Eizellenspende in der Schweiz

Seit sich das Parlament 2022 für eine Legalisierung der Eizellenspende in der Schweiz ausgesprochen hat, ist die Diskussion darüber neu entflammt. Während viele europäische Nachbarländer die Eizellenspende grundsätzlich erlauben, ist sie in der Schweiz derzeit rechtlich verboten. Welche Gründe stehen dahinter? Wie sind Befürchtungen zu Kindeswohl und den gesundheitlichen Risiken gegenüber den von den Befürwortern vorgebrachten Mehr an reproduktiver Autonomie und Gleichstellung zu bewerten?

Gäste
Dr. iur. des. Marie-Hélène Peter-Spiess, RA MLaw, Postdoktorandin am UFSP «Human Reproduction Reloaded», Rechtswissenschaftliche Fakultät, Universität Zürich
Kristin Hammer MA, MAS Applied Ethics, Doktorandin am UFSP „Human Reproduction Reloaded“, der Universität Zürich undHebamme

Moderation
Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag
CHF 30 / CHF 20* (inkl. Lunch und Getränk von Lilly Jo)
* ermässigter Preis für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, mit AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis Sonntag, 8.9.24.

WANDEL FÜR NACHHALTIGKEIT

Klimawandel, Insektensterben, Flächenversiegelung: Eine umfassende Veränderung in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung steht immer noch aus. Immer lauter wird der Ruf nach einer Wissenschaft, die sich stärker in die politische Debatte einbringt, sich gar aktivistisch betätigt. Manche warnen, dies gefährde wissenschaftliche Objektivität und erhöhe die Gefahr politischer Vereinnahmung.

Welche Rolle also sollten Forschende in diesem Kontext spielen: Lediglich Informationen bereitstellen oder sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einbringen?

Gäste
– Dr. Melanie Paschke, Zürich-Basel Plant Science Center
– Dr. Franziska Meister, WOZ Die Wochenzeitung
– Benedikt Schmidt, Reatch! Research. Think. Change.

Begrüssung und Moderation
– Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
– Dr. Jeannette Behringer, Universität Zürich

Eintritt frei, mit Kaffee und Kuchen
Kollekte zur Deckung der Unkosten (empfohlen CHF 10)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Zürich 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis Di 10.9.24

 

[contact-form-7 id=“3411b5f“ title=“7 – Anmeldung kurz (Name, Vorname, E-Mail)“]

 

«Und welcher Beziehungstyp bist Du?»


Bild: iStock

Der Mensch hat ein angeborenes Bedürfnis nach stabilen Beziehungen. Als besonders bedeutsam gilt die Paarbeziehung. Sie möchte zunächst aufgebaut, dann gefestigt und im Laufe der Zeit weiterentwickelt werden. Dabei prägt dein Bindungsmuster die Art und Weise, wie Du dich in deine Partnerschaft einbringst. Dieses Muster kommt besonders in stressigen Momenten einer Beziehung zum Vorschein und verrät, ob Du eher mit Flucht, Angriff oder Rückzug reagierst.
Doch was ist Bindung eigentlich, welche Bindungsmuster und -typen gibt es und wie entstehen sie? Welche Dynamiken spielen sich zwischen den verschiedenen Bindungstypen ab und wie können wir lernen, auch in herausfordernden Belastungszeiten sicher miteinander verbunden zu bleiben?
Erfahre von der renommierten Paartherapeutin Andrea Seiferth die Grundlagen und Bedeutung der Bindung für deine Beziehung. In anschliessenden Workshops mit Paarberaterinnen und Paarberatern kannst Du dieses Wissen vertiefen und auf dich und deine Beziehung anwenden. Egal, welche Beziehungsform, bereichere dein Liebesleben mit neuen Impulsen.

Programm

13.30 Uhr Ankunft und Kaffee
14.00 Uhr Vortrag

Die Liebe stärken – Über Bindung und ihre Bedeutung für die Beziehung
Andrea Seiferth, Diplom-Psychologin, Paartherapeutin und Bindungsexpertin

15.30 Uhr Pause
Je 16.00–17.00 Uhr und
17:15–18.15 Uhr
Workshops
Jeder Workshop dauert eine Stunde und wird zweimal angeboten

  • «Hug me baby» – oder wie sage ich dir was ich brauche?
    Belinda Daniele und Werner Klumpp
  • Berühren berührt – Zärtlichkeit und Sexualität in der Partnerschaft
    Birgit Kollmeyer
  • Vergebung – denn Sie sollten wissen, was Sie tun
    Anette Brockhaus und Werner Huwiler
  • Achtsamkeit – bei sich und zugleich beim anderen sein
    Roland Burri und Robert Büchel-Thalmaier
18.15 Uhr Abschluss
18.30 Uhr Apéro Riche und Austausch

Leitung und Moderation
– Robert Büchel-Thalmaier und Belinda Daniele, Paarberatung & Mediation Kanton Zürich
– Sylvia Sperka, paarbildung
– Dana Sindermann, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag (inkl. Pausenverpflegung und Apéro Riche)
CHF 140/100* für Paare
CHF 70/50* für Einzelpersonen
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Kinderbetreuung mit Malatelier
CHF 20 für Paare
CHF 10 für Einzelpersonen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der paarbildung des Katholischen Eheseminars und Paarberatung & Mediation Kanton Zürich

Mit freundlicher Unterstützung von Katholisch Stadt Zürich

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis am 25.11.2024.

China und der Westen

Bild: iStock

Das Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz wird dieses Jahr zehn Jahre alt. Grund zum Feiern? Einerseits floriert der Handel und das geistige Eigentum ist besser geschützt als bisher. Andererseits sorgen sich westliche Länder um die Wahrung der Menschenrechte, auch Chinas Verhalten gegenüber Taiwan und im Ukraine-Konflikt sind in Europa und den USA umstritten.
Was sind die Vor- und Nachteile des Freihandelsabkommens? Wie kann eine Eskalation der Konflikte auf globaler Ebene vermieden werden? Können kommerzielle Interessen eine weitere Polarisierung verhindern? Oder weist der Trend des «De-Risking», also das Bestreben, sich aus der Abhängigkeit von China zu lösen, in die richtige Richtung?

Gast
Bernardino Regazzoni, Diplomat, promovierter Philosoph und Schweizer Botschafter in China von 2019–2022

Moderation
Stephan Rothlin, Paul Widmer und Peter Camenzind, Ladanyi-Verein

Eintritt frei, Kollekte (Empfehlung CHF 20)
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Apéro Riche statt.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 26. August 2024. 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ladanyi-Verein und dem Europa Institut der Universität Zürich

Das unablässige Pochen im Kopf


Bild:istock

In der Schweiz leiden mehr als 2,3 Millionen Menschen regelmäßig unter Kopfschmerzen, Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Als häufigste Arten zählen Spannungskopfschmerzen und Migräne. Was sind die Ursachen und Formen von Kopfschmerzen, wie unterscheiden sich «normale» Kopfschmerzen von einer Migräne, und welche Therapien sind angeraten, wenn sie zur dauerhaften Belastung für das eigene Wohlbefinden werden?

Gast
Susanne Wegener, Leitende Ärztin, Klinik für Neurologie, Universitätsspital Zürich

Moderation
Sebastian Muders, Fachbereichsleiter Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Unkostenbeitrag (inkl. Lunch und Getränk von Lilly Jo)
CHF 30 / CHF 20*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center of Lifelong Learning Universtität Zürich und Lilly Jo

Judaistik als theologischer Augenöffner

Foto: Christian Eder

Die Beziehung zum Judentum gehört konstitutiv zu christlicher und kirchlicher Identität. Sie zu verdrängen, ist eine Quelle für christlichen Antijudaismus. Sie anzuerkennen eröffnet hingegen Wege zu einem erneuerten und vertieften Christsein. In der Verwiesenheit auf Andere im Glauben tritt Gott als der GANZ ANDERE neu zu Tage. Christian Rutishauser wird diese Thesen im Gespräch erläutern und aufzeigen, was sie für das Profil des Faches Judaistik an einer christlich-theologischen Fakultät bedeuten.

Gast
P. Dr. Christian M. Rutishauser SJ, Professor für Judaistik und Theologie sowie Leiter des Instituts für jüdisch-christliche Forschung an der Universität Luzern

Moderation
Veronika Bachmann, Paulus Akademie, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion

Unkostenbeitrag
CHF 15 / CHF 10* (inkl. Getränk)
* ermässigter Preis für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 22. September 2024.

Mit der theoLOGE lädt die Paulus Akademie zum Gespräch mit Theologinnen und Theologen ein, die in akademischer Forschung und Lehre tätig sind. Jeder Anlass ist einer Person, ihrer theologischen Disziplin und der Frage gewidmet, was sie daran besonders fasziniert.

Ich bin doch da – Herausforderung Demenz

Bild: Katharina Rapp

Wie kann eine Kirchgemeinde demenzfreundlich werden? Wie können kirchliche Mitarbeitende Demenzkranke sowie deren Angehörige bestmöglich unterstützen? Worauf gilt es im Umgang mit Demenzbetroffenen generell zu achten, worauf speziell in Seelsorge und Spiritual Care? Diesen Fragen widmet sich der zweite Band der Reihe «Zürcher Zeitzeichen». Die Beiträge spannen einen Bogen von medizinischen Grundlagen und theologischen Impulsen bis zu spezifischen Fragen im kirchlichen Alltag. «Ich bin doch da» will Demenz ernst nehmen, Berührungsängste abbauen und professionelle Zugänge zur Volkskrankheit Demenz eröffnen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Gäste
– Joseph Maria Bonnemain, langjähriger Spitalseelsorger und Bischof von Chur
– Ulrich E. Gut, ehemaliger Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz
– Muriel Meyer, Geschäftsführerin Alzheimer Zürich
– Marianne Pletscher, Dokumentarfilmerin und Buchautorin
– Sabine Zgraggen, Leiterin der römisch-katholischen Spital- und Klinikseelsorge im Kanton Zürich

Moderation
– Veronika Bachmann, Herausgeberin des Buches im Auftrag der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
– Tobias Grimbacher, Synodalrat, Katholische Kirche im Kanton Zürich

Musik
Duo Cindy Schwemmer und Cornelia Dürr

Eintritt frei, mit anschliessendem Apéro riche

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 24. Oktober 2024.

Du bist stark

Bild: La Verna auf der Barditafel (Florenz, um 1250) | Foto: Stefan Diller

Im August 1224 zieht sich Franz von Assisi in einer tiefen Krise auf einen seiner Lieblingsberge zurück: La Verna. Die Einsamkeit der bewaldeten Bergkuppe bietet ihm Raum für den Abstieg in tiefste Innerlichkeit. Hier mündet eine lange Leidenszeit in eine lichtvolle Vision. Diese österliche Erfahrung befreit und stigmatisiert den Bruder. Sie prägt sein Gottesbild und ihn selbst, und sie findet Ausdruck im weiteren Weg der Brüdergemeinschaft.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und im Austausch mit Fachleuten gehen wir Franziskus’ geheimnisvoller Erfahrung nach und überlegen, was sie für uns wertvoll
macht. Die Tagung steht allen Interessierten offen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft) und dem Tauteam.

Mitwirkende
– Dr. Claudia Mennen, Leiterin Bildung und Probstei Wislikofen
– Dr. Sissi Mettier-Mangholz, Kunsthistorikerin, Muttenz
– Nadia Rudolf von Rohr, Tauteam, Leitung FG Deutsche Schweiz
– Prof. Dr. Ursula Schumacher, Professorin für Dogmatik, Universität Luzern
– Dr. Almut Schweikert, Fachpsychologin für Psychotherapie, Näfels
– Prof. DDr. Reinhold Esterbauer, Professor für Philosophie, Universität Graz
– Br. Dr. Niklaus Kuster, Kapuziner, Tauteam
– Eugen Trost, Bildungsleiter im Mattli Antoniushaus, Morschach
– Br. Dr. Paul Zahner, Franziskaner

Konzeption und Begleitung
– Tauteam der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft)
– Br. Dr. Paul Zahner, Franziskaner
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Das detaillierte Programm finden Sie im Tagungs-Flyer (PDF).

Kosten
CHF 60 / CHF 40* (inkl. Mittagsimbiss)
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 15. September 2024.

Demenz und der Verlust des Selbst


Bild: Adobe Stock

Demenz ist für viele ein Schreckgespenst: Derzeit unheilbar und todbringend, ist die Diagnose mit grossen Herausforderungen für Betroffene wie Angehörige verbunden. Neben der Angst vor Abhängigkeit und Kontrollverlust stellt für die Erkrankten vor allem der Abbau der geistigen Fähigkeiten sowie der Verlust des Erinnerungsvermögens eine enorme Belastung dar: Noch vor dem Tod des Organismus scheint der Verlust der Persönlichkeit zu beklagen zu sein. Welche Perspektiven kann man Erkrankten und deren Angehörigen aus therapeutischer, ethischer und seelsorglicher Sicht bieten? Und welchen Ausblick eröffnet die derzeitige Forschung?

Gäste
– Susanne Altoè, Co-Präsidentin des Berufsverbands Seelsorge im Gesundheitswesen BSG, Spital- und Klinikseelsorgerin
– Irene Bopp-Kistler, Geriaterin und ehemalige Leiterin der Memory-Klinik, Waidspital Zürich
– Paul Hoff, Präsident der Zentralen Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften

Moderation
– Sebastian Muders, Paulus Akademie
– Sabine Zgraggen, Leiterin Fachstelle der katholischen Spital- und Klinikseelsorge des Kantons Zürich

Unkostenbeitrag
CHF 30 / CHF 20* (inkl. Umtrunk)
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

In Kooperation mit der katholischen Spital- und Klinikseelsorge des Kantons Zürich

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 1. Dezember 2024.

Hoffnung trotz allem?

Bild: Adobe Stock – Uolir

George Orwell beschreibt in seinem Roman «1984» das Leben und Sterben in einem Staat, der seine Macht mit vollständiger Kontrolle über das Denken und Handeln seiner Bürgerinnen und Bürger optimiert. Anlass zu diesem 1948 erschienenen Buch gaben Erfahrungen unter dem deutschen Nationalsozialismus und dem Stalinismus.

40 Jahre nach «1984» sind viele von Orwells düsteren Prophezeiungen Realität geworden. Auch wenn seine Erzählung insgesamt pessimistisch stimmt, so blitzt da und dort dennoch Hoffnung durch.

Nach dieser Hoffnung trotz allem wollen wir literarisch im Werk Orwells und theologisch in unserer heutigen Zeit forschen.

Detailprogramm

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein theologiekurse.ch

Gäste
– Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und freie Kuratorin, emeritierte Professorin für englische und amerikanische Literatur an der Universität Zürich, Global Distinguished Professor an der New York University
– Felix Senn, Dr. theol., Dozent für Systematische Theologie und Autor u. a. des Buches «Der Geist, die Hoffnung und die Kirche» (TVZ, 32018)

Musik
Duo «Les Canaches» mit Nina Widmer, Sopran, und Cindy Schwemmer, Akkordeon

Leitung und Moderation
– Luigi Pedrocchi, Dr. sc. techn., Präsident Verein theologiekurse.ch
– Veronika Bachmann, PD Dr. theol., Paulus Akademie
– Winfried Bader, Dr. theol., Verein theologiekurse.ch

Unkostenbeitrag (inkl. Pausenkaffee und Apéro riche)
CHF 15.-/10.-*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie, AHV/IV-, KulturLegi- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 21. Oktober 2024.