Exerzitien zwischen den Jahren – 6 Tage

Exerzitien zwischen den Jahren – 6 Tage

die nackten Fragen Jesu

Frau, warum weinst du? – Wen suchst du? – Was willst du, dass ich dir tun soll? – Simon, liebst du mich? – Warum habt ihr solche Angst?

Jesus liebte es zu fragen – ungeschützt, direkt. So erleben wir ihn, wenn wir die Evangelien aufschlagen. Mit Fragen regt er an und provoziert. In Jesus spiegelt sich ein Gott der Bibel, der den Menschen oft fragend begegnet. So schreibt der geistliche Autor Tomás Halík: „Allmählich habe ich gelernt, die Bibel so zu lesen, dass ich in ihr nicht nach Antworten suche, sondern eher nach Fragen. Manchmal scheint es mir sogar, dass in der ganzen hebräischen Bibel der Herr häufiger fragt als antwortet.“

Exerzitien bieten Raum und Zeit, uns von den «nackten» Fragen Jesu berühren und herausfordern zu lassen: Was will ich eigentlich? Wovor habe ich Angst? Wofür brenne ich? Vermeintliche Sicherheiten und festgefahrene Meinungen über uns selbst und die Welt werden infrage gestellt, gar aufgebrochen. Neue Blickwinkel und Horizonte zeigen sich. So ist die Zeit «Zwischen den Jahren» ein geeigneter Raum, um das alte Jahr zu verabschieden und das Neue zu empfangen.

 

Mitwirkung: Barbara Wehrle Hanke, Pastoralassistentin, Ausbildung in Meditation des Tanzes

Exerzitien Einführung

Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen sie zurück auf Ignatius von Loyola, Mystiker und Gründer des Jesuitenordens. Ein Einführungswochenende ermöglicht das Kennenlernen von Ziel und Inhalt der Exerzitien. Wer sich in der Ruhe und im schweigenden Hören mit Ignatius auf den Weg machen will, bekommt hier eine Ahnung vom Reichtum seiner Spiritualität.

Weiterbildung in Geistlicher Begleitung – Entscheidungen geistlich begleiten

In einer stetig sich wandelnden und immer komplexeren Welt haben viele Menschen ständigen Entscheidungsdruck. Geistlich Suchende wollen ihre Entscheidungen im Kontakt mit Gott und im Gebet treffen – nach der «Unterscheidung der Geister» und in der Suche nach Gottes Wille. Wie geht solches entscheiden? Wie können Begleiterinnen und Begleiter geistlich Suchenden beim Entscheiden helfen? Welche Fallen und Probleme können auftreten? Wie jemandem dazu verhelfen, dass er /sie eigenständig und frei, mit Freude und Klarheit seine / ihre Entscheide trifft?

Inhalt

  • Geistlicher Tagesbeginn und -abschluss
  • Kurze Theorie-Impulse
  • Kennenlernen verschiedener Übungen zur geistlichen Entscheidungsfindung
  • Zeit zur persönlichen Reflexion
  • Arbeit an Fallbeispielen
  • Gesprächsübungen
  • Expertengespräch im Plenum
  • Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Nehmt Gottes Melodie in euch auf – 5 Tage

Exerzitien mit Singen

„Nehmt Gottes Melodie in euch auf“ – so schreibt im Jahre 107 Bischof Ignatius von Antiochien an die Gemeinde Ephesus. Dahinter steht die Vorstellung, dass Gott für jeden Menschen eine eigene Stimme, eine Lebensmelodie hat. Wenn wir die wirklich hören, in uns aufnehmen und erklingen lassen, dann entsteht daraus im Zusammenklang mit den anderen eine wunderbare Sinfonie von der Fülle des Lebens.

Durch gemeinsames Singen, die geistlichen Impulse und die Kraft der Stille wollen wir auf unsere je eigene Melodie lauschen und unsere „Beziehung zum Komponisten“ zu pflegen. Schritt für Schritt wollen uns die Exerzitien einführen in die Begegnung mit einem liebenden Gott, der uns ein Leben in Freiheit und Fülle schenken möchte.

Exerzitienbegleitung:
Sylvia Laumen
Singleitung:
Ruth Mory-Wigger

Warten auf Gott – 7 Tage

Der Advent ist eine dunkle und stille Zeit und doch oft voller Aktivität und Hektik. Wir warten auf Weihnachten – vielleicht ist das Warten auf Gott ja ein Grundmoment unseres Lebens: Jetzt ist vieles dunkel, wir harren und bleiben, bald kommen Licht und Heil. Exerzitien sind eine Auszeit, in der wir bewusst die Stille, das Warten und das Hoffen leben. Texte der Bibel helfen uns, dass wir uns neu auf Gott ausrichten. Wir suchen Vertrauen und Frieden für den Alltag.

Inhalt
Täglich:
• Geistlicher Impuls
• 3-4 persönliche Meditationszeiten (3/4 – 1 Std.)
• Begleitgespräch
• Gottesdienst
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen

Kontemplation Einführung

Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Leibübungen
• Gottesdienst
• Durchgehendes Schweigen mit Zeiten des Austauschs

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Ignatiana II: Formen spirituellen Übens

Grundlagen der Ignatianischen Spiritualität – Weiterbildung in Geistlicher Begleitung

Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-II“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Ignatius von Loyola (1492–1556) wird nicht nur seine Karriere am königlichen Hof aus der Hand geschlagen, er erlebt auch, wie die mittelalterliche Weltordnung zerbricht. Auf sich selbst zurückgeworfen wird er auf einen inneren Weg geführt, der exemplarisch geworden ist. Mystische Erfahrungen und depressives Erleben, religiöse Vorstellungen und geistliche Methoden, familiäre Zwänge und gesellschaftliche Vorgaben weben sich in seiner Biografie ineinander. «Wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, würden sie sich nur ganz seiner Führung anvertrauen», meinte er einmal. Ein Seminar, das eine geistliche Entwicklung plastisch vor Augen führt und zugleich hilft, den Exerzitienweg besser zu verstehen, den Ignatius als Lebenserbe seinen Nachkommen vermachen wollte.

Bewegte und bewegende Bilder – Exerzitien mit Filmen – 5 Tage

Mancher Film wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen unseres eigenen Schlosses und hilft bei dieser Art von Exerzitien, uns Gott zu nähern. Die Botschaft von Filmen erfassen wir, selbst wenn wir von Religionen nichts mehr erwarten. Filme legen die Perspektive auf Grösseres, Allumfassendes frei. Sie eröffnen nicht nur neue Geschichten, sondern ermutigen auch zum neuen Blick auf eigene Geschichten.
«Movie», das englische Wort für Film, bedeutet gleich zweifaches Bewegen: Einerseits drückt es aus, dass in einem Film Bilder bewegt werden. Anderseits meint es, dass die Bilder uns Zuschauerinnen und Zuschauer emotional anrühren – bewegte und bewegende Bilder für unseren eigenen Kinofilm.

Inhalt
Täglich:
• 3-4 persönliche Meditationszeiten
• Yoga (freiwillig)
• Eucharistiefeier
• Film

Durchgehendes Schweigen