Mit Feuerkraft ins neue Jahr

Silvester- und Neujahrs-Tage gemeinsam gestalten

Übergänge im Leben laden ein zu Gestaltung und Ritualen in Gemeinschaft. Das Element Feuer steht für intensive Verwandlung, aber auch für gemütliche Wärme in kalten Wintertagen. Das Haus Gutenberg lädt ein zu drei Tagen von Rückblick, Einblick und Ausblick. Wir nutzen die besondere Kraft der Rauhnächte, jener zwölf Nächte nach dem kürzesten Tag des Jahres, welche in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung für Prozesse des Übergangs und der Entwicklung haben. Die einmalige Landschaft um Balzers mit ihren hohen Bergen und der weiten Rheinebene trägt das Ihre bei.

Wir spazieren auf Anhöhen und geniessen den Überblick über das, was wir hinter uns lassen und was vor uns liegt. Mit einfachen Ritualhandlungen allein und in der Gruppe geben wir dem Gestalt, was wir in uns bewegen. Gemeinsam schliessen wir den Kreis des Jahres mit dem Vollenden des Alten und dem Begrüssen des Neuen. Wir erleben Landschaft, wir begegnen dem Wald und wir entzünden Feuer. Ebenso wichtig sind feine Mahlzeiten, Spass beim Spiel, Zeit für gute Gespräche und Zeiten der Besinnung.

Eingeladen sind Einzelpersonen, Paare und Gruppen, die die Silvester-Neujahrs-Tage in Gemeinschaft bewusst gestalten wollen.

Dauer: Freitag, 30. Dezember 2022, 11.30 Uhr bis Sonntag, 1. Januar 2023, 17 Uhr

Leitung: Corina Gantner, Heilkräuterkundige, Stressregulationstrainerin und Leiterin für Shinrin Yoku (Waldbaden) und Bruno Fluder, Leiter Haus Gutenberg, Erwachsenenbildner, Theologe, Kirchenmusiker

Wir bitten um Anmeldung bis 15. Dezember.

Wintersonnenwende – wie aussen so innen

Den Jahreszyklus 2022 widmen wir dem Energiekreislauf der Pflanzen und der Lebensenergie der Menschen. Was der Frühling sät, kann der Sommer reifen, der Herbst ernten, der Winter geniessen.

In unseren Breitengraden sind wir stark den Einflüssen der Jahreszeiten unterworfen. Was bedeutet dies für die Pflanzenwelt und für die Menschen? Was bringen die Wechsel von einer Jahreszeit zur anderen für unser Leben mit sich, da auch wir diesen Zyklen unterworfen sind? Wie weit sind wir in unserer modernen Welt von diesen natürlichen Phänomenen abgeschnitten?

Wir machen uns den ewigen Kreislauf der Pflanzen bewusst, von der Energiegewinnung für das Wachstum und das Fortbestehen bis zur Einlagerung von Energie für das Leben von Menschen und Tieren sowie für die Fortpflanzung. Daraus ziehen wir Erkenntnisse und ein Bewusstsein für unseren eigenen Energiehaushalt.

Im Winter steht das Wachstum still. Zeit des Rückzugs und der Regeneration. Der Kräuterworkshop steht unter dem Zeichen der Selbstfürsorge. Für die bevorstehenden Raunächte bereiten wir eine Räuchermischung zu. Mit einem Ritual wird der Jahreskreis geschlossen.

Leitung: Corina Gantner, Heilkräuterfachfrau und Stressregulationstrainerin (www.gelassensein.ch)

Wir bitten um Anmeldung bist 14. Dezember.

Gutenberger Nacht der spirituellen Lieder

„Singen ist die Muttersprache der Menschen.“ (Yehudi Menuhin)

Nach über drei Jahren Pause dürfen wir wieder! Wir singen einfache, berührende, ruhige und fröhliche Lieder aus christlicher Tradition und aus verschiedenen Kulturen und Religionen der Welt. Jede und jeder ist willkommen mit dem ganz eigenen Glauben mitzusingen oder still dabei zu sein. Die Frauen-Gitarrengruppe G8 führt durch die Liedernacht mit Gitarren, Ukulelen, Flöte, Veeh-Harfe, Charango, griechischer Bouzouki und Gesang. Die Liedtexte zum Mitsingen werden auf die Wand projiziert.

Während den knapp drei Stunden dürfen die Teilnehmenden kommen und gehen nach eigenem Bedarf. Mit dieser Nacht der spirituellen Lieder schliesst sich das Haus Gutenberg einer Idee an, die vor 18 Jahren in Aachen begann und sich seither über Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, die Schweiz und Liechtenstein verbreitet hat.

Musik: G8 Gitarrengruppe unter Leitung von Christel Kaufmann, Religionspädagogin und Musikgeragogin

Wir bitten um Anmeldung. Spontane Teilnahme ist aber jederzeit auch möglich.

Gutenberg im Kino: Das geheime Leben der Bäume

Dass Bäume nicht nur für die Möbelproduktion dienlich sind, sollte allgemeinhin bekanntsein. Dass Bäume fühlen und denken können, dass sie schwitzen, sich erinnern und hin und wieder strenge Eltern sein können, ist dem einen oder anderen vielleicht neu.

Die fesselnde Dokumentation gibt einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenleben der Bäume und folgt gleichzeitig Peter Wohlleben dabei, wie er für ein neues Verständnis für den Wald wirbt. Auf diese Weise entsteht ein ebenso intimes wie humorvolles Porträt.

Regie: Jörg Adolph, 2020, 101 Minuten (D)

Platzreservation direkt beim Skino (hey@skino.li)

Die Bibel ins Spiel bringen

Spielfreude mit Lebenstexten

Warum prägen biblische Texte unsere Kultur auch noch nach über 2000 Jahren? Sie fassen Urerfahrungen des Menschseins in Worte, so dass sie uns Menschen von heute aus dem Herzen reden. Genauso wie sie es schon im Altertum oder im Mittelalter getan haben.

Die Methoden des Bibliodramas erschliessen die Bedeutung der Texte für uns und verbinden uns mit den Lebens- und Glaubenserfahrungen durch die Jahrhunderte. Der Zugang ist spielerisch und ernst zugleich. Methoden des Improvisationstheaters und viele andere ganzheitliche Ausdrucksformen wechseln sich ab mit Gesprächsphasen in der Gruppe. Im Bibliodrama trifft Spielfreude auf Lebenstexte und hilft Worte zu finden für die Fülle des Lebens.

Es sind keine Vorerfahrungen erforderlich für die Teilnahme.

Wir lassen uns inspirieren von Mt 2,13-23: Holde Weihnacht und Kindermord?

Leitung: Bruno Fluder, Theologe, Bibliodramaleiter

Wir bitten um Anmeldung bis 9. Dezember.

In Kooperation mit der katholischen Seelsorgeeinheit Mittleres Sarganserland und der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sargans, Mels, Vilters-Wangs

Demenz-Café

Das Nachmittags-Café – ein Café für alle!

Das Nachmittags-Café richtet sich in erster Linie an Angehörige von Menschen mit Demenz. Sie finden hier einen Ort, an dem sie die demente Person mitnehmen und gemeinsam einen möglichst erholsamen Nachmittag verbringen können. Es sind zudem alle willkommen, auch Enkelkinder, Interessierte…

Einen Kaffee trinken, ein Stück Kuchen essen, in einem Buch stöbern, ein interessantes Gespräch führen, Musik lauschen oder einfach nur sein. Zwei Fachpersonen sind vor Ort und beraten gerne, falls dies erwünscht ist.

Wir bitten um Anmeldung an 230 34 45 oder kontakt@demenz.li. Eine spontane Teilnahme ist auch möglich.

In Kooperation mit Demenz Liechtenstein

Meditation und Bewegung

Von der Zerstreuung in die Sammlung

Wir alle sind viel und oft in Bewegung: Informationen aus allen Richtungen beschäftigen uns, Emotionen bewegen uns und auch physisch sind wir dauernd unterwegs. Da stellt sich die Frage: Können wir uns äusserlich bewegen und trotzdem innere Ruhe bewahren? Und wie kommen wir zu innerer Ruhe?

In diesem Tages-Retreat bewegen wir uns «von aussen nach innen». Durch sanfte Körperbewegungen lösen wir zuerst Blockierungen und Verspannungen in unseren Muskeln und Energiebahnen. Danach fällt es uns leichter, in unserer Mitte zu ruhen. Atemübungen helfen uns, ins «Hier und Jetzt» zu kommen. Wir üben uns in unterschiedlichen Formen von Meditation. Am Morgen sind wir drinnen und am Nachmittag draussen in der Natur.

Das Tages-Retreat zeigt gangbare Wege auf, wie wir über Bewegung zu innerer Ruhe finden. Es lässt genug Raum für eigene praktische Erfahrungen und ist geeignet sowohl für Einsteiger*innen wie für Fortgeschrittene.

Mitnehmen: Bequeme Schuhe und angepasste Kleidung für drinnen und draussen.

Leitung: Maria Regli, freischaffende Theologin (www.mariaregli.ch); Spiritualin (MAS in angewandter interreligiöser Spiritualität); Lauftrainerin, Yogalehrerin und Pilgerbegleiterin

Wir bitten um Anmeldung bis 25. November.

Ayurveda – Die Wissenschaft vom Leben

Für Inneres Gleichgewicht und Wohlbefinden

Erfahren Sie mehr über eine der ältesten Heilwissenschaften und über Anwendungsmöglichkeiten in unserer heutigen Zeit. Der Vortrag gibt eine Einführung in Ayurveda und Sie erhalten auch viele Informationen,
welche Erkrankungen mit Ayurvedamedizin behandelt werden können.

Dabei setzt diese indische Heilkunst schon vor der Erkrankung an, denn Ayurveda legt grossen Wert auf die Vorbeugung und fördert die Erhaltung der Gesundheit, indem es auf ein ausgeglichenes Leben, die Ernährung, den Lebensstil und die Verwendung von Kräutern achtet.

An dem Vortrag erfahren Sie, wie man dieses Gleichgewicht von Körper,
Geist und Bewusstsein entsprechend der eigenen individuellen Konstitution herstellt und wie man Veränderungen im Lebensstil vornimmt, um dieses Gleichgewicht zu erreichen und zu erhalten.

Anschliessend gibt es die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Der Vortrag ist für alle Interessierten geeignet.

Referentin: Dr. med. Mona Riebe, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, Akupunktur-TCM, Ayurvedamedizin in Chur, www.drmonariebe.ch

Wir bitten um Anmeldung bis 24. November.

Was wir sind, spricht mehr, als was wir sagen – Die Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle von Religion/Spiritualität

Jahrhundertelang waren Missionare und Missionarinnen die Pioniere der Entwicklungszusammenarbeit avant la lettre. Neben der Verkündigung haben sie sich um die Bildung und das Gesundheitswesen in den Ländern des Globalen Südens bemüht. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts übernahmen dann die öffentliche Hand und NGOs diese Aufgaben.

Religion(en) galten immer mehr als Hindernisse und ideologische Bremsen einer stark auf wirtschaftliches Wachstum und Fortschritt ausgerichteten «Entwicklung».

Ist damit die Rolle der Religion und Spiritualität hinfällig geworden? Die in den Industrieländern totgesagte Religion hat global eine unerwartete
Renaissance erlebt, 80% der Weltbevölkerung betrachten sich in irgendeiner Weise als «religiös». Eine Entwicklungszusammenarbeit, die
diesen Aspekt ausblendet, gerät daher leicht in den Verdacht, neokolonial zu sein.

Referent: Dr. Josef Estermann, Schweizer Theologe und Philosoph, lange Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit in Peru und Bolivien. Forschungs- und Lehrschwerpunkte: interkulturelle Philosophie und Theologie; andine Philosophie; Befreiungstheologie; Dekolonialität; Entwicklungstheorien

Wir bitten um Anmeldung bis 22. November.

Nährende Stille und Einfachheit im Advent – Was uns wirklich nährt.

Basische Fastenwoche mit Yoga

Wir gehen in diesen Tagen gemeinsam der Frage nach, was uns wirklich nährt und satt macht. Spiritualität und Essen können sich verbinden, Zusammenhänge erschliessen sich, Hunger darf gestillt werden.

Durch einfache basische Mahlzeiten lassen wir auch die Verdauung zur Ruhe kommen und knüpfen damit an alte Traditionen des Fastens vor den Festtagen an. Die Abendsuppe kochen wir jeweils selbst. Beim achtsamen Zubereiten und Geniessen der Mahlzeiten erleben wir die Freude am Einfachen und entdecken Farben, Düfte und Sinneseindrücke, die uns im Alltag oft entgehen.

Wir beginnen und beenden den Tag mit einer Meditation in der Kapelle, nehmen uns Zeit für uns allein, für kreative Verarbeitung des Themas im Atelier und gemeinsame Gespräche. Täglich eine Stunde sanftes Yoga fördert die Verdauung und Entgiftung. Das Haus Gutenberg und die Umgebung bieten uns dafür den idealen Rahmen.

Kursdauer: Montag, 28. November, 18 Uhr bis Sonntag, 4. Dezember 2022, 13 Uhr

Leitung: Christina Alder, Ernährungsberaterin, spirituelle Fastenbegleiterin. Bruno Fluder, Theologe und Seelsorger, Leiter Haus Gutenberg. Inge Büchel, Yogalehrerin.

Wir bitten um Anmeldung bis 7. November.