Zen Einführung

Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden so zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes. Hier werden Sie – bei durchgehendem Schweigen – in die Sitzmeditation (Zazen) und die dazugehörigen Rituale eingeführt.
Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.

Shibashi Qi Gong – Meditation in Bewegung

Shibashi ist Meditation in Bewegung – ein Bewegungsmantra in 18 Bildern mit poetischen Namen aus der Natur. Shibashi stammt aus der altchinesischen Heilkunst des Taj Ji und Qi Gong und wird in langsamen, in sich ruhenden Bewegungen vollzogen. Der äusseren Bewegung entspricht eine innere. Diese führt aus der Hektik in die Ruhe, aus der Zerstreuung in eine lockere Konzentration und Zentriertheit, aus der Abtrennung in die Verbindung mit dem Leib des Lebens: mit sich selbst und allem Lebendigen und dessen letzte Wirklichkeit.
„Jeder Boden ist heiliger Boden,
denn jeder Ort kann Stätte der Begegnung werden,
der Begegnung mit göttlicher Gegenwart.
Sobald wir die Schuhe des daran-gewöhnt-seins
ausziehen und zum Leben erwachen,
erkennen wir: Wenn nicht hier, wo sonst?
Wann, wenn nicht jetzt?
Jetzt, hier oder nie und nirgends
stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.“
(David Steindl-Rast).

Vorösterliche Exerzitien – 5 Tage

In den Ereignissen rund um Ostern erreicht die Offenbarung von Gottes liebendem Ja durch Jesus Christus ihren Höhepunkt. Angesichts der entfesselten Gewalt und Ablehnung der Welt wird das Kreuz zum Zeichen der Liebe, die stärker ist als die Gewalt. Diese Liebe möchte auch heute noch alle Verletzungen und alle Gewalt umfassen und dadurch all das in uns befreien und zu neuem Leben erwecken, was in sich gefangen und leblos ist. Die Botschaft der Auferstehung, des Sieges des Lebens über den Tod, wird so während diesen Exerzitien zur Einladung zur Hoffnung und zum Engagement für die Welt im hier und jetzt.

Kontemplation – 5 Tage

Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.

Zazenkai mit Peter Widmer

Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.

Bewegte und bewegende Bilder

Mancher Film wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen unseres eigenen Schlosses und hilft bei dieser Art von Exerzitien uns Gott zu nähern. Die Botschaft von Filmen erfassen wir, selbst wenn wir von Religionen nichts mehr erwarten. Filme legen die Perspektive auf Grösseres, Allumfassendes frei. Sie eröffnen nicht nur neue Geschichten, sondern ermutigen auch zum neuen Blick auf eigene Geschichten.
«Movie», das englische Wort für Film, bedeutet gleich zweifaches Bewegen: Einerseits drückt es aus, dass in einem Film Bilder bewegt werden. Anderseits meint es, dass die Bilder die Zuschauenden emotional anrühren – bewegte und bewegende Bilder für unseren eigenen Kinofilm.

BodyZen (BBAT und Zazen)

Basic Body Awareness Therapie, kurz BBAT genannt und Zazen (Meditation im Sitzen) sind zwei anerkannte Wege, die einander ergänzen und befruchten: Die sanften und grundlegenden Übungen der BBAT sensibilisieren auf einfache und effektive Weise unsere Körperwahrnehmung, und das Zazen öffnet die Wahrnehmung über den physischen Leib hinaus auf die ganze Wirklichkeit.
BBAT ist ein ressourcenorientiertes Bewegungskonzept aus der Physiotherapie mit dem Ziel, das körperliche und psychische Gleichgewicht zu stärken. Die Therapie besteht aus achtsam durchgeführten Übungen im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen, welche die grundlegenden Koordinationen des Körpers aktivieren und die funktionelle Stabilität verstärkt. In der Methode werden westliche Bewegungstradition und biomechanische Kenntnisse mit der östlichen Bewegungstradition Tai-Chi verbunden.
Zur Praxis kommen täglich theoretische Impulse aus beiden Wegen.

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Ignatiana III: Formen spirituellen Übens

Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-IV“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.
Spirituelles Üben wird in unseren Tagen neu entdeckt. Es gehört heute zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung. Auch ein zeitgemässes Christsein kann darauf nicht verzichten. Die Wüstenväter und -mütter der Spätantike sahen sich bereits als geistliche Athleten und Athletinnen, und auch Ignatius von Loyola vergleicht das spirituelle Üben mit sportlichen Übungen. Was das eine für den Leib ist, ist das andere für die Seele. Sinn und Ziel, Grenzen und Gefahren von spirituellen Methoden wie auch unterschiedliche Formen werden an diesem Seminar vorgestellt und eingeübt. Auch die Frage nach dem gemeinsamen Vollzug und der Verbindung zu Gottesdienst und Liturgie wird thematisiert.

Kontemplation Einführung

Das Wort Kontemplation kommt vom lateinischen Verb contemplari und bedeutet betrachten, schauen. Ganz in diesem Wortsinn geht es in der Kontemplation darum, das stille Wirken Gottes in sich selbst und im eigenen Leben wahrzunehmen. Kontemplation ist ein ganzheitlicher Weg und führt von der Unruhe des Geistes zur Ruhe des Herzens, von der Zerstreuung in ein achtsames Wahrnehmen, vom Beten zum Mut, im Alltag konkret zu wirken.
Aus dem Gebet heraus wächst die Kraft, das alltägliche Leben durchwirken und erneuern zu können. Kontemplativ beten kann mit oder ohne Worte geschehen. Beim ostkirchlichen Jesusgebet geschieht dies im sich wiederholenden Aussprechen des Namens Jesu Christi – es hat sich aus dem murmelnden Meditieren der jüdischen Gebetsweise und der Wüstenväter entwickelt. Man betet im Rhythmus des Atems und erfährt eine innere Ruhe und Kraft. Diese Praxis wird auch „Herzensgebet“ genannt: Das Herz schwingt allmählich mit und betet wie von selbst.
Die Kontemplation im Lassalle-Haus ist wesentlich von den „kontemplativen Exerzitien“ von Franz Jalics SJ inspiriert, für den das Herzensgebet zentral ist.