Trauma – Versöhnung – Heilung

Immer wieder begegnen geistliche Begleiterinnen und Begleiter in ihrer Arbeit Menschen, die traumatische Erfahrungen wie Missbrauch, den plötzlichen Tod eines Kindes oder Partners oder Krankheiten gemacht haben; Erlebnisse, die zu bleibenden Einschränkungen führen können.
In diesen beiden Tagen werden einige grundlegende Kenntnisse der Psychotraumatologie vermittelt – in Form von Theorieimpulsen, Übungen und Reflexionseinheiten. Die Impulse sind so ausgewählt, dass sie den Kursteilnehmenden helfen, einen Weg der Versöhnung und Heilung zu ermöglichen. Dies geschieht in dem Bewusstsein, dass wir als Begleitende nur den Weg dafür bereiten können, indem wir mit und für die von Trauma Betroffenen hoffen, dass ihnen Gott Versöhnung und Heilung schenken wird.

Inhalt
• Geistlicher Tagesbeginn und -abschluss
• Kurze Theorie-Impulse
• Kennenlernen verschiedener Übungen aus dem Bereich der Trauma-Arbeit
• Zeit zur persönlichen Reflexion
• Arbeit an Fallbeispielen
• Gesprächsübungen
• Expertengespräch im Plenum
• Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch

Exerzitien zwischen den Jahren mit Meister Eckhart – 6 Tage

Exerzitien laden ein in die Erfahrung, wie Eckhart sie umschreibt: In der Begegnung mit dem göttlichen Geheimnis wird der Mensch geboren, frei und fähig seine eigene Würde zu erkennen und aus ihr zu leben.
Auf diesem Hintergrund wollen wir am Ende des Jahres im Raum der Stille zu uns kommen, das Alte loslassen, Kraft schöpfen und das Neue vertrauensvoll aus der «Hand» Gottes entgegennehmen.
Texte von Meister Eckhart und der Bibel, Gebet und Meditation, Bewegung und Tanz wollen uns hinführen zur tieferen Freude am Geheimnis der Geburt Gottes – und des Menschen.

Inhalt
Täglich:
• Geistlicher Impuls
• 3-4 persönliche Meditationszeiten
• Begleitgespräch
• Leibübungen
• Tanz
• Gottesdienst

Durchgehendes Schweigen
Zeit für Jahresrückblick und –vorausblick

Kontemplation (Einführung und Vertiefung)

Impulse aus Leben und Werk der Mystikerin und Lyrikerin Silja Walter begleiten anlässlich ihres 100. Geburtstages die Kontemplationskurse im Jahr 2019.
Silja Walter (1919 – 2011) lebte im Benediktinerinnen-Kloster Fahr. Die Ordensfrau war eine Schriftstellerin und Dichterin von ausserordentlicher Vitalität. Ihr vielschichtiges und mehrfach mit Literatur – und Kulturpreisen ausgezeichnetes Werk umfasst Gedichte, Lieder, Prosa, liturgische Texte und Theaterstücke.
Ein wichtiges Thema war für Silja Walter immer, wie sie in Gottes Gegenwart leben und das Berufungserlebnis lebendig halten konnte. In der Anfangszeit im Kloster versiegte zunächst ihre Kreativität, um danach umso kraftvoller wieder aufzubrechen. Wonach sich die Dichterin sehnte, nach Liebe und Erfüllung, beides wurde ihr zunehmend gewiss: Aufgehoben in der Liebe Gottes horchte sie gesammelt nach innen, wo sich ihr tiefere Wahrheiten offenbarten. Ihr Ringen um eine Gottesbeziehung in einer säkularen Welt, bleibt aktuell, ermutigend und herausfordernd.

Inhalt
• Praktische Hinführungen
• Geistliche Impulse
• Begleitgespräche
• Leibübungen
• Gottesdienst Eucharistie / Abendmahl
• Durchgehendes Schweigen

Einführung in die Meditation

Der «Markt» verschiedener Spiritualitäten und Meditationspraktiken ist schier unübersichtlich. Der «Heilsrezepte», welche den schnellen Weg zum Glück und zu innerer Befreiung verheissen, sind viele. Wie gewinne ich den Überblick und finde meinen Weg? Wie komme ich zu mehr innerer Ruhe im Alltag und nachhaltigem Frieden mit mir selbst und meiner Mit-Welt? Und: Was ist unter Meditation und Spiritualität zu verstehen? Wie verbinden sich östliche und westliche Wege, ohne Unterschiede auszuklammern oder unkritisch zu vermischen?
Das Wochenende will hinzuführen zu bewährten, spirituellen Meditationswegen: Exerzitien und Kontemplation – sie verkörpern zwei Haupt-Übungswege in der christlichen Spiritualitätsgeschichte; Zen und Yoga – sie bilden wichtige Brücken zu fernöstlichen Meditationstraditionen. Damit erhalten die Teilnehmenden u.a. eine Klärungshilfe, welcher spirituelle Weg ihnen mehr entspricht.
Zudem gibt es eine Einführung in die Architektur und das Programm des Lassalle-Hauses. Dabei soll deutlich werden, was das Anliegen einer tragfähigen Meditationspraxis ist: der Weg nach innen, zu sich selbst, ist untrennbar verbunden mit dem Weg nach aussen, in die Verantwortung für die Welt.

Inhalt
• Zeiten der Stille
• Thematische Kurzeinführungen
• Praktische Übungen zu den jeweiligen Meditationsmethoden
• Austausch in der Gruppe
• Vorstellung einschlägiger Literatur
• Architektur- und Hausführung
• Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes

Vom Wagnis der Verwundbarkeit

Die Weihnachtsgeschichten erzählen, wie leidenschaftlich und zugleich verletzlich Menschen sind. Ungeschützt und verwundbar sind Maria und Josef, als sie in der Herberge keinen Platz finden und später fliehen müssen. Ja, sogar Gott macht sich verwundbar, als er Mensch wird. Wie gehen die Menschen an der Krippe – wie gehen wir mit Verwundbarkeit um? Fragen nach Selbstschutz, Abgrenzung, Verwundung und Hingabe sind damals wie auch in unserer Zeit aktuell im persönlichen Leben, in sozialen Herausforderungen.

Inhalt
Elemente: Impulse zum Thema „Das Wagnis der Verwundbarkeit“ aus Bibel, Kunst und Literatur. Zeit für Meditation, Schweigen, Gottesdienst, Gespräch und Feiern.

Zen Einführung

Eine sorgfältige Einführung in die Praxis und den Geist des Zen ist die Voraussetzung für gute erste Erfahrungen mit der Zen-Meditation. Diese führt von aussen nach innen, vom Handeln zum Sein, vom Wissen zum Erkennen. Schliesslich geht es um eine Weltsicht und ein Selbstverständnis jenseits ichbezogener Strukturen. In der Meditation wird die Weite unseres Seins erfahrbar, was wiederum ein Gefühl grosser Freiheit gibt.

In der Zen-Einführung werden die Grundlagen des Zen vermittelt. Der Kurs beginnt mit einigen Ausführungen über das Anliegen und die Geschichte des Zen sowie über die Möglichkeiten der Zen-Meditation. Nach einem Austausch über allfällige bisherige Meditationserfahrungen sowie über Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden wird in die Praxis der Zen-Meditation eingeführt, und verschiedene Sitzpositionen können erprobt werden. Im Kursverlauf werden erste Meditationserfahrungen gemacht und reflektiert, und es werden Rituale vermittelt, welche den ungestörten Ablauf der Meditationen ermöglichen und den Geist des Zen zum Ausdruck bringen. In einem Vortrag wird der Weg des Zen vertieft dargelegt, und zum Schluss des Kurses besteht Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen zu besprechen und Fragen zu stellen.

Peter Widmer besuchte 1986 erste Zen-Kurse und wurde Zen-Schüler bei Pia Gyger. 2004 erhielt er Dharma-Transmission und Erteilung der Zen-Lehrbefugnis (Sensei) durch Pia Gyger Roshi mit dem Dharma-Namen Ki Gen. Besondere Anliegen sind Peter Widmer die Verbindung von Zen und westlicher Psychologie sowie Therapie- und Coachingmethoden. Weitere Interessen- und Tätigkeitsgebiete sind die Teilpersönlichkeitsarbeit, Traumarbeit, Klarträumen, Erwachsenenentwicklung, z.T. auf Basis des AQAL-Models von Ken Wilber.

Inhalt
Das zentrale Element des Einführungskurses ist die praktische Übung der Zen-Meditation. Sie wird Zazen genannt – wörtlich „Sitzen im Zen“. Auf Meditationskissen oder Schemeln sitzt man ohne Gedanken und findet zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer neuen Lebenshaltung führt. Der Kurs findet weitgehend im Schweigen statt.

Zen Einführung

Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes.

Paul Shepherd absolvierte – wie Niklaus Brantschen und Pia Gyger – unter der Führung von Yamada Kôun Roshi das Koan-Studium in Japan. Sein Lehrername Cho-Un bedeutet «Aufklärende Wolke». Im August 2011 erhielt Paul Shepherd den Titel «Associate Zen Master» der Sanbo-Kyodan- Zen-Schule.

Inhalt
Einführung in die Sitzmeditation (Zazen) und die dazugehörigen Rituale, dabei durchgehendes Schweigen.

Meinem inneren Kompass folgen – 2 Tage

Gar nicht so einfach! Ich habe einen Traum für meine Zukunft. Die Eltern sagen: Mach was Vernünftiges! Die Freunde: Du träumst! Der Arbeitsmarkt rät zu diesem und von jenem ab. Vorteile hier sind Nachteile dort. 1000 Stimmen zerren an mir. Doch nicht nur Stimmen von aussen. Auch innen spricht’s, und manchmal durcheinander. Für den Kopf ist dieser Weg klar. Das Herz wollte immer schon das. Das Bauchgefühl aber weist in eine andere Richtung. Vieles spricht für sich, hat gute Argumente. Doch – was ist das Richtige für mich? Woran soll ich meinen «inneren Kompass» ausrichten?
Exerzitien sind ein angeleiteter spiritueller Weg und eine Schule des Gebets: Es sind Übungen, durch die wir schweigen und hören lernen; hören auf das, was Gott uns durch die Worte der Bibel, der Natur und die Ereignisse des Lebens sagen will. So führen Exerzitien zu einem frischen Blick auf Sinn und Ziel des Lebens und zu einem Gespür für den persönlichen Weg. Eine wichtige Entscheidungshilfe.

Inhalt
Täglich:
• Anleitungen zum Exerzitienweg
• Anregungen für die Entscheidungsfindung
• 3-4 persönliche oder gemeinsame Meditationszeiten
• Begleitgespräch, um eigene Wahrnehmungen und Empfindungen benennen und deuten zu helfen
• Entspannungsübungen
• Gelegenheit zum Gottesdienst
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen

Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation

Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Inhalt
• Durchgehendes Schweigen
• Biblischer Impuls
• Meditation des Schrifttextes oder Kontemplation
• Leibübungen

Warten auf Gott – 7 Tage

Der Advent ist eine dunkle und stille Zeit und doch oft voller Aktivität und Hektik. Wir warten auf Weihnachten – vielleicht ist das Warten auf Gott ja ein Grundmoment unseres Lebens: Jetzt ist vieles dunkel, wir harren und bleiben, bald kommen Licht und Heil. Exerzitien sind eine Auszeit, in der wir bewusst die Stille, das Warten und das Hoffen leben. Texte der Bibel helfen uns, dass wir uns neu auf Gott ausrichten. Wir suchen Vertrauen und Frieden für den Alltag.

Inhalt
Täglich:
• Geistlicher Impuls
• 3-4 persönliche Meditationszeiten (3/4 – 1 Std.)
• Begleitgespräch
• Gottesdienst
• Tagesrückblick

Durchgehendes Schweigen