Ignatiana II: Formen spirituellen Übens

Grundlagen der Ignatianischen Spiritualität – Weiterbildung in Geistlicher Begleitung

Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-II“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Ignatius von Loyola (1492–1556) wird nicht nur seine Karriere am königlichen Hof aus der Hand geschlagen, er erlebt auch, wie die mittelalterliche Weltordnung zerbricht. Auf sich selbst zurückgeworfen wird er auf einen inneren Weg geführt, der exemplarisch geworden ist. Mystische Erfahrungen und depressives Erleben, religiöse Vorstellungen und geistliche Methoden, familiäre Zwänge und gesellschaftliche Vorgaben weben sich in seiner Biografie ineinander. «Wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, würden sie sich nur ganz seiner Führung anvertrauen», meinte er einmal. Ein Seminar, das eine geistliche Entwicklung plastisch vor Augen führt und zugleich hilft, den Exerzitienweg besser zu verstehen, den Ignatius als Lebenserbe seinen Nachkommen vermachen wollte.

Ignatiana I:Theologie der Spiritualität

Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-IV“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.
Psychologische wie philosophische Begleitung und Beratung, Coaching und Supervision haben sich in unserer Gesellschaft breit etabliert. Sie sind aus einem professionellen Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Die geistliche Begleitung ist eine althergebrachte Form des Zwiegesprächs, die zum Ziel hat, den Menschen in seinem spirituellen Wachstum zu fördern. Letztlich will sie ihn zur Gottesbegegnung
führen und ist daher Mystagogik. Das Seminar führt in die Logik und Dynamik geistlicher Begleitung ein und hilft, diese im Vergleich zu anderen Formen der Begleitung zu positionieren. An Fallbeispielen wird geübt, auf die Bewegungen in der Seele zu achten.
Die Unterscheidung der Geister ist unerlässlich für einen begleiteten, geistlichen Weg.

Einführung in die geistliche Gesprächsführung

Einführung in die geistliche Gesprächsführung

Ich wäre langsam im Sprechen, indem ich das Hören für mich nutze: ruhig, um die Auffassungen, Gefühle und Willen derjenigen, die sprechen zu verspüren und kennenzulernen, um besser zu antworten oder zu schweigen.
Ignatius von Loyola

Manchmal geschieht es spontan und unverhofft – im professionellen Rahmen von Seelsorge oder Beratung, am Küchentisch, bei einer Wanderung, auf einer Bank im Park. Ein Gespräch gewinnt an Tiefe: Sie nehmen bei Ihrem Gegenüber eine Unruhe wahr. Das Erreichte reicht nicht mehr. Da ist eine Sehnsucht nach mehr, nach tieferer Erfüllung, nach echterem Glück. Eine Krise hat tiefe Furchen und Risse im Weltbild hinterlassen. Was trug, ist brüchig geworden. Die Frage nach Richtung, Sinn und Ziel drängt herein. Der Weg ist ungewiss. Wohin? Entscheidungen stehen an. Die Suche nach dem Wahren, Guten und Schönen hat begonnen. Nicht selten werden Spuren des Göttlichen erahnt. Gott und das, was Gott will, wird zum Thema. – Wie weiter?

Es entwickelt sich ein «geistliches Gespräch». Sie sind als Mensch gefragt, der nicht wertet, sondern zuhört. Vorschnelle Ratschläge, Problemlösungen und Glaubensantworten sind fehl am Platz. Das Geheimnis, das im Anderen schlummert, will ans Licht. Hilfreich ist nun: Fragen stellen, die öffnen und in die Tiefe führen. Worte finden, welche verstehen lassen. Zu Sprechversuchen ermutigen, die das Verborgene begreifbar machen. Aufmerksam und achtsam sein für das, was die Geistkraft Gottes wirken will. Wenn angemessen, Hilfen für Gebet und Meditation im Alltag anbieten. – Ein geistliches Gespräch zu führen, braucht Übung. Diesem Üben weiss sich dieser Kurs verpflichtet.

Methoden der Kurseinheiten

  • Inhaltliche Theorieblöcke
  • Zeiten der Stille
  • Selbsterfahrungselemente als Basis für die Reflexion und Praxis des geistlichen Gesprächs
  • Einbezug des Körpers durch Leibübungen
  • Gesprächsübungen in Kleingruppen
  • Intervisionsübungen zu Gesprächssituationen im Alltag
  • Anregungen für die Biografiearbeit und das geistliche Üben im Alltag
  • Geistliche Begleitung (während der Ausbildung)
  • 5 bis 7-tägige (ignatianische oder kontemplative) Exerzitien

Inhalt

Die einzelnen Module dauern jeweils von 18.30 – 13.30 Uhr und finden wie folgt statt:

1. Modul: Aktives Zuhören
Fr, 25. bis So, 27. Juni 2021
Bruno Brantschen SJ und Sylvia Laumen ktw
Inhalte:

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Ein dialogisches Gottesbild als wichtige Basis eines geistlichen Gesprächs
  • Notwendige Grundhaltungen in einem geistlichen Gespräch
  • Einübung in das aktive Zuhören

2. Modul: Kontemplative Gesprächshaltung
Fr, 24. bis So, 26. September 2021
Hildegard Aepli und Bruno Brantschen SJ
Inhalte:

  • Kennenlernen einer Alltagsspiritualität
  • Geistliche Dimension eines Gesprächs
  • Einübung einer kontemplativen Gesprächshaltung
  • Typische Gesprächsverhinderer

3. Modul: Umgang mit Entscheidungen und Krisen
Fr, 14. bis So, 16. Januar 2022
Sylvia Laumen ktw und Bruno Brantschen SJ
Inhalte:

  • Frage nach dem Willen Gottes und der Unterscheidung der Geister
  • Einübung der Kunst, Fragen zu stellen
  • Umgang mit Entscheidungen
  • Unterstützung bei der Bewältigung von schwierigen Situationen und Krisen

4. Modul: Ethische Fragestellungen
Fr, 1. bis So, 3. April 2022
Hildegard Aepli und Bruno Brantschen SJ
Inhalte:

  • Beachtung von Grenzen
  • Vermittlung von Nähe und Distanz
  • Frage von Doppelbeziehungen
  • Umgang mit Macht und deren Missbrauch

Impulse für Ihren weiteren Weg

Die Teilnehmenden lernen, wie sie ein geistliches Gespräch gestalten können. Sie eignen sich Kenntnisse und Fertigkeiten an, wie sie im professionellen Rahmen von Seelsorge oder Beratung, aber auch in Alltagssituationen das spirituelle Suchen von Menschen verstehen und begleiten können. Die Einführung in die geistliche Gesprächsführung bietet eine gute Grundlage für eine weiterführende Ausbildung in geistlicher Begleitung. Bei letzterer geht es um längerfristige, geistliche Wachstumsprozesse.

Voraussetzungen

Grundhaltungen

  • Offenheit, sich auf die geistliche Dimension in der Gesprächsführung einzulassen
  • Bereitschaft, sich in Gesprächsübungen und Gruppenintervisionen einzubringen und von Anderen zu lernen

Wichtige Elemente

  • Wem sie noch nicht bekannt sind: 5 bis 7-tägige kontemplative oder ignatianische Exerzitien vor oder während der Weiterbildung
  • Einübung eines eigenen geistlichen Lebens im Alltag
  • Geistliche Begleitung während der Weiterbildung

Tagesablauf

Freitag
18.30     Abendessen
19.45     Einstieg ins Thema
21.30     Meditativer Tagesabschluss

Samstag
07.30     Meditativer Einstieg in den Tag
08.30     Frühstück
09.00     Referat, Gesprächsübungen, Einzelarbeit
12.00     Mittagessen
14.15     Körperübungen
15.15     Referat, Gesprächsübungen, Einzelarbeit
16.15     Intervisionsgruppen
18.30     Abendessen
20.00     Austausch in Kleingruppen
21.30     Meditativer Tagesabschluss

Sonntag
07.30     Frühstück
08.30     Gelegenheit zum Gottesdienst
09.30     Aus-Checken
10.00     Referat, Gesprächsübungen, Einzelarbeit
12.00     Rückblick
12.30     Mittagessen
13.30     Schluss

Änderungen im Programm vorbehalten

Die inhaltlichen Details der jeweiligen Kurseinheiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Weitere Informationen

Das Angebot besteht aus vier Modulen, welche nur gesamthaft gebucht werden können. Die Kurskosten verstehen sich für alle Module, exkl. Kost und Logis.

Focusing

Träume, Schlaf und Focusing

Der Schlaf wird oft als körperlich notwendiges Übel angesehen. Um mehr schlecht als recht überstandene, wenig erholsame Nächte kümmern sich erstaunlich Viele erst, wenn daraus Schlafstörungen entstehen, welche Gesundheit und Arbeitsfähigkeit einschränken. In diesem unausgeruhten Zustand empfindet man sogar die Träume als störend, sofern man überhaupt welche erinnern mag. Und trennt sich so von seinem nächtlichen Selbst ab, das helfen könnte.

Träume sind Ausdruck unseres Selbst, welches uns Lebensorientierung gibt. Die Tiefenpsychologie entwickelte das Deuten der Träume als unbewusste Probleme unserer Psyche. Träume gehen in ihrer Bedeutung weit darüber hinaus. Denn auch im Schlafen und Träumen sind wir ein ‘Ich’, das allerdings nachts nicht gleichermassen an Raum und Zeit gebunden ist wie im körperlichen Wachzustand. Erstaunliche Erfahrungen, die wir so im Träumen erleben können, bieten Hinweise, die in allen Lebensbelangen wegweisend und bereichernd für uns sein können.

Focusing- Ausbildung

Focusing-Ausbildung (AUSGEBUCHT)

In einer Welt der medialen Ablenkungen, des berufs- und ausbildungsbedingten Drucks, der Beschleunigung in fast jedem Bereich des Lebens kann man leicht überall sein, aber nicht mehr leicht „bei sich“.

Focusing ist eine Methode der inneren Aufmerksamkeit und Entschleunigung, um wieder in Tuchfühlung zu kommen mit dem Wahrnehmen und dem körperlichen Erleben, die den Alltag reich machen. Dadurch verstärkt sich das Vertrauen in den eigenen Erlebensprozess.

Darum kann Focusing auch als eine Art der westlichen Meditation bezeichnet werden, mit Wurzeln in der Philosophie und in der Psychologie. Während man in Meditationen gewöhnlich lernt, das Denken stillzulegen, ist Focusing eine Übung des Entfaltens und Zuhörens, wodurch wir uns selbst und uns gegenseitig näher kommen. Im Focusing lernt man, sich auf die Lebendigkeit des Augenblicks einzulassen und auf all das, was dieser zu fühlen, zu bemerken und zu erkennen gibt. Dabei kommt man von selbst den grossen und kleinen Belangen auf die Spur, um die es einem geht. Mit dem Focusing wird der eigene Richtungssinn geschärft, und es werden zugleich erstaunliche und subtile Spielräume des Daseins freigelegt.

Die Schritte des Focusings lehren, dass die gerichtete Aufmerksamkeit und die stimmige Formulierung komplexe Situationen, Themen oder Dilemmas klarer machen können, als man sich vorstellen kann. Körperliches Empfinden, Gefühl und momentanes Erleben werden les- und ausbuchstabierbar, wobei sie als wertvolle und naheliegende Wegweiser zu entdecken sind.

Focusing ist deshalb eine Grundlage für spirituelle Praktiken, indem es die Verbindung zum Hier und Jetzt zu üben lehrt. Es ist eine Technik, die in den Alltag mitzunehmen ist. Sie verschafft Plänen, Aufgaben, Themen und Freundschaften Klarheit und Tiefe. In einer Zeit der Virtualisierung wird eine Methode wie das Focusing zu einer komplementären Grundkompetenz: nämlich als Übung, aufmerksam in der verkörperten Qualität des Hier und Jetzt zu sein.

Focusing – Was hilft das?


Interview mit Kursleiterin Donata Schoeller

Inhalt

Die Ausbildung „Focusing“ umfasst 6 Module von je 2 Kurstagen (Start jeweils am Vorabend mit einem gemeinsamen Nachtessen und anschliessender Hinführung zum Thema). Partnerschaftliches Üben zwischen den Modulen ist ein integraler Bestandteil. Lehrpersonen stehen für Einzelsitzungen zwischen den Modulen nach Absprache zur Verfügung.

Modul 1: 08.01. – 10.01.2021, 18:30 – 16:30
Das Potential des Erlebens: die Grundhaltungen und die Grundschritte des Focusing-Prozesses. Innere Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Urteilslosigkeit, Freiraum schaffen, Resonanz (vom Erleben zum Formulieren und wieder zurück). Grundbegriffe: Felt Sense und Shift (gefühltes/stilles Verständnis)
Kursleitung: Eveline Moor, Donata Schoeller

Modul 2: 05.03. – 07.03.2021, 18:30 – 16:30
Den Focusing Prozess begleiten: „Das Potential des Zuhörens“. Focusing-Prozess Schritte wiederholen und vertiefen. Das subtile Lenken der Aufmerksamkeit, Veränderungsprozesse einleiten, Präsenz für eine andere Person, Zuhören – Transformation ohne „etwas tun müssen“. Grundbegriffe: Begleiten (Pacing) und Leiten (Leading).
Kursleitung: Eveline Moor, Donata Schoeller

Modul 3: 16.04. – 18.04.2021, 18:30 – 16:30
Spezifische Themen des Prozessbegleitens: Grundprinzipien der Focusing-Beziehung, Gleichseitigkeit. Einführung in strukturgebundene Prozesse. Grundbegriffe: Innere Kritiker, innere Kinder.
Kursleitung: Eveline Moor, Donata Schoeller

Modul 4: 11.06. – 13.06.2021, 18:30 – 16:30
Arbeit an den Feinheiten der Techniken und Haltungen des Prozessbegleitens, Umgang mit schwierigen Situationen.
Kursleitung: Eveline Moor, Donata Schoeller

Modul 5: 09.07. – 11.07.2021, 18:30 – 16:30
Konzepte und Muster in unserem Denken und Fühlen: Mit dem Fühlen denken, im Denken fühlen. Selbstreflexive und praktische Übungen mit den philosophischen Hintergründen des Focusings. Grundbegriffe: Interaktion-zuerst.
Kursleitung: Dr. Hanspeter Mühlethaler, Donata Schoeller

Modul 6: 27.08. – 29.08.2021, 18:30 – 16:30
Abschluss: Zusammentragen der wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Ausbildung. Focusing-Haltung im Alltag verankern und neue Schritte im eigenen Leben. Grundbegriffe: Action Steps.
Kursleitung: Dr. Hanspeter Mühlethaler, Donata Schoeller

Zwischen den Modulen üben die Teilnehmenden partnerschaftlich, so dass der Prozess vertieft wird. Diese Partnerschaften werden am Ende jedes Moduls neu abgestimmt. Übungs-Sitzungen mit Lehrpersonen können individuell abgemacht werden, sind im Kurs jedoch nicht inbegriffen.

Informationsabend am Donnerstag, 24. September 2020 um 19:00 Uhr im aki Zürich, Hirschengraben 86
Sie erhalten detaillierte Informationen über Aufbau, Inhalte und Ziele der Ausbildung „Focusing“ und können Ihre Fragen anbringen. Ihre Anmeldung nehmen wir gerne entgegen unter: info@lassalle-haus.org oder Tel. +41 41 757 14 14.

Impulse für Ihren weiteren Weg

In dieser Ausbildung lernt man den Reichtum und die Präzision des eigenen Erlebens und Fühlens besser kennen, verstehen und handzuhaben. Focusing ist eine augenöffnende Praxis, die Spielräume eröffnet, Entscheidungen und nächste Schritte in der Komplexität des beruflichen und privaten Alltags selbst-kompetenter handhaben lässt.

Weitere Informationen

Die Kurskosten verstehen sich für die gesamten 6 Module und exkl. Kost und Logis. Ratenzahlungen sind möglich.

Einführung ins Focusing, Video mit Eugene Gendlin, dem Gründer des Focusing (in englisch)

Informationsveranstaltung zur Focusing-Ausbildung vom 24. September 2020

Meine Schritte durch die Zeit, lebendig bleiben

Meine Schritte durch die Zeit, lebendig bleiben

Die Evolutions-Ausstellung auf dem Areal des Lassalle-Hauses „Schritte durch die Zeit, vom Sternenstaub zu uns“, eröffnet uns eine Welt voller Gegensätze: Ergreifende Schönheit, unvorstellbare Vielfalt, stetige Veränderung, Beharrlichkeit aber auch Zerstörung und Leiden. Der Fortbestand von fast 4 Milliarden Jahren irdischen Lebens wird jedoch durch uns Menschen bedroht. Obwohl wir wissen, dass wir uns grundsätzlich ändern müssen, um als Menschheit zu überleben, gelingt uns der Wandel nicht. Der Kurs möchte Wege aufzeigen, wie sich alle wirksam und mit Freude für den Erhalt des Lebens einsetzen können. Bahnbrechende Ereignisse in der Evolutionsgeschichte helfen uns existenzielle Fragen zu beantworten: Was ist das Geheimnis der Erfolgsgeschichte des irdischen Lebens? Was lernen wir von Symbiose und Darwins Erkenntnissen? In Dialoggruppen praktizieren wir einen lebendigen Austausch über eine zukunftsorientierte Weltsicht.

Inhalt

Die Evolutionsgeschichte zeigt die Implikationen von wichtigen Naturereignissen auf. Wie müssen wir unsere Weltsicht und unser Handeln anpassen, damit wir als Menschheit überleben können? Was kann ich dazu beitragen?

Impulse für Ihren weiteren Weg

Ein besseres Verständnis, wie unsere Welt funktioniert hilft unser Leben nachhaltiger zu gestalten. Klarheit über die Konsequenzen meines Handelns ermöglicht hilfreiche Veränderungen. Der Prozess eine integrale Weltsicht zu entwickeln bringt Sinn und Erfüllung.

Voraussetzungen

Keine Einschränkungen von Alter und Ausbildung. Gute Deutschkenntnisse. Offen für Reflexion, Dialog und Bereitschaft sich auf Neues einzulassen.

Tagesablauf

Samstag, 19. Juni 2021
10:15 Vorstellen des Programms und der Teilnehmer/innen
10:45 Einführung und Besichtigung der Ausstellung
12:00 Mittagessen
13:30 Wichtige Entwicklungen der Evolution
14:15 Kurzreferat zur Weltsicht
14:45 Gruppendiskussion: Welche Veränderungen sind überlebensnotwendig? Was kann ich dazu beitragen?
17:00 Ende

Weitere Informationen

Zusätzlich zu den Kurskosten wird das Mittagessen mit CHF 30.00 verrechnet.

Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Oberstufe)

Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Oberstufe)

In Japan trägt die Kunst der Tuschmalerei den Namen Sumi-e (Tuschebild), oder suibokuga (Tusche-Aquarell-Bild). Die Tuschemalerei hat enge Beziehungen zur Zen-Kultur. Mit wenigen Pinselstrichen, vorwiegend mit schwarzer Tusche, werden stimmungsvolle Bilder in reduzierter Darstellung geschaffen. Dargestellt werden vor allem Naturmotive und Landschaften. Farben werden äusserst sparsam eingesetzt. Ein bekanntes Meisterwort lautet: «Wenn man die schwarze Tusche geschickt behandelt, dann ergeben sich die fünf Farben fast von selbst». Dadurch, dass die Motive weitgehend aller Farbe entkleidet sind und aus dem Zusammenhang mit ihrer Umgebung gelöst werden, wird ihre innere, geistige Struktur spürbar, ihr «wirklicher» Charakter erscheint.
Die Kunst der Tuschemalerei erfordert eine hochgradige Beherrschung des Materials, denn jeder Pinselstrich ist (wie bei der Kalligrafie) unwiderruflich. Dies erfordert ein ausserordentliches Feingefühl der Linienführung.

Inhalt

In den Kursen werden die Grundtechniken der klassischen bis modernen Tuschemalerei vermittelt.
Die Kurse sind in drei Niveaustufen aufgeteilt, angefangen von der Grundstufe 1 bis zur Fortgeschrittenen-Stufe 3. Es ist wichtig, diese Reihenfolge einzuhalten.
Am Ende jeden Kurses sind die Teilnehmenden jeweils in der Lage, ihr Lieblingsmotiv der entsprechenden Stufe zu malen.

Impulse für Ihren weiteren Weg

Einblick in die fernöstliche Kunst des Tuschemalens.

Voraussetzungen

Es wird vorausgesetzt, dass Sie bereits folgende Kurse von Sanae Sakamoto besucht haben:
– Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie und Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei“ (Grundkurs)
– Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie (Mittelstufe)
– Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Mittelstufe)

Tagesablauf

Kurzes «Morgen-Zazen» (freiwillig). Tageskurs mit Pausen.
Abends Spezial-Programm (z.B. Kulturfilm).

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie, dass die Kurskosten exkl. Materialkosten berechnet sind. Die Materialkosten sind bar direkt an die Kursleitung zu bezahlen.

Detaillierte Informationen über die Künstlerin Sanae Sakamoto, ihre Seminare, Werke und Ausstellungen entnehmen Sie unter www.sanaesakamoto.ch

Sumi-e – Fernöstliche Tuschemalerei (Mittelstufe)

In Japan trägt die Kunst der Tuschmalerei den Namen Sumi-e (Tuschebild), oder suibokuga (Tusche-Aquarell-Bild). Die Tuschemalerei hat enge Beziehungen zur Zen-Kultur. Mit wenigen Pinselstrichen, vorwiegend mit schwarzer Tusche, werden stimmungsvolle Bilder in reduzierter Darstellung geschaffen. Dargestellt werden vor allem Naturmotive und Landschaften. Farben werden äusserst sparsam eingesetzt. Ein bekanntes Meisterwort lautet: «Wenn man die schwarze Tusche geschickt behandelt, dann ergeben sich die fünf Farben fast von selbst». Dadurch, dass die Motive weitgehend aller Farbe entkleidet sind und aus dem Zusammenhang mit ihrer Umgebung gelöst werden, wird ihre innere, geistige Struktur spürbar, ihr «wirklicher» Charakter erscheint.
Die Kunst der Tuschemalerei erfordert eine hochgradige Beherrschung des Materials, denn jeder Pinselstrich ist (wie bei der Kalligrafie) unwiderruflich. Dies erfordert ein ausserordentliches Feingefühl der Linienführung.

Inhalt
In den Kursen werden die Grundtechniken der klassischen bis modernen Tuschemalerei vermittelt.
Die Kurse sind in drei Niveaustufen aufgeteilt, angefangen von der Grundstufe 1 bis zur Fortgeschrittenen-Stufe 3. Es ist wichtig, diese Reihenfolge einzuhalten.
Am Ende jeden Kurses sind die Teilnehmenden jeweils in der Lage, ihr Lieblingsmotiv der entsprechenden Stufe zu malen.

Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie (Mittelstufe)

In China und Japan ist Sho dô (der Weg der Schreibkunst) eine hoch angesehene Kunst mit einer über 3000-jährigen Tradition. Mit einer ganzen Farbskala von Tusche-Nuancen werden Stimmungen und Gefühle ausgedrückt, Zeichen werden zu Kunstwerken. Unser streng rationales Alphabet kennt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilderschrift nicht. Der Akt des emotionalen Pinsel-Schreibens existiert deshalb nicht in unserer westlichen Kultur. Eingebürgert bei uns hat sich der Begriff «Kalligrafie» als Bezeichnung für diese Kunst.
Im Westen haben so berühmte Künstler wie Tàpies, Motherwell, Bissier, Tobey, Monet, Miró usw. die chinesisch-japanische Kalligrafie aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet.

Inhalt
Es wird intensiv an der charakteristischen Tuschetechnik, der Pinselhaltung und -führung gearbeitet sowie an der Zen-orientierten Ästhetik und deren Gestaltungsgefühl. Neuartige Elemente und Impulse werden vermittelt. Die Teilnehmenden erleben die ganze Spanne des Arbeitens mit Tusche und Pinsel von dynamisch, kraft- und schwungvoll bis hin zu zart und feinfühlig. Die Teilnehmenden üben sich in der Konzentration auf die Grundelemente und führen ab der Aufbaustufe auch umfangreiche Arbeiten aus.