftung ermöglicht. Sie ist eine Kooperation von: Ausländerinnen- und Ausländerbeirat der Stadt Zürich; Beratungsstelle Wohnen im Alter der Stadt Zürich; Integrationsförderung der Stadt Zürich; Paulus Akademie und Pro Senectute Kanton Zürich.

Menschenrechte und Universalität

Können und sollen Menschenrechte überhaupt universal sein? Die Frage wird seit der Deklaration der Menschenrechte vor 70 Jahren diskutiert. Kritische Stimmen geben zu bedenken, dass sie auf dem westlichen Individualismus gründeten und kulturspezifische Eigenheiten von Menschen ausserhalb des westlichen Kulturraums ignorierten. Auch das Verhältnis der Religionsgemeinschaften zu den Menschenrechten war schon immer ambivalent. Die Veranstaltung stellt die Frage, wie sich in kulturell und religiös pluralen Gesellschaften wie der schweizerischen die Universalität der Menschenrechte begründen lässt. Und welche Rolle die Religionen in der Menschenrechtsdebatte spielen könnten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog

Sind wir von Geburt an böse?

Angesichts all der Krisen, Skandale und Katastrophen liegt die Vorstellung von der Verstricktheit und Verfallenheit der Welt nahe. Mit der Erbsünde wollen wir trotzdem nichts zu tun haben. Sie widerspricht unserem Wunsch, das Gute zu wollen, es recht zu machen und Verantwortung zu übernehmen.

Und was, wenn es bei der Erbsünde darum ginge, uns vor der Verzweiflung am eigenen Ungenügen zu bewahren? Und vor der Überforderung, dem entgegen zu treten, das nicht in unserer Macht liegt? Aber um den Preis, dass wir von Geburt an böse sind?

Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich

Kapitalismus: Ein Feindbild für die Kirchen?

Der Kapitalismus als Wirtschaftsform war nie unbestritten, trotz seiner Erfolge für gesellschaftlichen Wohlstand und Freiheit. Mit dem Pontifikat von Papst Franziskus mit seinen wiederholt kapitalismuskritischen Äusserungen ist auch innerhalb der katholischen Kirche die Kontroverse um die «richtige Wirtschaftsordnung» neu entfacht worden. Ist der Markt unmenschlich? Werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer? Wird die Globalisierung von Unternehmen dazu benutzt, um bei uns geltende höhere moralische Standards zu umgehen? Brauchen wir mehr Staat und weniger Markt?
Theologische Ethiker, Wirtschaftswissenschafter, Manager und Politiker sind in dem von Stephan Wirz herausgegebenen Buch «Kapitalismus: ein Feindbild für die Kirchen?» diesen Fragen nachgegangen. Der Anfang September erscheinende Band beschäftigt sich darüber hinaus mit der Entwicklung der katholischen Soziallehre, beobachtet die Auseinandersetzung im Protestantismus und überlegt, inwieweit es Verständigungsmöglichkeiten gibt zwischen grundlegenden Elementen der Marktwirtschaft wie Konkurrenz, Privateigentum, Konsumfreiheit, Staatsskepsis oder Freihandel und theologisch-kirchlichen Denk- und Werthaltungen wie Barmherzigkeit, Gemeineigentum, Genügsamkeit, Gemeinwohl und einer solidarischen internationalen Ordnung.

Der Herausgeber wird Ihnen dieses Buch mit Beiträgen von 18 Autoren aus Wissenschaft und Praxis vorstellen und mit Ihnen über «Kirche und Kapitalismus» diskutieren.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Katholischen Kirche Liebfrauen, Zürich

«Alle Macht dem Neuen!»

Was der Mensch kann, kann künstliche Intelligenz besser: Informationen sammeln, analysieren und treffsicher entscheiden. Zum Beispiel in der Medizin, wenn es darum geht, Krankheiten zu diagnostizieren und zu therapieren. Halt! Stimmt das? Fänden wir das gut? Nach welchen Normen arbeiten diese Maschinen, denen wir vermehrt Macht geben? Wer definiert, was ein Computer unter «krank», «gesund» und «behandlungsbedüftig» versteht?

Unser Gast Joachim Buhmann führt uns laienverständlich in die Funktionsweise der künstlichen Intelligenz ein und diskutiert mit uns deren Anwendung im Gesundheitsbereich.

Ab 20:00 diskutiert ethix – Lab für Innovationsethik dann allgemein über Innovation und Ethik unter dem Titel «Alle Macht dem Neuen? Wir denken weiter!

Botschaften und Werte vermitteln

Welche Botschaften senden die beiden grossen christlichen Kirchen aus? Wie werden diese von der Öffentlichkeit wahrgenommen? Die Tagung diskutiert, wie sich Kirchgemeinden, Pfarreien und andere kirchliche Institutionen auf neue Kommunikationsformen einlassen, um lebendiger mit neuen Zielgruppen aus unterschiedlichen Lebenswelten in Kontakt zu kommen. Wie gelingt es, Öffentlichkeitsarbeit neu aufzustellen und den herausfordernden Wandel lustvoll anzupacken?

Die Veranstaltung richtet sich an Pfarrerinnen und Pfarrer, an Mitarbeitende in der Pastoral, Sozialdiakonie, Kirchenmusik, Katechese, Kirchenpflege, an Pfarreiräte, Verwaltungs- und Sekretariatsangestellte und weitere für die Kirchen Tätige.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich und der Katholischen Kirche Kanton Zürich

Referierende
Dr. Carmen Koch, Dozentin und Projektleiterin am Institut für Medienwissenschaft, ZHAW Winterthur
Monika Schmid, Gemeindeleiterin und Pfarreibeauftragte, Pfarrei St. Martin, Effretikon
Christoph Sigrist, Pfarrer am Grossmünster Zürich
Christoph Frei, Genossenschaft Migros Zürich, Leiter Corporate Communications + Kulturprozent
Nicolas Mori, Leiter Abteilung Kommunikation evang.-ref. Landeskirche Zürich
Simon Spengler, Leiter Abteilung Kommunikation kath. Kirche im Kanton Zürich

Podium
Pascale Huber, Geschäftsführerin Reformierte Medien
Sabine Rüthemann, Kommunikationsbeauftragte Bistum St. Gallen
Dr. Carmen Koch, Monika Schmid und Pfarrer Christoph Sigrist

Souverän sein

Sie arbeiten engagiert und mit Freude. Doch das Arbeitsleben hält oftmals grosse Herausforderungen für uns bereit.

Ihnen wird beispielsweise eine Vertragsänderung vorgelegt und Sie sollen sich gleich entscheiden, oder Überstunden werden zur Regel, nach einem Vorgesetztenwechsel genügen Ihre Leistungen plötzlich nicht mehr, Ihr Arbeitsort soll überraschend verlegt werden, Arbeitskollegen und Kolleginnen tuscheln und gehen auffallend oft ohne Sie in die Pausen,…

Wie können Sie nun für sich so einstehen, dass Sie gegenüber dem Arbeitgeber respektvoll bleiben und sich gleichzeitig Gehör verschaffen?

Eine Arbeitsrechtlerin informiert Sie über die rechtlichen Grundlagen des Arbeitsverhältnisses. Danach lernen Sie Wege und Werkzeuge kennen, wie Sie Ungereimtheiten erfolgreich ansprechen können.