Das Sesshin verbindet Meditation (Zazen) mit zweimal täglicher Yogapraxis, wobei vor allem Atemmethoden (Pranayama), die für das Zen hilfreich sind, geübt werden. Sammlung und geistige Wachheit werden in allen Tätigkeiten von frühmorgens bis spätabends im Sitzen, Gehen, Essen und Arbeiten bei striktem Schweigen geübt. Die Yogaübungen werden helfen, körperliche und seelische Verspannungen zu lösen, was Voraussetzung für die Vertiefung des Zazen ist. Die Vorträge erschliessen den Sinn des Zen-Weges für uns als Menschen des Westens.
Autor: Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, Edlibach
Exerzitien Einführung
Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen sie zurück auf Ignatius von Loyola, Mystiker und Gründer des Jesuitenordens. Ein Einführungswochenende ermöglicht das Kennenlernen von Ziel und Inhalt der Exerzitien. Wer sich in der Ruhe und im schweigenden Hören mit Ignatius auf den Weg machen will, bekommt hier eine Ahnung vom Reichtum seiner Spiritualität.
Einzelexerzitien – 7 Tage
Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg: Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit einem liebenden Gott. In der Liebe wächst Vertrauen, und aus Vertrauen entsteht die Freiheit, das eigene Leben formen zu lassen. Verletzungen und Ängste, Unfreiheiten und Fixierungen werden behutsam angeschaut und liebevoll gelöst. Exerzitien führen zu einem frischen Blick auf Sinn und Ziel des Lebens und zu einem Gespür für den persönlichen Weg. Sie vertiefen den Glauben und den Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Die Meditation biblischer Texte – eine zentrale Form geistlicher Übung – sowie Stille und regelmässige Begleitgespräche unterstützen den Prozess. Im Mittelpunkt dieser Exerzitien steht der persönliche Weg der Übenden.
Yoga – Tantrismus
Alles ist Ausdruck der Zwiesprache von Bewegung und Struktur, Öffnung und Begrenzung, Körper und Geist, weiblich und männlich, Werden und Vergehen. Leben ist ein Geschehen zwischen zwei Polen. Jeder Pol an sich ist ein Nullpunkt, ist tot. Leben kann nur dort stattfinden, wo die Anwesenheit des Gegenpols noch spürbar ist.
Die menschliche Gabe, von diesem Geschehen Abstand zu finden und das Wirken zu betrachten, ist Quell von Leid, Quell auch von Freude und das nötige Fundament zur inneren Befreiung.
Der Tantrismus versucht in seiner Lehre der Chakras, jedem körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklungsschritt einen Ort innerhalb des Umfassenden zuzuweisen. Und versucht, eine Verortung zu geben in einem Spiel, das keinen Ort kennt, sondern nur permanente Entfaltung.
In diesem Kurs wird die Chakrenlehre integrierend interpretiert – im Sinne der Versöhnung der beiden Pole in das Leben, in das Herzchakra, in die universelle Liebe.
Sesshin mit Dieter Wartenweiler
Dieter Wartenweiler erhielt 2010 von Niklaus Brantschen Roshi und Pia Gyger Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Kushin.
Kontemplation – 7 Tage
Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.
Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation
Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.
Vorbereitungstreffen für „Zu Fuss nach Jerusalem/Israel – Pilgern durch…“
In allen Weltreligionen ist die Pilgerreise eine besondere Form, mit der Menschen mit Gott Verbindung aufnehmen.
Pilgern hat im Lassalle-Haus einen besonderen Stellenwert: 2011 pilgerten Christian Rutishauser, Hildegard Aepli, Esther Rüthemann und Franz Mali vom Lassalle-Haus zu Fuss nach Jerusalem. Als Zeichen für Frieden und Verständigung über die Religionsgrenzen hinweg. Seither laden sie ein, jedes Jahr eine Strecke auf diesem Weg zu gehen. Diese schöne Tradition setzen wir fort.
Nachdem die Pilgerreise 2017 mit 19 Teilnehmenden durch Kroatien geführt hat, geht es dieses Jahr weiter Richtung Jerusalem, nun durch den serbischen Nordwesten.
Wir starten mit unserer Fusswallfahrt in Bačka Palanka (RS), gehen über Ilok (HR) nach Neštin (RS). Von da aus laufen wir weiter mehrere Stationen durch die Fruška Gora (bewaldeter Hügelzug südlich der Donau), wo wir an ein paar eindrucksvollen serbisch-orthodoxen Klöstern vorbeikommen werden. Über Batajnica gelangen wir schliesslich nach Belgrad, der Hauptstadt der Republik Serbien. Unser Ziel wird der serbisch-orthodoxe Dom des Heiligen Sava in Belgrad sein.
Zen Einführung
Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes.
Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.
Ferien einmal anders: Ferien in Bad Schönbrunn
Wir laden Sie ein, Ferien bei uns in Bad Schönbrunn zu machen. Ferien, die Körper, Geist und Seele erfrischen – Ferien also, wie sie im Buche stehen. Getragen werden die Tage vom Wiederentdecken des inneren und äusseren Reichtums, der im geschäftigen oder monotonen Alltag leicht abhanden kommt. Ob in guter Gesellschaft unterwegs oder im Alleingang in tiefer Verbindung mit der Seele – es erwartet Sie eine seelige Zeit. Die Hügellandschaft von Bad Schönbrunn ist inspirierend, die Mahlzeiten sind liebevoll zubereitet, die Aktivitäten unter kundiger Leitung nährend in vielerlei Hinsicht. Fixpunkte in Gemeinschaft strukturieren den Tag. Finden Sie freudige, tiefe Verbundenheit mit sich, mit der Natur, mit anderen Menschen, um mit neuer Kraft in den Alltag zurückzukehren.