Salon Theologie Spezial: Das eine Geheimnis glauben – 1700 Jahre Konzil von Nizäa

325 n. Chr., d. h. vor 1700 Jahren, fand das erste ökumenische Konzil in Nizäa statt.

Es stellte wichtige theologische Weichen für den Glauben der Christenheit und, fast noch wichtiger: Es diente als Vorbild für viele weitere Konzile bis ins unsere Zeit, wie Streitfragen in synodalem Geist gelöst werden können. Der Einfluss des «Nicaenums» auf die Kirchengeschichte kann damit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Das diesjährige Jubiläum und vielfach geäusserter Wunsch sind deshalb Grund genug, nach den Themen und Wirkungen des Konzils bei einem «Salon Theologie Spezial» zu fragen.

Referent: Mathias Mütel
Dr. theol., Theologe, Bildungsverantwortlicher Bistum Basel

Mittwoch, 21. Mai 2025, 20-21.30 Uhr, online

Glauben feiern – Vielfalt gestalten (Aufbaumodul 3)

Aufbaumodul von Theologie modular.

In diesem Modul werden sie mit den Aufgaben und Arbeitsfeldern der Kirchen vertraut gemacht. Verschiedene Zugänge – Sakramente, Geschichte, Feste und Feiern, Ökumene – vermitteln die Vielfältigkeit der Kirchen in der Schweiz und weltweit. Durch einen Blick auf andere Religionen – Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und andere – gewinnen Sie einen Eindruck vom Reichtum menschlichen Glaubens und Hoffens.

5 Samstage von 9-17 Uhr, 1 Dienstag, 1 Onlineeinheit Donnerstag 9-17 Uhr

Pastoral in einer Kirche der Vielfalt

Inhalt

Weiterbildung für kirchliche Mitarbeitende mit Leitungsverantwortung

Schon längst ist die Kirche in der Schweiz eine vielfältige Kirche, eine Kirche „in vielen Sprachen“. Kirchliche Räume sind privilegierte Orte, an denen die unterschiedlichsten Menschen einander begegnen können. Die Auseinandersetzung mit Migration und kultureller Vielfalt ist für die Kirche elementar. Wie können wir das Miteinander gestalten und wann ein wertschätzendes Nebeneinander zulassen?

«Menschen auf dem Weg» ist ein zentrales Thema der biblischen Tradition (z. B. Exodus), «Menschsein auf dem Weg» ein Schlüsselthema christlicher Spiritualität. Der Umgang miteinander erfordert die Bereitschaft zur Begegnung, viel Sensibilität und Sachwissen.

Im Kurs werden neben pastoralsoziologischen und theologischen Impulsen Grundlagen zu Interkulturalität und transkultureller Kompetenz vermittelt.

Bibliodramatische Impulse für das seelsorgliche Gespräch

Ausbildung Bibliodramaleitung, Bibelpastoral, Pastoral und Glaubenskommunikation

Inhalt

F – offene Kurssequenz

Ich höre, ich sehe, ich fühle

Das Bibliodrama-Modell der Wislikofer Schule für Bibliodrama und Seelsorge versteht sich als Instrument der Seelsorge. Der biblische Text hält Gottes Verheissungen und Versprechen lebendig. Sie sind der Erfahrungsraum, in dem sich Seelsorgende und Pastoranden begegnen.

In der Kirche ist das sogenannte „eucharistische Grundgesetz“ von Bedeutung. Es lautet: Nur, was auf den Tisch kommt, kann verwandelt werden. Auf die seelsorgliche Begleitung bezogen heisst das: Nur was offenbar wird und zur Sprache kommt, kann reifen, heilen und wachsen.

Seelsorgende sind aufgefordert, wertschätzend eigene Wahrnehmungen ins Wort bringen und hinzuhalten. Diese Haltung bringt Menschen in Kontakt zu sich selbst und zugleich in Bewegung.

Ziele des Kurses

  • Bibliodrama als seelsorgliches Instrument kennenlernen
  • Einüben einer hilfreichen Begleit-Haltung
  • Schulung der eigenen emotionalen und spirituellen Präsenz
  • Geeignete Formulierungen und Worte für die eigene Wahrnehmung finden
  • Den biblischen Text als Repräsentanz Gottes sowie als Referenzrahmen seelsorglicher Begleitung fruchtbar machen.

 

Schritte zu einer spirituell geprägten Leitungskultur

Weiterbildung für kirchliche Mitarbeitende mit Leitungsverantwortung

Leitende von Teams, Gremien und Gruppen in der Kirche sind mehr denn je breit gefordert – persönlich, fachlich, organisatorisch usw. Viele möchten nicht ‚nur‘ möglichst gut managen, sondern Management, Pastoral und ihre eigene Berufung fruchtbar miteinander verknüpfen. Oft stehen sie in Prozessen der Weiterentwicklung der Pastoral und wollen zukunftsweisende Entscheidungen gemeinsam mit Beteiligten und Betroffenen fällen.

Doch wie geht das, Leiten und Spiritualität ganz konkret zu verbinden? Wie können Entscheidungen in Teams, Gremien und Gruppen gleichzeitig spirituell und fachlich fundiert gefällt werden, so dass das Wirken von Gottes Geist Raum bekommt? Am Dornbusch stellt sich Gott Mose vor: „Ich bin da, wo du bist“ (Ex 3,14 nach M. Buber). Was kann diese Selbstoffenbarung für mein Leiten bedeuten?

Diese Weiterbildung bietet Informationen über Modelle und Kriterien spiritueller Entscheidungsfindung (in Orientierung an Ignatius von Loyola u.a.) sowie Instrumente und Anregungen aus Organisationsberatung und Supervision. Dazu werden Sie an einem selbst gewählten Beispiel aus Ihrer Praxis arbeiten, sich mit dem Umgang mit Macht auseinandersetzen und Schritte hin zu einer Haltung innerer Aufmerksamkeit und Freiheit einüben.

 

BibelWort in Bewegung 2025 – Geh in das Land, das ich dir zeigen werde

Auf leichte und exestenzielle Weise die Bibel im Raum erfahren

E – offene Kurssequenz

BibelWort in Bewegung ist eine inspirierende Mischform aus Bibliolog und Bibliodrama. Es ist auf experimentellem Weg in der Wislikofer Schule für Bibliodrama und Seelsorge entstanden.

Das BibelWort in Bewegung eignet sich als abwechslungsreiches und zugleich verdichtendes Element in der Arbeit mit Gruppen, in der Liturgie, der Katechese oder im Religionsunterricht.

Die Teilnehmenden übernehmen im BibelWort in Bewegung eine Rolle und betreten gemeinsam einen geistlichen Raum. Der biblische Text wird lebendig und existenziell bedeutsam. «Gotteswort in Menschenwort» wird so auch im Hier und Heute als ermutigend und heilsam erfahrbar.

Niederschwelliger und strukturierter als das offene Bibliodrama ist das BibelWort in Bewegung ein Instrument zur Glaubenskommunikation. Es eignet sich für unterschiedliche Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senior:innen.

 

Den Sinn des Christentums erfahren: Kurs „Gott und Welt verstehen“ in Luzern 2025/26

1. Trimester:
Sinn und Ziel des Lebens.
Was gibt uns Sinn und Halt? Wo bleibt Gott, wenn Menschen leiden? Was erwarten Christinnen und Christen im Tod? Welche
Antworten geben die anderen Weltreligionen? Welche Hoffnung eröffnet die Bibel?
2. Trimester:
Kirche als Ort der Begegnung.
Warum muss es die Kirche geben? Wie hat sie sich entwickelt? Worin liegt der Sinn der Sakramente? Wie ist die Kirche organisiert? Wo haben Laien, besonders Frauen, ihren Platz?
3. Trimester:
Was soll ich tun? Bausteine theologischer Ethik
Worum geht es in der christlichen Ethik? Was sagt das biblische Menschenbild? Welche ethischen Kriterien gilt es persönlich
und sozial zu beachten? Wo sind Normen, wo Tugenden und wo das eigene Gewissen gefragt?

«Freude und Hoffnung, Trauer und Angst» in NEUENHOF

KARWOCHE, OSTERN, PFINGSTEN – theologisch vertieft

Unser Leben ist geprägt von Höhen und Tiefen. Freud und Leid liegen oft ganz nah beieinander. Der christliche Jahresfestkreis ist nicht zuletzt deshalb glaubwürdig, weil er dieses dramatische Auf und Ab menschlichen Lebens zur Sprache bringt. Besonders die christlichen Feiern im Frühjahr verarbeiten zentrale Lebensthemen symbolisch und rituell. Leiden und Tod, Unrecht und Gewalt – da wird nichts beschönigt oder verschwiegen; aber auch Freude und Lebenskraft, Hoffnung und Ermutigung werden gestärkt und gefeiert.

In sieben Matineen besinnen wir uns auf Passion und Karwoche, Ostern und Pfingsten – theologisch und existenziell. Dabei nutzen wir unterschiedliche Methoden:
Lektüre biblischer und anderer Texte, Impulsreferate, Gruppengespräche, Bildbetrachtungen, geistliche Musik …

Kurs-Daten und Zeit:
Jeweils Dienstag 10.00-11.45 Uhr am 25. März, 01./15./22./29. April, 06. + 13. Mai 2025

 

Religionspädagogische Tagung 2025

Religion Reloaded? Religiöse Bildung in einer vernetzten Welt

Die Religionspädagogische Tagung findet am 2. Juni 2025 in Luzern statt, in Kooperation von RPI, TBI und IKADS.

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren alle Bereiche des Lebens durchdrungen und bietet dabei mehr als nur neue Medien und Technik für den Religionsunterricht. Weil digitale Medien selbstverständlicher Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sind, bedeutet die Auseinandersetzung mit Digitalisierung zugleich eine Auseinandersetzung mit den Lebenswelten der Menschen, mit denen wir arbeiten. Sie fordert uns heraus, die Art und Weise, wie wir lehren und lernen, grundlegend zu überdenken. Digitalisierung bedeutet heute etwas anderes als noch vor einigen Jahren. Sie ist nicht nur ein Werkzeug, sondern ein integraler Bestandteil des Lebens und Lernens unserer Zeit.

Die Religionspädagogik steht vor der Aufgabe, sich in der zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu positionieren und die neuen digitalen Realitäten sinnvoll in den Bildungsprozess zu integrieren.

Gemeinsam mit Expert:innen und Praktiker:innen aus verschiedenen Bereichen beleuchten wir die aktuellen Entwicklungen, diskutieren praxisnahe Lösungen und tauschen uns über die Zukunft religiöser Bildung aus: ökumenisch, überregional und international. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmende!

Die Tagung wird am Vormittag hybrid durchgeführt. Zum jeweiligen Angebot am Nachmittag finden Sie detaillierte Angaben im Programm.

 

Salon Theologie: Musik – Hoffnung wecken oder Angst schüren?

Biblische Jenseitsbilder im Crashtest

Die christliche Tradition kennt verschiedene Jenseitsbilder: Unsterblichkeit und Auferweckung, Gericht und Fegefeuer, Himmel und Hölle. Lange Zeit wurden mit ihnen Ängste geschürt, die Gläubigen auf Linie getrimmt. Dennoch wecken sie auch immer wieder echte Hoffnung – gerade bei Menschen, deren Leben hart und steinig war und ist.

Wie versteht die Bibel diese Jenseitsbilder? Was ist von ihnen heute zu halten? Und inwiefern können sie unsere Hoffnung stärken?

Referent: Felix Senn

Dr. theol., Ausbilder mit eidg. FA, pensioniert, freiberuflich tätig als Referent und Kursleiter

Mittwoch, 17. Dezember 2025, 20-21.30 Uhr, online