Sexualität und Behinderung

Jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, hat das Recht auf eine dynamische und vitale Sexualität.
In diesem Seminar wird ganzheitlich auf das Thema «Sexualität und Behinderung» mit all ihren Facetten
eingegangen.

Kursziel
Das Ziel dieses Seminar ist es, ein angemessenes Vokabular zu vermitteln, Ängste und Vorurteile abzubauen und so Sexualität besprechbar zu machen.
Anhand von Inputreferaten, persönlichen Fallbeispielen, Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden und Selbstreflexion soll eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht werden.

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:

  • Welche Begleitbedürfnisse haben Menschen mit einer Behinderung?
  • Welche Herausforderungen bringt der Alltag für die Betroffenen ganz konkret mit sich?
  • Welche Massnahmen sind bei der Prävention von sexualisierte Gewalt von zentraler Bedeutung?

Zielgruppe
Dieses Seminar richtet sich an Angehörige und Fachleute, die Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten oder betreuen.

Leitung
Andrea Gehrig, lic.rer.soc., Studium der Kommunikationswissenschaften, Sozialarbeit und Betriebswirtschaft, Weiterbildung in Sexualpädagogik und Konfliktklärung. Nach vielen Jahren in leitender Position in der Privatwirtschaft heute vor allem in der Beratung und Personalentwicklung tätig.

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS

Pilgern

Pilgern liegt im Trend – ob bei alt oder jung, ob für einen Tag oder ein halbes Jahr, ob per Velo oder zu Fuss. Was treibt Menschen zum Pilgern? Wie religiös, wie politisch, wie selbstoptimierend oder auf Mitmenschlichkeit bedacht kann Pilgern sein? Dient es als Deckmantel für Selbstflucht  oder führt es zur Besinnung aufs Wesentliche?

Gemeinsam mit Gästen, die einen besonderen Bezug zum Thema haben, diskutieren wir Sinn, Chancen und Risiken des Phänomens «Pilgern».

Gäste
– Dr. Franziska Bark Hagen, Pilgerpfarrerin, Pilgerzentrum St. Jakob Zürich
– Johann Kralewski, Kunstschaffender, Islisberg und Locarno
– Prof. Dr. Franz Mali, Universität Freiburg i. Ue., Kirchenhistoriker, Jerusalem- und Rom-Pilger
– Dr. Tommi Mendel, Religionswissenschaftler und Ethnologe

Moderation
Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie

#JAKOB S WEG

Auf dem Jakobsweg von Rorschach nach Genf probieren Menschen verschiedene Pilger-Gangarten aus, stolpern über Unerwartetes, tauschen  Erfahrungen aus. Hauptfigur ist Ambros, Rorschacher Lokaljournalist, der Hashtags hasst. Dass er aufs Pilgern kommt, geschieht nicht ganz aus  freien Stücken.

2021 hat der Verein Pilgerherberge Sankt Gallen bei der Theaterschaffenden und Theologin Beatrice Mock ein Pilgertheater in Auftrag gegeben. In Zusammenarbeit mit Pilgernden und Nicht-Pilgernden ist ein zugängliches, kluges Stück entstanden. Aufgeführt wird es von einem Laienensemble.

Ensemble
Stephan Bitsch, Csilla Valentyik, Kathrin Wiener, Donnée Op Heij, Urs Hasenfratz, Lisa Untersee, Trudi Reitz

Regie, Texte
Beatrice Mock, schlofftheater.ch

Regieassistenz
Alina Schoch

Musik
Thomas Kuster, audiowerkstatt.ch

Szenografische Beratung
Helen Prates de Matos, Markus Schelling

Aufführung mit Unterstützung der Pilgerherberge Sankt Gallen.

LUNCH & LECTURE – BRAINFOOD ZUM ZMITTAG

Machen Sie sich in der Mittagspause fit für wissenschaftliche Erkenntnisse: Diskutieren Sie mit!
Die leckeren Sandwiches und Getränke vom Lilly Jo“ sorgen fürs kulinarische Wohl und sind im Eintrittspreis inbegriffen.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Universität Zürich

PROGRAMM

Mittwoch, 1. Februar 2023, 12.30 – 13.30 Uhr

Bild: Pexels

Innovation Made in Switzerland
Warum ist die Schweiz das innovativste Land der Welt?
Wie schafft es die Schweiz, die Rangliste des Global Innovation Index seit Jahren anzuführen? Eine entscheidende Rolle spielen auf jeden Fall staatliche und kantonale Förderagenturen sowie regionale Denkfabriken. Aber was ist überhaupt eine Innovation und wie wird der Innovationsgrad gemessen? Was ist der Unterschied zwischen einer Idee, einer Erfindung und einer Innovation? Und welche unternehmerischen Voraussetzungen braucht «echte» Innovation?

Gast
Dr. Gundula Heinatz Bürki; Managing Director der Data Innovation Alliance Nachhaltigkeit

Leitung und Moderation
Dr. Dana Sindermann, Paulus Akademie
Dr. Reik Leiterer, Universität Zürich

Kirche und Kolonialismus

Seit der frühen Neuzeit schwirrten katholische Missionare in Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Ozeaniens aus, um die Botschaft der Freiheit und die Kraft der Befreiung zu verbreiten. Ihre segensvollen Absichten waren allerdings mit schweren Fehlern im Umgang mit Menschen anderer Religionen und Kulturen verbunden.

Wie sehen die kolonialen Verstrickungen der katholischen Kirche Schweiz aus? Wie hat sie von Kolonialismus profitiert, auch und gerade durch Missionstätigkeiten? Wie geht sie heute mit dieser Geschichte um? Und welcher Umgang, welche Aufarbeitungen, wären begrüssenswert?

Referat
Prof. Dr. Mariano Delgado, Theologe und Kirchenhistoriker, Universität Fribourg

Kommentar
Claudia Buess, Leiterin Bildungsveranstaltungen, Mission 21

Leitung und Moderation
Dr. Dana Sindermann, Leitung Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie

Material zur Veranstaltung

  • Einen Link zum Aufsatz „Katholische Kirche und Kolonialismus – Einige Aufgaben“ von Mariano Delgado
  • Vom gleichen Autor einen Link zum Text „Heikel an der Entdeckungsdoktrin“
  • Einen Link zum Webdossier zum Thema *Mission und Kolonialismus* von Mission 21
  • Sowie folgende Radiosendung, in der unser Gast Claudia Buess zu Wort kommt

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Stadt Zürich Kultur

Das Virus und der liebe Gott

In seinem jüngsten Buch nimmt Joachim Negel, Theologieprofessor an der Universität Fribourg, die Pandemie zum Ausgangspunkt, um offen nachzudenken über kirchliche Sprachlosigkeit, die Fragwürdigkeit eines Glaubens an Gott und über die von ihm identifizierten Schwächen der Postmoderne. In einem Dreischritt analysiert er die Situation, diagnostiziert und wartet mit «therapeutischen Ratschlägen in schwieriger Zeit» auf.
Als Gast der ersten theoLOGE wird Joachim Negel einige seiner «unzeitgemässen Betrachtungen» präsentieren und zur Diskussion stellen sowie erläutern, was ihn drängt und beflügelt, in der heutigen Zeit Theologie zu treiben.

Gast
Prof. Dr. Joachim Negel, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg

Moderation
Veronika Bachmann, Paulus Akademie, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion

Mit der theoLOGE lädt die Paulus Akademie zum Gespräch mit Theologinnen und Theologen ein, die in akademischer Forschung und Lehre tätig sind. Jeder Anlass ist einer Person und einem Thema gewidmet.

Jerusalem

Viele Fragen ranken sich um die Bedeutung «der Heiligen» (Al-Quds), wie Jerusalem im arabischen Sprachraum genannt wird. Die Studienreise der Paulus Akademie bietet die Möglichkeit, die Stadt unter kompetenter Leitung zu  erkunden und gemeinsam der Frage nachzugehen, was es mit dem «Phänomen Jerusalem» auf sich hat: Warum konnte dieser Ort kulturell und religiös so wichtig werden? Was macht Jerusalems heutigen Reiz, vielleicht auch seinen heutigen Schrecken aus?

Archäologische Führungen eröffnen Fenster in die Vergangenheit; Klassiker wie die Klagemauer, der Tempelberg, der Ölberg und die Grabeskirche stehen als Besuchsstätten ebenso auf dem Programm wie unscheinbarere sehenswerte Ecken der Stadt. Gespräche mit Persönlichkeiten vor Ort vermitteln Einblicke, was die Stadt heutigen Menschen bedeutet.

Reiseleitung
PD Dr. Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich «Theologie und Religion» an der Paulus Akademie, Jerusalem-Kennerin und erfahrene Leiterin von Studienreisen nach Israel/Palästina

Zielpublikum
Die Reise richtet sich an alle, die Jerusalem neugierig in seinen vielen Dimensionen erkunden möchten und Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Haltung schätzen. Da die gesamte Altstadt Fussgängerzone ist, sind  Bereitschaft und eine gewisse Grundkondition für tägliche Exkursionen zu Fuss erforderlich.

Detailprogramm/Kosten (PDF)
Reisebedingungen/AGB (PDF)

Die Reise ist ausgebucht.

Witiker Gespräche über die Neutralität

Von Bestimmungen im Kriegsvölkerrecht abgesehen, ist die Schweizer Neutralität rechtlich nirgends definiert. Die Bundesverfassung nennt sie nur indirekt unter den Kompetenzen von Bundesrat und Bundesversammlung. Lange war sie für die Schweiz auch nicht mehr als ein Instrument zur Wahrung der nationalen Interessen und der Unabhängigkeit des Landes. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte die Neutralität zur Staatsmaxime. Seither ist sie für viele Inbegriff der nationalen Identität, ja Essenz des Schweizertums schlechthin. Wie kam es dazu? Welche Funktion erfüllte die Neutralität in der jüngeren Geschichte der Schweiz? Und welche Entwicklungen trugen zu ihrer Verklärung bei?

Leitung und Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Gast
Prof. Dr. Regula Ludi, Lehr-und Forschungsrätin Interdisziplinäres Institut für Ethik und Menschenrecht, Universität Fribourg

Eine Kooperation der Paulus Akademie mit dem Seelsorgeraum St. AntonMaria Krönung und der Reformierten Kirchgemeinde Zürich Witikon.

Witiker Gespräche über die Neutralität

«In Übereinstimmung mit dem Neutralitätsrecht nimmt die Schweiz nicht an Kriegen zwischen anderen Staaten teil», heisst es auf der Website des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Der Krieg in der Ukraine strapaziert unser politisches Verständnis von Neutralität: Kann die Schweiz sich für den Weltfrieden engagieren, wenn sie neutral bleibt? Oder würde die Preisgabe der Neutralität das Ende der Eidgenossenschaft bedeuten? Wie findet die Schweiz zu einer neuen und angemessenen Position? Immer wieder stellt sich diese Frage, wenn die politische Neutralität zur Debatte steht.

Leitung und Moderation
Dr. Andreas Rellstab, Pfarrer Seelsorgeraum St. Anton und Maria Krönung

Gast
Martin Dahinden, ehemaliger Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und ehemaliger Schweizer Botschafter in den USA

Eine Kooperation der Paulus Akademie mit dem Seelsorgeraum St. AntonMaria Krönung und der Reformierten Kirchgemeinde Zürich Witikon.

Witiker Gespräche über die Neutralität

Wenn die aktuellen Diskussionen über «Neutralität» eines gezeigt haben, dann dies: Im weiten Feld zwischen Stammtischen, Bundeshaus, sozialen Medien und auch Kirchen wird der Begriff sehr unterschiedlich gebraucht. Neutralität ist je nach Kontext positiv besetzt oder eher negativ, sie wird etwa mit einem Nutzen (für die Schweiz) verbunden oder steht in einem spannungsvollen Verhältnis zur Solidarität (mit Hilfsbedürftigen).

Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob jede Interessengruppe auf «ihre» Neutralität Anspruch hat oder ob es Vorgaben gibt, die besagen, was Neutralität «eigentlich» ist. Wie kann man sich da orientieren?

Leitung und Moderation
Prof. Dr. Erich Bosshard-Nepustil, Pfarrer Reformierte Kirche Zürich Witikon

Gast
Prof. Dr. Francis Cheneval, Ordinarius für Politische Philosophie, Universität Zürich

Eine Kooperation der Paulus Akademie mit dem Seelsorgeraum St. AntonMaria Krönung und der Reformierten Kirchgemeinde Zürich Witikon.