Zen Einführung

Eine sorgfältige Einführung in die Praxis und den Geist des Zen ist die Voraussetzung für gute erste Erfahrungen mit der Zen-Meditation. Diese führt von aussen nach innen, vom Handeln zum Sein, vom Wissen zum Erkennen. Schliesslich geht es um eine Weltsicht und ein Selbstverständnis jenseits ichbezogener Strukturen. In der Meditation wird die Weite unseres Seins erfahrbar, was wiederum ein Gefühl grosser Freiheit gibt.

In der Zen-Einführung werden die Grundlagen des Zen vermittelt. Der Kurs beginnt mit einigen Ausführungen über das Anliegen und die Geschichte des Zen sowie über die Möglichkeiten der Zen-Meditation. Nach einem Austausch über allfällige bisherige Meditationserfahrungen sowie über Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden wird in die Praxis der Zen-Meditation eingeführt, und verschiedene Sitzpositionen können erprobt werden. Im Kursverlauf werden erste Meditationserfahrungen gemacht und reflektiert, und es werden Rituale vermittelt, welche den ungestörten Ablauf der Meditationen ermöglichen und den Geist des Zen zum Ausdruck bringen. In einem Vortrag wird der Weg des Zen vertieft dargelegt, und zum Schluss des Kurses besteht Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen zu besprechen und Fragen zu stellen.

Hans-Walter Hoppensack erhielt 2014 von Anna Gamma Roshi und Niklaus Brantschen Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Doshin. Als besonderes anliegen möchte Hans-Walter Hoppensack möglichst vielen Menschen die Erfahrung der Einheit und Leere ermöglichen. Zudem ist es ihm ein Anliegen, Zen-Angebote auch in der reformierten Kirche sowie bei Pfarrerinnen und Pfarrern zu verankern.

Inhalt
Das zentrale Element des Einführungskurses ist die praktische Übung der Zen-Meditation. Sie wird Zazen genannt – wörtlich „Sitzen im Zen“. Auf Meditationskissen oder Schemeln sitzt man ohne Gedanken und findet zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer neuen Lebenshaltung führt. Der Kurs findet weitgehend im Schweigen statt.

Tagung 100. Geburtstag von Silja Walter

Silja Walter, die Nonne aus dem Benediktinerinnen Kloster Fahr, hat als Schriftstellerin ihrem spirituellen Weg einen Ausdruck gegeben, der viele Menschen auch ausserhalb des Klosters inspiriert. 2011 verstorben, bleibt ihr Ringen um die Gottesbeziehung in einer säkularen Welt aktuell, ermutigend, herausfordernd und wegweisend. Aus der Kraft der Stille und Abgeschiedenheit sowie aus dem Rhythmus des klösterlichen Lebens hat sie Gedichte, Romane, Meditationen, Theaterstücke und liturgische Texte geschrieben. Die Radikalität und Schönheit ihres Werkes hat das Potential, diejenigen, die sich darauf einlassen, zu transformieren. Ihr Rückzug aus der Welt hat in eine literarische Welt voll tiefer Sinnhaftigkeit gefunden, in der das Wagnis des Lebens im Kraftfeld Gottes eine neue Sprache findet. Anlässlich ihres Geburtstags am 23. April vor 100 Jahren gilt es ihre im Alltagsleben geerdete Spiritualität für weitere Kreise fruchtbar zu machen: für alle Sinn- und Gottsuchenden, für alle um eine Sprache Ringenden und auch für die Erneuerung der Kirche in der Schweiz.

Eine Tagung des Lassalle-Hauses in Zusammenarbeit mit dem Benediktinerinnen Kloster Fahr.

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Auszeit zur rechten Zeit

Möchten Sie dem Hamsterrad entfliehen? Brauchen Sie Abstand zum fordernden beruflichen und privaten Alltag? Sind Sie an Ihre Belastungsgrenze gelangt? Stehen in Ihrem Leben Veränderungen an? Oder sehnen Sie sich ganz einfach nach einer Pause, um durchatmen zu können, zu Kraft zu kommen, den Überblick wieder zu erlangen? Dann könnte unsere Auszeit zur rechten Zeit die richtige Antwort sein.

Inhalt
In unserem 8-tägigen Angebot „Auszeit zur rechten Zeit“ werden Grundlagen zu Stress, Stressbewältigung, Resilienz und Selbstmanagement sowie Atem-, Entspannungs- und Meditationsübungen vermittelt und praktiziert. Zeiten des Austauschs und der Stille wechseln sich ab. Die Tagesstruktur erlaubt zudem Raum für Erholung und Musse, Zeit für sich und in der Natur.
Der klar strukturierte und durch die Kursleitenden begleitete Prozess integriert Einzel- und Gruppenreflexionen, unterstützt in der Standortanalyse und hilft, genau hinzuschauen: Persönliche Lebensgewohnheiten werden auf konstruktive und wohlwollende Art hinterfragt und auf dem Hintergrund eigener Werte gegebenenfalls angepasst oder verändert. Dabei bietet Ihnen das Lassalle-Haus den geeigneten Rahmen, um in der Stille wieder zu sich selbst zu finden.

Auszeit auch als verlängertes Wochenend-Angebot
Es ist möglich, das Angebot auch als Einführung (3½-Tage am Wochenende) zu besuchen, ohne persönliche Einzel- Prozessbegleitung. Auf dem Programm stehen Grundlagen und Praxis zu Stressbewältigung, Atem-, Entspannungs- und Meditationsübungen.
Wenn Sie sich für dieses verlängerte Wochenend-Angebot interessieren (Kurskosten: CHF 390.00), wenden Sie sich bitte direkt an info@lassalle-haus.org oder Tel. +41 41 757 14 14.

Einführung in die Meditation

Der «Markt» verschiedener Spiritualitäten und Meditationspraktiken ist schier unübersichtlich. Der «Heilsrezepte», welche den schnellen Weg zum Glück und zu innerer Befreiung verheissen, sind viele. Wie gewinne ich den Überblick und finde meinen Weg? Wie komme ich zu mehr innerer Ruhe im Alltag und nachhaltigem Frieden mit mir selbst und meiner Mit-Welt? Und: Was ist unter Meditation und Spiritualität zu verstehen? Wie verbinden sich östliche und westliche Wege, ohne Unterschiede auszuklammern oder unkritisch zu vermischen?
Das Wochenende will hinzuführen zu bewährten, spirituellen Meditationswegen: Exerzitien und Kontemplation – sie verkörpern zwei Haupt-Übungswege in der christlichen Spiritualitätsgeschichte; Zen und Yoga – sie bilden wichtige Brücken zu fernöstlichen Meditationstraditionen. Damit erhalten die Teilnehmenden u.a. eine Klärungshilfe, welcher spirituelle Weg ihnen mehr entspricht.
Zudem gibt es eine Einführung in die Architektur und das Programm des Lassalle-Hauses. Dabei soll deutlich werden, was das Anliegen einer tragfähigen Meditationspraxis ist: der Weg nach innen, zu sich selbst, ist untrennbar verbunden mit dem Weg nach aussen, in die Verantwortung für die Welt.

Inhalt
• Zeiten der Stille
• Thematische Kurzeinführungen
• Praktische Übungen zu den jeweiligen Meditationsmethoden
• Austausch in der Gruppe
• Vorstellung einschlägiger Literatur
• Architektur- und Hausführung
• Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes

Enneagramm – Grundkurs

Das eigene Wesen tiefer zu ergründen und sich zu entfalten ist das Anliegen vieler Menschen. Diesen Weg im Alltag konkret zu gehen ist eine grosse Herausforderung. Fachliche Anleitung, geistliche Begleitung und eine Gruppe von Gleichgesinnten sind dabei eine grosse Unterstützung.
Das Enneagramm ist mit seiner psychologischen und spirituellen Dimension ein unerschöpfliches Entwicklungsmodell. Sein Ursprung liegt beinahe zweitausend Jahre zurück. Das Enneagramm als integratives Konzept vereint Prozess- und Typenmodell. Die neun Typen werden als Zustände, Lebensenergien und Transformationsprinzipien verstanden.
Auf der Basis christlicher Spiritualität sehen wir das Enneagramm als Orientierung in Prozessen der Wandlung.

Inhalt
Das Enneagramm beschreibt neun Wesenstypen, welche jeweils zu dritt in einer Grundenergie (Triade) zusammen gehören. In diesem Grundkurs lernen wir im Besonderen das Mentale Zentrum und die dazu gehörenden Kopftypen 5-6-7 kennen. Einführung in die Dimension der Leidenschaften und in die Geschichte des Enneagramms.
• Theorieeinheiten
• Kreatives und szenisches Arbeiten
• Austausch und Diskussion
• Einzel- und Gruppenarbeit
• Meditation – die eigene Lebensrealität mit der Gegenwart Gottes in Verbindung bringen
• Gelegenheit zum Gottesdienst

Pilgertag

Ein Naturwunder das man sehen muss und Ort von hoher Erdenergie.
ca. (↑↓ 730 HM, 4 ½ Std.)
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.

Pilgertag nach Einsiedeln

Inhalt
Wir machen uns auf den Weg von Bad Schönbrunn nach Einsiedeln, dem ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsort der Schweiz, dessen Ursprünge bereits 1000 Jahre zurück gehen. Ausgerichtet auf eine heilige Stätte spiegelt sich unser inneres Unterwegssein zu einer geistlichen Mitte. Wir gehen für Frieden in uns, Frieden zwischen den Menschen und Frieden mit Gott.

Vorbereitungstreffen Pilgerreise „Zu Fuss nach Jerusalem – Pilgern durch Südserbien“

„Was wir im Auge haben, das prägt uns, dahinein werden wir verwandelt. Und wir kommen, wohin wir schauen.“ Heinrich Spaemann

Der Pilger steht als Archetyp für den Aufbruch und das Unterwegssein. Beim Pilgern bestimmt das Ziel den Weg. Der Pilger richtet sich aus, äusserlich und innerlich.
Pilgern hat im Lassalle-Haus einen besonderen Stellenwert: 2011 pilgerten Christian Rutishauser, Hildegard Aepli, Esther Rüthemann und Franz Mali vom Lassalle-Haus zu Fuss nach Jerusalem. Als Zeichen für Frieden und Verständigung über die Religionsgrenzen hinweg. Seither laden sie ein, jedes Jahr eine Strecke auf diesem Weg zu gehen. Diese schöne Tradition setzen wir fort.

Im Sommer 2019 geht es – durch Südserbien und zwar von Niš nach Dimitrovgrad (knapp vor der Grenze zu Bulgarien) – weiter Richtung Jerusalem. Die Pilgerroute ist noch in Planung; der Weg führt voraussichtlich über das Suva-Gebirge oder alternativ durch die Svrljig-Berge.
Pilgerreise „Zu Fuss nach Jerusalem – Pilgern durch Südserbien“

Für detaillierte Auskünfte zu unseren Reisen und Pilgerangeboten kontaktieren Sie bitte Frau Marta Werwitzke: marta.werwitzke@lassalle-haus.org, Tel. +41 41 757 14 38

Inhalt
Anlässlich des Vorbereitungstreffen erhalten Sie detaillierte Informationen zur Pilgerreise und haben die Möglichkeit noch offene Fragen zu klären. Zudem lernen Sie die Mitreisenden und die Reiseleitung kennen.

Einzelexerzitien – 7 Tage

Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg: Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit einem liebenden Gott. In der Liebe wächst Vertrauen, und aus Vertrauen entsteht die Freiheit, das eigene Leben formen zu lassen. Verletzungen und Ängste, Unfreiheiten und Fixierungen werden behutsam angeschaut und liebevoll gelöst. Exerzitien führen zu einem frischen Blick auf Sinn und Ziel des Lebens und zu einem Gespür für den persönlichen Weg. Sie vertiefen den Glauben und den Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Die Meditation biblischer Texte – eine zentrale Form geistlicher Übung – sowie Stille und regelmässige Begleitgespräche unterstützen den Prozess. Im Mittelpunkt dieser Exerzitien steht der persönliche Weg der Übenden.

Inhalt
Täglich:
• 4 persönliche Meditationszeiten
• Begleitgespräch
• Leibübungen
• Eucharistiefeier / Abendmahl
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen