Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.
Autor: Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, Edlibach
Ikebana – Freundschaft durch Blumen
Ikebana – der Blumenweg – jap. Kadô – ist die traditionsreiche japanische Kunst im Blumenarrangieren. Ursprünglich wurde Ikebana von Mönchen in den Buddhistischen Tempeln als Blumenopfergabe ausgeübt. Die Techniken und Gestaltungsformen wurden im Laufe der Zeit stets weiter entwickelt. Verschiedene Schulen mit ihren eigenen Merkmalen wurden ins Leben gerufen. Ikebana ist heute eine vielseitige Blumensprache. Ikebana International, weltweit verbreitet, vereint die Traditionen aller Schulen.
Durch Ikebana kann der Mensch lernen, den Sinn des Lebens ganz im Hier und Jetzt, im zeitlosen Augenblick zu erleben und sich im Urgrund seines Seins als Teil des Kosmos zu erfahren, im Kommen und Gehen der Jahreszeiten.
Einführung in die Mystik des Islam
Sufis sind bekannt dafür, dass sie in die Tiefen des Islam eintauchen, wo die Unvereinbarkeit zwischen Schicksal und Selbstbestimmung nicht mehr zurechtgebogen werden kann. Was bedeutet es für den Alltag, sich vertrauensvoll in Gottes Händen geborgen zu fühlen und gleichzeitig persönliche Verantwortung fürs Schicksal zu übernehmen? Wie sieht der heutige Islam in den Augen der Mystiker, der Sufis aus?
Eine lebendige und schützende Tradition, deren Kompetenz über die Grenzen des Erfassbaren reicht, ermöglicht auch im Alltag Zuversicht und Inspiration. Was bedeutet es, ein zeitgenössischer Sufi zu sein? Und wie stehen die Sufis dem aktuellen Islam gegenüber?
Einer der grössten Sufi aller Zeit war Celaleddin Rumi (1207-1273). Seine humanistische Botschaft ist universell; sein Wirken hat sich im Orden der Mevlevi („Tanzende Derwische“) niedergeschlagen. Im Kurs wird aus den Schätzen dieser Tradition geschöpft, um den Teilnehmenden Nahrung für den eigenen Weg zu offerieren.
Auszeit zur rechten Zeit
Möchten Sie dem Hamsterrad entfliehen? Brauchen Sie Abstand zum fordernden beruflichen und privaten Alltag? Sind Sie an Ihre Belastungsgrenze gelangt? Stehen in Ihrem Leben Veränderungen an? Oder sehnen Sie sich ganz einfach nach einer Pause, um durchatmen zu können, zu Kraft zu kommen, den Überblick wieder zu erlangen? Dann könnte unsere Auszeit zur rechten Zeit die richtige Antwort sein.
Sesshin mit Peter Widmer
Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.
Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation
Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.
Gartenwoche
Der Park von Bad Schönbrunn wurde 1970 in seiner jetzigen Form vom Landschaftsarchitekten Josef A. Seleger geplant und während vieler Jahre begleitet.
Er verstand es den Baumbestand des „alten“ Bad Schönbrunn, 1858 erbaut und als Kurhaus für Kneipp- und Molkekuren bekannt, in das neue Parkkonzept des Lassalle-Hauses zu integrieren. Einige historische Bäume, wie der grosse Mammutbaum, sind Zeitzeugen dieser Geschichte und verleihen dem Park seine einzigartige Atmosphäre.
Unter Anleitung von Gartenfachleuten erhalten die Kursteilnehmenden einen Einblick in die Pflege und den Unterhalt des Parks von Bad Schönbrunn. Die einzelnen Gartenbereiche mit ihren jeweiligen Pflanzen wollen gehegt und gepflegt werden. Mit Hilfe der Teilnehmenden wird der „grüne Rahmen“ des Lassalle-Hauses unter fachkundiger Leitung unterhalten und blüht dadurch immer wieder neu auf. Die Mitarbeit im Park wird mit Kost und Logis (auf Basis Zimmer mit Lavabo) während der Gartenwoche entschädigt. Wünschen Sie ein Zimmer mit DU/WC wird Ihnen der Aufpreis von CHF 40.00 verrechnet.
Graubünden: Rheinschlucht erleben; Castrich-Versam-Flims
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.
Nach dem Tod eines Angehörigen zu neuen Lebensperspektiven finden
Der Tod eines nahestehenden Menschen löst bei Betroffenen verschiedene Reaktionen aus: Trauer über den Verlust, Wut auf die Ärzte, die nicht mehr helfen konnten, Ohnmacht und das Gefühl, als sei ein Stück aus dem Herzen herausgerissen. Das Abschiednehmen verändert das Leben tiefgreifend. Die Welt gerät aus den Fugen – nichts ist mehr, wie es einmal war. Oft erschüttert der Verlust der geliebten Person auch den Glauben an eine gute und gerechte Welt. Es fällt schwer loszulassen, was man geliebt hat. Dabei sind Art und Intensität der Trauer so verschieden wie die Menschen selbst. Das Seminar unterstützt Betroffene, ihre Trauergefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen zu verstehen sowie eigene Ressourcen und Kraftquellen zu stärken. Dabei bietet die wohltuende Umgebung des Lassalle-Hauses einen geeigneten Rahmen, um in Kontakt mit anderen Betroffenen zu kommen und wieder neuen Lebensmut zu finden.
Inhalt
Die Teilnehmenden erhalten thematische Inputs zu verschiedenen Fragen rund um das Thema Abschiednehmen. Der persönliche Weg der Teilnehmenden wird durch die Angebote des Hauses vertieft.
Die Teilnehmer/innen werden durch ein persönliches Gespräch mit der Seminarleiterin individuell in ihrem Prozess begleitet. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt im Lassalle-Haus zu verlängern.
Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie und Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Grundkurs)
In China und Japan ist Sho dô (der Weg der Schreibkunst) eine hoch angesehene Kunst mit einer über 3000-jährigen Tradition. Mit einer ganzen Farbskala von Tusche-Nuancen werden Stim¬mungen und Gefühle aus¬gedrückt, Zeichen werden zu Kunstwerken. Unser streng rationales Alphabet kennt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilderschrift nicht. Der Akt des emotionalen Pinsel¬-Schreibens existiert deshalb nicht in unserer westlichen Kultur. Eingebürgert bei uns hat sich der Begriff «Kalligrafie» als Bezeichnung für diese Kunst.
Im Westen haben so berühmte Künstler wie Tàpies, Motherwell, Bissier, Tobey, Monet, Miró usw. die chinesisch-japanische Kalligrafie aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet.