Kontemplation Einführung

Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Leibübungen
• Gottesdienst
• Durchgehendes Schweigen mit Zeiten des Austauschs

Gartenwoche

Der Park von Bad Schönbrunn wurde 1970 in seiner jetzigen Form vom Landschaftsarchitekten Josef A. Seleger geplant und während vieler Jahre begleitet.
Er verstand es den Baumbestand des „alten“ Bad Schönbrunn, 1858 erbaut und als Kurhaus für Kneipp- und Molkekuren bekannt, in das neue Parkkonzept des Lassalle-Hauses zu integrieren. Einige historische Bäume, wie der grosse Mammutbaum, sind Zeitzeugen dieser Geschichte und verleihen dem Park seine einzigartige Atmosphäre.
Unter Anleitung von Gartenfachleuten erhalten die Kursteilnehmenden einen Einblick in die Pflege und den Unterhalt des Parks von Bad Schönbrunn. Die einzelnen Gartenbereiche mit ihren jeweiligen Pflanzen wollen gehegt und gepflegt werden. Mit Hilfe der Teilnehmenden wird der „grüne Rahmen“ des Lassalle-Hauses unter fachkundiger Leitung unterhalten und blüht dadurch immer wieder neu auf. Die Mitarbeit im Park wird mit Kost und Logis (auf Basis Zimmer mit Lavabo) während der Gartenwoche entschädigt. Wünschen Sie ein Zimmer mit DU/WC wird Ihnen der Aufpreis von CHF 40.00 verrechnet.

Inhalt
Geschichte des Parks von Bad Schönbrunn, Theorie zu saisonal unterschiedlichen Gartenthemen, praktische Gartenpflege-Arbeitstechniken, Möglichkeit zur Meditation bzw. zum Sitzen in Stille.

Nichts als Farbe – Basic

Farben erreichen uns Menschen unmittelbar, ähnlich wie die Klänge der Musik. Es bedarf weder kluger Worte noch Sinn stiftender Deutungen, um deren Wirkkraft zu empfinden. Im freien und begleitenden Prozess des Malens wird die «Kunst der Farbe als Weg» sinnlich und praktisch erfahrbar gemacht. Mittels verschiedener Übungen wird ein spontanes Herangehen entwickelt, losgelöst von Absichten und vorangestellten Ideen. Die Übungen helfen, frei zu werden und sich von festgelegten Vorstellungen zu entbinden.

Inhalt
Der Basis-Kurs bietet sich als Neu- oder Wiedereinstieg ins Malen an. Voraussetzungen sind Offenheit und Lust am malerischen Prozess in einem kontemplativen Zusammenhang. Vorkenntnisse oder spezifisch malerische Fähigkeiten sind nicht erforderlich. Der Kurs findet – ausser bei der abendlichen Rückschau – im Schweigen statt.

Ikebana – Freundschaft durch Blumen

Ikebana – der Blumenweg – jap. Kadô – ist die traditionsreiche japanische Kunst im Blumenarrangieren. Ursprünglich wurde Ikebana von Mönchen in den Buddhistischen Tempeln als Blumenopfergabe ausgeübt. Die Techniken und Gestaltungsformen wurden im Laufe der Zeit stets weiter entwickelt. Verschiedene Schulen mit ihren eigenen Merkmalen wurden ins Leben gerufen. Ikebana ist heute eine vielseitige Blumensprache. Ikebana International, weltweit verbreitet, vereint die Traditionen aller Schulen.

Durch Ikebana kann der Mensch lernen, den Sinn des Lebens ganz im Hier und Jetzt, im zeitlosen Augenblick zu erleben und sich im Urgrund seines Seins als Teil des Kosmos zu erfahren, im Kommen und Gehen der Jahreszeiten.

Inhalt
Die Teilnehmenden lernen durch Theorie und Praxis ein Ikebana-Arrangement selber zu gestalten. In den verschiedenen Workshops lernen sie diverse Stilrichtungen kennen und können so vom grossen Reichtum dieser Blumensprache schöpfen.
Die Mitglieder von Ikebana International praktizieren ihre Kunst im Austausch der unterschiedlichen Stilrichtungen. Die Freude an Pflanzen und Freundschaft durch Blumen sind die Grundlagen. In diesem Sinne stellen wir die Misho- und Adachi-Schule vor und erarbeiten gemeinsam Grundformen und freie Stile in Theorie und Praxis.

Zen Einführung

Eine sorgfältige Einführung in die Praxis und den Geist des Zen ist die Voraussetzung für gute erste Erfahrungen mit der Zen-Meditation. Diese führt von aussen nach innen, vom Handeln zum Sein, vom Wissen zum Erkennen. Schliesslich geht es um eine Weltsicht und ein Selbstverständnis jenseits ichbezogener Strukturen. In der Meditation wird die Weite unseres Seins erfahrbar, was wiederum ein Gefühl grosser Freiheit gibt.

In der Zen-Einführung werden die Grundlagen des Zen vermittelt. Der Kurs beginnt mit einigen Ausführungen über das Anliegen und die Geschichte des Zen sowie über die Möglichkeiten der Zen-Meditation. Nach einem Austausch über allfällige bisherige Meditationserfahrungen sowie über Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden wird in die Praxis der Zen-Meditation eingeführt, und verschiedene Sitzpositionen können erprobt werden. Im Kursverlauf werden erste Meditationserfahrungen gemacht und reflektiert, und es werden Rituale vermittelt, welche den ungestörten Ablauf der Meditationen ermöglichen und den Geist des Zen zum Ausdruck bringen. In einem Vortrag wird der Weg des Zen vertieft dargelegt, und zum Schluss des Kurses besteht Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen zu besprechen und Fragen zu stellen.

Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. 2004 erhielt er Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) durch Pia Gyger Roshi mit dem Dharma-Namen Ki Gen. Besondere Anliegen sind Peter Widmer die Verbindung von Zen und westlicher Psychologie sowie Therapie- und Coachingmethoden. Weitere Interessen- und Tätigkeitsgebiete sind die Teilpersönlichkeitsarbeit, Traumarbeit, Klarträumen, Erwachsenenentwicklung, z.T. auf Basis des AQAL-Models von Ken Wilber.

Inhalt
Das zentrale Element des Einführungskurses ist die praktische Übung der Zen-Meditation. Sie wird Zazen genannt – wörtlich „Sitzen im Zen“. Auf Meditationskissen oder Schemeln sitzt man ohne Gedanken und findet zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer neuen Lebenshaltung führt. Der Kurs findet weitgehend im Schweigen statt.

Nach dem Tod eines Angehörigen zu neuen Lebensperspektiven finden

Der Tod eines nahestehenden Menschen löst bei Betroffenen verschiedene Reaktionen aus: Trauer über den Verlust, Wut auf die Ärzte, die nicht mehr helfen konnten, Ohnmacht und das Gefühl, als sei ein Stück aus dem Herzen herausgerissen. Das Abschiednehmen verändert das Leben tiefgreifend. Die Welt gerät aus den Fugen – nichts ist mehr, wie es einmal war. Oft erschüttert der Verlust der geliebten Person auch den Glauben an eine gute und gerechte Welt. Es fällt schwer loszulassen, was man geliebt hat. Dabei sind Art und Intensität der Trauer so verschieden wie die Menschen selbst. Das Seminar unterstützt Betroffene, ihre Trauergefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen zu verstehen sowie eigene Ressourcen und Kraftquellen zu stärken. Dabei bietet die wohltuende Umgebung des Lassalle-Hauses einen geeigneten Rahmen, um in Kontakt mit anderen Betroffenen zu kommen und wieder neuen Lebensmut zu finden.

Kontemplation – 6 Tage

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Begleitgespräche
• Leibübungen
• täglicher Gottesdienst mit Abendmahl oder Eucharistie
• Durchgehendes Schweigen

Ostern feiern

Geliebt, gesegnet, gesandt – so lässt sich christliches Leben auf den Punkt bringen. Was einfach gesagt ist, will in der Tiefe wachsen und reifen. So bei Maria Magdalena, einer Weggefährtin Jesu: Für sie ist es mit dem Tod Jesu zunächst aus: zu Ende die liebevolle Gemeinschaft, das segensreiche Mitwirken am Reich Gottes, das Bewusstsein als Gesandte Jesu zu leben.
Doch dann – in der Stille des Ostermorgens hört sie seine Stimme, hört sie, wie er sie mit Namen anspricht. Erst dann weiss sie, spürt sie: Jesus ist nicht tot. Er lebt! Das Leben im Glauben nimmt für sie einen neuen Anfang und bekommt einen kraftvollen Ausdruck.
Der Weg von Maria befragt uns: Was macht meinen Glauben aus? Kenne ich Auferstehungs-Momente in meinem Leben, in denen ich mit Menschen, mit mir selbst und mit Gottes Gegenwart – auch durch Zweifel und Dunkelheit hindurch – verbunden bin? Solche Erlebnisse weisen über sich hinaus, geben den Blick frei für neues Leben.
Vom Gründonnerstag bis Ostersonntag möchten wir solchen stillen Erfahrungen – im Gespräch mit der ersten Osterzeugin – nachgehen. Sie kann uns helfen, die Liturgie der Heiligen Tage und eigenes Suchen und Finden miteinander zu verbinden.

Inhalt
• Geistliche Anregungen (Kurzreferate, Film usw.)
• Teilnahme an der Liturgie der Kar- und Ostertage
• Meditationen
• Austausch in der Gruppe
• Zeiten der Stille

Kontemplation – Ostern – 3 Tage

„Es wirft einen den Lebenskurs um wie einen Kahn im Strom und treibt ihn in der Gegenrichtung voran. Gott ist da, Gott ist da! Was ist daneben eigentlich noch wichtig?“ Silja Walter, Das Herz betet von selbst

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
Teilnahme an der Liturgie der drei österlichen Tage

Pilgertag

Geführt von Stefan Döbeli.
ca. (↑↓ 400 HM, 4 Std.)
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.