Mein Kreuz tragen? – 5 Tage

Die Wochen vor Ostern dienen vielen Christen, sich zurückzuziehen, in die Stille zu gehen und mit Meditation und Gebet sich neu auf Gott auszurichten. Exerzitien helfen uns dazu. Mit Blick auf Jesus, den Gekreuzigten und mit Texten der Bibel stellen wir uns existentiellen Fragen: Warum leiden? Haben wir ein Kreuz zu tragen? Wie in dieser Welt als Christen leben? Auch schauen wir voraus auf Ostern und suchen für den Alltag neues Vertrauen und vertiefte Freude.

Inhalt
Täglich:
• Geistlicher Impuls
• 3-4 persönliche Meditationszeiten (3/4 – 1 Std.)
• Begleitgespräch
• Gottesdienst
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen

Lassalle-Frühlingsfasten

Fasten wie wir es verstehen: Leib und Seele stellen sich darauf ein, die Nahrung nicht von aussen, sondern von innen, aus den eigenen Reserven zu beziehen. Dank diesem psychosomatischen Geschehen werden Menschen vom «Ausser-sich-Sein» zur Mitte ihrer selbst geführt. Dieser Vorgang zeigt Wirkung in gesundheitlicher, spiritueller und mitmenschlich-sozialer Hinsicht. Beim Fasten wächst die Verbundenheit mit den Menschen und mit der Natur – mit der Luft, die wir atmen, mit dem Wasser, das wir trinken, mit der Erde, die uns trägt und ernährt. Die Freude am Leben und die Bereitschaft, nachhaltig und gerecht zu handeln, wächst.
Wer Sie auch sind, woher Sie auch kommen, welchen beruflichen, kulturellen oder religiösen Hintergrund Sie auch haben – wir laden Sie ein, das kleine Abenteuer Fasten mit uns zu wagen.

Inhalt
Der Zweiwochenkurs bietet gegenüber den kürzeren Kursen mehr Zeit und Möglichkeit zum bewussten Verkosten und Vertiefen der Fastenerfahrung.
Elemente:
– Pflege der Stille – Kurs im Schweigen mit Zeiten des Austauschs
– Impulse zur gesundheitlichen, spirituellen und sozial-politischen Dimension des Fastens
– Meditation und Gottesdienst
– Leibübungen
– Wanderungen in der Gruppe oder individuell
– Möglichkeit, zusätzlich Cranio-Sacral-Behandlungen bei Ursula Popp zu buchen

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie (Workshop für Oberstufe)

In China und Japan ist Sho dô (der Weg der Schreibkunst) eine hoch angesehene Kunst mit einer über 3000-jährigen Tradition. Mit einer ganzen Farbskala von Tusche-Nuancen werden Stimmungen und Gefühle ausgedrückt, Zeichen werden zu Kunstwerken. Unser streng rationales Alphabet kennt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilderschrift nicht. Der Akt des emotionalen Pinsel-Schreibens existiert deshalb nicht in unserer westlichen Kultur. Eingebürgert bei uns hat sich der Begriff «Kalligrafie» als Bezeichnung für diese Kunst.
Im Westen haben so berühmte Künstler wie Tàpies, Motherwell, Bissier, Tobey, Monet, Miró usw. die chinesisch-japanische Kalligrafie aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet.

Inhalt
Es wird intensiv an der charakteristischen Tuschetechnik, der Pinselhaltung und -führung gearbeitet sowie an der Zen-orientierten Ästhetik und deren Gestaltungsgefühl. Neuartige Elemente und Impulse werden vermittelt. Die Teilnehmenden erleben die ganze Spanne des Arbeitens mit Tusche und Pinsel von dynamisch, kraft- und schwungvoll bis hin zu zart und feinfühlig. Die Teilnehmenden üben sich in der Konzentration auf die Grundelemente und führen ab der Aufbaustufe auch umfangreiche Arbeiten aus.

Spiritual Care in der ambulanten Pflege

Was bedeutet es, mit einer Krankheit oder Behinderung zu Hause zu leben? Was bedeutet es für Angehörige und für professionell Betreuende und Pflegende? Wie kann Spiritualität als Teil des menschlichen Lebens die physischen, psychischen und sozialen Dimensionen des menschlichen Daseins verbinden und zusammenhalten? Wie ist Spiritualität in der Pflege zu Hause zu verstehen, zu leben und in Form von Beistandschaft zu gestalten? Wir gehen der Bedeutung und verschiedenen Formen von Beistandschaft nach. Diese kann in schwierigen Lebenssituationen, Krankheit und Krisen Gefühle von Angst und Hilflosigkeit in Gefühle von Hoffnung und Zuversicht verwandeln. Sie kann helfen, neues Selbstbewusstsein zu gewinnen und Entscheidungen zu treffen. Sie kann helfen, das eigene Leben neu auszukosten und zu gestalten.

Inhalt
Im Kurs gehen wir Lebenswegen entlang und tauschen uns aus über die Aspekte von Spiritualität in ihren vielen Facetten. Wir entdecken neue Wege, um diese für die Pflege zu Hause erfahrbar und zu Quellen von Sinngebung, Freude und Hoffnung zu machen.

Sho dô – Japanisch-chinesische Kalligrafie (Mittelstufe)

In China und Japan ist Sho dô (der Weg der Schreibkunst) eine hoch angesehene Kunst mit einer über 3000-jährigen Tradition. Mit einer ganzen Farbskala von Tusche-Nuancen werden Stimmungen und Gefühle ausgedrückt, Zeichen werden zu Kunstwerken. Unser streng rationales Alphabet kennt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilderschrift nicht. Der Akt des emotionalen Pinsel-Schreibens existiert deshalb nicht in unserer westlichen Kultur. Eingebürgert bei uns hat sich der Begriff «Kalligrafie» als Bezeichnung für diese Kunst.
Im Westen haben so berühmte Künstler wie Tàpies, Motherwell, Bissier, Tobey, Monet, Miró usw. die chinesisch-japanische Kalligrafie aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet.

Inhalt
Es wird intensiv an der charakteristischen Tuschetechnik, der Pinselhaltung und -führung gearbeitet sowie an der Zen-orientierten Ästhetik und deren Gestaltungsgefühl. Neuartige Elemente und Impulse werden vermittelt. Die Teilnehmenden erleben die ganze Spanne des Arbeitens mit Tusche und Pinsel von dynamisch, kraft- und schwungvoll bis hin zu zart und feinfühlig. Die Teilnehmenden üben sich in der Konzentration auf die Grundelemente und führen ab der Aufbaustufe auch umfangreiche Arbeiten aus.

Hinübergehen – Was beim Sterben geschieht

Sterben ist mehr als Verlöschen. Als Umstehende schauen wir am Sterbebett an etwas heran, ohne zu begreifen, was da erlebt wird. Das Buch „Hinübergehen“ (Renz 2015, Grundlage des Kurses), fasst Erfahrungen aus der langjährigen therapeutisch-spirituellen Begleitung Sterbender und Forschungseinsichten zusammen. Im Sterben geschieht eine Wahrnehmungsverschiebung, ein Prozess mit 3 Stadien (Davor – Hindurch – Danach) und verschiedenen Herausforderungen und Befindlichkeiten. Der Kurs will für das, was sich dabei unsichtbar ereignet, sensibilisieren. Wie kann man Sterbenden dieses Hinübergehen erleichtern? Sterben bedeutet nicht nur ein Loslassen, sondern auch ein Finden. Diese Sichtweise öffnet einen neuen Zugang zur Frage der Würde im Sterben, zur Chance letzter Reifungs- oder Versöhnungsschritte. Sie vermittelt einen etwas neuen medizinischen Blick in Phänomenen wie Schmerz, Angst, Verwirrung und in Fragen der Medikation.

Inhalt
• Sterben als Prozess zwischen zweierlei Wahrnehmungsweisen
• Folgerungen für die medizinische, pflegerische, therapeutisch-spirituelle Begleitung
• Inputs, Reflexionen, Symbolarbeit, Klangreisen

Enneagramm – Vertiefungstag

Das eigene Wesen tiefer zu ergründen und sich zu entfalten ist das Anliegen vieler Menschen. Diesen Weg im Alltag konkret zu gehen ist eine grosse Herausforderung. Fachliche Anleitung, geistliche Begleitung und eine Gruppe von Gleichgesinnten sind dabei eine grosse Unterstützung.
Das Enneagramm ist mit seiner psychologischen und spirituellen Dimension ein unerschöpfliches Entwicklungsmodell. Sein Ursprung liegt beinahe zweitausend Jahre zurück. Das Enneagramm als integratives Konzept vereint Prozess- und Typenmodell. Die neun Typen werden als Zustände, Lebensenergien und Transformationsprinzipien verstanden.
Auf der Basis christlicher Spiritualität sehen wir das Enneagramm als Orientierung in Prozessen der Wandlung.

Inhalt
Das Enneagramm kann eine Hilfe sein, sich und andere besser kennen und verstehen zu lernen. An diesem Vertiefungstag fragen wir uns: Wie bin ich gestrickt und welche tiefliegenden Energien treiben mich an und leiten mich in meinem Denken, Fühlen und Handeln (Leidenschaften)? Wo bin ich gefangen (Fixierung) und wie werde ich freier? Wir erlernen Methoden der Selbstbeobachtung zur Erkennung von Mustern.
• Theorieeinheiten
• Einzel- und Gruppenarbeit
• Meditation – die eigene Lebensrealität mit der Gegenwart Gottes in Verbindung bringen

Bewegte und bewegende Bilder – Zugänge zur spirituellen Dimension von Filmen – 2 Tage

Mancher Film wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen unseres eigenen Schlosses und hilft bei dieser Art von Exerzitien, uns Gott zu nähern. Die Botschaft von Filmen erfassen wir, selbst wenn wir von Religionen nichts mehr erwarten. Filme legen die Perspektive auf Grösseres, Allumfassendes frei. Sie eröffnen nicht nur neue Geschichten, sondern ermutigen auch zum neuen Blick auf eigene Geschichten.
«Movie», das englische Wort für Film, bedeutet gleich zweifaches Bewegen: Einerseits drückt es aus, dass in einem Film Bilder bewegt werden. Anderseits meint es, dass die Bilder uns Zuschauerinnen und Zuschauer emotional anrühren – bewegte und bewegende Bilder für unseren eigenen Kinofilm.
An diesem Wochenende wird das spirituelle Potenzial von Filmen freigelegt und zur Diskussion gestellt. Die beiden Referenten Christof Wolf SJ und Franz-Xaver Hiestand SJ zeigen auf, in welcher Weise Filme bei Zuschauerinnen und Zuschauern geistliche Erfahrungen auslösen. Sie leiten zu konkreten praktischen Übungen an, Filme zu meditieren, und erläutern den Weg der «Exerzitien mit Filmen».

Inhalt
Täglich:
• Zwei filmische Meisterwerke
• Längere Zeiten des Schweigens
• Referate
• Austausch in Gruppen
• Eucharistiefeier am Ende

Auszeit zur rechten Zeit

Möchten Sie dem Hamsterrad entfliehen? Brauchen Sie Abstand zum fordernden beruflichen und privaten Alltag? Sind Sie an Ihre Belastungsgrenze gelangt? Stehen in Ihrem Leben Veränderungen an? Oder sehnen Sie sich ganz einfach nach einer Pause, um durchatmen zu können, zu Kraft zu kommen, den Überblick wieder zu erlangen? Dann könnte unsere Auszeit zur rechten Zeit die richtige Antwort sein.

Inhalt
In unserem 8-tägigen Angebot „Auszeit zur rechten Zeit“ werden Grundlagen zu Stress, Stressbewältigung, Resilienz und Selbstmanagement sowie Atem-, Entspannungs- und Meditationsübungen vermittelt und praktiziert. Zeiten des Austauschs und der Stille wechseln sich ab. Die Tagesstruktur erlaubt zudem Raum für Erholung und Musse, Zeit für sich und in der Natur.
Der klar strukturierte und durch die Kursleitenden begleitete Prozess integriert Einzel- und Gruppenreflexionen, unterstützt in der Standortanalyse und hilft, genau hinzuschauen: Persönliche Lebensgewohnheiten werden auf konstruktive und wohlwollende Art hinterfragt und auf dem Hintergrund eigener Werte gegebenenfalls angepasst oder verändert. Dabei bietet Ihnen das Lassalle-Haus den geeigneten Rahmen, um in der Stille wieder zu sich selbst zu finden.

Auszeit auch als verlängertes Wochenend-Angebot
Es ist möglich, das Angebot auch als Einführung (3½-Tage am Wochenende) zu besuchen, ohne persönliche Einzel- Prozessbegleitung. Auf dem Programm stehen Grundlagen und Praxis zu Stressbewältigung, Atem-, Entspannungs- und Meditationsübungen.
Wenn Sie sich für dieses verlängerte Wochenend-Angebot interessieren (Kurskosten: CHF 390.00), wenden Sie sich bitte direkt an info@lassalle-haus.org oder Tel. +41 41 757 14 14.