Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Exerzitien Einführung

Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen sie zurück auf Ignatius von Loyola, Mystiker und Gründer des Jesuitenordens. Ein Einführungswochenende ermöglicht das Kennenlernen von Ziel und Inhalt der Exerzitien. Wer sich in der Ruhe und im schweigenden Hören mit Ignatius auf den Weg machen will, bekommt hier eine Ahnung vom Reichtum seiner Spiritualität.

Inhalt
• Zeiten der Stille
• Inhaltliche Impulse
• Methodische Anleitungen und Übungen
• Körperübungen
• Gelegenheit zum Begleitgespräch
• Einladung zum Gottesdienst

Tagung Meister Eckhart

Eckhart von Hochheim wird 1260 auf Burg Tambach bei Dietharz/Thüringen geboren. Er tritt in den Orden der Dominikaner (auch «Prediger» genannt) ein, wo er wichtige Leitungsämter einnimmt. Nach der Erlangung des «Meisters» (Titel eines Professors) lehrt er in Paris. Die letzten Jahre seines Lebens sind überschattet von einem Ketzerprozess, der letzten Endes zu einer Lehr-Untersuchung herabgestuft wird. Bestimmte Sätze seiner Lehre werden in einer päpstlichen Bulle beanstandet. Vor Abschluss des Verfahrens stirbt Eckhart 1328 vermutlich in Avignon.

Seine lateinischen und deutschen Werke zeigen ihn als einen scharfsinnigen Denker, der viele moderne Gedanken vorwegnimmt. Die Sprache seiner volkssprachlichen Predigten ist eindrucksvoll in ihrem Glanz und mitreissend in ihrem Bilderreichtum. Trotz des Lehrverfahrens bleibt Meister Eckhart prägend, vor allem für Persönlichkeiten wie Heinrich Seuse, Johannes Tauler und Nikolaus von Kues; indirekt auch für Martin Luther. Er erlebt eine Renaissance im 19. Jahrhundert, wo ihn auch die Sprachwissenschaften und die Philosophie für sich entdecken.

Menschen damals wie heute fühlen in den Worten Meister Eckharts eine Freiheit, selbst Antworten auf ihre Fragen nach dem richtigen und guten Leben zu finden, eine Geborgenheit, von Gott unbedingt angenommen und nicht ausgeschlossen zu sein, einen Weckruf, gewohnte Sicherheiten zu verlassen, wo sie sich anders und besser verankern können. Viele an Mystik Interessierte in anderen Religionen entdecken Spuren ihres Eigenen bei Meister Eckhart. Auch Menschen, deren Glaube nicht über das Menschliche hinausführt, sehen in ihm jemanden, der konventionelle Vorstellungen hinter sich lässt.

Die Tagung nähert sich schrittweise dieser grossartigen Gestalt, die den originellen «Lehrmeister» und den spirituellen «Lebemeister» authentisch in sich zu vereinen versteht.

Referent*innen
Prof. Dr. Christine Büchner, Hamburg
Dr. Irmgard Kampmann, Bochum
Prof. Dr. Volker Leppin, Tübingen
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Tübingen und Erfurt
Prof. Dr. Markus Vinzent, Erfurt und London
PD Dr. Donata Schoeller
u.a.

Wissenschaftliche Begleitung der Tagung
Prof. Dr. Dietmar Mieth

Inhalt
Programminhalte
1. Eckhart im Gespräch mit seinen Zeitgenossen – eine Inszenierung
2. Eckharts Wirkungsgeschichte – eine historische Einbettung
3. Gottesbegriff und Gotteserfahrung bei Eckhart
4. Wegweiser zur Innerlichkeit – ein Leitfaden für das spirituelle Üben bei Eckhart
5. Sein und Handeln des Menschen – Eckhart’sche Tugenden wie Gelassenheit, Abgeschiedenheit und Demut
6. Eckhart im interreligiösen Dialog
7. Eckhart – Erneuerung des Christentums in einer säkularisierten Gesellschaft

Liederabend mit Konstantin Wecker
zu seiner CD «Sunder Warumbe» (einem Schlüsselwort bei Meister Eckhart)
Samstag, 2. November, 20.00 Uhr

Elemente:
• Meditationen zu Eckhart-Texten
• Vorträge
• Einzelbesinnungen
• Textarbeit und Austausch in Gruppen
• Moderierte Gespräche
• Gelegenheit zum Gottesdienst-Besuch

Kontemplation Einführung

Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Leibübungen
• Gottesdienst
• Durchgehendes Schweigen mit Zeiten des Austauschs

Kontemplation – 7 Tage

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Begleitgespräche
• Leibübungen
• Gottesdienst Eucharistie / Abendmahl
• Durchgehendes Schweigen

Kontemplation (Einführung und Vertiefung)

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Begleitgespräche
• Leibübungen
• Gottesdienst Eucharistie / Abendmahl
• Durchgehendes Schweigen

Kontemplation zwischen den Jahren – 6 Tage

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Begleitgespräche
• Leibübungen
• Gottesdienst Eucharistie / Abendmahl
• Durchgehendes Schweigen

Tagung Meister Eckhart

Eckhart von Hochheim wird 1260 auf Burg Tambach bei Dietharz/Thüringen geboren. Er tritt in den Orden der Dominikaner (auch «Prediger» genannt) ein, wo er wichtige Leitungsämter einnimmt. Nach der Erlangung des «Meisters» (Titel eines Professors) lehrt er in Paris. Die letzten Jahre seines Lebens sind überschattet von einem Ketzerprozess, der letzten Endes zu einer Lehr-Untersuchung herabgestuft wird. Bestimmte Sätze seiner Lehre werden in einer päpstlichen Bulle beanstandet. Vor Abschluss des Verfahrens stirbt Eckhart 1328 vermutlich in Avignon.

Seine lateinischen und deutschen Werke zeigen ihn als einen scharfsinnigen Denker, der viele moderne Gedanken vorwegnimmt. Die Sprache seiner volkssprachlichen Predigten ist eindrucksvoll in ihrem Glanz und mitreissend in ihrem Bilderreichtum. Trotz des Lehrverfahrens bleibt Meister Eckhart prägend, vor allem für Persönlichkeiten wie Heinrich Seuse, Johannes Tauler und Nikolaus von Kues; indirekt auch für Martin Luther. Er erlebt eine Renaissance im 19. Jahrhundert, wo ihn auch die Sprachwissenschaften und die Philosophie für sich entdecken.

Menschen damals wie heute fühlen in den Worten Meister Eckharts eine Freiheit, selbst Antworten auf ihre Fragen nach dem richtigen und guten Leben zu finden, eine Geborgenheit, von Gott unbedingt angenommen und nicht ausgeschlossen zu sein, einen Weckruf, gewohnte Sicherheiten zu verlassen, wo sie sich anders und besser verankern können. Viele an Mystik Interessierte in anderen Religionen entdecken Spuren ihres Eigenen bei Meister Eckhart. Auch Menschen, deren Glaube nicht über das Menschliche hinausführt, sehen in ihm jemanden, der konventionelle Vorstellungen hinter sich lässt.

Die Tagung nähert sich schrittweise dieser grossartigen Gestalt, die den originellen «Lehrmeister» und den spirituellen «Lebemeister» authentisch in sich zu vereinen versteht.

Referent*innen
Prof. Dr. Christine Büchner, Hamburg
Dr. Irmgard Kampmann, Bochum
Prof. Dr. Volker Leppin, Tübingen
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Tübingen und Erfurt
Prof. Dr. Markus Vinzent, Erfurt und London
PD Dr. Donata Schoeller
u.a.

Wissenschaftliche Begleitung der Tagung
Prof. Dr. Dietmar Mieth

Inhalt
Programminhalte
1. Eckhart im Gespräch mit seinen Zeitgenossen – eine Inszenierung
2. Eckharts Wirkungsgeschichte – eine historische Einbettung
3. Gottesbegriff und Gotteserfahrung bei Eckhart
4. Wegweiser zur Innerlichkeit – ein Leitfaden für das spirituelle Üben bei Eckhart
5. Sein und Handeln des Menschen – Eckhart’sche Tugenden wie Gelassenheit, Abgeschiedenheit und Demut
6. Eckhart im interreligiösen Dialog
7. Eckhart – Erneuerung des Christentums in einer säkularisierten Gesellschaft

Liederabend mit Konstantin Wecker
zu seiner CD «Sunder Warumbe» (einem Schlüsselwort bei Meister Eckhart)
Samstag, 2. November, 20.00 Uhr

Elemente:
• Meditationen zu Eckhart-Texten
• Vorträge
• Einzelbesinnungen
• Textarbeit und Austausch in Gruppen
• Moderierte Gespräche
• Gelegenheit zum Gottesdienst-Besuch

Einführung in die Mystik des Islam

Sufis sind bekannt dafür, dass sie in die Tiefen des Islam eintauchen, wo die Unvereinbarkeit zwischen Schicksal und Selbstbestimmung nicht mehr zurechtgebogen werden kann. Was bedeutet es für den Alltag, sich vertrauensvoll in Gottes Händen geborgen zu fühlen und gleichzeitig persönliche Verantwortung fürs Schicksal zu übernehmen? Wie sieht der heutige Islam in den Augen der Mystiker, der Sufis aus?

Eine lebendige und schützende Tradition, deren Kompetenz über die Grenzen des Erfassbaren reicht, ermöglicht auch im Alltag Zuversicht und Inspiration. Was bedeutet es, ein zeitgenössischer Sufi zu sein? Und wie stehen die Sufis dem aktuellen Islam gegenüber?

Einer der grössten Sufi aller Zeit war Celaleddin Rumi (1207-1273). Seine humanistische Botschaft ist universell; sein Wirken hat sich im Orden der Mevlevi („Tanzende Derwische“) niedergeschlagen. Im Kurs wird aus den Schätzen dieser Tradition geschöpft, um den Teilnehmenden Nahrung für den eigenen Weg zu offerieren.

Inhalt
Den Kursteilnehmenden wird mit Vorträgen und der Auseinandersetzung mit Texten ein authentischer Einblick in die Welt der Sufi geboten – ganz im Kontext der heutigen Zeit.