Zen Einführung

Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes.
Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.

Ignatiana III: Formen spirituellen Übens

Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-IV“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.
Spirituelles Üben wird in unseren Tagen neu entdeckt. Es gehört heute zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung. Auch ein zeitgemässes Christsein kann darauf nicht verzichten. Die Wüstenväter und -mütter der Spätantike sahen sich bereits als geistliche Athleten und Athletinnen, und auch Ignatius von Loyola vergleicht das spirituelle Üben mit sportlichen Übungen. Was das eine für den Leib ist, ist das andere für die Seele. Sinn und Ziel, Grenzen und Gefahren von spirituellen Methoden wie auch unterschiedliche Formen werden an diesem Seminar vorgestellt und eingeübt. Auch die Frage nach dem gemeinsamen Vollzug und der Verbindung zu Gottesdienst und Liturgie wird thematisiert.

Rohatsu-Sesshin mit Marcel Steiner

Das Rohatsu-Sesshin findet jeweils Anfang Dezember statt – in Gedenken an den Tag, an dem Buddha Shakyamuni die Erleuchtung erlangte.
Marcel Steiner erhielt 2009 von Niklaus Brantschen und Pia Gyger Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Kyo-Sa.

Humanismus aus jüdischen Quellen

Viele Texte der Torah sind dem modernen Menschen fremd. Sie rufen zur Gewalt gegen Ungläubige auf, enthalten Gesetze, die mit dem moralischen Verständnis des modernen Menschen und den ethischen Grundsätzen einer modernen Gesellschaft unvereinbar sind. Sich im 21. Jahrhundert unter die Autorität der Torah zu stellen, erscheint vielen liberalen Geister als anachronistisch. Menschen, die die Bibel als eine autoritative Quelle betrachten sind auf eine harte Probe gestellt. Das gilt insbesondere für die Erzählung , in der Abraham sich anschickt seinen Sohn zu opfern.
Wo bleibt da – wie an vielen anderen Stellen – der barmherzige Gott. Jüdische Quellen, inklusive der Bibel selbst, verstehen Offenbarung als ein partizipatorisches Geschehen zwischen Gott und Mensch. Dieses Offenbarungsverständnis dient uns als Grundlage für den Umgang mit Texten, die uns fremd sind oder sogar abstossen.

Spiritual Care in der Psychiatrie

Fragen der Religion und Spiritualität haben in einer Psychiatrischen Klinik keinen einfachen Stand und werden im Behandlungsalltag oft vergessen oder vermieden. Ein Blick in die Geschichte gibt einen Eindruck in diese spannungsvolle Beziehung. Seit Kurzen ist aber ein Interesse an Spiritualität als Bewältigungsversuch in existentiellen Krisen zu beobachten. Wie ist im medizinischen Paradigma ein Umgang mit Leiden und Scheitern möglich? Wie lassen sich Sinnfindung und Hoffnung unterstützen? Welche Besonderheiten ergeben sich, wenn diese Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit psychischen Erschütterungen und psychiatrischen Erkrankungen stehen? Toxische Glaubensvorstellungen und die ambivalenten Wirkungen von Religion sind dabei ebenso Thema wie Begegnung, Rituale und „ganz normal anders“.

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Bewegte und bewegende Bilder

Mancher Film wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen unseres eigenen Schlosses und hilft bei dieser Art von Exerzitien, uns Gott zu nähern. Die Botschaft von Filmen erfassen wir, selbst wenn wir von Religionen nichts mehr erwarten. Filme legen die Perspektive auf Grösseres, Allumfassendes frei. Sie eröffnen nicht nur neue Geschichten, sondern ermutigen auch zum neuen Blick auf eigene Geschichten.
«Movie», das englische Wort für Film, bedeutet gleich zweifaches Bewegen: Einerseits drückt es aus, dass in einem Film Bilder bewegt werden. Anderseits meint es, dass die Bilder die Zuschauenden emotional anrühren – bewegte und bewegende Bilder für unseren eigenen Kinofilm.

Kontemplation Einführung

Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.

Kontemplation (Einführung und Vertiefung)

Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.