Hohe Gedanken entspringen der Tiefe des Herzens

Eine Woche der Stille in der Fastenzeit

In diesen Tagen verzichten wir ganz bewusst auf den Kontakt nach Aussen und wenden alle Sinne nach Innen. Je tiefer wir nach Innen verbunden sind, umso stärker erfahrbar wird auch die Verbundenheit mit der Welt. Unser Herz öffnet sich in der schweigenden Achtsamkeit für die Tiefe unseres Daseins und auch für die Herausforderungen der Weltgestaltung.
Aus der Erfahrung der Quelle allen Lebens wächst in uns der Wunsch, dem Leben, der Liebe zu dienen in unserem Alltag.

Kontemplation via integralis verbindet den Erfahrungsweg der christlichen Mystik mit der Praxis des Zazen. der Schweigemeditation aus der Zentradition.

Via integralis wurde gegründet von Pia Gyger ktw und Niklaus Brantschen SJ, christliche Ordensleute und Zenmeister. Die Kontemplation via integralis ist die Frucht der jahrelangen interreligiösen Begegnung.

Inhalt
Zazen, Gehmeditation, Mitarbeit im Haus, Vortrag, Begleitgespräch, Gottesdienst.

Voraussetzungen
Für die Kontemplationswoche ist ein Besuch einer Einführung in Kontemplation oder Zen vorteilhaft. Wenn Sie die nicht haben, melden Sie sich bitte vorher bei Margrit Wenk-Schlegel (071 288 65 88).

Zu besonderen Anlässen gekonnt reden

Trainingsseminar Rede-Rhetorik

Hochzeiten, Geburtstage, Trauerfeiern, Jubiläen, Anlässe in Firmen und Gemeinden, Verabschiedungen, Eröffnungen usw. sind Anlässe um eine Rede zu halten. Verabschieden, eröffnen, begrüssen, würdigen, feiern, motivieren, danken, sind nur ein paar Beispiele für das, was ich mit einer Anlassrede machen kann.

Finde ich die richtigen Worte? Was mache ich mit meiner Aufregung? Wie werde ich wahrgenommen? Wie bereite ich die Rede vor? Kann ich das überhaupt?

Inhalt
• Sicherheit beim Reden
• Atmung, Körperausdruck und Hörerbezug
• Stimme und Sprache
• Redesituation, Thema und Gliederung
• Glaubwürdigkeit und freie Rede

Thematische Einführungen und praktische Übungen, sowie Video- und Trainer-Feedback unterstützen dabei, einen eigenen, authentischen und wirksamen Redestil zu finden.

Schreibwerkstatt für Frauen*

Berufen

Maria Magdalena, Junia, Brigid von Kildare, Hildegard von Bingen, Katharina von Siena, Jeanne d’Arc, Edith Stein und viele, viele mehr! Es gab sie zu allen Zeiten: Frauen*, die eine Berufung verspürten und ihr folgten. Es gibt sie* auch heute und sie melden sich zu Wort. Berufungen haben viele Gesichter. Diese Schreibwerkstatt lädt ein, der eigenen Berufung nachzugehen: Was ist mein Ruf? Woran erkenne ich ihn? Und auf welchen Wegen lebe ich ihn? Was trägt mich dabei und was hindert mich?

Schreibend und im Austausch miteinander machen wir uns mit diesen Fragen auf den Weg.

Methoden
Impulse, autobiografisches Schreiben, Austausch zu den entstandenen Texten, besinnliche Elemente, kleine Schlussfeier.

Hinweis
Sie können auch früher anreisen, damit Sie ganz entspannt den Kurs geniessen können oder danach Ihren Aufenthalt verlängern. Bitte bei der Anmeldung angeben.

Kar- und Ostertage in der Stille

Kontemplation von Gründonnerstag bis Ostersonntag

„aber es kommt eine auferstehung
die anders ganz anders wird als wir dachten
es kommt eine auferstehung, die ist
der aufstand gottes gegen die herren
und gegen den herrn aller herren: den Tod.“

Aus einem Gedicht von Kurt Marti

Die Tage zwischen Gründonnerstag und Ostermorgen finden in der Stille statt. Tägliche, mehrstündige Meditation im Stil des Zazen führen in das Schweigen und helfen, sich achtsam Atemzug um Atemzug einzusammeln. Die Stille ist in diesen Tagen von unterschiedlicher Qualität: Das Verstummen angesichts des Unrechts, das traurige Schweigen am Grab, die überglückliche Sprachlosigkeit beim Erwachen zum Geheimnis der Auferstehung.
Die Übung unterstützt ,,in jedem Moment präsent zu sein“. Denn das Erwachen zu Gottes Lebendigkeit geschieht oft dort, wo es am wenigsten erwartet wird.
Die Passionsgeschichte und die Zeugnisse der Auferstehung aus den Evangelien sind der inhaltliche rote Faden durch die Gottesdienste und Impulse.

Elemente
Täglich 5 bis 6 Stunden Meditation im Sitzen und Gehen, Impulse, Gottesdienste, Einzelgespräche.

Kraft schöpfen aus der Natur

Beobachten, still werden, Naturkunstwerke entstehen lassen

Die Natur ist im Frühling freigiebig. Sie gibt zu sehen, zu riechen, zu hören, zu spüren und zu schmecken.
Die Natur ist heilsam. Sie kennt den Zyklus von Werden und Vergehen. Den Rhythmus von Keimen, Wachsen, Blühen und Verblühen.
Sie verbringen Zeit mit allen Sinnen im Wald, am Wasser und auf dem Feld. Sie lauschen Vogelstimmen. Sie lassen ein Natur-Kunstwerk entstehen.
Im Betrachten der Land-Art und im Erzählen des Erlebten finden Sie eine Verbindung zum persönlichen Leben, vielleicht einen Schatz für den Alltag.

Inhalt
– die Natur mit neuen Augen sehen und neuen Ohren hören
– Vogelstimmen entdecken
– Land-Art: Kleine Naturkunstwerke gestalten
– Impulse, Bewegung, Meditation und Wahrnehmung, Austausch in der Gruppe
– meditatives Singen

Hinweis
Bitte bringen Sie gutes Schuhwerk und wetterfeste und gemütliche Kleidung mit. Viele Stunden verbringen wir in der Natur, im Wald und am Wasser.

Brot, das die Hoffnung nährt

Kommunionspende-Kurs

Das Teilen des Brotes ist nach dem Teilen des Wortes der zweite zentrale Teil der gottesdienstlichen Feier. Im geteilten Brot ist der Auferstandene unter uns gegenwärtig. Und damit alles, was sein Leben und seine Verkündigung ausgemacht hat: die Liebe zu jedem Menschen, das Überschreiten enger Grenzen, die Überwindung des Todes. Dieses Brot stärkt den Glauben und nährt die Hoffnung. Es gibt Kraft, in der Nachfolge Jesu zu leben und zu handeln. In der Kommunionspendung legen wir von diesem Glauben Zeugnis ab.

Der Kurstag führt Sie in diesen wichtigen und schönen liturgischen Dienst ein.

Inhalt
• Sie lernen biblische Brotgeschichten kennen
• Sie reflektieren die theologische Bedeutung des Kommunionspende-Dienstes
• Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen zur Ausführung
• Sie bekommen Raum für Ihre Fragen zur Liturgie

Arbeitsweise
Wechsel von Impulsen, Kleingruppenarbeit, Austauschrunden und praktischer Übung.

Voraussetzung
Sie sind zum Kommunionspende-Dienst angefragt worden.

HINWEIS
Für die Beauftragung benötigen wir Ihre private Adresse mit Angabe Ihrer Pfarreizugehörigkeit, bitte bei der Anmeldung berücksichtigen.
In der Regel übernimmt die Kirchgemeinde die Kurskosten. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Ein Leben ohne Gestern

Demenzerkrankten Menschen begegnen und sie begleiten

Demenz ist eine chronische Alterskrankheit, die aufgrund der Altersstruktur unserer Bevölkerung in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Heute lebt die Hälfte der an Demenz Erkrankten zu Hause. Sie werden von den Angehörigen betreut. Diese Betreuung ist intensiv, zeitaufwendig und oft auch emotional belastend.

Sie erhalten ein Grundwissen, um Menschen mit einer Demenz zu begegnen und sie zu begleiten. Damit entlasten Sie auch deren Angehörige. Die Auseinandersetzung mit der Erkrankung nimmt Unsicherheiten und Ängste. Auf diese Weise fördert sie auch die Lebensqualität der Erkrankten.

Eine Weiterbildung für Interessierte, die familiär oder in der Freiwilligenarbeit Menschen mit Demenz begegnen.

Inhalte
• Verschiedene Demenzformen, ihre Symptome und Verlaufsformen
• Kommunikation mit dementen Menschen
• Alltags- und Umgebungsgestaltung mit dementen Menschen
• Gesellschaftliche Hilfen

Ziel
Die Teilnehmenden
• setzen sich auf einer persönlichen Ebene mit dem Thema Demenz auseinander.
• kennen die verschiedenen Demenzformen.
• kennen den Verlauf und die Stadien der Demenz.
• erlernen wichtige Regeln in der Kommunikation und Umgebungsgestaltung mit Dementen.
• erhalten Hilfestellungen in der Alltagsgestaltung mit demenzerkrankten Menschen.
• erhalten einen Einblick in die gesellschaftlichen Hilfen.

Bitte bringen Sie zum Kurstag einen Gegenstand mit, der Sie an ein Erlebnis aus Ihrer Vergangenheit erinnert und einen besonderen Wert für Sie darstellt. Vielen Dank.

Verstehen ohne Worte

Coaching zu Präsenz, Wahrnehmung, Körpersprache und Stimmbildung

Sie lernen Signale und Handlungsmuster, die Ihr Körper aussendet zu definieren, um mit Ihrer Kommunikation, in Gruppen oder mit Einzelnen, besser Ihre Ziele zu erreichen. Das eigene Rollenverhalten entdecken und analysieren, egal, ob beruflich, privat oder in Ihrem freiwilligen Engagement.

Im Workshop lernen Sie
• flexibel und spontan mit herausfordernden Situationen umzugehen
• wie Sie verstehen und verstanden werden
• effektiv und authentisch Ihre Ziele erreichen
• Chancen auch in schwierigen Situationen sehen und ergreifen.
• Interaktionen mit Ihrem Gegenüber bewusst gestalten

Wir arbeiten mit dem was Sie mitbringen. Mit Ihrem Körper, mit Ihrer Stimme und mit Ihrer Persönlichkeit. Durch die Arbeit im Workshop lernen Sie, sich und Ihren persönlichen Werkzeugkoffer bewusster einzusetzen.

Bibliodramatische Kleinformen für die Arbeit mit Erwachsenen

Glaubenskommunikation in Gruppen

Menschen, die sich in der Pfarrei engagieren, kann auch im Rahmen ihrer Treffen ein Erfahrungsraum des Glaubens angeboten werden. Dieser Erfahrungsraum muss zeitlich und methodisch einfach und direkt zugänglich sein.
Inspiriert von der Vollform des Bibliodramas wurden in der Wislikofer Schule für Bibliodrama und Seelsorge niederschwellige Formen der Glaubenskommunikation für Gruppen entwickelt und erprobt. Diese Formen ermöglichen, Menschen im Rahmen ihrer Treffen und Sitzungen auf ihren Glauben hin anzusprechen, die eigene Motivation zu stärken und Spiritualität im Alltag zu erleben.

Ziel
– bibliodramatischen Kleinformen am eigenen Leib erfahren
– Chancen der Kleinformen reflektieren
– Kleinformen auf die Anwendung im eigenen pastoralen Praxisfeld prüfen
– erste Anwendungen erproben

Voraussetzungen
Frauen und Männer, die hauptamtlich oder nebenamtlich im Rahmen der Pfarreien mit Gruppen arbeiten

Hinweis
Dieser Kurs ist offen ausgeschrieben und gleichzeitig Bestandteil der Ausbildung in Bibliodramaleitung 2021-2023.

Anmeldung
Theologisch-pastorales Bildungsinstitut TBI
Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich
www.tbi-zh.ch/kirchliche-weiterbildung/
Tel. 044 525 05 40, E-Mail info@tbi-zh.ch

Ich habe eure Klagen gehört

Brunnentage zum Buch Exodus

Gläubige Menschen, Juden und Christen, kennen die Exodus-Geschichte als eine Befreiungsgeschichte. Exodus ist darüber hinaus eine Metapher. Es geht um den Prozess, aus der Unfreiheit, aus dem „Angstland“ weg zu kommen und Leben zu finden in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Die Stimme im Dornbusch, die Stimme auf dem Horeb, die zwei steinernen Tafeln, mit den Fingern Gottes beschrieben: Gott bietet Mose und den Frauen und Männern des Volkes eine reale Beziehung an. Sie ist noch unsichtbar! Sie unterstellt den Menschen die Fähigkeit zur Transzendenz. In der Exodusgeschichte als Befreiungsgeschichte werden Zufall und Schicksal durchkreuzt. JHWH sich meldet mit seinem Wort: „Ich habe euer Klagen gehört und ich komme – in eure Geschichte hinein – zu euch, um euch zu befreien und einen Bund mit euch zu schliessen: ich werde euer Gott sein und ihr werdet mein Volk sein“. (vgl. Ex 3)

In den Brunnentagen 2022 spielen wir einige eher unbekannte Texte aus dem Buch Exodus. Kommet und sehet und spielet.