Silent Rebellion

Bild: zVg.

Schweizer Jura, 1943: Die junge Emma ist nach einer Vergewaltigung schwanger. Sie wird von der protestantischen Dorfgemeinschaft geächtet. Emma weigert sich, ihr Schicksal von den Zwängen der heuchlerischen Dorfgemeinde bestimmen zu lassen. Nur der Dorfpfarrer unterstützt sie seelisch. Sie zieht in die Stadt, um ein selbstbestimmtes Leben für sich und ihr Kind aufzubauen.
Der Film thematisiert drängende gesellschaftliche Fragen, die bis heute aktuell sind: Unterdrückung und Emanzipation von Frauen im Patriarchat, repressive gesellschaftliche Normen und Verstrickungen der Schweiz in den zweiten Weltkrieg. Im anschliessenden Podium sprechen wir über sozialen Konformismus und die Unterdrückung sowie Emanzipation von Frauen in der Schweiz – damals und heute.

Gäste
Elisabeth Joris, Historikerin mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Schweiz und Johanna Di Blasi, Kulturjournalistin und Redaktorin beim RefLab der Reformierten Kirche Kanton Zürich.

Moderation
Dana Sindermann, Paulus Akademie

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Reformierte Kirche Kanton Zürich und Outside the Box

Tickets (regulär) über das Kino Riffraff

Tickets (spezial)
Für diese Veranstaltung bieten wir ein Generationenticket an: Mit dem Generationenticket kommen zwei oder drei Generationen vergünstigt gemeinsam ins Kino. Zwei Generationen bezahlen CHF 20.–, drei Generationen CHF 30.–. Wer ein Generationenticket beziehen will, schreibt eine Mail an rebellion@outside-thebox.ch.

Gewitter


Bild: zVg

Es spielen die dramateure zürich. Regie: Anastasia Risch
Katerina ist mit Tichon verheiratet, der unter der Fuchtel seiner Mutter steht. Sie leidet unter der beengenden Atmosphäre des Hauses und ihrer Ehe. Sie sehnt sich nach Freiheit und Glück, das sie in der heimlichen Liebe zu Boris zu finden glaubt. Ein herannahendes Gewitter steht symbolisch für den Konflikt zwischen den Charakteren und die sich zuspitzende Situation. Es ist das Streben der Charaktere nach Freiheit und Selbstbestimmung, das Ostrowskijs Drama von 1859 auch heute noch aktuell macht.
Der Talk nach dem Stück lädt zu einer Vertiefung der aufgeworfenen Themen ein und bietet Raum für Publikumsfragen.

Gäste
– Anastasia Risch, Regisseurin
– Katharina Linhart, Ensemblemitglied
– Tobias Grimbacher, Ensemblemitglied und Pfarreirat Allerheiligen

Moderation
Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Eintritt
CHF 30/20*; CHF 65 Gönner-Ticket
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi oder Studierenden-Ausweis

Tickets unter www.dramateure.ch

Postpatriarchales Chaos

Bild: Adobe Stock

Autoritäre Regimes sind im Aufwind, liberale Werte geraten unter Druck, auch Frauen- und Queerfeindlichkeit nehmen wieder zu – kehrt etwa das Patriarchat zurück? Nein, meint Antje Schrupp. Traditionelle Ordnungen wie Religionen oder Universitäten verlieren an Autorität, stattdessen herrschen Willkür und Skrupellosigkeit.
Im Gespräch mit der Autorin thematisieren wir, welche feministischen Perspektiven in diesem „postpatriarchalen Chaos“ hilfreich sind (und welche nicht) und wie wir zu einer freiheitlichen Gesellschaft beitragen können.

Antje Schrupp (2026): Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern.

Das Buch wird im Verlag Aufbau am 19. Februar 2026 erscheinen, rechtzeitig zum Internationalen Frauentag. Die Buchhandlung Strobel wird einige Exemplare am Büchertisch des Abends anbieten.

Gast
Dr. Antje Schrupp, Autorin

Moderation
Dr. Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag (inkl. Umtrunk)
CHF 30 / CHF 20*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 24. Februar 2026.

Der Wolf in der Schweiz

Seit 1996 ist der Wolf zurück in der Schweiz – und mit ihm kehren alte Ängste, neue Konflikte und grundsätzliche Fragen zum Zusammenleben zurück. Wie kaum ein anderes Wildtier in unseren Gefilden erregt er die Gemüter und seine kulturelle Prägung sitzt tief: Rotkäppchen einerseits, Romulus und Remus andererseits – Märchen und Mythen formen unser Bild vom «bösen» oder «edlen» Wolf. Während die einen die Wiederbesiedlung des Tiers in unserer Kulturlandschaft begrüssen und den Nutzen für das Ökosystem betonen, haben andere Angst vor ihm oder fürchten den Verlust von Nutztieren. Wie prägt der Wolf unsere Lebensräume und kultur-historisch unsere (Alp-)Träume, was ist der rechtliche Status Quo – und wie kann ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben gelingen?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center for Lifelong Learning der Universität Zürich.

Gast
Sven Buchmann, Stiftung KORA

Leitung und Moderation
Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag (inkl. Lunch und Getränk)
CHF 30 / CHF 20*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 2. März 2026.

Let’s talk about…


Bild: iStock

Im Sharing Circle triffst Du Menschen, die über das sprechen wollen, was sie wirklich bewegt. Ohne Fassade, ohne Small Talk – dafür mit echter Resonanz. Wer hört, wie andere eine Herausforderung meistern, vor der man vielleicht selbst steht, spürt Erleichterung und Inspiration. Der Circle ist ein sicherer Raum für ehrliche Begegnungen und neue Perspektiven. Für alle, die Interesse am Thema und Lust auf Austausch haben.
In diesem Sharing Circle sprechen wir über Momente, die wehtun und trotzdem voller Potenzial stecken. Oft zeigen uns gerade diese Situationen, was uns wichtig ist, wo Grenzen verlaufen und wie wir wachsen können. Gemeinsam erkunden wir Wege, mit Verletzungen umzugehen. Komm vorbei, wenn Du deinem Schmerz wohlwollend begegnen möchtest. Und vielleicht kannst Du entdecken, wie heilsam Verletzungen sein können.

Moderation
– Sylvia Sperka, psychologische Beraterin, Paartherapeutin und Projektleiterin von paarbildung
– Kirsten Arnold, Pädagogin und Komplementärtherapeutin mit eigener Praxis
– Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag (inkl. Umtrunk)
CHF 30 / CHF 20*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Eine Veranstaltung in Kooperation mit paarbildung

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 29. Januar 2026.

Belastet, aber nicht gebrochen

Bild: Rest for the Weary by Gift Amarachi Ottah

Getragen von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft gelangen Jahr für Jahr junge nigerianische Frauen auf unsicheren Migrationswegen über Europa in die Schweiz – und geraten als Opfer von Täuschung und Menschenhandel in die (Zwangs)prostitution. Welche Gesellschaftsstrukturen ermöglichen diese Art von Menschenhandel? Welche Bedeutung hat neben sozialen und wirtschaftlichen Faktoren die politische Lage in Nigeria? Und welche Rolle spielen Juju-Rituale?

Impulsreferat und Podiumsgespräch erläutern die vielschichtigen Hintergründe, beleuchten den Lebensalltag der betroffenen Frauen und geben Einblick in die Arbeit der Fachstellen, die sie begleiten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Weltgebetstag Schweiz.

Gäste
– Medinat Abdulazeez Malefakis, Expertin für Internationale Zusammenarbeit, Konfliktforscherin und Senior Lecturer, ETH Zürich
– Nina Lanzi, Fachverantwortliche für Politik und Bildung, FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration
– Cornelia Zürrer Ritter, Leiterin Fachstelle für Menschen im Sexgewerbe (Rahab Heilsarmee Zürich)

Leitung und Moderation
– Adrienne Hochuli, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Vroni Peterhans-Suter, Präsidentin WGT Schweiz

Unkostenbeitrag (inkl. Umtrunk)
CHF 30 / CHF 20*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 1. Februar 2026.

Ausgebucht | Gutes Sterben im Alter

Neurologische Erkrankungen wie Demenz, aber auch eine Vielzahl psychischer Erkrankungen treten im Alter gehäuft auf. Damit einher gehen grosse Ängste, nicht zuletzt auch von Kontrollverlust, Fremdbestimmung und einem «unwürdigen» Lebensende.

Diese Sorgen angemessen anzusprechen, ist eine Herausforderung, der sich nicht zuletzt Seelsorgende wie auch Mitarbeitende im Gesundheitsbereich ausgesetzt sehen.

Auf unserer Fachtagung wollen wir ethische, psychologische und rechtliche Aspekte einer guten Betreuung in diesem Feld erkunden.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Tagungsflyer mit detailliertem Programm (PDF)

Referierende
– Paul Hoff, Präsident der Zentralen Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften
– Silke Winkler, Religionspädagogin und Biologin, Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche des Kantons ZH

Leitung und Moderation
– Sabine Zgraggen, Theologin und Pflegeexpertin, Leiterin Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton ZH
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Kosten (inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung)
CHF 90/60*
* Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Anmeldung
Bis 1. März 2026

Sterbewünsche und assistierter Suizid

Bild: iStock – urbazon

Der Wunsch, das Leben zu beenden, kann viele Gesichter haben: Er kann aus Lebensmüdigkeit älterer Menschen entstehen, aus schwerer Krankheit oder aus dem Gefühl, keine Würde oder Autonomie mehr zu besitzen. Hinter einem Sterbewunsch steht oft nicht der Wille zu sterben im Vordergrund, sondern die Absicht, so nicht mehr weiterzuleben. Wenn Menschen solche Gedanken in der Seelsorge ansprechen, sind Einfühlungsvermögen und innere Haltung gefragt.

Die Fachtagung bietet Wissen, Reflexion und praktische Orientierung im Umgang mit Sterbewünschen und dem Thema assistierter Suizid – unter anderem für mehr Sicherheit im seelsorglichen Gespräch.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Tagungsflyer mit detailliertem Programm (PDF)

Gäste
– Prof. Dr. Magnus Striet, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Freiburg im Breisgau
– Dr. Nina Streeck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich, Dozentin und Autorin

Leitung und Moderation
– André Böhning, Philosoph und Theologe, Leiter katholische Seelsorge am KSW Kantonsspital Winterthur
– Silke Winkler, Religionspädagogin und Biologin, Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche des Kantons ZH
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Kosten (inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung)
CHF 120/90*
* Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Anmeldung
Bis Montag, 20. April 2026

Ich, Du und dazwischen das gelobte Land

Screen Shot: TRUE GRIT, Ethan and Joel Coen, US 2010

Kaum ein Filmgenre hat Männlichkeit, Macht und moralische Ordnung so klar codiert wie der Western. In seinen klassischen Ausprägungen ist er nicht nur Projektionsfläche hegemonialer Geschlechterbilder, sondern auch ein Ort, an dem religiöse Motive – etwa Erlösung, Schuld und Gerechtigkeit – subtil mitschwingen. In jüngerer Zeit jedoch erfährt der Western eine bemerkenswerte Transformation: Genderrollen werden gebrochen, religiöse Deutungsmuster hinterfragt, Diversität sichtbar gemacht. Genau hier setzt die Tagung an: Sie fragt nach der filmischen (Re-)Konstruktion von Genderidentitäten und Diversität im Kontext von Religion und Western.

Im Zentrum der Tagung steht die Frage, wie religiöse und geschlechtliche Identitäten filmisch inszeniert, verhandelt und transformiert werden. Dabei rücken sowohl die Produktion als auch die Rezeption von Filmen in den Blick. Schöpfungstheologische Fragestellungen zu binären Geschlechtermodellen, ethische Implikationen religiöser Bildsprache sowie die Rolle religiöser Protagonist:innen bilden dabei mögliche thematische Schwerpunkte.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zusammenspiel von Genre und Gender. Der Western dient hier exemplarisch als Ausgangspunkt, um die Verknüpfung von Erzähltraditionen, kulturellen Codierungen und religiöser Sinnstiftung zu analysieren. In Verbindung mit feministischer Filmtheorie, psychoanalytischen Ansätzen und filmhistorischen Perspektiven lassen sich Kontinuitäten und Brüche in der Darstellung von Religion und Geschlecht nachvollziehen.

Die Tagung lädt Forschende und Lehrende aus Theologie, Religionswissenschaft, Gender Studies, Filmwissenschaft und verwandten Disziplinen ein, sich in einem interdisziplinären Rahmen auszutauschen. Ziel ist es, Filme nicht nur als Objekte der Analyse, sondern als aktive Akteure gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse zu begreifen.

Tagungsflyer mit detailliertem Programm (PDF)

Gäste – inkl. CVs und Statements (PDF)

Die Internationale Forschungsgruppe Film und Theologie dankt folgenden Institutionen für die finanzielle Unterstützung:
Katholische Akademie Schwerte, Katholische Kirche im Kanton Zürich, Katholisch Stadt Zürich, Stiftung Lucerna, Signis

Kosten
Inklusive Pausenverpflegung, Mittagessen (FR) und Abendessen (DO + FR)
250 CHF bei Anmeldung bis 28. Februar 2026
300 CHF bei Anmeldung ab 1. März 2026
200 CHF für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis
[Ausländische Studierende gratis – Anmeldung bis 28. Februar 2026 an info@paulusakademie.ch]

Anmeldung
Bis Sonntag, 19. April 2026

Übernachtung
Wir empfehlen eine frühzeitige Buchung in einem der folgenden Hotels in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort:
ibis budget Zurich City West / ibis Zurich City West / Novotel Zurich-City

Kunst und Stille

Pieter Bruegel d. Ä., Großer Turmbau zu Babel, 1563
Kunsthistorisches Museum Wien

In den halbstündigen Auszeiten über Mittag in unserem Raum der Stille steht jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.

Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, welche Sinnlichkeit mit Sinn verbinden und in der Stille nachklingen.

Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche.

Daten
Dienstag, 13.1. | 10.2. | 10.3. | 14.4. | 12.5. | 9.6. | 7.7.2026
jeweils 12.30 bis 13.00

Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.