Ich mag das Haschen nach dem Wind

«Alles ist eitel und Haschen nach Wind» heisst es im Buch Kohelet der Bibel. Der Schweizer Schriftsteller Gerhard Meier (1917-2008) verwendet das Bild vom Haschen nach Wind als Ausdruck seiner Suche nach Geistesgegenwart. Die Rede vom Wind für den Heiligen Geist legt nahe, dass die christliche Spiritualität keine Sache ist, die man ein- für allemal besitzt. Die eigenwillige Literatur Gerhard Meier eröffnet der Leserin, dem Leser eine Welt, die im Alltäglichen durchlässig für eine grössere Gegenwärtigkeit ist.