Kurs 11 – Ein Abend im Schatten von Ostern

Ein Donnerstag zum Weinen (greinen), ein Donnerstag, an dem es wieder anfängt zu grünen, ein Hoher Donnerstag wegen seiner grossen theologischen Bedeutung, usw.? So vielfältig die Bezeichnungen und vor allem ihre möglichen Herleitungen sind, so vielfältig sind auch die Inhalte, die in der Messe am Abend dieses Tages gefeiert werden – und ihre liturgische Gestalt: Beginn der Feier der drei Österlichen Tage, Gedächtnis des Abendmahls, Einsetzung der Eucharistie, Fusswaschung, Feststimmung und Beginn der Leidensgeschichte Jesu, Schweigen der Orgel, Ölbergandacht usw. Zahlreich sind auch die Herausforderungen in der Praxis: Wie diesen Abendgottesdienst feiern, der zum Österlichen Triduum gehört, aber auf einen Arbeitstag fällt? Wie Zugänge zur Eucharistie finden zwischen Abendmahl, Kreuz und Auferstehung? Kann man im Gottesdienst Menschen die Füsse waschen? Gibt es Feierlichkeit ohne Orgel? Wie können wir heute wachen und beten?

 

An diesem Studientag erhalten wir Impulse zu diesem Beginn der Osterfeier, der, anders als Karfreitag, Osternacht und Ostersonntag, in vielen Gemeinden ein Schattendasein führt. Wir kommen ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus, stellen die genannten und weitere Fragen und bemühen uns im Vortrag und persönlichen Austausch um konkrete Lösungsansätze.

 

Programm

 

Ankunft ab 9:30 Uhr mit Begrüssungskaffee und Gipfeli

 

10:00 Uhr: Beginn der Tagung

 

(Musikalische) Begrüssung

Martin Conrad und Sandra Rupp Fischer, Liturgisches Institut

 

„Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht für das Heil der Welt und uns geboten, dass auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis“

Zur Theologie der Abendmahlsliturgie am Gründonnerstag

Prof. Dr. Veronika Hoffmann und Prof. Dr. Martin Klöckener, Universität Freiburg

 

Erste Workshop-Runde

12.15 Uhr Stehlunch

 

Zweite und dritte Workshop-Runde

dazwischen Kaffeepause

 

Am Ende der Tagung: Zwischenhalt und Ausblick

Zum Potenzial der Liturgie des Gründonnerstags

Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz, Theologische Hochschule Chur und Universität Luzern

 

Abschliessende Feier

 

17.15 Uhr Schluss der Tagung

 

Workshops (3 Durchgänge)

 

  1. Opfer – Gastmahl – Leben – Liebe.

Vertiefung und Diskussion des Eröffnungsreferats

Prof. Dr. Veronika Hoffmann und Prof. Dr. Martin Klöckener, Universität Freiburg

 

  1. „In den Mitvollzug des Geheimnisses eintreten“ (R. Guardini)

Das Zeichen der Fusswaschung und seine konkrete Gestaltung

Dr. Gunda Brüske, Liturgisches Institut

 

  1. „Ubi caritas et amor deus ibi est“

Musikalische Gestaltungsmöglichkeiten – vom festlichen Gloria und Glockenläuten zur Stille

Sandra Rupp Fischer, Liturgisches Institut

 

  1. „Bleibet hier und wachet mit mir“

Formen des Verweilens im Gebet nach der Feier (Ölbergandacht, Anbetung)

P. Peter Spichtig op, Liturgisches Institut

Beginn 23.02.2021
Ende 22.01.2021
Bemerkungen
Ort Pfarreizentrum St. Marien, Engelbergstrasse 25, 4600 Olten
Ortslink
Kontakt-E-Mail info@liturgie.ch
Veranstaltungs-Link
Zielpublikum Priester, Diakone, PastoralassistentInnen, Seelsorgende, Interessierte
Referent/innen, Mitwirkende Birgit Jeggle-Merz, Veronika Hoffmann, Martin Klöckener und Team des LI
Leitung
Kosten CHF 175
Anmeldeschluss 01.02.2021
Anmeldungs-Link
Anmeldungs-E-Mail info@liturgie.ch