Geistesruhe und Hingabe bilden den inneren Kern des Yoga. Die Übung des Körpers und des Atems sind dabei Einstieg und Grundlage. Sie führen hin zur Sammlung des Geistes in der Meditation. Die dabei geübte innere Haltung der Hingabe öffnet Herz und Geist für die göttliche Kraft.
Autor: Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, Edlibach
Sesshin mit Hans-Walter Hoppensack
Hans-Walter Hoppensack erhielt 2014 von Anna Gamma Roshi und Niklaus Brantschen Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Doshin.
Gartenwoche
Der Park von Bad Schönbrunn wurde 1970 in seiner jetzigen Form vom Landschaftsarchitekten Josef A. Seleger geplant und während vieler Jahre begleitet.
Er verstand es den Baumbestand des „alten“ Bad Schönbrunn, 1858 erbaut und als Kurhaus für Kneipp- und Molkekuren bekannt, in das neue Parkkonzept des Lassalle-Hauses zu integrieren. Einige historische Bäume, wie der grosse Mammutbaum, sind Zeitzeugen dieser Geschichte und verleihen dem Park seine einzigartige Atmosphäre.
Unter Anleitung von Gartenfachleuten erhalten die Kursteilnehmenden einen Einblick in die Pflege und den Unterhalt des Parks von Bad Schönbrunn. Die einzelnen Gartenbereiche mit ihren jeweiligen Pflanzen wollen gehegt und gepflegt werden. Mit Hilfe der Teilnehmenden wird der „grüne Rahmen“ des Lassalle-Hauses unter fachkundiger Leitung unterhalten und blüht dadurch immer wieder neu auf. Die Mitarbeit im Park wird mit Kost und Logis im Lassalle-Haus während der Gartenwoche entschädigt.
Nach dem Tod eines Angehörigen zu neuen Lebensperspektiven finden
Der Tod eines nahestehenden Menschen löst bei Betroffenen verschiedene Reaktionen aus: Trauer über den Verlust, Wut auf die Ärzte, die nicht mehr helfen konnten, Ohnmacht und das Gefühl, als sei ein Stück aus dem Herzen herausgerissen. Das Abschiednehmen verändert das Leben tiefgreifend. Die Welt gerät aus den Fugen – nichts ist mehr, wie es einmal war. Oft erschüttert der Verlust der geliebten Person auch den Glauben an eine gute und gerechte Welt. Es fällt schwer loszulassen, was man geliebt hat. Dabei sind Art und Intensität der Trauer so verschieden wie die Menschen selbst. Das Seminar unterstützt Betroffene, ihre Trauergefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen zu verstehen sowie eigene Ressourcen und Kraftquellen zu stärken. Dabei bietet die wohltuende Umgebung des Lassalle-Hauses einen geeigneten Rahmen, um in Kontakt mit anderen Betroffenen zu kommen und wieder neuen Lebensmut zu finden.
Kontemplation Vertiefung
Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.
Zen Einführung
Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes.
Paul Shepherd absolvierte – wie Niklaus Brantschen und Pia Gyger – unter der Führung von Yamada Kôun Roshi das Koan-Studium in Japan. Sein Lehrername Cho-Un bedeutet «Aufklärende Wolke». Im August 2011 erhielt Paul Shepherd den Titel «Associate Zen Master» der Sanbo-Kyodan- Zen-Schule.
Kontemplation Einführung
Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.
Aargau: Lindenberg
Jeweils am zweiten Samstag des Monats lädt das Lassalle-Haus von April bis Oktober zu einem Pilgertag ein. Katarina Kelso plant die Touren und führt diese durch; Lassalle-Haus-Kursleitende laufen mit, geben spirituelle Impulse und leiten auf Teilstrecken zu gemeinsamem Gehen im Schweigen an. Die Touren sind eine Woche im Voraus detailliert auf der Website ausgeschrieben.
Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation
Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.
Zazenkai mit Niklaus Brantschen
Der Jesuit Niklaus Brantschen hat 1988 von Yamada Roshi die Lehrbefugnis und den Namen Go-Un-Ken erhalten. 1999 wurde er durch Glassman Roshi zum Zen-Meister ernannt und trägt seither den zusätzlichen Dharma-Namen Jin-Shu.