Ganzheitliche Standortbestimmung

Wir leben nur einmal. Und dieses eine Leben ist zu kurz und zu wertvoll, um es zu vertrödeln, statt es sinnvoll zu gestalten. Der Jahresbeginn eignet sich optimal, um den inneren und äusseren Kompass zu prüfen und neu auszurichten. Ganzheitliche Standortbestimmung umfasst die Würdigung des Vergangenen, die bewusste Gestaltung der Übergänge, die realistische Einschätzung der eigenen Ressourcen, das Fokussieren auf sinnvolle Ziele und Werte sowie die Öffnung hin auf Neues und Unbekanntes. Der Blick zurück und nach vorne ist eine not-wendige Voraussetzung für ein erfülltes Leben, für gelingende Übergänge und für ein inspiriertes, kreatives Wirken.

Inhalt
Thematische Impulse, Einzelarbeit, Austausch in Kleingruppen, Meditation, Zeiten der Stille sowie Möglichkeit zum persönlichen Begleitgespräch mit dem Kursleiter.

When I’m sixty four

«Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben» (Verena Kast). Mit der Pensionierung wird vieles anders. Es gilt, neue Tätigkeiten aufzunehmen, Prioritäten neu zu setzen und Beziehungen neu zu gestalten. In dieser Lebensphase lohnt es sich ganz besonders, zurückzublicken und sich existenziellen Lebensfragen neu zu stellen: Was ist jetzt meine Lebensaufgabe? Wie kann ich mich vom Bisherigen gut verabschieden? Welche Träume möchte ich realisieren? Wo ist Versöhnung mit nicht Gelungenem, Konflikthaftem angesagt? Wie gehe ich mit der begrenzten Lebenszeit um? Wie gestalte ich meine Partnerschaft, meine Beziehungen?
Die Verbindung von Biografiearbeit und einer christlich verwurzelten, offenen Spiritualität gibt die Möglichkeit, mich innerlich neu auszurichten und nach Kraftquellen für den neuen Lebensabschnitt zu suchen.

«Mehr schauen und hören
und weniger leisten
mehr fragen und erspüren
und weniger wissen
mehr sein und leben
und weniger haben und festhalten.»
Anton Rotzetter

Inhalt
Diese Tage bieten eine Atmosphäre der Stille und des vertrauten Miteinanders, die es ermöglicht, sich den tieferen Schichten der eigenen Existenz zuzuwenden. Wir gestalten als Leitende einen Rahmen, in dem der gemeinsame und persönliche Prozess in einer geschützten Atmosphäre und einem wohltuenden Rhythmus stattfinden kann.

Lassalle-Winterfasten

Fasten wie wir es verstehen: Leib und Seele stellen sich darauf ein, die Nahrung nicht von aussen, sondern von innen, aus den eigenen Reserven zu beziehen. Dank diesem psychosomatischen Geschehen werden Menschen vom «Ausser-sich-Sein» zur Mitte ihrer selbst geführt. Dieser Vorgang zeigt Wirkung in gesundheitlicher, spiritueller und mitmenschlich-sozialer Hinsicht. Beim Fasten wächst die Verbundenheit mit den Menschen und mit der Natur – mit der Luft, die wir atmen, mit dem Wasser, das wir trinken, mit der Erde, die uns trägt und ernährt. Die Freude am Leben und die Bereitschaft, nachhaltig und gerecht zu handeln, wächst.
Wer Sie auch sind, woher Sie auch kommen, welchen beruflichen, kulturellen oder religiösen Hintergrund Sie auch haben – wir laden Sie ein, das kleine Abenteuer Fasten mit uns zu wagen.

Inhalt
Elemente:
– Pflege der Stille – Kurs im Schweigen mit Zeiten des Austauschs
– Impulse zur gesundheitlichen, spirituellen und sozial-politischen Dimension des Fastens
– Meditation und Gottesdienst
– Leibübungen
– Wanderungen in der Gruppe oder individuell
– Möglichkeit, zusätzlich Cranio-Sacral-Behandlungen bei Ursula Popp zu buchen

Zen Einführung

Eine sorgfältige Einführung in die Praxis und den Geist des Zen ist die Voraussetzung für gute erste Erfahrungen mit der Zen-Meditation. Diese führt von aussen nach innen, vom Handeln zum Sein, vom Wissen zum Erkennen. Schliesslich geht es um eine Weltsicht und ein Selbstverständnis jenseits ichbezogener Strukturen. In der Meditation wird die Weite unseres Seins erfahrbar, was wiederum ein Gefühl grosser Freiheit gibt.

In der Zen-Einführung werden die Grundlagen des Zen vermittelt. Der Kurs beginnt mit einigen Ausführungen über das Anliegen und die Geschichte des Zen sowie über die Möglichkeiten der Zen-Meditation. Nach einem Austausch über allfällige bisherige Meditationserfahrungen sowie über Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden wird in die Praxis der Zen-Meditation eingeführt, und verschiedene Sitzpositionen können erprobt werden. Im Kursverlauf werden erste Meditationserfahrungen gemacht und reflektiert, und es werden Rituale vermittelt, welche den ungestörten Ablauf der Meditationen ermöglichen und den Geist des Zen zum Ausdruck bringen. In einem Vortrag wird der Weg des Zen vertieft dargelegt, und zum Schluss des Kurses besteht Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen zu besprechen und Fragen zu stellen.

Hans-Walter Hoppensack erhielt 2014 von Anna Gamma Roshi und Niklaus Brantschen Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Doshin. Als besonderes anliegen möchte Hans-Walter Hoppensack möglichst vielen Menschen die Erfahrung der Einheit und Leere ermöglichen. Zudem ist es ihm ein Anliegen, Zen-Angebote auch in der reformierten Kirche sowie bei Pfarrerinnen und Pfarrern zu verankern.

Inhalt
Das zentrale Element des Einführungskurses ist die praktische Übung der Zen-Meditation. Sie wird Zazen genannt – wörtlich „Sitzen im Zen“. Auf Meditationskissen oder Schemeln sitzt man ohne Gedanken und findet zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer neuen Lebenshaltung führt. Der Kurs findet weitgehend im Schweigen statt.

Exerzitien zwischen den Jahren – 6 Tage

„Lasst uns auf die abenteuerliche Reise des Herzens zu Gott gehen! Es ist noch alles Zukunft. Es sind noch alle Möglichkeiten des Lebens offen, weil wir Gott noch finden können. Nichts ist vorbei und dem verloren, der Gott entgegenläuft“, so der Theologe Karl Rahner. Die Exerzitien zwischen den Jahren laden ein, etwas zu rasten und unsere Wegweiser auf dieser Reise eingehender in den Blick zu nehmen: Entsprechen sich meine Ziele zum einen und meine Fähigkeiten und Kräfte zum anderen? Stimmt die Richtung noch? Wohin soll es gehen?
Im Raum der Stille und des Gebetes wollen wir auf unser Herz hören und Kraft schöpfen. So können wir nach getaner Rast zuversichtlich aufbrechen und das neue Jahr unter die Füsse zu nehmen.
Biblisches Wort und Meditation, Bewegung und Tanz wollen uns hinführen zur je tieferen Freude am Geheimnis der Menschwerdung dessen, der Immanuel, „Gott-mit-uns“, heisst.

Kontemplation zwischen den Jahren – 6 Tage

In diesen Tagen wollen wir das geheimnisvolle und freudige Geschehen von Weihnachten nachklingen lassen. In den geistlichen Impulsen begleiten uns dazu Gedanken aus der Spiritualität Thomas Mertons.

„Gott liebt es, in deiner Seele zu sein“ Thomas Merton

Erst Lebemensch, dann Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton (1915 – 1968) war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er heute wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben. Impulse aus seinem Leben und Werk begleiten unsere Kontemplationskurse im Jahr 2018.

Sesshin (Neujahr) mit Niklaus Brantschen

Der Jesuit Niklaus Brantschen hat 1988 von Yamada Roshi die Lehrbefugnis und den Namen Go-Un-Ken erhalten. 1999 wurde er durch Glassman Roshi zum Zen-Meister ernannt und trägt seither den zusätzlichen Dharma-Namen Jin-Shu.

Weihnachten feiern

Die Weihnachtsgeschichten erzählen, wie leidenschaftlich und zugleich verletzlich Menschen sind. Ungeschützt und verwundbar sind Maria und Josef, als sie in der Herberge keinen Platz finden und später fliehen müssen. Ja, sogar Gott macht sich verwundbar, als er Mensch wird. Wie gehen die Menschen an der Krippe – wie gehen wir mit Verwundbarkeit um? Fragen nach Selbstschutz, Abgrenzung, Verwundung und Hingabe sind damals wie auch in unserer Zeit aktuell im persönlichen Leben, in sozialen Herausforderungen.

Zen Einführung

Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes.
Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) 2004 durch Pia Gyger Roshi. Mitglied der White Plum Asanga.