Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen sie zurück auf Ignatius von Loyola, Mystiker und Gründer des Jesuitenordens. Ein Einführungswochenende ermöglicht das Kennenlernen von Ziel und Inhalt der Exerzitien. Wer sich in der Ruhe und im schweigenden Hören mit Ignatius auf den Weg machen will, bekommt hier eine Ahnung vom Reichtum seiner Spiritualität.
Autor: Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, Edlibach
Sesshin mit Marcel Steiner
Der Jesuit Niklaus Brantschen hat 1988 von Yamada Roshi die Lehrbefugnis und den Namen Go-Un-Ken erhalten. 1999 wurde er durch Glassman Roshi zum Zen-Meister ernannt und trägt seither den zusätzlichen Dharma-Namen Jin-Shu.
Der Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes
„Der Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes…
… auf dem Antlitz Christi tragen wir in irdenen Gefässen.“ (2 Kor 4,7) Paulus weiss um das göttliche Geheimnis, das aufblitzt, erleuchtet und bis in die Tiefe der Seele hinein den Menschen durchdringt. Mit viel Eifer führt er Andere hin zu einer solch unmittelbaren Erfahrung mit Christus. Sorgsam ist er bedacht, den Geist zu wahren und weiterzutragen. Exerzitien-Tage, um mit Gott persönlich in Beziehung zu treten und das Leben von ihm durchwirken zu lassen.
Vertiefungstag Exerzitien und Kontemplation
Neben dem Üben in Kursen von Exerzitien und Kontemplation sind kleine Auszeiten wie diese stillen Einzeltage hilfreich, um gemachte Erfahrungen zu vertiefen, sich auf dem spirituellen Weg zu verankern und der Spur auf der Suche nach Gott und dem eigenen Weg treu zu bleiben.
Zen Einführung
Das zentrale Element der Zen-Meditation ist Zazen – sitzen im Zen. Auf Meditationskissen oder -Schemel sitzen wir ohne Gedanken und finden so zu einer inneren Ruhe, die mit zunehmender Übung zu einer tiefen Lebenserkenntnis führt. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Zen haben, empfehlen wir den Besuch dieses Einführungswochenendes. Hier werden Sie – bei durchgehendem Schweigen – in die Sitzmeditation (Zazen) und die dazugehörigen Rituale eingeführt.
Hans-Walter Hoppensack erhielt 2014 von Anna Gamma Roshi und Niklaus Brantschen Roshi die Lehrbefugnis und den Dharma-Namen Doshin.
Grenzenlos
Gott schenkt uns seine grenzenlose Liebe. Darin mag unsere Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit aufgehoben sein. Exerzitien bieten Raum, um innezuhalten und uns neu auf Wesentliches ausrichten zu lassen.
Ignatiana IV: Einführung in die Geistliche Begleitung
Grundlagen der ignatianischen Spiritualität. Die Grundlagenseminare „Ignatiana I-IV“ sind Voraussetzung für die Teilnahme am MAS-Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“, können aber auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht werden.
Psychologische wie philosophische Begleitung und Beratung, Coaching und Supervision haben sich in unserer Gesellschaft breit etabliert. Sie sind aus einem professionellen Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Die geistliche Begleitung ist eine althergebrachte Form des Zwiegesprächs, die zum Ziel hat, den Menschen in seinem spirituellen Wachstum zu fördern. Letztlich will sie ihn zur Gottesbegegnung
führen und ist daher Mystagogik. Das Seminar führt in die Logik und Dynamik geistlicher Begleitung ein und hilft, diese im Vergleich zu anderen Formen der Begleitung zu positionieren. An Fallbeispielen wird geübt, auf die Bewegungen in der Seele zu achten.
Die Unterscheidung der Geister ist unerlässlich für einen begleiteten, geistlichen Weg.