Salon Theologie – In Verantwortung gegenüber den Opfern

Was das Kirchenrecht mit der sexualisierten Gewalt im kirchlichen Umfeld zu tun hat

Die im September 2023 vorgestellte Pilotstudie der Uni Zürich zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in der Schweiz bringt erste historische Forschungsergebnisse für unser Land.
Wir stellen einige Erkenntnisse vor und fragen, wo die Schwächen im «System Kirche» liegen. Klerikale Machtstrukturen, Verantwortung für die Auswahl der Priesterkandidaten, fehlende Gewaltenteilung, Personalführung, strafrechtliche Ahndung innerhalb der Kirche – diese Ursachen werden häufig genannt, wenn es um sexuellen Missbrauch im Raum der Kirche geht. Im «Salon Theologie» ordnen wir diese ein und diskutieren die Ergebnisse der Studie ebenso wie notwendige Auswirkungen.

 

Salon Theologie – Der aktualisierte Jesus

Perlen aus Augustinus‘ existenzieller Psalmenauslegung

Die Bibelexegese der Kirchenväter steht bei vielen im Ruf, verstaubt und überholt zu sein. Beim Kennenlernen und bei genauerer Betrachtung zeigen sich aber wahre Schätze, die sowohl vor fundamentalistischen Literalinterpretationen schützen, als auch ein Handwerkszeug liefern, um sich die biblischen Texte jeweils heute für die aktuelle Situation existenziell anzueignen.

 

Salon Theologie – Junia und die Anderen in Rom

Frühe christusgläubige Gemeinden und was wir heute von ihnen lernen können

Paulus grüsst in seiner Grussliste am Ende des Römerbriefs (Röm 16,1–16) eine Reihe von Frauen und Männern in Rom. Vor allem die Frauen unter ihnen tragen interessante Titel und Funktionsbeschreibungen, die auf bemerkenswerte Aufgaben in den Gemeinden hinweisen. Paulus hat wertschätzend mit diesen Frauen und Männern zusammengearbeitet.

Dieser «Salon Theologie» wird Einblicke in das Leben der ersten Gemeinden in der Grossstadt Rom geben und sich der Frage nach der Aktualität dieser Einsichten für heute stellen.

 

Salon Theologie – Kunstvoll, Tiefsinnig, Spiegel des Glaubens

«Gemalte Theologie» in der christlichen Kunstgeschichte

Michelangelos «Jüngstes Gericht», der «Kuss des Judas» von Giotto, Boschs Phantasien vom «Garten der Lüste» oder die Kreuzigungsszenen von Lucas Cranach d. Ä. – diese und viele weitere Kunstwerke mit christlichen Bildthemen gehören heute zum kollektiven Gedächtnis der Menschheit. Als «gemalte Theologie» und als tiefsinnige Spiegel des christlichen Glaubens sind sie voller Anspielungen und Details, die sich dem unerfahrenen Auge nicht leicht offenbaren.

In diesem «Salon Theologie» werden wir deshalb einige der genannten Gemälde unter theologischen Aspekten analysieren und dabei feststellen, mit welcher Raffinesse – manchmal auch Plumpheit – die Maler:innen die theologischen Überzeugungen ihrer Zeit zum Ausdruck brachten oder kritisierten. Als «Lesehilfe» für künftige eigene Entdeckungen eine grosse Hilfe!

 

Salon Theologie – Warum musste Jesus von Nazaret sterben?

Eine historische Analyse der Umstände des Todes Jesu

In der christlichen Theologie nimmt der Tod Jesu eine zentrale Rolle ein. Ohne ihn keine Auferstehung, kein Osterzeugnis und kein christlicher Glaube, wie wir ihn heute kennen.

Doch warum musste Jesus von Nazaret sterben? Dieser Frage nähern wir uns bei diesem «Salon Theologie» aus einer historischen Perspektive.

Welche Quellen eignen sich für eine Analyse und welche Erkenntnisse lassen sich aus diesen für eine Rekonstruktion der Ereignisse um das Jahr 30 n. Chr. gewinnen? Insbesondere geht es dabei auch um eine Widerlegung gängiger Antijudaismen, die in der Vergangenheit – aber auch noch heute – in Verbindung mit der Kreuzigung erhoben wurden und werden.

 

Salon Theologie – Gibt es einen «gerechten Krieg»?

Die geschichtlichen Stationen dieser Lehre und die heutigen Versuche ihrer Überwindung

In der Geschichte des Christentums und in seinen konfessionellen Ausprägungen haben sich sowohl pazifistische Positionen als auch Versionen einer Lehre des «gerechten Krieges» und sogar des «heiligen Krieges» herauskristallisiert. Vorstellungen, die den Umgang mit Krieg und Frieden bis heute prägen. Angesichts dieser Pluralität christlich motivierter Einstellungen ist es durchaus eine Heraussforderung, eine Friedensethik zu artikulieren, umzusetzen und zu erleben.

Bei diesem «Salon Theologie» an zwei Abenden (22.3. & 29.3.) gehen wir von der Voraussetzung aus, dass heutiges Christ:in-sein im Spannungsfeld der neutestamentlichen Friedensbotschaft einerseits und der Bewältigung kriegerischer Konflikte andererseits steht. Lässt sich diese Spannung bewältigen? Wie? Und mit welchen ethischen Begründungen?

 

Salon Theologie – «bis dass der Tod euch scheidet» – oder das Kirchenrecht

Kirchliche Verfahren zur Nichtigerklärung einer Ehe

Trotz hoher Scheidungsziffer verteidigt das Lehramt der katholischen Kirche die Unauflöslichkeit der gültigen und sakramentalen Ehe. Das Kirchenrecht bietet geschiedenen Katholik:innen als einzigen Weg zu einer neuen Ehe die kirchenamtliche Feststellung, dass die frühere Eheschliessung in der rückblickenden Prüfung nicht gültig zustande gekommen ist.

Was sind die Gründe, deretwegen eine Eheschliessung für ungültig erklärt wird? Wie läuft ein solches Ehenichtigkeitsverfahren ab? Für wen eignet es sich?

Bei diesem «Salon Theologie» geht es um einen echten «Dauerbrenner» des Kirchenrechts – verbunden mit spannenden Einsichten in seine Geschichte und Gegenwart.

Gott gut durchdacht – das Christentum philosophisch entdecken

Für Ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Gott als Schöpfer, der barmherzig ist und allmächtig? Die Vorstellung eines dreifaltigen Gottes? Die Bezeichnung von Jesus Christus als wahrer Mensch und zugleich wahrer Gott? – das tönt
alles wichtig, aber gleichzeitig höchst unverständlich.

Woher kommen diese Begriffe und Vorstellungen, und was bedeuten sie? Die Suche nach Antworten führt in die Welt des Denkens. Von Beginn an war es gebildeten Christ:innen – allen
voran dem Apostel Paulus – wichtig, ihren Glauben auch als Sache der Vernunft zu verstehen. Nicht irrational oder esoterisch sollte er sein, sondern so gut durchdacht, dass er vor der menschlichen Vernunft bestehen könne. Und so sind Begriffe wie Dreifaltigkeit oder Gottesmutter Maria das schwer erkämpfte Ergebnis der philosophisch-theologischen* Diskussionen, die aus dieser Aufgabenstellung entstanden sind.

Um diese Begriffe und damit die christlichen Gottes- bzw. Glaubensvorstellungen verstehen und neu erschliessen zu können, ist ein Blick auf die philosophischen Fundamente des Christentums
notwendig.

Aber nicht nur dafür: Einige philosophische Strömungen prägen über die christliche Kulturgeschichte unser Leben, Denken und Fühlen bis heute. Dem auf die Spur zu kommen und nach den Ansätzen einer für uns selbst passenden Lebensphilosophie zu fragen – auch dafür ist Zeit im Sinne des berühmten philosophischen Leitworts: Erkenne Dich selbst.

THEObasic richtet sich an Sie, wenn Sie einen Blick in die Welt des Christentums und der Theologie werfen wollen, wenn Sie Grundlagen für eine kirchliche Ausbildung schaffen möchten – oder wenn Sie ihr persönliches Wissen erweitern wollen. Das alles im Blended Learning: 4 Einheiten, drei davon digital und eine Erkundung in Zürich vor Ort – spannende Einsichten sind garantiert!

 

Prägend und Einflussreich – das Christentum und seine Wirkungen verstehen

Für Ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Europa ist tief geprägt von 2 000 Jahren Christentum. Prachtvolle Kirchen und schlichte Gipfelkreuze, beeindruckende Klosteranlagen und schattige Friedhöfe kennen wir alle als Zeugnisse dieser einmaligen Geschichte.Doch unsere Umwelt ist noch viel stärker durchdrungen von christlichen Symbolen und Zeugnissen. Diese Spuren in unseren Städten und Dörfern erkennen und lesen zu lernen eröffnet wahrlich neue Horizonte!

Gleiches gilt für die europäische Kunst- und Musikgeschichte sowie die Literatur. Auch diese sind bis in die jüngste Zeit vom Christentum und seiner Botschaft beeinflusst. Die grossen Kunstwerke aus Vergangenheit und Gegenwart erschliessen sich aber nur den Personen, die sie richtig deuten können.

Wollen auch Sie verstehen, was diese Gebäude, Kunstwerke und Gegenstände aussagen? Wie sich ihre Form und Funktion erklärt? Welchen Überzeugungen sie eine Gestalt geben, welche Hoffnungen sie spenden wollen? In welchem Licht sie den christlichen Gott erscheinen lassen?

Dann machen Sie sich mit uns auf den Weg, um die Welt und ihre Tiefenstrukturen besser verstehen zu können. Wir vermitteln Ihnen theologisches* Grundlagenwissen zum christlichen Erbe in
Europa. Mit ihm werden Sie kompetent darin, christliche Symbole, Gegenstände und Vorstellungen zu erkennen, inhaltlich zu deuten und Ihr Wissen an andere zu vermitteln.

Spannende Einsichten sind garantiert!

THEObasic richtet sich an Sie, wenn Sie einen Blick in die Welt des Christentums und der Theologie werfen wollen, wenn Sie Grundlagen für eine kirchliche Ausbildung schaffen möchten – oder wenn Sie ihr persönliches Wissen erweitern wollen. Das alles im Blended Learning: 4 Einheiten, drei davon digital und eine Erkundung in Zürich vor Ort – spannende Einsichten sind garantiert!

 

Kirche in der Welt dieser Zeit. Studiengang für Gasthörende (Praktische Theologie)

Wo steht die Kirche heute? Welche Perspektiven hat sie und welche Entscheidungen muss sie treffen, um zukunftsfähig zu sein? – In der Praktischen Theologie geht es nicht nur um die pastorale Praxis der Seelsorgenden, sondern viel grundlegender um das Verstehen der zerrissenen Welt von heute und, darauf bezogen, um die theologische Ausrichtung des kirchlichen Handelns auf allen Ebenen. Die Praktische Theologie benennt Kriterien und Aufgaben für eine biblisch begründete Praxis des Glaubens in der heutigen Welt und bietet Hilfen für deren Umsetzung in unseren Pfarreien und Kirchen.

15 Vorlesungen: 4x als Präsenzeinheit in Zürich und 11 Onlinevorlesungen

jeweils am Donnerstagabend von 19.00 – 20.45 Uhr (2x ab 18.30Uhr)

Prospekt