Fake News

Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht mit Fake News, Desinformationen, Halbwahrheiten oder mit der Behauptung, bestimmte Aussagen seien Lügen, konfrontiert wird – in der Öffentlichkeit genauso wie im privaten Leben. Es scheint, als hätten sich die Regeln der Kommunikation und des gegenseitigen Vertrauens überhaupt in letzter Zeit verändert: Faktenresistenz, Verschwörungstheorien und Populismus machen sich ungeniert breit. Doch stimmt dieser Eindruck? Konnte man einander früher mehr vertrauen? Ist heute auf nichts mehr Verlass?

Die Witiker Gespräche beleuchten das Thema aus vier Perspektiven: Wie gehen die Medien mit so genannten Fake News um und wie garantieren sie ihre Glaubwürdigkeit? Wie funktionieren Fake News und wo verläuft die Grenze zur konstruktiven Imagination? Welche Folgen hat der Verlust von Vertrauen in Politik, Medien und Wissenschaft für die demokratische Gesellschaft? Ist es sinnvoll, angesichts von Schein und Täuschung noch mit so etwas wie Wahrheit zu rechnen?

Hören Sie zu, diskutieren Sie mit und denken Sie nach. Gastgeber sind die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirchgemeinden Witikon sowie die Paulus Akademie.

Flyer «Fake News » (PDF)

Beginn 08.01.2020, 19:30
Ende 29.01.2020, 21:00
Bemerkungen

PROGRAMM
Mittwoch, 8. Januar 2020, 19.30–21.00 Uhr
<strong>Auf die falsche Fährte gelockt?
</strong>Spätestens seit der US-amerikanischen Präsidentenwahl 2016 ist der Begriff Fake News zu einem Kampfbegriff geworden. Wie kommen wir Mediennutzer zu glaubwürdigen Informationen? Diskussion über den Umgang der Medien mit Nachrichten mit Raphaela Birrer, Ressortleiterin Politik Tages-Anzeiger, Vinzenz Wyss, Professor für Journalistik an der Zürcher Hochschule für  Angewandte Wissenschaften, und Michael Schönenberger, Leiter Inlandredaktikon Neue Zürcher Zeitung
Moderation: Dr. Andreas Rellstab

Mittwoch, 15. Januar 2020, 19.30–21.00 Uhr
<strong>Was bedeutet «Fake News»?</strong>
Wenn die Welt nur aus Fakten bestünde, würde man ersticken; erst die Phantasie, die Fiktionen, wie sie etwa die Literatur schafft, lassen einen atmen. Doch wenn Fiktionen in der Gestalt von alternativen Fakten, Fakes oder gar Fake News gehäuft auftreten, kann es eng werden. Woran erkennt man Fakes bzw. Fake News? Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Strässle benennt Markierungen im unabsehbaren Gelände zwischen Wahrheit und Lüge.
Moderation: Renate Bosshard-Nepustil

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19.30–21.00 Uhr
<strong>Verlieren wir das Vertrauen?</strong>
Vertrauen gilt als zentrale Ressource sozialen Handelns. Aber was ist Vertrauen? Wohin führt der Verlust von Vertrauen in Politik, Medien und Wissenschaft, wenn Verschwörungstheorien und Populismus überhand nehmen? Der Philosoph Prof. Dr. Martin Hartmann von der Universität Luzern erklärt, wie Vertrauen entsteht. Der Politiker und Ethiker Jean-Daniel Strub diskutiert mit ihm, welche Bedeutung Vertrauen für die Gesellschaft hat.
Moderation: Hans-Peter von Däniken

Mittwoch, 29. Januar 2020, 19.30–21.00 Uhr
<strong>Was wäre «Wahrheit»?</strong>
In vielen Lebenszusammenhängen spielt «Wahrheit» kaum noch eine Rolle. Und wenn doch, verwechselt man sie mit Faktizität und versteht unter «wahr», dass etwas tatsächlich geschehen ist. Gleichwohl: Allen Relativierungen zum Trotz bleibt die Frage nach unhinterfragbarer und unüberbietbarer Stimmigkeit relevant. Der Theologe Prof. Dr. Matthias Wüthrich erläutert, ob die Wahrheit überhaupt noch eine Zukunft hat, was man künftig darunter verstehen könnte und welche Rolle Religionen oder der Glaube dabei spielen.
Moderation: Prof. Dr. Erich Bosshard-Nepustil

Ort Saal der Katholischen Kirchgemeinde Maria Krönung, Carl Spitteler-Strasse 44, 8053 Zürich
Ortslink http://www.maria-kroenung.ch/html/kontakt.html
Kontakt-E-Mail e.studer@paulusakademie.ch
Veranstaltungs-Link
Zielpublikum
Referent/innen, Mitwirkende
Leitung
Kosten Der Eintritt ist gratis. Kollekte zur Deckung der Unkosten. Empfohlen: CHF 10.00 pro Abend. Keine Anmeldung erforderlich.
Anmeldeschluss
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