Bibelwettbewerb: erste Preise gehen in den Kanton Luzern | Preisübergabe

Die Luzerner Pfarrei St. Maria zu Franziskanern hat den 1. Platz, der Luzerner Theologe und Journalist Remo Wiegand den 2.  beim Projektwettbewerb «bibelwerken» des Religionspädagogischen Instituts Luzern (RPI) und des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks (SKB) gewonnen. Preisverleihung ist am 18. April im Pfarreizentrum Barfüesser in Luzern.
Mit dem Projekt «1000 Kraniche für den Frieden» setzte sich die Franzikanerpfarrei gegen 15 weitere Projekte durch, die von Pfarreien, Schulklassen und Einzelpersonen aus der ganzen Schweiz eingereicht wurden. Unter dem Motto «transformiert statt ausrangiert» zielte der Wettbewerb darauf ab, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Bibel als «Heilige Schrift» zu fördern. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, aus alten Bibeln in einem kreativen Prozess etwas Neues zu schaffen. Ausgangspunkt war die Einführung einer neuen Bibelübersetzung, der sogenannten «Einheitsübersetzung 2016». Für die Franziskanerpfarrei war das Kranich-Projekt «ein Aufbruch zu dieser neuen Übersetzung», wie Pastoralassistent Winfried Bader erklärt.
Ein Symbol für den Frieden
Beim Siegerprojekt «1000 Kraniche für den Frieden» falteten Kinder und Erwachse über 1300 Papierkraniche aus Seiten ausrangierter Bibeln. Die Projektidee geht zurück auf eine japanische Legende, die erzählt, dass jemand, der 1000 Kraniche faltet, einen Wunsch frei hat. Ein Mädchen aus Hiroshima, das an den Folgend des Atombombenabwurfs erkrankt war, fing an, Kraniche zu falten. Es starb mit 12 Jahren, aber der Kranich blieb ein Symbol für die Friedensbewegung. So wurden die Papierkraniche auch in der Pfarrei St. Maria zu einem tausendfachen Zeichen für den Frieden. Auf Weihnachten 2017 hin wurden sie schliesslich in der Franziskanerkirche aufgehängt.
Die Müllmänner und die alten Bibeln
Remo Wiegand, freischaffender Theologe und Journalist, reichte einen Kurzfilm mit dem Titel Heimweg ein. Aus den Buchseiten von 18 alten Bibeln und haushaltsüblichen Altpapierstapeln arrangierte er zwölf mit Geschenkband gebundene Altpapier-Beigen. Während die Bibelseiten unter den orangefarbigen Geschenkschlaufen sichtbar bleiben, ist das restliche Altpapier mit blauem Band in silbernes Geschenkpapier gewickelt. Der Film zeigt, wie die Angestellten der Stadtreinigung Luzern am regnerischen Morgen, noch im Dunkeln, auf das arrangierte Papier reagieren. Wiegand thematisiert in nüchterner und bestechender Bildführung Geheimnis und Oberfläche im Umgang mit dem gedruckten Wort Gottes. Es gibt keine Regie zur Handlung. Kamera und Zuschauende sind stille Beobachter. Mehr Hintergründe zum Film bietet das Interview mit dem Preisträger anlässlich der Preisverleihung.
Die Preisübergabe findet am 18. April um 17 Uhr in der Cafeteria im Pfarreizentrum Barfüesser, Winkelriedstrasse 5 in Luzern statt. 

Beginn 18.04.2018, 17:00
Ende 18.04.2018, 18:30
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Ort Pfarreizentrum Barfüesser
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