Selbst- und Gotteserkenntnis I

Zwischen der Geburt und dem Tod liegt das Geschenk, das wir "Leben" nennen. Unser Leben ist dem Wesen nach kein zu lösendes Problem, sondern eher ein Geheimnis, das wir behutsam entdecken können. Dazu gehören auch Selbst- und Gotteserkenntnis.

Die wachsende Selbstwahrnehmung umfasst das Annehmen der individuellen Lebensfarbe im Rahmen der eigenen Persönlichkeit und der uns anvertrauten Gaben.
Das Leben, geprägt durch das, was wir sind und haben, bildet eine einzigartige Einheit, an der wir uns erfreuen können. Durch das Erkennen und Auflösen einengender Vorstellungen über uns selbst, unsere Mitmenschen und die Welt eröffnen sich neue Perspektiven. Enttäuschungen öffnen uns die Augen für authentisches Leben, das sich in zunehmender Eigenständigkeit, Unmittelbarkeit und der Fähigkeit zu Nähe und Distanz in Beziehungen zeigt.

Auf dem Weg der Selbsterkenntnis begegnen wir zwangsläufig auch unseren Vorstellungen über Gott. Falsch verstandene oder gar schädliche Gottesbilder können eine einengende Wirkung haben. Das Ziel besteht darin, dem "Gott meines Freiwerdens" (Martin Buber) zu begegnen. Diese Begegnung führt zu heilsamen Prozessen und zunehmender Ganzheit als Mensch.

Mithilfe von hauptsächlich Konzepten aus der Transaktionsanalyse setzen wir uns vertieft mit unseren Ich-Zuständen, Antreibern, Skripts und Gottesbildern auseinander. Durch Meditation und Resonanz öffnen wir uns für die Kraft von Bibelworten.

Raus aus der Eskalation

Konflikte haben häufig keine einfache Lösung – sie gehen in der Regel auch nicht einfach weg. Deswegen lohnt es sich, sie aktiv anzugehen. Denn früher oder später holen sie einen wieder ein.

Aber wo starten wir am besten, um einen Konflikt zu bearbeiten? Welche Schritte sind hilfreich, damit nicht alles noch schlimmer wird?

In diesen Studientagen widmen wir uns der Frage, wie wir einen konstruktiven Umgang mit Konflikten finden können. Das beginnt mit Selbstreflexion und der Frage, wie wir uns selbst typischerweise in Konflikten verhalten – und ob das zielführend ist. In einem weiteren Schritt geht es dann darum, tieferliegenden Ursachen auf die Schliche zu kommen. Wir erarbeiten Lösungswege, um Pattsituationen aufzuheben und aus Konflikt-Spiralen herauszukommen.
Dabei fliessen Ansätze aus der gewaltfreien Kommunikation und anderen psychologischen Konzepten ein wie auch biblisch-theologische Impulse.

Studientage sind offen für alle Interessierten, Vorkenntnisse sind keine nötig.

Donnerstag:

  • individuelle Anreise
  • ab 15.30 Check-in
  • 18.00 Uhr Nachtessen
  • 19.30 Uhr Zeit vor Gott (Kapelle) 
  • 20.00 Auftakt & Interview

Freitag und Samstag:

  • 08.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 08.15 Frühstück
  • 10.00 Referat
  • 12.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 12.15 Mittagessen
  • 16.30 Referat
  • 18.00 Nachtessen
  • 19.30 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 20.00 Referat

Sonntag:

  • 08.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 08.15 Frühstück
  • 09.30 Gottesdienst
  • ab 11.00 individuelle Heimreise

     

Theologie neu durchdacht

Oftmals ist der Horizont unseres Glaubens beschränkt: Leben und Glauben in einem bestimmten geistlichen Milieu kann zu manchem blinden Flecken führen, und das eigene Verständnis der Bibel ist manchmal subjektiver als uns bewusst ist.

In diesen Studientagen werden verschiedene theologische Themen ganz neu unter die Lupe genommen. Aha-Erlebnisse sind garantiert und hauchen dem Glauben hoffentlich neues Leben ein.

Studientage sind offen für alle Interessierten, Vorkenntnisse sind keine nötig.

Themen:
– Die Fülle des Evangeliums entdecken
– Das Kreuz mit neuen Augen sehen
– Unser Gottesbild erkennen
– Ethik und Moral bedenken
– Die Bibel verstehen
– Schöpfungstheologisch denken

Struktur:

Sonntag:
18.00 Uhr Start mit Nachtessen
19.30 Uhr Kennenlernen und thematischer Einstieg

Montag und Dienstag:
8.00 Uhr Morgenessen
10.30 Uhr Impuls
12.00 Uhr Mittagessen
16.30 Uhr Impuls
18.00 Uhr Nachtessen
19.30 Uhr Impuls

Mittwoch:
8.00 Uhr Morgenessen
9.30 Uhr Rückblick und gemeinsamer Abschluss

Jesus, der Jude

Wer das Neue Testament verstehen will, muss es in seinem historischen und kulturellen Kontext lesen. Aber wie gut kennen wir eigentlich die jüdische Welt, in der Jesus lebte?

Jesus war ein Jude, und er kam in die Welt als Messias des jüdischen Volkes. Er stammte aus einer jüdischen Familie (Mt 1,1-17), lebte im »jüdischen Land« (Mt 2,6), feierte die jüdischen Feste (Luk 2,41-42) und predigte aus den jüdischen Schriften (Luk 4,16-21).

Viele Missverständnisse über das Judentum und eine lange Geschichte der christlichen Judenfeindschaft trüben häufig unseren Blick, wenn wir neutestamentliche Texte lesen. Dieses Seminar lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Bibel und lädt dazu ein, vertraute Texte aus dem Neuen Testament aus einer ungewohnten Perspektive zu lesen.

Studientage sind offen für alle Interessierten, Vorkenntnisse sind keine nötig.

Donnerstag:

  • individuelle Anreise
  • ab 15.30 Check-in
  • 18.00 Uhr Nachtessen
  • 19.30 Uhr Zeit vor Gott (Kapelle) 
  • 20.00 Auftakt & Interview, Kennenlernen

Freitag und Samstag:

  • 08.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 08.15 Frühstück
  • 09.30 Referat und Gruppengespräch
  • 12.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 12.15 Mittagessen
  • 16.00 Referat und Gruppengespräch
  • 18.00 Nachtessen
  • 19.30 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 19.45 Referat und Gruppengespräch

Sonntag:

  • 08.15 Frühstück
  • bis 9.30 Uhr Check-out
  • 09.30 Gottesdienst
  • ab 11.00 individuelle Heimreise

     

Neujahrskurs für Studierende

Der Neujahrskurs für Studierende ist der perfekte Rahmen, um das alte Jahr abzuschliessen und beschwingt ins neue Jahr zu starten. Auf dem Programm stehen inspirierende Impulse, Zeit in Kleingruppen um das Gehörte zu diskutieren, gemeinsamer Worship und stille Zeiten für dich. Daneben bleibt viel Freizeit für Spaziergänge, Gespräche, Spielrunden u.a. Ein grosses Highlight ist der Silvesterabend und die anschliessende Party bis in die Morgenstunden.

Thema

"Die Bergpredigt – die Melodie Gottes für mein Leben?" –  Bernhard Ott.

Kaum ein Text der Weltgeschichte hat so viel Aufmerksamkeit erhalten, wie die Rede von Jesus, die wir ‚Bergpredigt‘ nennen. Im Angesicht des drohenden 2. Weltkrieges bekennt Dietrich Bonhoeffer 1935, dass die Bergpredigt für ihn die einzige Kraftquelle sei, die ihn in den auf ihn zukommenden Herausforderungen tragen würde: „Ich glaube zu wissen, dass ich eigentlich erst innerlich klar und wirklich aufrichtig sein würde, wenn ich mit der Bergpredigt wirklich anfinge, Ernst zu machen.“

Die Bergpredigt ist so etwas, wie die Musik des Himmelreiches. Wenn wir beginnen, zu dieser Melodie zu tanzen, wird etwas Himmel auf Erden realisiert werden. Dazu möchten wir zum Jahreswechsel inspirieren.

Anmeldemöglichkeiten

Neu kannst du dich als Reisegruppe für den Kurs anmelden und am Kurs ein Geschenk absahnen. So gehts:

1. Suche dir mindestens vier Personen, die mit dir nach Moscia kommen.
2. Jede/r trägt bei der individuellen Anmeldung den Namen eurer Reisegruppe ein (bspw. Reisegruppe Freiestrasse 38)
3. Profitiert von einem Geschenk am Kurs

Natürlich ist auch eine Teilnahme ohne Reisegruppe möglich. Solltest du zudem finanzielle Bedenken bei der Anmeldung haben, darfst du die Kursleitung kontaktieren und wir suchen eine Lösung.

 

Ernährung

Das Standardmenü wird vegetarisch sein. Wenn du trotzdem Fleisch möchtest, kannst du dies in der Anmeldung angeben. Danke für deine Bereitschaft, dich darauf einzulassen.

Nähatelier im Herbst

An diesem Wochenende nehmen alle ihre Projekte, ihr Material und die eigene Nähmaschine mit. Das Atelier ist kein Nähkurs, sondern wir nähen nebeneinander unsere eigenen Projekte – seien dies Patchwork, Kleider oder Vorhänge. Es ist auch keine Schneiderin dabei.

Neben dem Nähen gibt es je nach Bedürfnis verschiedene kurze Impulse und praktische Hilfen: Schnittmustersuche im Internet, Einführung zum Plotter (Schneidemaschine, beispielsweise für Textilfolien), Kleidung fotografieren, Erfahrungsaustausch und Stofftausch.

Die Begegnung mit Gott hat zum Tagesanfang und zum Tagesende Raum.

Das Christuszeugnis der Offenbarung

"Offenbarung Jesu Christi" – das sind die ersten drei Worte des letzten Buches der Bibel. Damit ist bereits angedeutet, wie die Offenbarung zu lesen und zu verstehen ist: Jesus Christus ist Ursprung, zentrale Mitte und Ziel der gesamten Offenbarung: 

  • Ursprung, weil Jesus Christus die Visionen an Johannes offenbarte
  • zentrale Mitte, weil Jesus Christus den Ablauf der ganzen Heilsgeschichte kontrolliert und in seiner Hand hält
  • Ziel, weil Jesus Christus einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen wird, in denen Friede und Gerechtigkeit herrschen.

Deshalb ist es die Aufgabe und das Ziel dieser Einführung und Auslegung zur Offenbarung, das vielfältige Christuszeugnis neu zu entdecken und daraus Hoffnung für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen.

Weiterglauben

Es kann zur Entwicklung des Glaubens gehören, dass das Lebensgespräch mit Gott ins Stocken gerät oder ganz verstummt. In solchen Erfahrungen können die Psalmen eine kostbare Hilfe sein. Sie zeigen uns, wie wir die Fülle des Lebens, das Leiden und das Glück, unsere Sehnsüchte und Ängste vor Gott ausbreiten können.

Gemeinsam lassen wir uns auf Psalmworte ein, in denen das Ringen mit Gott erlaubt ist, der ferne Gott nahe kommt und der langweilig gewordene Glaube neue Faszination gewinnen kann.

Donnerstag:

  • individuelle Anreise
  • ab 15.30 Check-in
  • 18.00 Uhr Nachtessen
  • 19.30 Uhr Zeit vor Gott (Kapelle) 
  • 20.00 Auftakt & Interview

Freitag und Samstag:

  • 08.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 08.15 Frühstück
  • 10.00 Referat
  • 12.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 12.15 Mittagessen
  • 16.30 Referat
  • 18.00 Nachtessen
  • 19.30 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 20.00 Referat

Sonntag:

  • 08.00 Zeit vor Gott (Kapelle)
  • 08.15 Frühstück
  • 09.30 Gottesdienst
  • ab 11.00 individuelle Heimreise

     

Holzer- und Handwerkerwoche

Seit vielen Jahren werden in den Holzer- und Handwerkerwochen unzählinge Arbeitsstunden in die Holzgewinnung sowie die Pflege von Garten, Häuser und Umgebung investiert. Ohne diese Freiwilligenarbeit wäre das Campo kaum denkbar. Je nach Neigung oder Berufserfahrung werden Arbeitsgruppen für den Forst, den Garten, Pinselsanierungen und Unterhalt an den Gebäuden sowie am Mobiliar eingeteilt. Täglich wird ein Arbeitseinsatz von rund sieben Stunden geplant. Es bleibt Zeit und Raum für ein freiwilliges Rahmenprogramm wie liturgische Besinnungen, gemütliche Abendstunden am Kaminfeuer, Gespräche, Spiele und Nichtstun.

Brotbackkurs

Brot ist etwas Zentrales und kommt in der Bibel auf sehr verschiedene Weisen und in verschiedenen Begebenheiten vor.
Im Brotbackkurs können biblische Brotthemen mit praktischem Brotbacken haptisch und physisch verbunden und erlebt werden. Wir backen mit verschiedenen Mehlen (Weizen, Dinkel, Roggen), experimentieren mit verschiedene Triebführungen und unterschiedliche Triebmitteln (Hefe, Sauerteig) und lernen, was ein Quellstück, Brühstück oder Kochstück ist. Gebacken werden die Brote im grossen Holzbackofen der Dorfgemeinschaft.

Ziel:
– Den biblischen Brotgeschichten auf eine praktische Weise begegnen.
– Grundlagen, aber auch kreative Varianten des Brotbacken lernen und ausprobieren.
– Gemeinschaft erleben beim Arbeiten, beim Warten auf das Ergebnis und im Abendmahl.