Vom Koran bis zur Erklärung von Abu Dhabi

Der christlich-islamische Dialog hat sich im dritten Jahrtausend als Notwendigkeit und als Chance für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden erwiesen. Stephan Leimgruber geht in seinem neuen Buch historischen und  zeitgenössischen Dialogformen nach, vom Koran bis zu den jüngsten offiziellen religiösen Verlautbarungen, der Gemeinsamen Erklärung von Abu Dhabi (2019) und der katholischen Enzyklika «Fratelli tutti» (2020).

Zentrale Themen des Buches werden im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Rifa’at Lenzin und Martin Stewen, der fünf Jahre als Auslandspriester in Abu Dhabi gewirkt hat, vertieft und weitergeführt.

Gäste
– Prof. Dr. em. Stephan Leimgruber, Buchautor
– Dr. Rifa’at Lenzin, Islamwissenschaftlerin
– Dr. Martin Stewen, Vikar und Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

Moderation
– PD Dr. Veronika Bachmann, Paulus Akademie

Gertrud Kolmar 1894 ¦ 1943 ¦ 2023

Gertrud Kolmar gilt als bedeutende deutschsprachige Dichterin, die jedoch bis heute nicht ausreichend gewürdigt worden ist, während ihr literarisches Werk wie auch ihre Briefe mittlerweile gut zugänglich sind.

Für ihre heutigen Leserinnen und Leser ist die Lektüre Kolmars mit dem  Wissen um ihre Ermordung im März 1943 in Auschwitz verknüpft.

Ingeborg Gleichauf porträtiert in ihrem Buch «Alles ist seltsam in der Welt» eine jüdische Dichterin, die uns auch heute noch viel zu sagen hat.

Gäste
– Dr. Ingeborg Gleichauf, freie Autorin
– Vera Bauer, Sprecherin, Musikerin, Bühnenautorin
– David Goldzycher, Musiker (Violine)

Leitung und Moderation
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
– Karen Roth-Krauthammer, Präsidentin Omanut, Forum für jüdische Kunst und Kultur

Evas y Marías

Regie: Fernando Romero-Forsthuber & Nadir Cardenas Aza
20 Minuten | Österreich/Mexiko | Carlota International, 2023

«In Chiapas Frau zu sein, ist sehr gefährlich.» Gerade indigene Frauen kämpfen innerhalb und außerhalb der Kirche um Emanzipation und Würde. Im Spannungsfeld zwischen kirchlichem Traditionalismus, kulturellen patriarchalen Strukturen und feministischen Anliegen stützt die diözesane Frauenkoordination CODIMUJ diesen Kampf. Gemeinsam setzen sich ihre Mitarbeiterinnen dafür ein, dass Kirche für Frauen spirituell, kulturell und politisch zum  Befreiungsort wird.

Nach dem Film eröffnet sich im Gespräch die Möglichkeit, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen christlich geprägten Frauenrealitäten hier und dort nachzudenken und auszuloten, was eine glaubwürdige Frauenpastoral  ausmacht.

Gäste
– Fernando Romero-Forsthuber, Filmemacher und Produzent
– Franziska Driessen-Reding, Synodalratspräsidentin der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

Moderation
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie

La furiosa realidad

Regie: Fernando Romero-Forsthuber & Delfino Cuevas
24 Minuten | Österreich/Mexiko | Carlota International, 2023

Padre Marcelo Pérez Pérez ist katholischer Priester in Chiapas, Mexiko. Die Erfahrung, dass dort viele Menschen unter Unrecht, Gewalt und Repression leiden, prägt sein Wirken. An der Seite des Volkes setzt er sich für Würde,  Gerechtigkeit und Frieden ein. Den politischen und wirtschaftlichen Eliten kommt er damit in die Quere; nach vielen Diffamierungen, Morddrohungen und Attentaten wurde auch ein Antrag auf Ausstellung eines Haftbefehls gegen den  Priester erlassen.

Der Film und das anschliessende Gespräch mit dem Filmemacher und Produzenten Fernando Romero-Forsthuber ermöglichen zu verstehen, warum Padre Marcelo in Chiapas so beliebt und so verhasst ist.

Gast
Fernando Romero-Forsthuber, Filmemacher und Produzent

Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Die Romerotage erinnern an Erzbischof Óscar Romero. Er kämpfte für Arme und Unterdrückte in El Salvador. Am 24. März 1980 wurde er auf Befehl der damaligen Militärjunta getötet, 2018 sprach ihn Papst Franziskus heilig.

Tipp:

BODEN DER GERECHTIGKEIT – Luzerner Romerotage 2023 in und um das Romerohaus Luzern 

Dieses Jahr werden die Luzerer Romerotage neben der bestehenden (Comundo-BMI-Thebe) in einer neuen Kooperation mit der kath. Stadtkirche Luzern und mit Fastenaktion durchgeführt. Die Veranstaltungen finden deshalb auch nicht nur im Romerohaus statt sondern auch in der Johanneskirche und vor allem in der Peterskapelle in der Altstadt.

Das ganze Programm finden sie hier: www.romerotage.ch

 

Lernen macht Schule!

Kaum ein Feld ist pädagogisch derart hart umkämpft wie der schulische Unterricht: Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir; aber welche Fächer und Erziehungsstile helfen, unsere Kinder fit für die Zukunft zu machen? Alte Sprachen oder Programmiersprachen? Mathe oder Musik? Integrative Förderung oder Förderklassen?

In unserem Podium gehen wir diesen Fragen nach und diskutieren Ideen für einen zeitgemässen Unterricht.

Gäste

  • Prof. Dr. Noah Bubenhofer, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich
  • Dr. Annie Bissonnette, Lehrperson für Begabungsförderung bei der Stadt Zürich
  • Klára Sokol, Direktorin der Stiftung éducation21, dem nationalen Kompetenzzentrum und der Fachagentur der Erziehungsdirektorenkonferenz für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schweiz

Moderation

  • Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
  • Dr. Reik Leiterer, Center for Lifelong Learning UZH

In Kooperation mit dem Center für Lifelong Learning UZH

LUNCH & LECTURE – BRAINFOOD ZUM ZMITTAG

Machen Sie sich in der Mittagspause fit für wissenschaftliche Erkenntnisse: Diskutieren Sie mit!
Die leckeren Sandwiches und Getränke vom Lilly Jo“ sorgen fürs kulinarische Wohl und sind im Eintrittspreis inbegriffen.
In Kooperation mit dem Center of Lifelong Learning Universität Zürich.

Bild: iStock

Kinder nach Mass?
Genetik und die Zukunft der Fortpflanzung
Filme wie „Gattaca“ (1997) haben die Dystopie bereits früh vorgetragen: Mit rasant wachsendem Verständnis und immer ausgefeilteren Veränderungstechniken zur Manipulation unseres Erbguts rückt die Selbstgestaltung unserer Kinder in greifbare Nähe. Wie weit sind die Selektionsmöglichkeiten und die Methode des „Genome Editings“ bei Ungeborenen fortgeschritten? Was sind die derzeitigen rechtlichen und ethischen Grenzen – und wie sieht die Zukunft unserer Fortpflanzung aus?

Gast
Agnes Kandlbinder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitären Forschungsschwerpunkt „Human Reproduction Reloaded“ der Universität Zürich, wo sie zu ethischen Fragen der Reproduktionsgenetik forscht.

Leitung und Moderation
Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
Dr. Reik Leiterer, Universität Zürich

Klimaschutz als runde Sache

Seit Juni 2022 hat das Nachdenken über den Klimawandel eine ganz neue Form gefunden: Der Klimaball rollt als rund drei Meter hohe Kugel durch Städte und über Plätze in der ganzen Schweiz, informiert über den Klimawandel und sammelt Meinungen zu verschiedenen Massnahmen für eine nachhaltige Gesellschaft.

Die Wanderausstellung besucht vom 21. bis 30. März die Paulus Akademie, um auch dort Ideen zu sammeln, zu Dialog und Information einzuladen und unter ihren Besuchenden gemeinsame Nenner zu finden.

Am 21. März haben wir zur Ausstellungseröffnung eingeladen, begleitet von einer kurzen Einführung und einem kleinen Umtrunk.

In Kooperation mit dem Verein Permeable

Frühlingstagung «Natur bewegt»

Wir verbringen zusammen einen Tag.
Wir staunen über die Natur mit Farben und Worten.
Wir hören Geschichten und spielen Theater.
Wir spüren die Natur und bewegen uns.
Wir freuen uns über die Natur mit Singen und Musik.

Die Reformierte Kirche Kanton Zürich organisiert in Zusammenarbeit mit Pro Infirmis und Paulus Akademie die Frühlingstagung.
Eingeladen sind erwachsene Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Das Motto der Varanstaltung lautet «Natur bewegt».

Programm
09.00 Ankommen mit Kaffee und Gipfeli
09.30 Musik und Einstieg
10.30 Kurse Teil 1
12.15 Mittagessen
14.00 Kurse Teil 2
16.00 Zvieri und Schlussdarbietungen
17.00 Ende

Nachfolgende Kurse werden angeboten:
Kurs 1 + 2: Spazieren und Entdecken
Wir entdecken die Natur mit dem Fotoapparat.
Lara Rubin, Evelyne Hess und Roger Heinzer
Karin Hurni und Magdalena Stauss

Kurs 3: Theater spielen
Wir hören ein Märchen und spielen Theater.
Susann Bächi, Simone Lara León und Monique Burri

Kurs 4: Malen
Wir lassen uns beim Malen von der Natur anregen.
Karin Deola und Angelika Furrer

Kurs 5: Musik und Singen
Wir singen und machen Musik.
Claudia Masika, Willi Hauenstein und Gabi Oswald

Kurs 6: Bewegen und Tanzen
Wir spüren die Natur beim Tanzen.
Andrea Gschwind und Nadja Trimboli

Kurs 7: Geschichten Werkstatt
Wir tauchen ein in eine Geschichte mit Kopf,
Hand und Herz.
Renate Rubin und Andrea Tobler

CHARTA PRÄVENTION – EINRICHTEN EINER MELDESTELLE

Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

Kursziel
Der Kurs beschäftigt sich eingehend mit dem Punkt 10 der Charta Prävention und seinem Bezug zu den restlichen neun Punkten. Neben Fachinput soll auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben werden.

Dabei geht es unter anderem um die Fragen:

  • Ab wann ist eine ungewollte Handlung eine sexuelle Ausbeutung, ein Missbrauch oder eine Grenzverletzung?
  • Wie kann für Betroffene ein «safe space» geschaffen werden, um den Schritt sich anzuvertrauen zu vereinfachen?
  • Wie kann ein reibungsloser bzw. korrekter Ablauf einer Meldung gewährleistet werden?
  • Die Unterschätzung von Theorie und Praxis – Wie greifen die Grundsätze zur Prävention im Alltag?
  • Was können Mitarbeitende zur Optimierung der internen Meldestelle beitragen?
  • Wie hängen die zehn Punkte der Charta Prävention miteinander zusammen? Sind manche wichtiger als andere?

Leitung
Andrea Gehrig, lic.rer.soc., Studium der Kommunikationswissenschaften, Sozialarbeit und Betriebswirtschaft, Weiterbildung in Sexualpädagogik und Konfliktklärung. Nach vielen Jahren in leitender Position in der Privatwirtschaft heute vor allem in der Beratung und Personalentwicklung tätig.

Ein Seminar in Kooperation mit ARTISET

Dorothee Sölle – AUSVERKAUFT

Am 27. April 2003 starb die Theologin, Dichterin und Aktivistin Dorothee Sölle. Als scharfe Kritikerin von Kriegstreiben und imperialen  Machtansprüchen provozierte sie Kirche und Politik. Als Mystikerin und Poetin suchte sie nach einer Frömmigkeit und einer Sprache, die Gott neu denkt. Bis heute sind ein Grossteil ihrer Visionen und Hoffnungen für diese Welt nicht nur uneingelöst, sondern  drängender denn  je: Geschlechtergerechtigkeit, der Schutz der Schöpfung und ein globales Wirtschaften, das ein gutes Leben für alle ermöglicht. Sind das nur Träume einer lyrisch veranlagten Utopistin? Wo verbinden sich heute Mystik, Widerstand und Poesie?

Die Zeitschrift Neue Wege, die Evangelischen Frauen Schweiz und die Paulus Akademie laden an diesem Abend dazu ein, sich von Dorothee Sölle inspirieren und herausfordern zu lassen.

Mit Kurzvortrag, literarischen Lesungen, Podiumsgespräch und Pausen-Apéro.

Gäste
– Li Hangartner, Feministische Theologin und Sölle-Kennerin
– Martina Schwarz, Theologin und Lyrikerin
– Bettina Dyttrich, WOZ-Redaktorin
– Tobias Adam, Theologiestudent und Klimaaktivist

Leitung und Moderation
– Gabriela Allemann, Präsidentin Evangelische Frauen Schweiz
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Geneva Moser, Co-Redaktionsleiterin Neue Wege