Versöhnung und Vergebung

„Nichts wird mehr so sein wie es war“ (Hannah Arendt)

Versöhnung und Vergebung sind etwas vom Schwierigsten und zugleich Zentralsten im menschlichen und spirituellen Reifungsprozess. Man verdrängt, vertagt… Und doch kann es sein – mitten im Leben und erst recht im Zugehen auf den Tod – dass uns ein Wunsch nach Bereinigung oder eine Sehnsucht nach Friede,  Heilwerden aus Verletzung und erlöstem Dasein einholt. Wie geschieht Vergebung, wie Versöhnung? Was, wenn der Andere nicht will? Was riskieren wir und was wird uns dabei geschenkt?

Versöhnungs- und Vergebungsprozesse haben mit einem Wollen zu tun und bleiben doch angewiesen auf Hilfe  von ausserhalb oder auf Impulse von zutiefst innen. Wir brauchen letztlich göttliche Führung und Gnade. Nur wer eine Hoffnung, die Perspektive auf ein Mehr an Glück, an Freiheit und Lebendigkeit hat, wer wie Sterbende berührt ist von einem kategorial anderen Sein, gibt sich selbst in den Prozess hinein. Und er spürt mehr und mehr, dass es nicht bei der Versöhnung mit einem einzelnen Menschen bleibt. Versöhntes Dasein ereignet sich dort, wo wir uns tief innen einfach öffnen. Sie geschieht mit Mitmenschen und zugleich mit uns selbst und mit Gott oder einer Liebe schlechthin. Vergebung ist das Tor, durch welches hindurch wir wieder offen werden auf das Ganze hin. Versöhnung ist Neubegegnung. Beides ist Prozess. Was dabei letztlich geschieht, ist Wandlung:  ein Kategorienwechsel!

Inhalt

Wir arbeiten prozessorientiert. Kurze Theorieblöcke beleuchten das Thema  aus psychotherapeutischer und theologischer  Perspektive sowie aus der praktischen Erfahrung der Palliative Care. Klangreisen und nonverbale Elemente  bewirken eine emotionale und sensitive Vertiefung. Das Spirituelle erhält Raum in der Arbeit mit biblischen Texten, Träumen und Symbolarbeit, in der inneren Sammlung,  im gemeinsamen Feiern und Beten.

Beginn 01.09.2021, 18:30
Ende 03.09.2021, 13:00
Bemerkungen

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<h4>Impulse für Ihren weiteren Weg</h4>
Mehr als um praktische Einzelschritte geht es um ein tieferes Verstehen von Versöhnung als Reifungsprozess und als Türöffner für Spiritualität. Die Sehnsucht nach versöhntem Dasein soll lebendig werden.

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<h4>Voraussetzungen</h4>
Menschen, die sich auf Reifungsprozesse, auf Stille und Spiritualität einlassen mögen.

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Ort Lassalle-Haus Bad Schönbrunn CH-6313 Edlibach
Ortslink
Kontakt-E-Mail info@lassalle-haus.org
Veranstaltungs-Link https://www.lassalle-haus.org/de/kursdetails/vers%C3%B6hnung-und-vergebung-nichts-wird-mehr-so-sein-wie-es-war-hannah-arendt-2021-m11.html
Zielpublikum Suchende Menschen. Spezielle Fachgebiete: Psychotherapie, Seelsorge, Spiritualität, Palliative Care und Sterbebegleitung. An seelischen und geistigen Reifungsprozessen interessierte Laien.
Referent/innen, Mitwirkende Daniel Büche
Leitung
Kosten CHF 290.00 zzgl. Pensionskosten
Anmeldeschluss
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