Letzte Worte

Bestattungsriten sind für die Trauerarbeit von grosser Bedeutung. Ihnen zugrunde liegt das Bedürfnis, gemeinschaftlich Abschied zu nehmen vom geliebten Menschen, und ihn so als verschieden, aber nicht vergessen zu bewahren. In unserem Podium betrachten wir einige Formen dieser Erinnerungsrituale näher.

Dr. Melanie Gruetter, Soziologin und Initiatorin des lyrischen Projektes „Das Einsame Begräbnis“, spricht über den Abschied von Personen, an die sich sonst niemand erinnert. Die Journalistin Louise Brown lässt uns an ihren Erfahrungen als Trauerrednerin teilhaben, die sie in ihrem Buch „Was bleibt, wenn wir sterben“ (2021) niedergeschrieben hat. Und Pfarrerin Monika Frieden weiss als erfahrene Seelsorgerin um die Bedeutung von Tod und Abschied für Sterbende und Hinterbliebene.

In Kooperation mit dem Friedhof Forum der Stadt Zürich

Gäste:

  • Louise Brown, Journalistin und Buchautorin
  • Monika Frieden, Pfarrerin
  • Dr. Melanie Gruetter, Sozialanthropologin und Kulturwissenschaftlerin

Moderation:

  • Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
  • Reto Bühler, Friedhof Forum
  • PD Dr. Marie-Therese Mäder, Religions- und Kulturwissenschaftlerin

Flyer Letzte Worte

Live Streaming:
Live Übertragung über YouTube

Kommen Tiere in den Himmel?

Ethisch haben Tiere in den letzten Jahrzehnten eine enorme Aufwertung erfahren. Wie kann heute aus einer theologischen Sicht über die Rolle von Tieren nachgedacht werden? Gilt hier immer noch der Satz, dass allein der Mensch die „Krone der Schöpfung“ sei und sich die Erde mit ihren Bewohnern „untertan“ machen soll?

Fragen wie diese haben den Biologen und Theologen Rainer Hagencord dazu gebracht, in Münster 2009 das europaweit erste „Institut für Theologische Zoologie“ ins Leben zu rufen. Im Gespräch mit Christian Schenker und dem Publikum geht der Theologe der Frage nach dem Umgang mit unseren Mitgeschöpfen aus christlicher, interreligiöser und transdisziplinärer Perspektive nach.

Gast

  • Dr. Rainer Hagencord, Leiter des Institutes für Theologische Zoologie, Philosophisch-Theologische Hochschule Münster

Moderation / Leitung

  • Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
  • Christian Schenker, aki

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem aki, der katholischen Hochschulgemeinde Zürich

Sommer in der Stadt

Liebe Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde

Von Montag, 18. Juli bis Freitag, 22. Juli 2022, führen wir die Kurs- und Erlebniswoche für Menschen mit Beeinträchtigung durch. Die Teilnehmenden werden in dieser Woche musizieren, tanzen, Theater spielen, Bilder malen, die Stadt erkunden und lernen Ruhe und Entspannung zu finden.

Die kreativen Erzeugnisse dieser Woche präsentieren wir Ihnen im Rahmen der Abschlussfeier am Freitag, 22. Juli 2022, 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr.

Gerne laden wir Sie dazu ein, diesen bunten Abend voller Überraschungen mit uns zu teilen und mit einem feinen Imbiss ausklingen zu lassen.

Lassen Sie sich diesen Event nicht entgehen und melden Sie sich bis spätestens Montag, 18.7.22 an. Der Eintritt ist gratis.

Weil Gott Frauen ins Amt will!

In der katholischen Kirche gibt es ein echtes Demokratiedefizit. Dies ist insbesondere für Katholikinnen nur schwer zu ertragen. Es gibt keinen überzeugenden theologischen Grund, warum Katholikinnen nicht zu allen kirchlichen Ämtern und Diensten zugelassen und auch geweiht werden sollen. Auch die Geduld von Schwester Philippa Rath neigt sich dem Ende entgegen.

Gast
Sr. Philippa Rath, Benediktinerin der Abtei Sankt Hildegard, Politikwissenschaflerin, Historikerin, Theologin und Delegierte im deutschen Synodalen Weg

Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Raphael Rauch, Redaktionsleiter kath.ch

Warwashing oder weiser Wandel?

 

 

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine haben sich zahlreiche Konzerne aus Russland zurückgezogen. Wer geht, gilt als gut, wer bleibt, als böse. Doch welche soziale und politische Verantwortung tragen Konzerne im Ukrainekrieg? Welche Folgen hat ihr Abzug aus Russland für die russische Bevölkerung, für den Kriegstreiber Putin und für die weltpolitische Sicherheit?

Einige Konzerne wägen solche Fragen behutsam ab. Andere nutzen die gesellschaftliche Stimmung kurzerhand zur Imagepflege: Sie verkünden ihren Rückzug in pathetischen Worten und ändern flott ihre Logos und Slogans ukrainefreundlich ab. Die Taktik ist bereits vom Greenwashing bekannt. Analog dazu können wir von Warwashing sprechen, wenn Konzerne den Ukrainekrieg für Marketingzwecke ausschlachten.

Wie positionieren sich Unternehmen in der Ukraine Krise und was sind ihre Beweggründe? Das diskutieren wir mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Gäste

  • Prof. Johanna Gollnhofer, Institut für Marketing, Universität St.Gallen
  • Dr. Philipp Aerni, Center for Corporate Responsibility and Sustainability, Hochschule für Wirtschaft, Fribourg
  • Dr. Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor und Leiter Wirtschaftspolitik, Swissmem

Leitung und Moderation

  • Dr. Dana Sindermann, Paulus Akademie

Wir können doch etwas, auch wenn wir mehr Zeit brauchen!

Die Aktionstage Behindertenrechte 2022, die vom Kantonalen Sozialamt und von der Behindertenkonferenz Kanton Zürich getragen werden, finden vom 27. August bis 10. September 2022 im ganzen Kanton Zürich statt. Ziel ist es, verschiedenste Aktionen zur Umsetzung der UNO-BRK durchzuführen sowie dauerhafte BRK-Umsetzungs-Netzwerke aufzubauen bzw. die bestehenden zu stabilisieren.

Mensch-zuerst schweiz (people first) und Paulus Akademie organisieren zusammen eine Tagung, an der gemeinsam mit der Zielgruppe die UNO-Behindertenrechtskonventionen (UNO-BRK) eingehend durchleuchtet und auf die Rechte für Menschen mit Beieinträchtigungen sensibilisiert werden.

In den verschiedensten Workshops werden folgende UNO-BRK Artikel durchleuchtet:

  • UN-BRK Art. 03 „Allgemeine Grundsätze“
  • UN-BRK Art. 04 „Allgemeine Verpflichtungen“
  • UN-BRK Art. 05 „Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung“
  • UN-BRK Art. 08 „Bewusstseinsbildung“
  • UN-BRK Art. 16 „Freiheit von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch“
  • UN-BRK Art. 19 „Selbstbestimmtes Leben und Inklusion in der Gemeinschaft“
  • UN-BRK Art. 20 „Persönliche Mobilität“
  • UN-BRK Art. 24 „Bildung“
  • UN-BRK Art. 25 „Gesundheit“
  • UN-BRK Art. 28 „Angemessener Lebensstandard und sozialer Schutz“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit mensch-zuerst schweiz (people first)

Anmeldung
mensch-zuerst schweiz (people first)
Pestalozzistrasse 11
9400 Rorschach
Tel. 071 840 05 88
E-Mail info@mensch-zuerst.ch
Link zum Anmeldeformular (PDF)

Grundkurs Sterbebegleitung – jeweils montags

Die Begegnung mit schwerkranken und sterbenden Menschen braucht Respekt, Offenheit und Einfühlungsvermögen. Der Grundkurs zeigt, wie mit Menschen in der letzten Lebensphase behutsam umgegangen werden kann. Der Kurs bietet Gelegenheit, sich mit der eigenen Sterblichkeit, mit Tod und Trauer auseinander zu setzen. Die Bereitschaft, die eigenen Einstellungen zu reflektieren und die Vielfalt möglicher Ausgangspunkte bei anderen Menschen zu  akzeptieren, ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Der Grundkurs richtet sich an Frauen und Männer, die Angehörige oder Bekannte in der letzten Lebensphase begleiten, sich für die Tätigkeit in einer Begleitgruppe vorbereiten möchten, im Pflege- oder Sozialbereich beruflich tätig sind oder sich für das Thema interessieren.

Link zur Anmeldung 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Caritas Zürich.

Grundkurs Sterbebegleitung – jeweils samstags (AUSGEBUCHT)

Dieser Samstagskurs, GK 22-2 ist ausgebucht; eine Warteliste ist vorhanden.

Die Begegnung mit schwerkranken und sterbenden Menschen braucht Respekt, Offenheit und Einfühlungsvermögen. Der Grundkurs zeigt, wie mit Menschen in der letzten Lebensphase behutsam umgegangen werden kann. Der Kurs bietet Gelegenheit, sich mit der eigenen Sterblichkeit, mit Tod und Trauer auseinander zu setzen. Die Bereitschaft, die eigenen Einstellungen zu reflektieren und die Vielfalt möglicher Ausgangspunkte bei anderen Menschen zu  akzeptieren, ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Der Grundkurs richtet sich an Frauen und Männer, die Angehörige oder Bekannte in der letzten Lebensphase begleiten, sich für die Tätigkeit in einer Begleitgruppe vorbereiten möchten, im Pflege- oder Sozialbereich beruflich tätig sind oder sich für das Thema interessieren.

Link zur Anmeldung 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Caritas Zürich.

Bodies of Memory and Grace

Am Ursprung des Christentums stehen nicht Texte, sondern der nackte Leib. Die zentralen Heilsereignisse des Christentums sind, so die These, elementare Körperereignisse und künden vom Vollzug des Heils im Fleisch und vom  Heilwerden des Fleisches. Wie also wird das Leiden und Sterben Jesu inszeniert und erinnert? Wie seine Passion an und in den Körpern der Gläubigen? Von besonderem Interesse und Gewicht in diesen Körperinszenierungen ist jeweils  die Bedeutungszuschreibung von Geschlecht.

Elke Pahud de Mortanges schildert solche faszinierenden, teils auch befremdlichen Formen der Ver_körperungen dieses Heils. Sie setzt sie in Beziehung zu modernen Kunstwerken und vermag zu zeigen, wie christliche Motive  fortgeschrieben, adaptiert und transponiert werden. Ihre Spurensuche öffnet die Augen für verblüffende Bezüge zwischen den Körper- und Bilderwelten christlicher Frömmigkeit und heutiger Inszenierungen in Kunst und Gesellschaft.  Und so mündet Elke Pahud de Mortanges‘ Buch in ein Plädoyer für die Selbstermächtigung der LGTB- und Transgender-Community im Innenraum des Christentums.

Gast
Elke Pahud de Mortanges, Professorin für Dogmatik in Freiburg im Breisgau und Lehrbeauftragte für Gender Aspects in Religious Studies in Freiburg im Üechtland

Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Das Christentum und seine Wirkungen

Unsere Welt ist tief geprägt von 2000 Jahren Christentum. Davon erzählen Kirchen und Gipfelkreuze, Spitäler und altehrwürdige Klöster und nicht zuletzt Städte und Dörfer, die reich sind an christlicher Symbolik. Gleiches gilt für alle Bereiche der Kunst, Musik oder Literatur, die bis in die jüngste Zeit vom Christentum und seiner Botschaft beeinflusst sind.

Was aber wollen uns all diese Dinge sagen, wie erklärt sich ihr Aufbau und ihre Form? Welchen Überzeugungen geben sie eine Gestalt, welche Hoffnungen wollen sie spenden? Wie hat sich das Christentum auf unsere Werte, unser Denken und Fühlen ausgewirkt? Warum zogen und ziehen Menschen aus ihrem Glauben eine so grosse Gestaltungskraft?

Detailprogramm ist dem PDF zu entnehmen.
Anmeldung unter diesem Link: www.tbi-zh.ch/theo-basic

THEObasic – Für Ihre persönliche oder berufliche Weiterentwicklung. Ein Angebot des Theologisch-pastoralen Bildungsinstituts TBI in Kooperation mit der Paulus Akademie.